Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Schweine: Dioxin auch im Geflügelfutter

Nach neuesten Meldungen weitet sich der Dioxinfund bei Geflügelfutter weiter aus und da ja mehrere Mischfutterwerke betroffen sind ist es sicher, daß man auch andere betroffene Betriebe noch findet!

Stabilisierten solche Meldungen jetzt den Schweinemarkt ?
Oder wird der Gesammte Fleischsektor gemieden?

Das neue Jahr fängt ja gut an!
Saubauer

Geschrieben von Saubauer am
Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Super; wir haben dieses Jahr sieben Landtagswahlen.
Da muss man seine Kollegen doch unterstützen.
Und deshalb gibt der grüne Minister aus NRW alles; um diesen "Skandal" möglichst lange und medienträchtig hoch zu halten.
Schliesslich kann es ja nicht sein; dass der Grenzwert nur um das 1,5 fache überschritten wird; wie die Nds. Kollegen sagen; es muss das vierfache sein; wenn nicht noch höher...

Denkt dran; die Grünen wollen stärkste Partei werden; da muss doch was für die Klientel gemacht werden.
Von der Seite gesehen wird es ein schwieriges Jahr!

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

sapa
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#1]

Gehen wir mal vom Worst Case aus, auch Schweinefutter ist Dioxinverseucht und die Belieferung ging an sehr viele Mäster.

Aus der Erfahrung raus, wird ein riesen Medienhype darum betrieben indem alle Endverbraucher total verrückt gemacht werden. Es führt soweit, das Oma Erna vorm Fleischregal steht und sich fragt ob sie stirbt wenn Sie jetzt das Paket Wurst oder Fleisch ißt.

Nachfrageverfall = Preisverfall = wahrscheinlich viele sterbende Betriebe Rot wie Grün

Da der LEH einfach zurückruft und den Schaden an die Verarbeiter weiter gibt, welche sich wiederum
Schadfrei gegenüber den Zerleger / Schlachtern halten. Und dann haben wir alle gewonnen.

Nur mal zum drüber nachdenken, der Dioxinfund in Irland (2008) hat der Branche einen Schaden von etwa 360Mio.€ verursacht. Kumuliert über die gesamte EU.

Hoffentlich bestätigen sich der Verdacht nicht.

sapa

Ottonrw
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo

Es sieht so aus als wenn auch
Schweinemastbetriebe betroffen sind .
" Welt Online " im Internet meldet das in Niedersachsen
vorsorglich 1ooo Betriebe darunter auch
Schweinemastbetriebe gesperrt werden oder
wurden .

Na dann - Prost Mahlzeit .

Gruss Otto

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Wie gesagt; Medienhype und Wahlkampf.
Natürlich ist das ganze nicht rechtens; keine Frage.
Dennoch ist noch nichtmal bewiesen worden; wieviel wirklich über dem Grenzwert liegt.
Hört sich aber "gut" an; 1000 Betriebe gesperrt.
Verdammte Massentierhaltung.
Das brüstet sich so mancher Politiker wieder gegen die Landwirtschaft auf; wartet mal ab; nächste Woche Hart aber fair mit Bärbel Höhn...
Schweine und Hühner sollten auch nur mit Gras und Weizenkörner gefüttert werden..
Nun kommt auch die Schweinegrippe wieder zurück; was wollen wir mehr.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Schweinebacke
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Wie viel Dioxin nimmt ein Mensch normalerweise zu sich?
Ein 70 Kilogramm schwerer Erwachsener nimmt durchschnittlich 50 Pikogramm (pg, ein Billionstel Gramm) pro Tag auf. Nach einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation sollte er nicht mehr als 280 Pikogramm (4 pg pro Kilogramm Körpergewicht) zu sich nehmen. Ein Ei darf nach EU-Grenzwerten höchstens 3 Pikogramm Dioxin pro Gramm Fett enthalten. In Eiern, die beim Dioxinskandal Anfang 2010 sichergestellt wurden, lag der Wert bei knapp 15 Pikogramm, so dass pro Ei etwa 77 Pikogramm vom Verzehrer aufgenommen wurden.

Quelle: Flensburger Tageblatt vom 6.1.11, http://epaper.shz.de/shz/2011/01/06/ft/6/art-0065.html

Schweinebacke
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

In jedem Ei.
Die Aufregung ist groß, und niemand, der darüber schreibt, macht es unter „Skandal“ und „Ultragift“. Deshalb könnten ein paar Fakten nützlich sein.
Die Aufregung ist groß, und niemand, der darüber schreibt, macht es unter „Skandal“ und „Ultragift“. Deshalb könnten ein paar Fakten nützlich sein. Seit Dioxine überhaupt als Gesundheitsproblem erkannt sind, ist die Belastung der Umwelt mit ihnen stetig reduziert worden. Wo sie sich noch in der Luft befinden, stammen sie aus Wohnzimmerkaminen und privat abgefackeltem Abfall. Von dort gelangen sie in die Nahrungskette und in alle Hühner, ironischerweise vor allem in jene, die gut biologisch im Freien herumlaufen dürfen. Deshalb stecken Dioxine heute in jedem Ei, auch dann, wenn kein windiger Futtermittelhersteller seine Hände im Spiel hat.
Ganz klar: Rückstände aus der Biodiesel-Produktion haben in Tiernahrung nichts zu suchen. Aber das Kleingedruckte besagt auch in diesem Fall deutlich: Eine akute gesundheitliche Gefahr ist beim jetzt nachgewiesenen Überschreiten der Grenzwerte nicht gegeben. Wir sollten das bedenken, bevor wir uns von der Aufregung interessierter Kreise allzu irre machen lassen und allen Ernstes darüber nachdenken, ob wir Eier im selbst gebackenen Kuchen nun womöglich durch Banane ersetzen. Und die Behörden sollten genau prüfen, bevor sie wieder unzählige Tiere auf Verdacht in Flammen aufgehen lassen. Bm

Quelle: Der Tagesspiegel vom 6.1.11,
http://www.tagesspiegel.de/meinung/in-jedem-ei/3690096.html

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Es ist auch in unserem Interessen , nicht alles was Energieträger ist, ist auch geeignet zum Verfüttern. Solange es Komponenten gibt die nur schwammig definiert werden können,wie im jetzigen Fall, solange wird es immer wieder Versuche geben aus SCH. Geld zu machen. Versagt haben die Überwachungsbehörden. Die kleveren Geschäftemacher, die letztendlich uns Bauern betrogen haben gehören eigentlich vor ein Bauerngericht.
Aber nachdenken sollten auch die, die immer noch der Parole folgen: Hauptsache billig, hauptsache gute Zunahmen, hauptsache verwertbare Energie,verwertbares Eiweiß.
Ein Lieferant der die Komponenten aufführt, der nur bekannte Komponenten und Zusatzstoffe auf nachweislichen Bezugswegen einmischt ist vertrauenswürdiger als ein Billiganbieter der nur die messbaren wichtigen Futterwerte deklariert. Warum waren wohl im jetzigen Fall die Vorlieferanten nicht einer QS- Kette angeschlossen??

Wir können bei der Auswahl unserer Futterbezüge auch auf die sauberen Inhaltsstoffe einwirken.

Gruß Paul

fritz44
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo Paul
Besagter Futterfett Hersteller war bis Mittwoch den 5.1.2011 QS Betrieb.
Der Futterhersteller wurde von den QS Leuten nur im Vollrausch kontrolliert.

Gruß fritz

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Wahrscheinlich werden nur LW Betriebe 1-2 mal je Jahr von QS kontrolliert!!
Mit Düngerberechnung fürs Feld!!! ( Bei Schweinen !!)
Medikamente und Tierarztaufschreibungen
Schadnagerbekämpfung und Hygienebuch
Futtermittel und das HCCP Konzept für Konservierung mit Säuren
Lieferscheine aller Futter !!!!
Freischaltungen aller Transporte und Lohnunternehmer auf QS
usw.usw...

Und als dann die Kontrolle zu ende war und fast alles ok ....gibt es keine Bestätigung oder ein Schild mit QS -- OK oder so !!!
" Saftladen!"

Schönen Tag bei Eisregen

Saubauer

fritz44
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo Saubauer2.
Das wichtigste hast du Vergessen.
"Die Gebührenrechnung"

oder Schutzgelderpressung.

Gruß fritz

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hatte auch im Dezember mein QS Audit über einen neuen Bündler. (vorher Westfleisch)
Diese Hammer Gebühren hätte ich nicht erwartet! Über 260€ für eine Betriebsnummer ist ja maßlos übertrieben. Schutzgelderpressung ist ein guter Ausdruck.

MfG

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ fritz44 [#9]

Besagter Futterfett Hersteller war bis Mittwoch den 5.1.2011 QS Betrieb.

... und hat möglicherweise seit April Dioxinfutter geliefert ?

Da stellt sich die Frage was QS überhaupt für einen Wert hat ? Ich meine ich hätte in den Nachrichten gehört, dass tausende "amtlicher" Prüfer in der Lebensmittel Kontrolle fehlen würden. Im Agrarland Niedersachsen gibt es lt. Tagesschau vom 07.01.11 nur 14 Prüfer.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

fritz44
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Sehr geehrter Herr Ebert

Bitte gehen Sie in Google Suchen .QS eingeben,dann können Sie den ganzen Schwachsinn nachlesen.

MfG
Fritz

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#13]: QS basiert auf Eigenkontrolle. Bei kriminellen Machenschaften ist QS nichts wert!

"Der Leitfaden Landwirtschaft Rind, Schwein, Geflügel ist eine praxisgerechte Managementhilfe zur sicheren Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben und der relevanten Cross-Compliance-Anforderungen.

Die Teilnahme am QS-Prüfsystem und die Unterstützung beim Aufbau eines Eigenkontrollsystems helfen, Verbesserungspotentiale für den landwirtschaftlichen Betrieb zu entdecken und Abläufe zu optimieren.

Der durch QS vorgeschriebene Aufbau eines funktionierenden Eigenkontrollsystems ermöglicht einen besseren Überblick und eine bessere Kontrolle über die Prozesse im Stall und Betrieb. Darüberhinaus bieten die QS-Eigenkontrollen eine punktgenaue Umsetzung der EU-Basisverordnung 178/2002 zur Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit." [http://www.q-s.de]

Ein Problem:

Wenn ein Landkreis weitere Kontrolleure einstellen würde, stiege auch die Wahrscheinlichkeit von Beanstandungen. In den Medien hieße das dann: "Gammelfleisch/Dioxin/Salmonellen/was_auch_immer im Fleisch bzw. Ei oder Milch im Landkreis xy gefunden"

Da hat ein Landrat nichts von- im Gegenteil: das kostet ihm auch noch zusätzliches Geld!

Ich glaube, dass das System mit der Selbstanzeige per Ereignisblatt nun auch gescheitert ist, oder?

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Spekulatius_Maximus [#15]

Ich glaube, dass das System mit der Selbstanzeige per Ereignisblatt nun auch gescheitert ist, oder?

Zunächst vielen Dank für Ihre Antwort.

Ja, wenn der Betrieb sich selbst kontrollieren soll und dann bei einer Meldung die wirtschaftlichen Kosten zu zahlen hat, werden manche (viele ?) die negativen Werte einfach verschwinden lassen. Wie oft dies vorkommt, werden vielleicht die Untersuchungen der kommenden Monate ergebnen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Wer den Sumpf austrocknen will, darf nicht die Frösche fragen.

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#16]

Im Moment ist es schwierig, klare Gedanken zu fassen. Vielleicht sollte man das aktuelle QS-System als Fundament weiter verwenden. Hinzu kommen dann staatliche Kontrollen bei Futtermitteln, lebendem Tier und Fleisch/Ei. Die Selbstkontrolle (QS) würde dann im Ereignisfall auch als Dokumentation dienen können, um Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz nachzuweisen.

Ich habe bisher schon immer auf Rückstellmuster für jede Futtermittellieferung und offene Deklaration bestanden. Dieses sollte sich jeder zum Standart machen- auch wenn dadurch der Dioxinskandal nicht hätte vermieden werden können.

Der finanzielle Aspekt ist natülich auch sehr wichtig: Was ist, wenn ein Produkt positive Werte aufweist? Wer haftet bzw. wie wird entschädigt? Da könnte man einen Ereignisfallfond einführen, damit die Kette (Landwirt, vor- und nachgelagerter Bereich) schnell fragliche Produkte aus dem Verkehr nimmt ohne finanziellen Schaden.

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