Schweine: Drängendes Angebot / Preisrückgang wahrscheinlich
Den Schlachtbetrieben stehen auch in dieser Woche umfangreiche Stückzahlen zur Verfügung, die sich jedoch weitestgehend vollständig vermarkten lassen.
Bisher ist die laut Viehzählung zu erwartende Reduzierung des Angebots, die ab dem vierten Quartal einsetzen sollte, nicht zu erkennen.
In der vergangenen Woche gingen die Schlachtungen leicht zurück, jedoch kam es in der 41. Kalenderwoche aufgrund des 3. Oktobers zu Verschiebungen. Die Wochenschlachtungen liegen mit 712.322 weiter deutlich um 32.000 Stück über der gleichen Woche des Vorjahres.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Im Laufe des Dienstag nahm der Kursdruck an der RMX ständig zu. Bei steigenden Umsätzen gaben die Kurse meistens um etwa 1 Cent nach, weit stärker waren die Abschläge für Dezember 2008 (zeitweise minus 3,5 Cent auf zuletzt 1,57) und Dezember 2009 (minus 7,5 Cent auf 1,60 Euro).
November 2008 Schweine gaben um 1,2 Cent auf 1,58 Euro nach und lagen damit um 6 Cent unterhalb des letzten V-Preises.
Börsennahe Kreise berichteten heute von einem zu erwartenden drängenden Angebot in der zweiten Wochenhälfte und einem zusammenbrechenden Markt auf Grund der Wähungsentwicklung in Osteuropa. Demzufolge kann nicht mehr mit einem gleich bleibenden V-Preis am Ende dieser Woche gerechnet werden.
@ Richard Ebert [#1]
"Börsennahe Kreise berichteten heute von einem zu erwartenden drängenden Angebot in der zweiten Wochenhälfte und einem zusammenbrechenden Markt auf Grund der Wähungsentwicklung in Osteuropa. Demzufolge kann nicht mehr mit einem gleich bleibenden V-Preis am Ende dieser Woche gerechnet werden."
Einer aus diesen "Börsennahen Kreisen" sollte uns anhand einiger Beispiele mit echten Zahlen vom Schweinemarkt doch bitte erklären können
1.welche "Währungsentwicklung" den Markt zusammenbrechen läßt.
2.wie die Verbraucher in den Oststaaten ohne Westimporte mit Fleisch versorgt werden.
Es reicht doch, wenn man sagt, daß die Ware zu den bisherigen Preisen nicht mehr abzusetzen ist und ein Preisrückgang immer wahrscheinlicher wird.
Ich bin überzeugt, daß diese Börsennahen Kreise ,gerade am Terminmarkt, eine Situation herbeiwünschen, die endlich Umsatz bringt.
Die anderen Rohstoffmärkte machen es vor, die Bearbeitung der Phsyche der Teilnehmer an den Märkten fördert das unrationale Denken, steigert die Panik.
Ob daß am Schweinemarkt auch gelingt? (80% ist Gefühl,20% rationales Denken)
Ich befürchte : ja . Auf Kosten der Erzeuger.
Ich erwarte Zahlen und keine unbelegten Behauptungen.
Übrigens, das Schlagwort "zusammenbrechender Markt" wird sicherlich das Wort des Jahres.
Gruß Paul
Mach dir nichts daraus; Paul.
Wir haben einen Überversorgten Markt. Und sind damit abhängig vom Export.
Wenn ich das Wort "Börsennahe Kreise" schon höre; wer ist denn das?
An der Börse handeln doch nur Landwirte. Der offene Kontraktbestand nimmt doch immer weiter ab; warum?
Übrigens; das Wort des Jahres wird "Unbefriedigter Inlandsmarkt".
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ paul [#2]
"Börsennahe Kreise berichteten heute von einem zu erwartenden drängenden Angebot in der zweiten Wochenhälfte und einem zusammenbrechenden Markt auf Grund der Wähungsentwicklung in Osteuropa. Demzufolge kann nicht mehr mit einem gleich bleibenden V-Preis am Ende dieser Woche gerechnet werden."
Zunächst mal: An den beiden Tagen, nachdem ich den Text geschrieben habe ist der Markt zusammengebrochen. Verschiedene Monate mit 20 Cent Rückgang innerhalb von 2 bis 3 Wochen.
Wenn ich Quellen nicht nenne, hat das den Grund diese zu schützen. Nicht jeder will mit anderen diskutieren und die Nennung weiterer Quellen würde hier im Forum nur dazu führen, dass diese Beiträge mit Nennung der Quelle untersagen würden. Das habe ich bisher dreimal erleben dürfen.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
@ alle
Ich verstehe nicht die Aufregung die Ihr alle an den Tag legt. Wenn ich Mäster wäre und mich zu 100 % abgesichert habe ist der Zusammenbruch doch willkommen. Einmal richtig Kasse machen.
Da kann ich nur sagen die armen Schlachter. Oder die auf steigende Preise gesetzt haben, die werden jetzt doppelt gestraft.
Eines müßt ihr Euch merken. Den Preis in eine Richtung treiben kann sehr gefährlich sein.
Daher bin ich für jede objektive Meinung dankbar. Ob es nun Börsennahe Kreise, Broker, Ina, Mühlenbach usw. sind, jede vernünftige Meinung ist willkommen.
MfG
Lukas
@ Muehlenbach [#3]
ich hätte dann noch einen Vorschlag für das Unwort 2009: "notleidende Kredite"
@ Muehlenbach [#3]
"An der Börse handeln doch nur Landwirte."
Ach, seit wann denn das ? Ich bin kein Landwirt, handle aber auch an der Börse. Allerdings keine Schweine und Ferkel, damit mit keine Marktbeeinflussung vorgeworfen werden kann, sondern Weizen oder Kartoffeln, wenn ich an lange Trends glaube.
@ Lukas [#5]
"Oder die auf steigende Preise gesetzt haben, die werden jetzt doppelt gestraft."
Das sind die Spekulanten, die statt der Risikoverminderung durch Hedging Strategien eher den Weg der Risiko-Verdopplung gehen. Prima, sollen sie doch, eine Börse ist für Absicherungsgeschäfte genauso vorhanden wie für Spekulationen. Und dass Spekulanten verlieren, ist deren tägliches Geschäft.
Nochmals deutlich: Ein Schweinemäster, der Long-Positionen an der Börse eingeht, ist ein Zocker und kein Hedger !
@ Richard Ebert [#7]
Genau so meine ich es doch. Die hier die große Klappe haben und den Preis in eine Richtung reden wollen, sollen lieber handeln und Kaufen oder Verkaufen.
Und genau diese Spekulanten brauchen wir an der RMX und die mit der grossen Klappe, die sollen dann aber handeln.
Ich will objektive Meinungen gerne bekommen und dann handeln, denn ich habe auch nur begrenzte Informationen.
Als Hedger ist es an der Börse handeln bedingt gefährlich, wenn man keine Ahnung vom Markt hat, also Blind durch die Welt läuft.
MfG
Lukas
Nachtrag
Damit ich nicht falsch verstanden werde! Korrektur!
Als Hedger ist es an der Börse handeln bedingt gefährlich, es sei denn, man hat keine Ahnung vom Markt, also Blind durch die Welt läuft. Dann ist es genau wie ein Spekulant riskant mit hohen Gewinnen oder hohen Velusten.
MfG
Lukas