Richard Ebert
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Schweine: Drastische Beschränkung der Stallbaugenehmigungen

Landkreis Cloppenburg will Stallbauten stärker reglementieren

Schweine.net, Cloppenburg (10.03.11) - Nach Berichten der Oldenburgischen Volkszeitung plant der Landkreis Cloppenburg die Richtlinien für Stallbauten drastisch zu verschärfen. Es ist hierbei aus der Verwaltung des Landkreises zu hören, dass Baugenehmigungen dann nur noch unter strengen Auflagen zu bekommen sind. Darüber hinaus wird vermutet, dass sich der Landkreis an dem Linderner Modell orientieren möchte.

Die Gemeinde Lindern hatte zu Beginn dieses Jahres einen neuen Bebauungsplan verabschiedet, der eine Bebauung im Außenbereich erheblich einschränkt. Dieser Plan sieht zum Beispiel die Einführung von Baufenstern für betriebliche Erweiterungen vor. Diese Baufenster sollen dann den einzelnen Höfen zugeordnet werden.

Der Baudezernent des Landkreises äußerte sich bis jetzt noch nicht zu den Planungen. Es ist aber davon auszugehen, dass die Kreisverwaltung mit den strengeren Richtlinien dem erwarteten Anstieg von Bauanträgen und der Zersiedlung entgegen wirken möchte.

(Quelle: http://www.schweine.net/landkreis_cloppenburg_will_stallbauten_staerker_re.html)

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Gibt es irgendwo regelmäßige Zahlen für Baugenehmigungen für Schweineställe ? Wir suchen die - bitte mailen oder rufen Sie uns an.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Geschrieben von Richard Ebert am
Muehlenbach
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Damit "straft"sich die Politik auch selber...
Seit dem Bericht gestern laufen bei allen Architekten und Bauplanern die Telefone heiss; alle wollen noch schnell 3-5000 Plätze genehmigt bekommen; weil der Nachfahre des jun. ja auch was zu tun haben soll; ausserdem hat der Prof. W. doch immer gesagt; min 3000 Plätze sind min ( auch wenn er sich mittlerweile davon distanziert..); also ran an den Speck.
Ich hab dem Bauamtsleiter im vergangenen Frühjahr schon gesagt; wenn sowas kommt; dann könnt ihr die Verordnung garnicht so schnell drucken wie die Bauanträge reinfliegen; in Grössenordnungen; die wir noch nicht gewohnt sind....
Heute steht auch sowas wie eine " Entschärfung" der Aussage des Kreises in der Zeitung..

Überhaupt; im Augenblick ist die MT voll von landw. Themen; vor allen Dingen Biogas.
Mittlerweile nimmt das auch groteske Züge an; hier 1,5 MW; dort 2 MW; hier eine Shrimps-Aufzucht ( die ja nur rentabel ist mit der neu zu bauenden Biogasanlage) usw.usv.
Das wird schon "gedroht"; die Biogasanlage kommt; obwohl bei solch einer Grösse nicht mehr landw. Baurecht gillt; sondern Sondergebiete ausgewiesen werden müssen; wozu die Gemeinde/Stadt zustimmen muss; egal was kommt; dieses jahr noch ans Netz ( warum wohl?)...

Dazu die Diskussion um E10; bei dessen "Darstellung warum" immer der Landwirt der grosse Gewinner sein soll...
Dann der grosse Milchviehbetrieb; der im LK DH entstehen soll...

Aber wie heisst es ja so schön: Ob 1000 Euro Kreditsumme; oder 1 Mill; der Vertrag ist derselbe; eine Unterschrift; einzige Ausnahme sind ein paar mehr Nullen in der Summe...
Ach ja; Spalten haben 6-8 Wochen Lieferzeit; Maurer sind keine zu bekommen; Lüftung/ Einrichtungspreise plus 20%...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Saubauer
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Grubenbauer sind bis Sept- Oktober voll!
Biogasfirmen bis Ende des Jahres
Isolierungen +10 %
Baustahl +15%

usw...

MfG
Saubauer

wollewatz
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Im nächsten Jahr werden die Gruben billiger...

josch
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So wird es sein !

Denn Hype hilft immer nur wenigen - Wenigen -.

Allen schöne nach Karnevalstage oder so.

Josch

Muehlenbach
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Ich wette darum; dass in Süd-Oldenburg die Gruben nächstes Jahr noch teurer werden.
Die Nachfrage nach Stallplätzen der Vor/Nachgelagerten Industrie ist enorm..
Vorgaben sind 4000 Plätze zur Auslastung eines Futtermeisters; sofern nicht selbst versorgt.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

paul
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Jede Region in Deutschland versucht sich ein besonderes Merkmal aufzubauen damit man unverwechselbar wird.

Und da verwundert es doch, daß #1 die Behörden in Süd-Oldenburg ihr Highlight jetzt nicht mehr weiter unterstützen wollen. Dabei sind doch einige Einwohner dieser Gegend (Forumsteilnehmer) stolz auf die größte Schweinedichte Deutschlands. Der gute Ruf der guten Gülleluft wird aufs Spiel gesetzt.

Wie schreibt Mühlenbach immer: Vorsicht "Ironie".

Gruß Paul

papuawenzel
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@ Muehlenbach [#6]

"Angebot kleiner.." #18

So ist es Mühlenbach. Hatte u.o. Rubrik ja auch angemerkt.
Es steht nicht an den Ställen, wer Eigentümer der Tiere ist.

Sonnigen Tag

Richard Ebert
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Behörden blockieren bewusst Stallneubauten - Landwirte-Vertreter kritisieren Verwaltung wegen Verzögerungen bei Bauprojekten

TopAgrar.com (18.02.11) - Immer häufiger werden Landwirten Stallbauten mit vorgeschobenen Argumenten verweigert. Was bislang nur ein gefühlter Trend war, hat nun die Bezirksstelle für Agrarstruktur Ostwestfalen-Lippe amtlich festgestellt. Obwohl alle vorgelegten Unterlagen nach Prüfung zu einer Genehmigung führen müssten, würde diese verweigert, so das Gremium, das sich unter anderem aus Experten der Kammer und Landwirten zusammensetzt.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=16677&Itemid=519 )

Richard Ebert
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Stallneubauten werden nur selten genehmigt

Neue Westfälische, bs, Enger/Spenge (10.03.11) - "Die restriktive Genehmigungspolitik für Stallneubauten im Kreis Herford hemmt das landwirtschaftliche Wachstum in der Region", sagt Wilhelm Brüggemeier. Der Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes ist selbst Besitzer eines Viehzuchtbetriebes in Herringhausen. Vor rund einem Dutzend Mitglieder der landwirtschaftlichen Ortsverbände Enger und Spenge berichtete er jetzt über Aktuelles aus der Agrarpolitik.

Einen Schwerpunkt dabei bildete die regionale Baugenehmigungspraxis, die sich laut Brüggemeier "seit einiger Zeit schwierig darstellt". "Wachstum wird für einen landwirtschaftlichen Betrieb nur möglich durch einen Zuwachs der bewirtschafteten Fläche oder durch eine Vergrößerung der Ställe", erläuterte Klaus Fischer-Riepe, Vorsitzender des Spenger Ortsverbandes.

Möglichkeiten für den Flächenzuwachs böte im zersiedelten Ostwestfalen allerdings fast nur der Strukturwandel, also die Übernahme von Äckern und Feldern stillgelegter Höfe. Deshalb müsse die Politik die Rahmenbedingungen "für eine sinnvolle homogene Weiterentwicklung" der noch bestehenden Höfe durch Stallneu- und -umbauten schaffen, meint der Landwirt aus Hücker-Aschen.

"Bauen im Außenbereich ist bei uns aber kaum noch möglich. Und wenn, dann nur mit Ausnahmeregelungen, die das Bauen im ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet zulassen."

Eben diese Ausnahmen, so Brüggemeier, würden aber im Kreis Herford immer seltener gestattet. "Das kommt für die betroffenen Landwirte einem Berufsverbot gleich", meint der Kreisverbandsvorsitzende.

Gerade junge Landwirte, die die Hofnachfolge anträten und dann Alt und Jung mit ihrem Betrieb ernähren müssten, würden so häufig in ihrer Zukunftsplanung ausgebremst, ergänzt Fischer-Riepe. Schließlich könne man einen landwirtschaftlichen Betrieb nicht einfach in ein Gewerbegebiet umsiedeln. "Wir sind gebunden an Hof und Land", gibt der Kartoffelerzeuger zu bedenken.

(Quelle: http://www.nw-news.de/lokale_news/enger_spenge/enger_spenge/4298295_Stallneubauten_werden_nur_selten_genehmigt.html)

Benno Baumann
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Hier kann jeder seine Wünsche und Anregungen zur künftigen Ausgestaltung der Tierhaltung einbringen (zumindest theoretisch).

Ich denke man sollte sich daran beteiligen, damit dieses Forum nicht von Tierschützern dominiert wird.

http://www.bmelv.de/DE/Ministerium/Charta-Diskussion/charta-diskussion_node.html

Richard Ebert
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Landwirte kritisieren Stall-Novelle - Schweinehalter „von zwei Seiten in der Zange“ – Landvolk fordert Flexibilität

Von Reiner Kramer

nwz.online.de, Cloppenburg (30.03.11) - Die künftige Genehmigungspraxis des Landkreises sorgt für reichlich Kritik von Seiten der Landwirte. Vor allem gegen die Auflage, dass Ställe nunmehr einen Abstand von 100 Metern zum nächsten Nachbargebäude einhalten müssen, stößt den Bauern sauer auf. Das wurde auf der Informationsveranstaltung des Kreislandvolkverbandes im Kreishaus in Cloppenburg am Dienstag offenbar, zu der rund 150 Besuchern gekommen waren.

„Große Sorge bereitet uns die starke Entwicklung der Landwirtschaft in bereits verdichteten Gebieten mit immer größeren Anlagen“, begründete Leitender Baudezernent des Landkreises Cloppenburg, Georg Raue, die Neuregelung der Genehmigungspraxis, die bei allen Modernisierungen von Stallbauten greift. Hartmut Günster vom Bauamt des Landkreises lieferte dazu die Zahlen: 2010 sind 213 Stallneubauten beantragt worden, insbesondere Schweinemastställe mit mehr als 1000 Plätzen. Von 1,2 Millionen Schweinen in 2005 habe die Tierdichte auf 1,7 Millionen in 2010 im Kreis zugenommen.

„Wie soll ich bei Rindviehhaltung 30 Prozent an Emissionen einsparen“, fragte ein Landwirt aufgeregt. Eine Antwort konnte auch Baudirektor Georg Raue nicht liefern, brächten doch Abluftreinigungsanlagen in diesem Falle wenig. Ein Punkt, an dem der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes, Hubertus Berges, dazu aufrief, die Novelle zu überdenken.

Sauenhalter würden derzeit sogar „von zwei Seiten in die Zange genommen“, sagte Berges weiter. Neben den neuen Auflagen des Landkreises müssten Ställe laut Landesvorgaben umgebaut werden. Wer den vorhandenen Stall nach der Verordnung umstrukturieren will, wird laut Günster nicht die geforderten Immissionsverbesserungen von 30 Prozent einhalten müssen. Allerdings bieten die Ställe künftig weniger Platz für Sauen. Wer also die Zahlen etwa durch einen Anbau ausgleichen will, erhält hierfür in besonders belasteten Gebieten nur die Genehmigung, wenn Immissionswerte um 30 Prozent reduziert werden.

Der Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes, Bernhard Suilmann, forderte Flexibilität vom Landkreis: Die Abstandsbestimmung dürfe „kein Dogma“ sein. Auch bei der 30-Prozent-Regelung bei Immissionen müssten Spielräume her. Vor allem größere Betriebe würden in Außenbereiche abwandern, glaubt Suilmann. Hier seien die Städte und Gemeinden am Zuge, ihre Möglichkeiten der Bauleitplanung zu nutzen, entgegnete Raue.

(Quelle: http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Cloppenburg/Cloppenburg/Artikel/2572583/Landwirte-kritisieren-Stall-Novelle.html )

Muehlenbach
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Ich bin anwesend gewesen; bei dem "Zur-Schau-stellen-Deutscher-Beamtentugend".
Zitat: " Wir handeln wie Preussische Beamte"; sollte doch wohl alles sagen ( zumal es Preussen seit den zwanzigern nicht mehr gibt; aber die Verwaltungen auf diesem Stand stehen geblieben sind..).
Beispiel gefällig:
Es wurde der Abstand zu Wohnhäusern von 100 mtr. kritisiert; und dann kamen unser Verwaltungsbeamten mit Zahlen:
Es wurde eine Lärmmessung in Auftrag gegeben beim Schweineverladen in Abstimmung mit dem Landwirt.
Gutachter haben sich gute 100mtr von der Verladerampe postiert und die Lärmwerte aufgezeichnet.
Dabei kam folgendes heraus:
Standgas des LKWs 99 dbA
Hochfahren der Böden 104 dbA
Aufladen der Schweine 80dbA
Alles in 100 mtr Entfernung.
Auf den Einwand hin; dass die Messungen besonders des Rangier und Bödenhochfahrens doch wohl kaum der Realität entspricht ( Die BG schreibt ab 85 dbA das tragen eines Gehörschutzes vor; allersdings kann man sich beim Böden hochfahren ganz normal unterhalten...; wohlgemerkt; in 100 mtr Entfernung)wurde mit der Richtigkeit der Messwerte und der Unanzweifelbarkeit der Sachverständigen beleidigend kommentiert...

Nächstens Beispiel:
Wenn man 1000 Mastplätze hat ohne Wäscher hat; dann 1000 MS mit Wäscher; und nochmals 1000 MS bauen möchte(mit Wäscher; ist ja klar); was muss man machen?
Also; man muss die Immissionen verringern; beim Stall mit Wäscher geht das nicht; also bei den 1000 MS 30% abbauen; entweder durch einen Wäscher oder Stillegung von 30% der Plätze.
Was macht einer; der 1000 MS mit Wäscher hat und Nochmals 1000 bauen will?(Ratlosigkeit der Beamten)
Was ist; wenn man 1000 Plätze hat; und 5000 Plätze mit Wäscher bauen will?( Antwort wie im ersten Beispiel).
Was ist; wenn man die Regelung bzgl. der Sauen einhalten will?
Wenn man im Gebäude bleiben kann; dann gibt es keine Probleme.
Wenn man anbauen muss; weil der Platz nicht ausreicht; dann nur mit Wäscher und 30% Minderung.

Fazit:Wer in CLP bauen will; dann nur gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz gross.
Nichts mehr unter 5000 Plätze.
Das wird dabei herauskommen.
Nun malt euch mal aus; was in einem LK CLP passiert; wenn der Platzbedarf für Schweine von 0,65 ( EU; hier 0,75) auf sagen wir mal 1m2 angehoben wird?
Dann fallen locker 20% der genehmigten Plätze weg( 15% des Ist-Bestandes momentan ist schon mit Wäscher).

Denn das ist der Punkt; was auch der Landvolkverband moniert:
Die Plätze sind doch genehmigt; also sollte man die Anzahl der Plätze festschreiben; und wenn man bauen muss aufgrund der "gestiegenen" Anforderungen dieses im kleinen Rahmen machen...
Aber dem Kreis geht es nur um die Immissionen.
Schluss Aus.

Ach ja; bzgl. BrandschutzVO bei Schweinen gibt es hier keinen Handlungsbedarf; da seit mehr als zehn Jahren in jedem Schweinemastabteil Fluchttüren eingebaut werden müssen....

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

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