Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Schweine: Einstallverhalten der Mäster

Ein Kollege ( Rein Raus Mäster mit etwas großem Mundwerk) hat mich heute angerufen. Er hat seinen Stall kurz nach den Feiertagen vollends leerverkauft. 85 % hatte er noch vor den Feiertagen ausgestallt.

Er will vorerst nicht einstallen. Seit einigen Jahren schon mästet er nur 2 Durchgänge und zwar von Ende April bis Anfang August und dann nochmals einen zur Vermarktung bis Weihnachten.
Zitat: "Warum soll ich jetzt teures Getreide verfüttern um bis April mir eine Nullrunde einzufahren?"

Daß das 2010 aufgegangen ist, ist sicher richtig, aber die Jahre davor ?

Sind hier im Forum Kollegen die ähnliches machen ? Ist anhand von Zahlen aus der Vergangenheit
belegbar, dass man nach dieser Methode besser fährt ?

Als Ferkelerzeuger oder Lieferant jedenfalls würde ich solche Mäster als letztes bedienen!

Mfg
BB

Geschrieben von Bauer Bernie am
papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Bauer Bernie [#1]

Wenn man alte Ställe hat, könnte es Sinn machen die Ställe im Winter leer zu lassen. Zumal wenn dann mehr Heizöl/GAs als Futter eingesetzt werden muss und die Schweine mehr fressen, um den Stall auf "Temperatur" zu halten. Ein richtiger Mäster handelt wohl nicht so;
jedenfalls nicht in SO.

Gruß

Junker
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ BB

Die Methode mit zwei Durchgängen im Jahr kenne ich als Argument - jedoch fahre ich seit vielen Jahren ausführliche betriebswirtschaftliche Gruppenbetrachtungen. Aus den Ergebnissen erkenne ich nicht einmal eine Tendenz für diese Argumentation. Die Wintergruppen liegen weitestgehend im langjährigen Schnitt aller Gruppen.

Ich habe allerdings auch seit 4 Jahren einen genauen Jahreszyklus von 3 Durchgängen im Jahr, der unter anderem den Januar und Februar als Vermarktungszeitraum ausschließt - so ähnlich hat es, wenn ich mich recht erinnere Mühlenbach auch schon beschrieben.

Das Winterargument relativiert sich ebenfalls leicht - in meinem 4 Jahre alten Stall konnte ich berechnen, daß grob gesagt ca. 50% der erhöhten Heizungskosten (für Mast) durch reduzierte Stromkosten wieder aufgefangen werden. Da bleibt dann nicht mehr sehr viel Argument (Der Hebel dieser Kostenposition ist gering.

Aber vielleicht kann ich durch den 4 monatigen "Urlaub" so viel Energie tanken, daß die Mast anschließend um die Hälfte besser läuft - dann bin ich sofort dabei!

Gruß Junker

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Bauer Bernie [#1]

So einen Nachbar habe ich auch der mästet so nebenbei 1-2. mal im abgeschriebenen Tieflaufstall 500 Schweine !

Hat in KW 49/50 ausgestallt und freut sich auf billige Ferkel unter 45 Eur wird evtl. im Februar eingestallt oder bei 22.- Eur das Getreide alles verkauft!

MfG
Saubauer

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