Schweine: Erhöhte Fleischnachfrage, besonders nach Grillartikel
Schweine: Ukraine plant Fleischexporte in die EU
Topagrar.com (07.08.09) - Die Ukraine will ab Oktober Schweinefleisch in die EU exportieren. Allerdings haben Kontrollen seitens der EU gezeigt, dass die ukrainischen Produkte bisher nicht den Anforderungen entsprechen. Sowohl die Qualitätsstandards als auch die Lebensmittelsicherheit wurden als unzureichend bewertet. Dennoch wollen einige Betriebe die Anforderungen bis Oktober erfüllen, um in den Export einzusteigen. Gleichzeitig hat die Ukraine ihre Anforderungen an die Importe verschärft. Ab 2010 dürfen tierische Erzeugnisse nur noch von anerkannten Betrieben in die Ukraine gelangen. Nach Angaben des Fachmagazins Agrarisch Dagblad, hält der niederländische Agrarsektor die geplanten Exporte und auch die Auflagen an die Importe jedoch für unbedenklich und konkurrenzfähig.
Kassamarkt: Erhöhte Fleischnachfrage, besonders nach Grillartikeln
Der Auszahlungspreis für Schlachtschweine bleibt auch in der nächsten Woche bei 1,56 Euro. Die gemeldete Preisspanne beträgt 1,56 bis 1,59 Euro.
Den Schlachtbetrieben steht weiterhin ein begrenztes, jedoch in den meisten Regionen ausreichendes Lebendangebot zur Verfügung.
Die Fleischgeschäfte konnten sich verbessern, insbesondere Grillartikel profitieren vom Monatsbeginn und den warmen Temperaturen.
Wenn sich die Fleischnachfrage in der kommenden Woche durch Urlaubsrückkehrer nochmals belebt, sollte am Schlachtschweinemarkt ein neues Jahreshoch möglich sein.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Terminmarkt: Keine Kursänderungen
Am Schweine Terminmarkt der Eurex wurden am letzten Tag der Börsenwoche 11 Kontrakte der Monate August bis November mit nahezu unveränderten Schlusskursen zwischen plus 0,2 und minus 0,2 Cent gehandelt. Bei den weiteren Terminmonaten gab es nur unveränderte Kurstaxen.
Der M 12 Index für Schweine stieg um 0,01 Cent auf 1,4425 Euro.
Am Ferkelmarkt wurden 8 Kontrakte der Monate November, März und April mit einer Kursänderung zwischen unverändert und plus 50 Cent gehandelt. Index plus 4 Cent auf 46,49 Euro.
Aussichten: Anstieg wahrscheinlich
Der unveränderte V-Preis von heute wurde von manchen Marktteilnehmern mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. 'Schuld' daran war wohl eine leichte Angebotszunahme und stagnierende Teilstückepreise.
Da bei hochsommerlichen Temperaturen nicht nur die Grillabende für Nachfrage sorgen, sondern auch die mit der Hitze verbundenen Zunahmen der Schlachtgewichte ein geringeres Angebot mit sich bringen sollten, dürfte in der nächsten Woche ein geringer Anstieg wahrscheinlich sein. Das Prognosemittel liegt bei plus 1 Cent auf 1,57 Euro.