Schweine: Euphorie durch knappes Lebendangebot
Euphorie durch knappes Lebendangebot
ISN, Damme (10.07.08) - Mindestens stabile und teilweise stark steigende Preise kennzeichnen in der aktuellen Schlachtwoche den EU-Schweinemarkt.
Euphorische Stimmung herrscht laut Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) vor allem in den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Frankreich und Österreich. Dort kletterten die Preise bis zu 7 Cents nach oben. Die Begründung ist überall dieselbe: die Verfügbarkeit von Schweinen ist begrenzt. Darüber hinaus floriert der Export nach Osteuropa: Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien sind dankbare Abnehmer für Teilstücke oder gar lebende Schweine. Keine negativen Auswirkungen hätten derzeit die Probleme im Export nach Russland.
In Spanien stellt sich die Situation anders dar, denn aufgrund eines inländischen LKW-Streiks gegen gestiegene Transportkosten, hat sich die Abholung schlachtreifer Schweine entgegen früherer Dementis verzögert und zu einem Angebotsstau geführt. Somit blieb die Notierung auf bestehendem Niveau. Unverändert notierten die Preise für Schlachtschweine auch in Dänemark, wodurch sich die Nordlichter ihre Position als Ranglistenletzter wieder sicherten.
Mit einer Ausweitung des Angebots an schlachtreifen Schweinen sei aktuell nicht zu rechnen. Die Prognose einer EU-weit rückläufigen Produktion festige den Optimismus bezüglich der Preisbildung zusätzlich.
(Quelle: http://agrarheute.com/schwein/schwein/euphorie_durch_knappes_lebendangebot..html?redid=217095)
---
Am heutigen Donnerstag kam es bei lebhaften Umsätzen zu geringen Kurtsänderungen zwischen plus 0,4 und minus 0,6 Cent. Ferkel wurden bis zu 1,40 Euro = 3 % höher gehandelt.
Für den morgigen Freitag wird im Umkreis von Börsenhändlern mit einem Anstieg bis zu 5 Cent auf 1,75 Euro gerechnet.
Ich persönlich rechne eher mit +7 bis +8 Cent für die heutige Notierung, denn die Lage hat sich zugespitzt.
MfG
Schlachtschweine sind so knapp wie selten. Zwischen 80 und 85% liegt derzeit das Lebendangebot. Sehr flott und nicht bedarfsdeckend werden die Schlachtschweine nachgefragt. Schlachtbetriebe haben teilweise am Mittwoch schon den heutigen V-Preis gezahlt. Die unterdurchschnittlichen Schlachtgewichte lassen auch in der kommenden Woche auf ein weiterhin sehr geringes Angebot schließen.
Aufgrund der aktuellen Marktlage wird der V-Preis zwischen 6-8 Cent steigen!
Mein Tipp: 1,77 €
Freitag 18.07: 1,82 €
M.f.G.
Bernd D.
Große Mengen Lebendschweine aus dem Osten und Norden unserer Republik werden z.Z. an unseren Schlachthöfen vorbei in Richtung Osten, Polen und Ukraine gefahren.
Da spielt der Preis fast keine Rolle, Hauptsache Ware. Ob unsere Multis damit wohl je gerechnet haben?
Die nächsten Wochen werden spannend.
Gruß Paul