Schweine: Export boomt - Werden die Schweine knapp ?
Ich bekomme seit letzter Woche ständig Anfragen für Exportschweine, von unterschiedlichen Händlern. Diese berichten mir von unwahrscheinlich großen Stückzahlen die Sie in den Export verkaufen können aber einfach nicht zusammen kriegen. Ebenso würden Sie auch für deutsche Schlachthöfe noch suchen.
Auf der anderen Seite liest man in den Marktberichten von ausgeglichenen Verhältnissen und großem Angebot. Wie sehen die anderen Forumsteilnehmer die Situation und werden sie auch ständig nach Exportschweinen angebettelt?
MfG
agriculus
Fakten vom ungarischern Markt:
Gesamtschlachtungen KW 1- 12 in 2009: 589.183 Stk
=> davon ungarische Herkunft : 442.207 Stk.
Gesamtschlachtungen KW 1- 12 in 2008: 737.703 Stk.
=> davon ungarische Herkunft : 617.052 Stk.
Das heißt, das die ungarische Erzeugung um 28,34 % gesunken ist, die Gesamtschlachtungen um 20,13 %. Setzt man voraus, das das Marktvolumen gleichbleibend ist, erklärt sich so die verstärkte Nachfrage der Viehhändler.
Stellt man dann eine Hochrechnung über alle osteuropäischen Mitgliedsländer an, den die Schweinefleischerzeugung (und Währungssituation) ist in etwa gleich, dann dürfte es hier um den 8-10 fachen Faktor gehen !
Die deutschen Schlachthöfe suchen naturlich zusätzlich Schweine, weil der Teil der in den besagten Ländern nicht erzeugt wird, irgendwo zugekauft wird.
Für ein ausgeglichenes Marktverhältnis steht allein der deutsche Markt, wo immer noch der Großteil des Schweinefleisch vermarktet wird.
Ich persönlich bin immer noch davon überzeugt, das aufgrund der Währungssituation in den osteuropäischen Ländern, die Preise nicht in den Himmel wachsen werden, da ja in Deutschland die Erzeugung nicht in dem Maße abgenommen hat. Wenn 2008 die Schlachtungen um 2,9 % zugelegt haben, dann wird 2009 vielleicht das Niveau von 2007 erreicht - deshalb glaube ich an keine Verknappung.
Ein frohes Osterfest an alle Forumsteilnehmer wünscht aus Ungarn
M.H.