Richard Ebert
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Schweine: Exporte sorgen für eine Entspannung am deutschen Markt

US-Schweinepreise noch immer deutlich unter Vorjahr

schweine.net (01.09.09) - In den USA haben höhere Schinkenpreise den Wert der Schweineschlachtkörper in den vergangenen zwei Wochen um 10% steigen lassen, berichtet Dow Jones. Dennoch liegt der Preis je Kilo Schweinehälfte noch immer annähernd 30% unter dem Vorjahrespreis, wie das US-Agrarministerium (USDA) mitteilte.

Eine Kombination schwächender Faktoren - sehr große Schweinebestände, sinkende Exportzahlen und die Unsicherheit über die weltweite Nachfrage im Zuge der A/H1N1-Grippe - hatte für den größten Teil des Sommers auf die Schinkenpreise gedrückt. Vor kurzem hat jedoch vor allem auf den internationalen Märkten die Nachfrage nach Schinken wieder zugenommen, besonders in Russland. Daneben gibt es Spekulationen, dass ein Teil der US- und internationalen Käufer sich angesichts des steigenden Marktes rasch bevorraten und so zusätzlich zur Unterstützung der Preise beitragen könnte. Allerdings meinen einige Analysten, dass die Rally bei den Schinkenpreisen zu steil nach oben führe, um Bestand zu haben.

Daher solle der Markt bald seinen Aufwärtsschwung verlieren und einen Teil der kürzlichen Gewinne wieder abgeben. Schinken machen rund ein Viertel des Schweineschlachtkörpers aus. Daher wirkt sich eine Erhöhung der Schinkenpreise deutlich auf den Schlachtkörperwert aus, so Dow Jones weiter.

(Quelle: http://www.schweine.net/usschweinepreise_noch_immer_deutlich_unter_vorjahr.html)

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Kassamarkt: Exporte entlasten den deutschen Markt

Angebot und Nachfrage am Schlachtschweinemarkt zeigen sich nach wie vor gut ausgeglichen. Die Exporte in die osteuropäischen Nachbarländer und nach Italien tragen zu einer erheblichen Entspannung des inländischen Marktes bei. Hier klagen die Schlachtbetriebe weiterhin über die zu geringen Verkaufspreise an den Lebensmittel Einzelhandel.

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Terminmarkt: Sehr ruhig

Am Terminmarkt in Frankfurt wurden 4 Kontrakte September Schweine zu Kursen von 1,51 Euro gehandelt. Der Schlusspreis lag mit 1,51 Euro um 1 Cent unter Vortag und 5 Cent unter dem letzten V-Preis.

M 12 Index minus 0,08 Cent auf 1,3942 Euro, ein neues Jahrestief.

Ferkel: Unverändert auf Vortagskurs taxiert. M 12 Index unverändert 44,08 Euro.

Aussichten: Minus 1 Cent auf 1,55 Euro

Der Schweinepreis wird im Laufe dieses Monats kräftig nachgeben, die Frage ist nur, ob schon diese Woche. In den nächsten 6 Wochen muss mit einem Rückgang um 15 Cent auf 1,40 Euro gerechnet werden.

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Geschrieben von Richard Ebert am
Muehlenbach
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Warum "muss" der Schweinepreis in den nächsten sechs Wochen auf 1,40 Euro fallen?

Wegen den 46 noch offenen Positionen? Da werden ja bald in einem Monat mehr Schweine an der ISN-Internetbörse verkauft.

Warum verkaufen die Landwirte nicht zu diesem Kurs?

Weil alle schon pleite sind; und wo es nichts mehr zu verlieren gibt; da braucht man Verluste nicht ja noch zusätzlich "absichern".

Wenn nicht bald mal was ganz neues kommt; wie die Schweinegrippe xxxxl; die Schweinepest oder sonstwas; dann ist die Absicherung der Schweine an einer Börse schneller Geschichte wie der Umzug nach Frankfurt vollzogen ist. Leider.

Wenn Märkte einschlafen; dann ist das Licht schnell aus. Siehe den Getreidehandel. In 2007 der Renner; nun eingestellt.

Willkommen in der "Planwirtschaft". Dazu brauchen wir nicht mal Oscar und Co. wählen.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
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@ Muehlenbach [#2]

Warum "muss" der Schweinepreis in den nächsten sechs Wochen auf 1,40 Euro fallen?

Das muss er nicht, aber die Wahrscheinlichkeit wird täglich größer.

Warum verkaufen die Landwirte nicht zu diesem Kurs?

Heute wurde nicht nur zu 1,40 sondern zu 1,38 verkauft. Ob das Landwirte waren, wissen nur die Verkäufer. Aber sie werden schon einen Grund gehabt haben.

Weil alle schon pleite sind; und wo es nichts mehr zu verlieren gibt; da braucht man Verluste nicht ja noch zusätzlich "absichern".

Sie haben viele Wochen lang Zeit gehabt, zu Kursen zwischen 1,50 und 1,60 Euro abzusichern. Diese Zeit wurde vertan.

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