Richard Ebert
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Schweine: Ferkel Futures gaben heute bis über 10 Prozent nach

US-Schweinemäster fordern Aufkaufprogramm für Sauen

Schweine.net (24.08.09) - Die US-Schweinefleischproduzenten machen sich für ein staatliches Aufkaufprogramm für Sauen und weitere Regierungshilfen für die geschwächte Branche stark.

Drei Vermarktungs­organisationen für Schweinefleisch haben das US-Landwirtschaftsministerium dazu aufgefordert, die Auswirkungen eines Sauenaufkaufprogramms im Umfang von 200 Mio USD auf den Markt zu prüfen. Der von der Industrie vorgeschlagene Aufkaufplan sieht eine Reduktion der Sauenbestände um 500.000 Tiere vor. Die Betriebe, die diese Hilfe in Anspruch nehmen, würden sich dazu verpflichten, ihre Herden innerhalb der folgenden drei Jahre nicht zu vergrößern.

In den vergangenen Jahren haben US-Schweinefleischproduzenten die Fleischerzeugung hochgefahren, um der angestiegenen Exportnachfrage zu entsprechen. In diesem Jahr jedoch seien die Exporte in Folge der A/H1N1-Grippe eingebrochen. Aktuell schätzt die Branche ihre Verluste auf 30 USD pro Schwein. Prognosen zufolge könnten diese im weiteren Jahresverlauf auf 54 USD pro Tier ansteigen. Es wird geschätzt, dass die US-Schweinemäster in 20 der vergangenen 22 Monate Geld verloren haben. Zwar sind die Maispreise seit Juni gesunken, aber die Schweinepreise sind auf Grund der schwachen Nachfrage und der großen Bestände noch schneller gefallen.

(Quelle: http://www.schweine.net/usschweinemaester_fordern_aufkaufprogramm_fuer_sau.html)

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Kassamarkt: Weiterhin stabile Preise erwartet

Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich auch in der aktuellen Woche ausgeglichen. Die Preise in Deutschland, Österreich und Belgien sind die fünfte Woche in Folge unverändert geblieben. Auch der dänische und französische Preis bleiben im Vergleich zur Vorwoche erneut stabil.

In Frankreich ist Mitte August ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entstanden. In Spanien gab der Preis erneut nach, weil die Schlachthöfe die Schlachtzahlen solange nicht erhöhen wollen, bis eine höhere Marge erzielt werden kann. Der britische Preis gab aufgrund von Wechselkursschwankungen leicht nach.

Der schwedische und der niederländische Schlachtschweinepreis konnten ein leichtes Plus erzielen. In den Niederlanden wird der Preisanstiegmit dem insgesamt besseren Abverkauf von Schweinefleisch ins insbesondere den höheren Erträgen beim Nacken begründet.

Tendenz: Der Export nach Osteuropa verläuft weiterhin reibungslos und trägt damit zur Entlastung des inländischen Marktes bei. Das leicht angestiegene Angebot an Schweinen lässt sich weiterhin problemlos an die Schlachtbetriebe vermarkten, so dass von weiterhin stabilen Preisen auszugehen ist.

(Quelle: ISN, Damme)

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Terminmarkt: Ferkel Futures geben bis über 10 Prozent nach

Am Schweine Terminmarkt Frankfurt kam es heute zu einer zweigeteilten Entwicklung. Während die nahen Monate August bis Oktober, von denen 13 Kontrakte gehandelt wurden, im Kurs um 0,6 bis 1,5 Cent stiegen, kam es in den Monaten November bis Februar zu Abschlägen von 0,5 bis 1 Cent, nachdem die Limits für Verkaufaufträge weiter ermäßigt wurden.

Der M 12 Index für Schweine, der aus den Terminkursen der kommenden 12 Monate ermittelt wird, gab um 0,05 Cent auf das neue Jahrestief von 1,4068 Euro nach.

Im Ferkel Terminhandel gab es bei einem Umsatz von 4 Futures einen heftigen Einbruch der Monate April um 3 auf 45 Euro und besonders Mai um 5 Euro oder 10,4 Prozent auf 43 Euro (siehe Grafik oben).

Der M 12 Index für Ferkel gab heute um 1,16 Euro oder 2,5 Prozent auf das neue Jahrestief von 44,86 Euro nach.

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Aussicht: Nochmals unverändert

Es gibt unverändert Anzeichen, die auf einen fallenden V-Preis schliessen lassen könnten. Diese Woche scheint die fast einhellige Meinung vorzuherrschen, die Preise bei 1,56 Euro zu belassen.

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Geschrieben von Richard Ebert am
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