Richard Ebert
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Schweine: Ferkelerzeuger brauchen mindestens 60 Euro zur Kostendeckung

Ferkelerzeuger brauchen mindestens 60 Euro zur Kostendeckung

Nur kurze Atempause für Schweinehalter - Zwischenhoch der Preise währte nicht lange

Agrarheute.com / pd, Hannover (22.10.09) - Nur kurz war die Atempause für die deutschen Schweinehalter, nun müssen bei erneut extrem niedrigen Schweinepreisen schon wieder viele um ihre Existenz bangen.

Zwei Jahre lang standen Ferkelerzeuger und Schweinemäster nach Angaben des Landvolkes Niedersachsen bei nicht mehr Kosten deckenden Erlösen unter massivem wirtschaftlichen Druck, bis im Frühherbst vergangenen Jahres der lang ersehnte Aufschwung kam. Damals waren die Preise für Schlachtschweine in Niedersachsen von 1,30 Euro je kg Schlachtgewicht in der Klasse E auf 1,80 Euro gestiegen.

Doch die Erholung war zu kurz, schon im Spätherbst kam der erneute Verfall auf das alte Preisniveau, als die Erzeugererlöse bis zur Grillsaison verharrten. Erst im Sommer dieses Jahres gab es einen leichten Wiederaufschwung, der aber mit der Preisspitze von 1,55 Euro je kg Schlachtgewicht nur bescheiden ausfiel. In den vergangenen Wochen kam es dann zu einem regelrechten Absturz der Schweinepreise auf nur noch 1,35 Euro je kg. Vom Abwärtsstrudel sind auch die Ferkelpreise erfasst, die nach kurzer Preiserholung wieder auf 35 bis 40 Euro je Ferkel gefallen sind.

Erneut auf niedrigstem Niveau

Um ihre Kosten zu decken, müssten die Ferkelerzeuger mindestens 60 Euro erzielen. Im Abwärtstrend sind die Schweinepreise zurzeit überall in Europa. Seit Ende August sind die Preise um knapp zehn Prozent gefallen, in Deutschland sogar um fast 12 Prozent. Während die Schweinefleischerzeugung im vergangenen Jahr neue Rekorde erreichte und weiter auf hohem Niveau verharrt, geht in der Folge der Wirtschaftskrise die Nachfrage nach Schweinefleisch zurück, vor allem bei den wertvollen Teilstücken. Zudem geraten die Exporte in Drittländer durch den starken Eurokurs im Verhältnis zum Dollar unter Druck, zumal die Schweinepreise in den wichtigen Erzeugerländern Brasilien und USA zurzeit sehr niedrig sind.

Kampf um die Existenz

Die deutschen Drittlandsexporte laufen allerdings nach wie vor recht gut, sie profitieren von der hohen Qualität der deutschen Fleischerzeugnisse. Zudem ist gerade die niedersächsische Veredelungswirtschaft im globalen Wettbewerb recht gut aufgestellt. Zwar sorgen auch die niedrigen Futterkosten infolge der stark gesunkenen Getreidepreise für eine gewisse Entlastung, so dass die Mäster gerade noch über die Runden kommen. Dennoch befürchtet das Landvolk Niedersachsen bei dauerhaft niedrigen Preisen für die Zukunft starke Verwerfungen in der Produktion. Gerade diejenigen Betriebe, die in neue Ställe investiert und sich damit für die Zukunft gerüstet haben, kommen zunehmend in Bedrängnis. Noch stärker bedroht sind die Ferkelerzeuger, denen auch die zunehmenden Ferkelimporte aus Dänemark und den Niederlanden zu schaffen machen.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/schwein/schwein/nur_kurze_atempause_f%FCr_schweinehalter.html?redid=321398)

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Nur noch 38 Euro werde für Dezember Ferkel bezahlt

Kassamarkt: Schwieriger Absatz einiger Teilstücke belastet den Markt

Die Lebendvermarktung gestaltet sich trotz eines nachlassenden Exportgeschäfts nach Polen problemlos. Für den Bedarf der Schlachtstätten sind genügend Stückzahlen vorhanden.

Die unbefriedigenden Erlöse im Fleischverkauf nehmen die Schlachtbetriebe zum Anlaß Druck auf den Auszahlungspreis auszuüben. Insbesondere der schwierige Absatz von Nacken und Kotelett und die rückläufige Nachfrage der Industrie belasten.

Aus der Bretagne werden heute unveränderte Auszahlungspreise gemeldet.

(Quelle: VR Agrarberatung)

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Terminmarkt: Äußerst ruhig

An der Eurex wurde heute ein Kontrakt November Schweine zu 1,295 Euro gehandelt, einen halben Cent über Vortag. M 12 Index plus 0,09 Cent auf 132,35 Euro.

Ferkel wurden unverändert auf Vortagsbasis taxiert. Index unverändert 39,90 Euro.

Aussichten für Morgen: Minus 3 Cent auf 1,32 Euro

Die Argumente entsprechen denen der letzten Tage. Die Frage ist eher schon, ob mit dem morgen vermutlich ermäßigten Preis Ruhe eintritt und die verhaltene Hoffnung der Mäster auf einen mehrere Wochen gleich bleibenden V-Preis.

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Geschrieben von Richard Ebert am
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