Richard Ebert
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Schweine: Finanzielle Einbussen bei Tönnies ? / Markt freundlich

Tönnies: Klassifizierung in Rheda-Wiedenbrück nur noch mit Auto-FOM – Schweinehaltern drohen finanzielle Einbußen - Kommentar von Vorstandsmitglied Christian Schulze Bremer

Schweine.net (25.05.10) - Ab dem heutigen Tage erfolgt im Hause Tönnies, genauer im Schlachtbetrieb Rheda-Wiedenbrück (Reisinger), die Abrechnung von Schlachtschweinen nicht mehr nach der FOM-Klassifizierung. Alle Schweine werden ab dem heutigen Tage nur noch nach den Werten der Auto-FOM-Klassifizierung abgerechnet. Die anderen Tönnies-Schlachtbetriebe in Sögel und Weißenfels sind von dieser Änderung zunächst nicht betroffen. Dort wird es weiterhin die Wahlmöglichkeit für beide Klassifizierungsverfahren geben.

Diese Einschränkung der Wahlmöglichkeit bei der Schlachtschweinevermarktung an den Branchenriesen Tönnies kann viele Mäster, die bisher das FOM-Klassifizierungsverfahren gewählt haben, finanziell stark benachteiligen. Es ist nun mal eine Tatsache, dass bestimmte Herkünfte oder Partien bei FOM durchaus mehr als einen Euro besser als bei der Abrechnung nach Auto-FOM abschneiden!

Um nicht zu hohe finanzielle Einbußen zu haben, werden diese Betriebe künftig an einen anderen Schlachthof vermarkten, der auch weiterhin eine Bezahlung nach FOM-Kriterien anbietet.

Oder der Betrieb kann versuchen, verschiedene Faktoren, wie die Fütterung, Herkunft oder Schlachtgewicht zu optimieren. Da die Schweinehalter hier aber in der Regel schon an allen Schrauben gedreht haben, oder eine Verbesserung nur mit erheblichem Mehraufwand möglich ist, werden diese Schlachtschweine ab heute wohl an einen anderen Schlachthof gehen. Auch kann nicht einfach von heute auf morgen die Herkunft der Sauenherde oder der Besamungseber auf eine „AutoFOM-taugliche“ Genetik getauscht werden.

Als ob diese Vorgehensweise an sich nicht schon zweifelhaft genug ist, reibt sich der verdutzte Schweinehalter noch die Augen und fragt sich berechtigterweise: Wieso wird die Abrechnung nach FOM so plötzlich eingestellt? Die Betriebe benötigen definitiv mehr Zeit um sich an die neue Situation anzupassen. Man hätte das auch einige Monate im Voraus bekannt geben können. Oder besser: Wieso wurde mit diesem Schritt, sofern er denn überhaupt erforderlich ist, nicht bis zur ohnehin anstehenden Anpassung der Klassifizierungsformeln gewartet? Wieso diese Eile?

Fakt ist, es liegt im Ermessen eines jeden einzelnen Schweinemästers, wie er darauf in aller Kürze reagiert. Entweder man vermarktet seine Schweine nach Auto-FOM bei Tönnies und nimmt gegebenenfalls finanzielle Nachteile in Kauf oder sucht sich einen anderen Schlachtbetrieb.

Bereits in der Vergangenheit hat ein anderes Schlachtunternehmen einen ähnlichen Versuch zur Streichung der Wahlmöglichkeit unternommen, hat diesen dann jedoch wieder zurückgezogen, um auch weiterhin an ausreichende Mengen von Schlachtschweinen zu kommen.

Die ISN steht für freien Markt! Aber die viel gepriesene faire Partnerschaft zwischen Schlachtunternehmen und Landwirtschaft sieht anders aus!

(Quelle: http://www.schweine.net/toennies_klassifizierung_in_rhedawiedenbrueck_nur.html)

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Kassamarkt: Weiter freundliche Marktlage

Trotz eines fehlenden Schlachttages werden in der aktuellen Schlachtwoche die Schweine zügig abgenommen. Vor allem die gute Wetterlage an Pfingsten sorgte für Grillwetter und einem Anziehen der Nachfrage. Zusätzlich sorgte der fallende Euro für weiterhin gute Exportmöglichkeit, so dass sich eine freundliche Marktlage auf die Schweinepreise auswirken kann.

Die Ferkelpreise sind weiterhin stabil. Wie in den Vorwochen wird das jahreszeitlich zunehmende Angebot von steigenden Schweinepreisen und einer guten Mästernachfrage gestützt.

(Quelle: VR Agrarberatung)

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Terminmarkt: Kurse steigen

An der Eurex wurden heute 13 Kontrakte Scheine gehandelt, der M 12 Index stieg dabei um 0,41 Cent auf 141,20 Euro. Ein gehandelter Ferkel Future liess den Index um 0,12 Cent auf 45,37 Euro steigen.

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Geschrieben von Richard Ebert am
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