Tolle Artikel; Kollege; typisch für euch.
Nur die eine Seite beleuchten.
Denn der Schweize Markt ist ein rel. abgeschotteter Markt; die werden never ever auf dem Weltmarkt mitspielen.
Aufgrund des Preisgefüges kaufen Schweizer Bauern auch massenhaft Ackerland an der Deutschen Grenze; da sie in einem Radius von ich meine 30km alles als "Schweizer Erzeugnis" verkaufen dürfen mit den dementsprechenden Preisen; was die hiesigen Landwirte derart auf die Palme bringt; weil das Wettbewerbsverzerrung pur ist....
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Mi. 27 Jul 2011 - 16:57
Hast du schon mal nachgerechnet, den Schweizer Mästern wird derzeit über 3,0 €/Kg bezahlt.Ihr bezahlt uns gerade mal die Hälfte, in der Schweiz kosten Gehacktes, Schnitzel usw. im Laden glatt das doppelte ,der Konsument ist daran gewöhnt.
Der Artikel steht heute unter Aktuelles bei der ISN ! (soviel zu "typisch für euch")
Ich geb Dir aber uneingeschrenkt recht zu den schweizer Marktverhältnissen.
@ Paul
Wenn Du noch etwas zur Erheiterung brauchst für heute , dann schau Dir mal die aktuellen Werbungen von COOP, Migros und den Vertretern des deutschen Harddiscount an - da merkt man dann was in einem abgeschottetem Markt anders läuft. Hier ist das Elend der Erzeuger dann wohl noch größer, weil aufgrund diesem Preisniveau kein Export möglich ist.
In den grenznahen Regionen rund um die Schweiz, werden durch die Stärke des schweizer Franken, zusätzlich höhere Einzelhandelsumsätze registriert. Dadurch ist die Binnennachfrage in der Schweiz schwächer als normal.
mfg
SD
Geschrieben von schinkendieb am Mi. 27 Jul 2011 - 18:00
Ruhig bleiben Jungs.
Die Schweiz kann man mit Sicherheit nicht mit Deutschland vergleichen.
Mir gefällt der Artikel nur deswegen, weil ich finde das das Problem mit der Überproduktion dort anscheinend erkannt wird und welche Folgen eine Überproduktion nach sich zieht und auch dort will keiner weniger machen und einer schiebt die Schuld auf den anderen.
Und wegen der Preise dort braucht ihr euch nicht verrücktmachen, denn dort hat jeder den doppelten Verdienst, aber dafür kostet auch alles das doppelte.
Wer glaubt das dies das Schlaraffenland ist, braucht ja nur umzusiedeln
Auch der Vertretung von 12.000 Schweinemästern war es wert, die Meldung zu bringen.
---
Schweiz: Schweinefleisch im Überfluss – Preise im Keller
Schweine.net (27.12.11) - Die Grillmeister jubeln: Die Preise für Schweinefleisch sind so tief wie kaum je zuvor. Weniger Freude haben die Schweinebauern. Das Geld, das sie erhalten, deckt kaum noch die Kosten. Am Dilemma sind sie jedoch selber schuld: Sie produzieren zu viel.
Sowohl bei Ferkelzüchtern wie bei Schweinemästern sind die Margen am Boden. Etwas ändern wollen oder können sie jedoch nicht, da z.B. eine Umstellung auf eine andere Tierart nicht so schnell umsetzbar ist.
Die Mäster schieben die Verantwortung für die Überproduktion auf die Züchter, denn solange sie nicht die Ferkelproduktion reduzieren wird sich auch nichts beim Mastschweinebestand ändern und die Schlachtpreise bleiben weiterhin tief.
Der Ferkelmarkt ist übersättigt, dass wissen die Ferkelerzeuger, doch viele können nicht weniger produzieren, da es Ihre Betriebsabläufe nicht zulassen.
Auch die Märkte passen sich den tiefen Schlachtpreisen an und haben bereits mehrmals die Preise auf Schweinefleisch gesenkt.
Diese Preissenkungsaktionen werden jedoch nicht nur für die Konsumenten gemacht, sondern auch, um die Überproduktion abzubauen. Denn derzeit übersteigt das Angebot die Nachfrage um 10%.
Auch Christian Oberli, Präsident der Fachkommission Markt beim Schweizerischen Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband Suisseporcs bestätigte noch mal, dass zu viel Schweinefleisch produziert wird und die Schweinefleischproduzenten bei den aktuellen Preisen unrentabel arbeiten.
Das Problem ist jedoch, dass die Verbände über keine Instrumente verfügen, um die einheimische Produktion herunterzufahren, damit die Preise wieder steigen. Die einzige Möglichkeit ist, die Landwirte darauf aufmerksam zu machen, weniger Fleisch zu produzieren, da sich die Preise sonst nie erholen.
Doch Aufklärung reicht offenbar nicht aus. «Kaum einer will den ersten Schritt machen. Viele Produzenten haben erst kürzlich viel Geld in ihren Betrieb gesteckt und ihn professionalisiert, auch der Traum vom künftig höheren Preis animiert nicht zum Herunterfahren der Produktion», sagt Oberli. Und ärgert sich: «Ich will niemandem einen Vorwurf machen. Fleischproduzenten sind freischaffende Künstler. Doch eine solch sture Haltung grenzt an Dummheit. Denn so müssen alle bluten, da die Preise tief bleiben.»
Letzten Endes werde es der Markt richten, ist Oberli überzeugt. Sprich: Zahlreiche Schweinefleischbauern müssten ihre Stalltüren in den kommenden Monaten für immer schliessen – andernfalls ziehe der Preis langfristig nicht an.
Alternativen gibt es für die Fleischproduzenten kaum, da sich ein Schweinestall nicht ruck zuck umbauen lässt und auch der Export von Schweizer Fleisch in großen Mengen zu teuer ist.
So abgeschottet der Markt auch sein mag, auch dort erhöhen die Mäster ihre Kapazitäten über den Bedarf hinaus und sorgen damit für anhaltend niedrige Preise, nichts anderes als in Deutschland und weiteren Ländern.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Der M 12 Indikator für Schweine zeigt die durchschnittliche Erwartung der Schweinepreise für die jeweils folgenden 12 Monate - derzeit für August 2011 bis Juli 2012. Nach der Euforie Ende April dieses Jahres sind die Preiserwartungen wieder von 1,60 auf 1,52 Euro zurückgegangen, liegen aber noch immer 12 Cent über dem Vorjahr.
Geschrieben von Richard Ebert am Do. 28 Jul 2011 - 08:23
Aber die Schweizer Schweinefleischverkäufer sind bei einer Überproduktion in der Zwickmühle! Die haben keinen Export bei 3,00€/kg Einkaufspreisen! Das Fleisch muss im Inland bleiben!
MfG
Geschrieben von PorkyPig am Do. 28 Jul 2011 - 08:24
Genau deswegen; Herr Ebert; sage ich das genauso wie ich es meine.
Denn wir haben hier in Europa kein Nachfrageproblem; sondern ein Preisproblem.
Sie müssen sich mal mit den Leuten unterhalten; die nicht schon in der Lehrzeit das Klagen als Hauptfach haben; und heute nur noch Schweine vom PC aus kennen; sondern mit denjenigen Leuten; die tagein tagaus dafür Sorgen; dass genug Nachschub an den Bändern ankommt.
Reden Sie mal mit Viehhändlern; mit nicht gehörigen EZGs; was denken Sie; wie sauer diese Leute sind; weil grade hier im Forum deren Marktpartner alles versuchen; die Dummheit ihrer selbst auf andere abzuschieben...
Die Aussage; dass die Händlerschaft schuld ist am Preisverfall weil die massenhaft Schweine anfahren müssen; um ihre LKWs auszulasten; hat bei manchem die Adern stark anschwellen lassen...
Fragen Sie doch mal die "Kompetente Seite"; warum man weiterhin grosse Erweiterungen plant; wenn man doch mit der hälfte das doppelte verdienen kann...
Ich sag ja; was mich aufregt; ist der Umstand dass es nur einseitige Informationen gibt; und alles darauf hin ausgelegt wird; etwas einseitig schlecht zu machen.
Läuft es gut; dann hört man wochenlang nix von unseren Freunden; währe ja auch schlimm; wenn die Bauern mehr fordern würden.
Immer wieder wird versucht; alle Meldungen schlecht zu machen; die Landwirte für dämlich zu verkaufen.
Leider haben viele Landwirte nun durch die neuen Medien viel mehr Zugang zu Informationen; was unseren Abnehmern garnicht schmeckt.
Intransparenz heisst das Stichwort; Mafia halt.
Wenn es heisst; wir haben 1 Mill Schweine geschlachtet; dann kann das heissen; das zuviele auf dem Markt sind.
Das kann aber auch heissen; dass die Nachfrage sehr gut ist; man sehr gut verkaufen kann.
Uns wird versucht; immer das erstere zu verkaufen.
Normalerweise müssten in Süd-Oldenburg ja alle Strassen verstopft sein; weil unmengen an Schweinehälfen irgendwo gelagert werden müssen.
Weil der Inlandsmarkt läuft ja überhaupt nicht; und der Export schonmal garnicht....
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Do. 28 Jul 2011 - 08:51
Das hat doch alles bei Schweinen schon lange nicht mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun. Ist doch z.B. bei Benzin, Diesel usw. auch so. Die "Großen" der Branche diktieren den Preis und das Kartellamt schaunt ohnmächtig zu. Wraum haben wir überhaupt ein Kartellamt?
Geschrieben von papuawenzel am Do. 28 Jul 2011 - 09:50
ich habe es ja schonmal gesagt: warum leckt sich der Rüde die E...? Weil er´s kann. Auf der Abnehmerseite haben wir ja schon noch eine gewisse Konkurrenz, also jedenfalls noch kein Monopol, wahrscheinlich noch nicht mal ein Oligopol, denn es gibt ja noch kleine Schlachtunternehmen, auch wenn die immer weniger werden. Leider haben wir einen Käufermarkt, in dem die Abnehmer Preise und Modalitäten bestimmen.
Was die Markttransparenz und die Zugänglichkeit von Informationen angeht, gebe ich Mühlenbach absolut recht.
Im spezifischen Fall "Schweinemarkt" bedeutet die Tatsache, dass alle angebotenen Schweine auch verkauft werden, nicht unbedingt, dass die Nachfrage auch entsprechend groß ist. Da Schweinefleisch eine verderbliche Ware ist und die Produktion nicht von heute auf morgen gedrosselt werden kann, geht es nur über den Preis. Die Nachfrage ist also nur bei einem entsprechend niedrigen Preis so hoch wie das Angebot. Anderenfalls wird eben statt Schweinefleisch Geflügel oder Rind verzehrt, oder der Verbraucher verzichtet ganz auf Fleisch.
Und genau das ist das Problem: unseren Abnehmern ist es doch fast egal, wie teuer oder billig die Schweine sind, solange sie sich ihre Marge sichern können. Das heißt, wenn 20% zusätzliche Schweine zu 10% niedrigeren Preisen verkauft werden können, werden sie ihre Schlachthaken ausweiten.
Das ist unser Problem, die Zeche zahlen die Landwirte über niedrigere Erlöse und notwendigerweise dann über geringere Stückkosten, was den großen Betrieben tendenziell eher entgegenkommt. Deshalb geht der Strukturwandel immer schneller, auch wenn absolut mehr Menge erzeugt wird.
Gruß Pigeldy
Geschrieben von Pigeldy am Do. 28 Jul 2011 - 10:45
Schon gewusst? Die Schweiz ist wichtigster Drittlandslieferant für Schweinefleisch auf dem deutschen Markt. O.k., die Mengen sind mit knapp 7.000 Tonnen im Zeitraum Januar bis Mai nicht besonders hoch und sie haben nur einen Anteil von 1,6 % an den Gesamteinfuhren. Es werden fast ausschließlich Schlachtnebenerzeugnisse nach Deutschland verkauft. Dennoch, die Einfuhr aus der Schweiz ist höher als unsere Ausfuhren (2.800 t) dorthin. Aber wir verkaufen ja auch Käse nach Frankreich.
Grüsse
MissPiggy
Geschrieben von MissPiggy am Do. 28 Jul 2011 - 12:42
Tolle Artikel; Kollege; typisch für euch.
Nur die eine Seite beleuchten.
Denn der Schweize Markt ist ein rel. abgeschotteter Markt; die werden never ever auf dem Weltmarkt mitspielen.
Aufgrund des Preisgefüges kaufen Schweizer Bauern auch massenhaft Ackerland an der Deutschen Grenze; da sie in einem Radius von ich meine 30km alles als "Schweizer Erzeugnis" verkaufen dürfen mit den dementsprechenden Preisen; was die hiesigen Landwirte derart auf die Palme bringt; weil das Wettbewerbsverzerrung pur ist....
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Gelber [#1]
Hast du schon mal nachgerechnet, den Schweizer Mästern wird derzeit über 3,0 €/Kg bezahlt.Ihr bezahlt uns gerade mal die Hälfte, in der Schweiz kosten Gehacktes, Schnitzel usw. im Laden glatt das doppelte ,der Konsument ist daran gewöhnt.
Deine Überschrift ist exakt Bildzeitung.
Gruß Paul
@ Mühlenbach
Der Artikel steht heute unter Aktuelles bei der ISN ! (soviel zu "typisch für euch")
Ich geb Dir aber uneingeschrenkt recht zu den schweizer Marktverhältnissen.
@ Paul
Wenn Du noch etwas zur Erheiterung brauchst für heute , dann schau Dir mal die aktuellen Werbungen von COOP, Migros und den Vertretern des deutschen Harddiscount an - da merkt man dann was in einem abgeschottetem Markt anders läuft. Hier ist das Elend der Erzeuger dann wohl noch größer, weil aufgrund diesem Preisniveau kein Export möglich ist.
In den grenznahen Regionen rund um die Schweiz, werden durch die Stärke des schweizer Franken, zusätzlich höhere Einzelhandelsumsätze registriert. Dadurch ist die Binnennachfrage in der Schweiz schwächer als normal.
mfg
SD
Ruhig bleiben Jungs.
Die Schweiz kann man mit Sicherheit nicht mit Deutschland vergleichen.
Mir gefällt der Artikel nur deswegen, weil ich finde das das Problem mit der Überproduktion dort anscheinend erkannt wird und welche Folgen eine Überproduktion nach sich zieht und auch dort will keiner weniger machen und einer schiebt die Schuld auf den anderen.
Und wegen der Preise dort braucht ihr euch nicht verrücktmachen, denn dort hat jeder den doppelten Verdienst, aber dafür kostet auch alles das doppelte.
Wer glaubt das dies das Schlaraffenland ist, braucht ja nur umzusiedeln
@ Muehlenbach [#2]
Auch der Vertretung von 12.000 Schweinemästern war es wert, die Meldung zu bringen.
---
Schweiz: Schweinefleisch im Überfluss – Preise im Keller
Schweine.net (27.12.11) - Die Grillmeister jubeln: Die Preise für Schweinefleisch sind so tief wie kaum je zuvor. Weniger Freude haben die Schweinebauern. Das Geld, das sie erhalten, deckt kaum noch die Kosten. Am Dilemma sind sie jedoch selber schuld: Sie produzieren zu viel.
Sowohl bei Ferkelzüchtern wie bei Schweinemästern sind die Margen am Boden. Etwas ändern wollen oder können sie jedoch nicht, da z.B. eine Umstellung auf eine andere Tierart nicht so schnell umsetzbar ist.
Die Mäster schieben die Verantwortung für die Überproduktion auf die Züchter, denn solange sie nicht die Ferkelproduktion reduzieren wird sich auch nichts beim Mastschweinebestand ändern und die Schlachtpreise bleiben weiterhin tief.
Der Ferkelmarkt ist übersättigt, dass wissen die Ferkelerzeuger, doch viele können nicht weniger produzieren, da es Ihre Betriebsabläufe nicht zulassen.
Auch die Märkte passen sich den tiefen Schlachtpreisen an und haben bereits mehrmals die Preise auf Schweinefleisch gesenkt.
Diese Preissenkungsaktionen werden jedoch nicht nur für die Konsumenten gemacht, sondern auch, um die Überproduktion abzubauen. Denn derzeit übersteigt das Angebot die Nachfrage um 10%.
Auch Christian Oberli, Präsident der Fachkommission Markt beim Schweizerischen Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband Suisseporcs bestätigte noch mal, dass zu viel Schweinefleisch produziert wird und die Schweinefleischproduzenten bei den aktuellen Preisen unrentabel arbeiten.
Das Problem ist jedoch, dass die Verbände über keine Instrumente verfügen, um die einheimische Produktion herunterzufahren, damit die Preise wieder steigen. Die einzige Möglichkeit ist, die Landwirte darauf aufmerksam zu machen, weniger Fleisch zu produzieren, da sich die Preise sonst nie erholen.
Doch Aufklärung reicht offenbar nicht aus. «Kaum einer will den ersten Schritt machen. Viele Produzenten haben erst kürzlich viel Geld in ihren Betrieb gesteckt und ihn professionalisiert, auch der Traum vom künftig höheren Preis animiert nicht zum Herunterfahren der Produktion», sagt Oberli. Und ärgert sich: «Ich will niemandem einen Vorwurf machen. Fleischproduzenten sind freischaffende Künstler. Doch eine solch sture Haltung grenzt an Dummheit. Denn so müssen alle bluten, da die Preise tief bleiben.»
Letzten Endes werde es der Markt richten, ist Oberli überzeugt. Sprich: Zahlreiche Schweinefleischbauern müssten ihre Stalltüren in den kommenden Monaten für immer schliessen – andernfalls ziehe der Preis langfristig nicht an.
Alternativen gibt es für die Fleischproduzenten kaum, da sich ein Schweinestall nicht ruck zuck umbauen lässt und auch der Export von Schweizer Fleisch in großen Mengen zu teuer ist.
(Quelle: http://www.schweine.net/schweiz_schweinefleisch_im_ueberfluss__preise_im_k.html )
---
So abgeschottet der Markt auch sein mag, auch dort erhöhen die Mäster ihre Kapazitäten über den Bedarf hinaus und sorgen damit für anhaltend niedrige Preise, nichts anderes als in Deutschland und weiteren Ländern.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Der M 12 Indikator für Schweine zeigt die durchschnittliche Erwartung der Schweinepreise für die jeweils folgenden 12 Monate - derzeit für August 2011 bis Juli 2012. Nach der Euforie Ende April dieses Jahres sind die Preiserwartungen wieder von 1,60 auf 1,52 Euro zurückgegangen, liegen aber noch immer 12 Cent über dem Vorjahr.
@ Gelber [#5]
Aber die Schweizer Schweinefleischverkäufer sind bei einer Überproduktion in der Zwickmühle! Die haben keinen Export bei 3,00€/kg Einkaufspreisen! Das Fleisch muss im Inland bleiben!
MfG
Genau deswegen; Herr Ebert; sage ich das genauso wie ich es meine.
Denn wir haben hier in Europa kein Nachfrageproblem; sondern ein Preisproblem.
Sie müssen sich mal mit den Leuten unterhalten; die nicht schon in der Lehrzeit das Klagen als Hauptfach haben; und heute nur noch Schweine vom PC aus kennen; sondern mit denjenigen Leuten; die tagein tagaus dafür Sorgen; dass genug Nachschub an den Bändern ankommt.
Reden Sie mal mit Viehhändlern; mit nicht gehörigen EZGs; was denken Sie; wie sauer diese Leute sind; weil grade hier im Forum deren Marktpartner alles versuchen; die Dummheit ihrer selbst auf andere abzuschieben...
Die Aussage; dass die Händlerschaft schuld ist am Preisverfall weil die massenhaft Schweine anfahren müssen; um ihre LKWs auszulasten; hat bei manchem die Adern stark anschwellen lassen...
Fragen Sie doch mal die "Kompetente Seite"; warum man weiterhin grosse Erweiterungen plant; wenn man doch mit der hälfte das doppelte verdienen kann...
Ich sag ja; was mich aufregt; ist der Umstand dass es nur einseitige Informationen gibt; und alles darauf hin ausgelegt wird; etwas einseitig schlecht zu machen.
Läuft es gut; dann hört man wochenlang nix von unseren Freunden; währe ja auch schlimm; wenn die Bauern mehr fordern würden.
Immer wieder wird versucht; alle Meldungen schlecht zu machen; die Landwirte für dämlich zu verkaufen.
Leider haben viele Landwirte nun durch die neuen Medien viel mehr Zugang zu Informationen; was unseren Abnehmern garnicht schmeckt.
Intransparenz heisst das Stichwort; Mafia halt.
Wenn es heisst; wir haben 1 Mill Schweine geschlachtet; dann kann das heissen; das zuviele auf dem Markt sind.
Das kann aber auch heissen; dass die Nachfrage sehr gut ist; man sehr gut verkaufen kann.
Uns wird versucht; immer das erstere zu verkaufen.
Normalerweise müssten in Süd-Oldenburg ja alle Strassen verstopft sein; weil unmengen an Schweinehälfen irgendwo gelagert werden müssen.
Weil der Inlandsmarkt läuft ja überhaupt nicht; und der Export schonmal garnicht....
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Dann hau ich mal das Gegenteil auf den Tisch:
http://www.topagrar.com/news/Schwein-News-Aktionsbuendnis-Bioschweinehalter-fordert-hoehere-Preise-430204.html
Wenig Angebot; hohe Nachfrage; trotz dessen scheiss Preise..
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#8]
Das hat doch alles bei Schweinen schon lange nicht mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun. Ist doch z.B. bei Benzin, Diesel usw. auch so. Die "Großen" der Branche diktieren den Preis und das Kartellamt schaunt ohnmächtig zu. Wraum haben wir überhaupt ein Kartellamt?
ich habe es ja schonmal gesagt: warum leckt sich der Rüde die E...? Weil er´s kann. Auf der Abnehmerseite haben wir ja schon noch eine gewisse Konkurrenz, also jedenfalls noch kein Monopol, wahrscheinlich noch nicht mal ein Oligopol, denn es gibt ja noch kleine Schlachtunternehmen, auch wenn die immer weniger werden. Leider haben wir einen Käufermarkt, in dem die Abnehmer Preise und Modalitäten bestimmen.
Was die Markttransparenz und die Zugänglichkeit von Informationen angeht, gebe ich Mühlenbach absolut recht.
Im spezifischen Fall "Schweinemarkt" bedeutet die Tatsache, dass alle angebotenen Schweine auch verkauft werden, nicht unbedingt, dass die Nachfrage auch entsprechend groß ist. Da Schweinefleisch eine verderbliche Ware ist und die Produktion nicht von heute auf morgen gedrosselt werden kann, geht es nur über den Preis. Die Nachfrage ist also nur bei einem entsprechend niedrigen Preis so hoch wie das Angebot. Anderenfalls wird eben statt Schweinefleisch Geflügel oder Rind verzehrt, oder der Verbraucher verzichtet ganz auf Fleisch.
Und genau das ist das Problem: unseren Abnehmern ist es doch fast egal, wie teuer oder billig die Schweine sind, solange sie sich ihre Marge sichern können. Das heißt, wenn 20% zusätzliche Schweine zu 10% niedrigeren Preisen verkauft werden können, werden sie ihre Schlachthaken ausweiten.
Das ist unser Problem, die Zeche zahlen die Landwirte über niedrigere Erlöse und notwendigerweise dann über geringere Stückkosten, was den großen Betrieben tendenziell eher entgegenkommt. Deshalb geht der Strukturwandel immer schneller, auch wenn absolut mehr Menge erzeugt wird.
Gruß Pigeldy
@ PorkyPig [#7]
Schon gewusst? Die Schweiz ist wichtigster Drittlandslieferant für Schweinefleisch auf dem deutschen Markt. O.k., die Mengen sind mit knapp 7.000 Tonnen im Zeitraum Januar bis Mai nicht besonders hoch und sie haben nur einen Anteil von 1,6 % an den Gesamteinfuhren. Es werden fast ausschließlich Schlachtnebenerzeugnisse nach Deutschland verkauft. Dennoch, die Einfuhr aus der Schweiz ist höher als unsere Ausfuhren (2.800 t) dorthin. Aber wir verkaufen ja auch Käse nach Frankreich.
Grüsse
MissPiggy