Richard Ebert
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Schweine: Fleischgeschäfte gewinnen an Fahrt

Fleischgeschäfte gewinnen an Fahrt

Aufgrund eines Kompromisses zwischen der Erzeugerseite und den Schlachtunternehmen wurde der heutige Vereinigungspreis auf 1,46 Euro festgelegt.

Die Situation am Schlachtschweinemarkt hat sich in dieser Woche deutlich verbessert. Die inländischen Fleischgeschäfte gewinnen an Fahrt und auch die Anfragen aus Polen nach lebenden Schlachtschweinen nehmen deutlich zu. Somit dürfte der Boden erreicht sein und für die kommende Woche deuten sich zumindest stabile Preise an.

Ob sich der Ferkelmarkt in der nächsten Woche wieder fangen kann ist fraglich.

(Quelle: VR Agrarberatung)

Terminmarkt: Zwischen plus 1,2 und minus 1,5 Cent

Bei einem Umsatz von 7 Kontrakten stieg der Kontraktbestand um 2 auf 519. Während der Kassamonat Juni um 1,2 Cent anzog, gaben Oktober Schweine um 1,5 Cent nach.

Der M 12 Index für Schweine erreichte zunächst ein Wochentief von 1,4865 um zum Schluss um 0,08 Cent höher bei 1,4892 Euro zu schliessen.

V-Preis minus 1 Cent auf 1,46 Euro, Spanne 1,46 bis 1,47. Sauen minus 2 Cent auf 1,09 Euro, Spanne 1,07 bis 1,11.

Ferkel Terminmarkt: Umsatzlos unverändert, mit Ausnahme der Monate September (minus 2,20 Euro auf 43,30 Euro) und Oktober (minus 1,20 Euro auf 44,30 Euro).

Ferkel Index minus 28 Cent auf 48,97 Euro.

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#1]

Ich frage mich was sich an der Situation am Schlachtschweinemarkt verbessert haben soll wenn der Vereinigungspreis zum Ende dieser verbesserten Woche dann nochmals zurückgenmommen wird ?

mfg

JBH
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Das war ne super verars... soll doch Tönnies demnächst selber seine Schweine mästen, da verliert man echt die Lust.

JBH

JBH
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12 Jahre 9 Monate

..und ausserdem haben die sowieso Notierung gezahlt.. und keinen Hauspreis.

JBH

sapa
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ JBH [#4]

Warum belieferst du die dann noch... ?

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ JBH [#4]

Wem wurde Notierung von Tönnies bezahlt?
Liefern Sie direkt an Tönnies oder ist Zwischenhandel beteiligt?
Wenn Sie direkt mit ihm handeln sollten und wider meines Erwartens wirklich Nordwest-Notierung bekommen haben sollten, so lassen Sie mir bitte Ihre Abrechnung im Original zukommen!

MfG
Speedy

JBH
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Speedy,

nein nicht direkt, aber das spiel ist doch bekannt.

JBH

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ JBH [#7]

Normalerweise gebe ich ihnen recht, auch Hauspreisdifferenzen werden irgendwann von den Schlachtereien ausgeglichen.

Nur habe ich diese Woche keine Abrechnung gesehen, in der der Zwischenhandel mit Nordwest-preis beglückt wurde.

Laut dem was ich gehört hab trägt in dieser Woche ausnahmsweise der Zwischenhandel (Genossenschaft, EZG, ...) die Differenz.

MfG
Speedy

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Bauer Bernie [#2]

Ich frage mich was sich an der Situation am Schlachtschweinemarkt verbessert haben soll wenn der Vereinigungspreis zum Ende dieser verbesserten Woche dann nochmals zurückgenmommen wird ?

Die Aussage stammt nicht von mir.

Sind Sie anderer Meinung ? Hat sich die Situation zum Ende der Woche nach Ihrer Meinung sogar verschlechtert, was einen weiteren Rückgang des V-Preises bedeuten könnte ?

Der M 12 Index ist jedenfalls am Freitag um 0,08 Cent auf 1,4892 Euro gestiegen. Das ist für mich die wichtigste Zahl, sie zeigt die Preiserwartung für Schweine in den kommenden 12 Monaten an. Ob in einer von 52 Wochen der Preis um einen Cent höher oder niedriger notiert, ist für das Jahresergebnis nicht wirklich wichtig.

Bild entfernt.

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#9]

Und in 4 Wochen liegt der M 12 Index möglicherweise bei 1,56. Was lern ich daraus für das Jahresergebnis?

Bauer Berni hat möglicherweise in dieser Woche 160 Schweine zu verkaufen. Da macht 1 Cent mal eben 160 € aus.

Der eine redet über die Börsenentwicklung, der andere über die Machenschaften am Kassamarkt.

Babylon lässt grüßen.

Gruß Paul

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#9]

Sie zitieren die VR Agrarberatung wörtlich:"Die Situtation am Schlachtschweinemarkt hat sich in dieser Woche deutlich verbessert."

Wenn dann der Preis trotzdem zurückgenommen wird stellt sich für mich die Frage ob Ihr Zitat nicht stimmt oder die Marktgesetze funktionieren nicht mehr.

Mfg
BB

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich gehe davon aus, dass die VR Agrarberatung den Kassamarkt umschreiben wollte und das meinte Bauer Bernie auch damit. Deutliche Verbesserungen am Schlachtschweinemarkt sind für mich +3 Cent oder mehr, aber keine -1 Cent!

MfG

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Bauer Bernie [#11]

Wenn ich wörtlich zitiere, dass stimmt das Zitat.

Zitieren bedeutet, die Meinung eines Dritten wieder zu geben, nicht jedoch, dieses sich zu Eigen zu machen. Ganz im Gegenteil, ich zitiere gerne verschiedene Meinungen eines Sachverhalts, damit Leser informiert werden.

Ganz deutlich: Zitate stellen nicht meine Meinung dar, es sei denn ich schreibe dies ausdrücklich so.

@ PorkyPig [#12]

Wenn sich die Grüne Seite doch nur mal einig würde. Sie schreiben von minus 1 Cent, andere 'Grüne' schreiben davon, dass es letzte Woche zu einem Anstieg von 1 Cent gegenüber den Hauspreisen gekommen sei. Für mich war es ein Rückgang von 1 Cent des V-Preises.

Bauer Berni hat möglicherweise in dieser Woche 160 Schweine zu verkaufen. Da macht 1 Cent mal eben 160 € aus.

Das ist bedauerlich für Bauer Berni, ändert aber so gut wie nichts an seinem Jahresergebnis. Der Index zeigt auf, was nach Meinung des tatsächlichen Börsenhandels. Und für nachhaltige Erträge aus der Schweinemast sind nun mal nachhaltig hohe Preise erforderlich. Ob und inwieweit die knapp 1,50 für die kommenden 12 Monate dem Mäster reichen, muss er selbst entscheiden.

Noch eine Anmerkungen dazu: Hier im Forum stand zu lesen, dass einige Mäster 'immer' Zuschläge zum V-Preis erhalten. Das bedeutet ja dann, dass in Wirklichkeit die Erträge höher liegen, als es scheint.

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#13]

Öfters Ihre eigene Meinung zu schreiben würde Ihnen sicherlich auch gut stehen.
Sie müssen dann nicht immer darauf verweisen dass das was sie geschrieben haben gar nicht Ihre Meinung ist.

Mfg
BB

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert

Wenn sich die Grüne Seite doch nur mal einig würde. Sie schreiben von minus 1 Cent, andere 'Grüne' schreiben davon, dass es letzte Woche zu einem Anstieg von 1 Cent gegenüber den Hauspreisen gekommen sei. Für mich war es ein Rückgang von 1 Cent des V-Preises.

Für uns Mäster ist einzig und allein der V-Preis maßgebend und entscheidend! Mit Hauspreisen haben wir nichts zu tun, weil die Differenz Hauspreis - V-Preis meines Erachtens immer von den Erzeugergemeinschaften und den Händlern ausgeglichen wird. Wenigstens läuft das so hier in Südoldenburg.
Also bleibe ich dabei, dass -1 Cent keine deutliche Verbesserung am Schweinemarkt bedeutet!

Und nochmal was am Rande. Wenn der V-Preis 1,50 € lautet, bedeutet dieses nicht gleich, dass der Mäster diese 1,50€ + X (+X entspricht Verhandlungssache mit dem Händler) auch ausbezahlt bekommt! In der Regel liegt dieser Auszahlungspreis nämlich 4-6 Cent unterhalb dieser Notierung wegen Abzügen aus der Maske (Gewichte sowie Fleischanteile). Nur mal so für Außenstehende!

MfG

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

So ist es; PorkyPig.
Und deshalb sind optisch schlechtere Notierungen aus anderen Mitgliedsstaaten im Schweinepreisvergleich der ISN plötzlich doch garnicht so schlecht...
Denn ansonsten würden 99% aller Europäischen Schlachtschweine in Deutschland geschlachtet.
Übrigens: Die meisten "Importierten" werden lebend abgerechnet...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Bauer Bernie [#14]

Öfters Ihre eigene Meinung zu schreiben würde Ihnen sicherlich auch gut stehen. Sie müssen dann nicht immer darauf verweisen dass das was sie geschrieben haben gar nicht Ihre Meinung ist.

Zitate dienen ausschliesslich der Information über das, was Dritte zum Markt schreiben. Ich mache mir diese nie zu eigen. Wenn ich auf gleiche Ergebnisse komme, sind diese durch andere Fakten entstanden.

Dass ich nicht aus der Landwirtschaft komme, wissen die meisten Leser. Mit anderen Worten: Von Schweinen habe ich nur wenig Ahnung.

Die Entstehung von Börsenkursen wird aber nicht nur durch Angebot und Nachfrage am Kassamarkt beeinflusst, sondern auch durch psychologische Aspekte (z.B. Angst, Hoffnung, Gier) durch technische Analyse (z.B. Widerstand und Unterstüzung) und manches mehr. Auf diesen Gebieten handle ich seit 40 Jahren und zwar mit recht guten Ergebnissen. Dort liegt mein Beitrag zur Analyse künftiger Preise und Kurse, manchmal nur für den nächsten Tag, manchmal für eine Woche und mehr.

@ PorkyPig [#15]

In der Regel liegt dieser Auszahlungspreis nämlich 4-6 Cent unterhalb dieser Notierung wegen Abzügen aus der Maske (Gewichte sowie Fleischanteile). Nur mal so für Außenstehende!

Dar war ich wohl gemeint. Vielen Dank. In der Vergangenheit wurde hier im Forum aber öfter von der Grünen Seite geschrieben, dass man immer Zuschläge zum V-Preis erhalten würde. Das ist verdammt kompliziert wie so vieles im Schweinehandel.

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#17]

Von Schweinen habe ich nur wenig Ahnung.

Das ist grundsätzlich nichts verwerfliches. Das geht sogar den meisten so, die an den Märkten handeln. Ebenfalls vielen Vertretern der EZGs, der Schlachthöfe usw.
Wer Schweine einkauft, muss keine Ahnung vom selbigen haben. Also kein Wettbewerbsnachteil für Sie.

Das ist verdammt kompliziert wie so vieles im Schweinehandel.

Hierzu kann ich Ihnen nur raten, vielleicht auch ausserhalb der Märkte sich mal mit Auswertungen und Deckungsbeitragsrechnungen zu beschäftigen.
Dieses kann helfen, einen Teil der Ängste, Hoffnung, Gier nachzuvollziehen.

Nur mal angedacht: wie wärs mit einem Wochenpraktikum bei einer Beratungsorganistion? Einblick auf Höfe, leichten Einblick in Produktion und eben auch die Wirtschaftlichkeit. Dann kann man mit ein bißchen Erfahrung an den Preisen für Futter, Ferkel und Schwein auch die Stimmung auf der grünen Seite nachvollziehen.
Hintenran noch ein Praktikum auf roter Seite um deren Kalkulation zu durchleuchten.

MfG
Speedy

Moritz61
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Klasse!

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Herr Ebert
Deshalb kann man virtuell und reell ( Börse/ Kassamarkt) nicht vergleichen.
Ich versuche es mal so zu erklären:
99% der Schweine werden nach Schlachtmasken abgerechnet.
Es gibt zwei Arten der Schlachtkörperermittlung: FOM und Auto FOM.
Das erstere wird von Klassefizierern ermittelt; die Unabhängig sein sollen; aber vom Schlachthof bezahlt werden ( dessen Brot ich esse dessen Lied ich singe; aber das ist eine andere Geschichte).
Bei der Auto-FOM wird das Schwein in die einzelnen Teilstücke und deren Gewicht per "Abscannen" ermittelt.
Daraus ergeben sich Punkte; und eine bestimmte Anzahl Punkte ergeben einen Preis; und dieser wird dann zu einem Preis zusammengewichtet; den Index-Preis; der etwas höher liegt als der V-Preis; aber in der Endsumme nicht mehr Geld bedeuten muss.
Dort gibt es Gewichtsgrenzen für die einzelnen Teilstücke; für das Gesamtschwein ist der Korridor wesentlich grösser.
Aber das zu erklären währe zuviel.
Kommen wir zu der "einfacheren" Variante; und darum; warum der eine Landwirt mehr; der andere weniger bekommt.
Der V-Preis hat als Basis einen Magerfleischanteil ( MFA) von 56 %; bei Schlachtgewichten von 84kg bis 102 kg.
Dafür gibt es den V-Preis und manchmal zzgl. Aufschläge.
Ist man ausserhalb dieses Basiskorridors gibt es gestaffelt Abschläge; bei dem MFA überhalb bis meistens 58% kleine Zuschläge von bis zu 3/4ct.
Wieviel der Landwirt jetzt ausbezahlt bekommt; hängt von zwei Faktoren ab:
Erstens: Wie gut oder schlecht der Landwirt die Schweine nach Gewicht sortieren kann ( Bsp. 100 Mastschweine; MFA 57%; müsste also theo. mehr Geld als den V-Preis sein; aber bei 100 Tieren hat man immer 20 unterhalb der 56%; und da die Abschläge höher sind als die Aufschläge gibt es schonmal weniger Geld; zudem sind immer 3-4% min. einer Lieferung ausserhalb des Gewichtsbereiches; heisst weitere Abschläge. Kommt als Endergebnis bei diesen 100 Schweinen vielleicht ein V-Preis minus 1 ct raus; kann aber auch minus 5 ct sein.
Wenn dieselben Schweine nur einen MFA von 55% haben; liege ich ganz schnell bei V-Preis minus 8-10ct je kg Schlachtgewicht.)
Zweitens: Der Wille der Schlachtbetriebe bzgl. der Schlachtkörperbewertung; und der jeweiligen Schlachtmaske ( ersteres soll ja unabhängig sein....zu zweitens gibt es zu sagen; dass die Abnehmer durch Änderung der Optimalkorridore der Maske erheblichen Einfluss auf die Preise haben; weil die "V-Preis-Maske" nicht standartisiert ist; wie man in der Industrie zu sagen pflegt..)

Dazu kommen bei einigen Abnehmern noch Mengenzuschläge und wer weiss was sonst noch...
Fazit: Man kann quasi keine Schweine miteinander vergleichen; weil alle verschieden; und die Bewertungsparameter einen sehr grossen Spielraum haben.
So kann ein Mäster mit Metzgerschweinen immer bei V-Preis von plus 4ct. erzielen; ein Dänen-Mäster mit Breiautomaten immer V-Preis minus 10ct.
Deshalb werden auch viele Dänen im Schnittpreis (V-Preis minus 4-6ct) gekauft; aber auch nur; wenn der Händler alle Schweine bekommt; da die ersten Schweine einer Mastgruppe immer die schlechteren sind; und im Schnitt der gesammten Schlachtgruppe die Rechnung des Schnitt-Preises aufgeht....

So; ich hoffe das reicht fürs erste; ist schon kompliziert genug; und ich wiederhole mich ungern; der Lebendpreis ist eigentlich gesehen der wesentlich bessere Masstab; denn dann ist der eigentlich hohe V-Preis in Deutschland nicht wirklich so sehr hoch....
Und deshalb ist der Lebendexport so interessant; weil man V-Preis minus 4 ct bekommt; ab Waage; bei einer fest angenommenen Ausschlachtung.
Keinen Ärger; warum die Bewertung so schlecht ist; oder warum Schweine ausgerechnet 102,1 kg wiegen ( dann gibt es Abzüge von 2 ct; nur wegen den 0,1kg; für das gesamte Schwein; versteht sich..)oder 83,9 kg...; eifachere Logistik usw. usv.
Das ist als wenn ich ein billiges Fertighaus kaufe; und jeder zusätzliche Stein kostet richtig Aufpreis; damit wird dann das Geld verdient; bei den Schweinen ist es umgekehrt; das Ergebnis dasselbe..

Aber das ist wie im Steuerrecht: Durchforstung nicht erwünscht....

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#20]

Mühlenbach, das hast Du sehr schön beschrieben, so dass Außenstehende sich grob vorstellen können, wie kompliziert die monetäre Bewertung eigentlich ist.

Allerdings würde es bei der Lebendvermarktung sicherlich auch viele Diskussionen geben, z.B. der Nüchterungsgrad und eventuell steigende Transportverluste. Würden dann in Zukunft nur noch Du*Pi-Schweine gemästet werden? Wie sollen fleischreiche Qualitäten bewertet und belohnt werden?

Durchforsten und übersichtlicher machen- das halte ich auch für wünschenswert, aber die vorgeschlagene Radikalkur kann mMn nicht das Optimum für den gesamten Schweinemarkt sein- für den Erzeuger sicher gut, aber die Gefahr, dass an dem Markt vorbei produziert wird ist doch leider gegeben.

MfG S_M

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Passend zur Überschrift:

Heute morgen sind bei mehreren Händlern Anfragen aus Litauen eingegagangen : Zusätzlich mehrere Tausend Schweine, Lieferung so schnell wie möglich, Konditionen sind mir leider nicht bekannt.
Zumindest die zusätzliche Nachfrage ist schon da.

Gruß Paul

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Spekulatius Maximus
Das glaube ich nicht.
Wieviel "fleischreiche" Schweine brauchen wir denn wirklich?
Sind die zuvielen fleischreichen Schweine nicht Grund alle Übels z.Zt.?

Bei immer weiter vorran schreitenden "Nicht-selber-kochen" ist die Hälftenbewertung doch vollkommen egal.
Mit Einsatz von Enzymen kann man doch heute aus alles alles zaubern...
Sieh dich mal in der Geflügelbranche um....

In zehn Jahren werden wir vielleicht noch ( in Deutschland wohlgemerkt; in Osteuropa sieht es wohl noch anders aus)30% der Schweine als Teilstücke direkt verkaufen; allen vorran zu den Festtagen und zur Grillzeit.

Aber da lassen sich unseres Kollegen von der Roten Seite wohl noch einiges einfallen..
Was ich mit der Lebendnotierung sagen wollte ist die Transparenz auch mit unserem Umfeld; wie auch mit den Amis und Brasilianern..

Rechnet das mal nach: Bei einem Dänen mit 94 kg SG und 78,5 % Ausschlachtung macht das einen Lebendpreis bei dem z.Zt. V-Preis minus Schnitt 4 ct. 1,11 Euro/kg Lebend abzgl.Vorkosten zzgl. MwSt.
Heisst bei einem Euro/Dollarverhältnis von 1,40 einen Lebendpreis von 1,50Dollar.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Speedy [#18]
@ Muehlenbach [#20]

Danke für die sehr ausführlichen Darstellungen, die ich mir mehrfach durchgelesen habe.

Ihre Meinungen und Empfehlungen an mich sind bestimmt richtig für den Kassahandel, an dem ich jedoch nicht teilnehme, da ich Schweine weder liefere noch abnehme.

Für den Terminhandel, den ich derzeit in RMX-Kartoffeln und RMX-Weizen und natürlich am Aktienmarkt durchführe, gelten jedoch nicht die gleichen Marktgesetze, sondern vieles, was mit Psychologie und Stimmung zu tun hat, dort hat es in den letzten fast 20 Jahren bei mir nur in einem Jahr (2008) Handelsverluste gegeben. Aus diesem Grund wäre es für mich von Nachteil, mich mit dem Kassamarkt näher zu beschäftigen, was mein eigenes Konto betrifft. Ich habe darüber mehrfach geschrieben.

Natürlich gibt es Schnittstellen zwischen Kassamarkt und Terminmarkt. Daher schlage ich vor, dass ich mich mit einer Meinung zum Kassamarkt mehr zurückhalte (nur noch Zitate) und das den hier im Forum lesenden und schreibenden Fachleuten überlasse, die sich um ein vielfaches besser auskennen als ich.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Herr Ebert

Warum sollten Sie denn weiterhin nicht auch ihre "Persönliche Meinung" im Schweinemarkt kund tun?

Die Meinung Aussenstehender ist häufig sehr viel interessanter als man glauben mag; weil man fern der Vorurteile ist.

Da aber doch einige hier an der Börse handeln sind die Meinungen sehr wichtig; vor allem, seit einige Schlachtbetriebe hier mitspielen; und diese über mehr Liqidität verfügen; was man an manchmal mystischen kontrakten mit der entsprechenden Richtung deuten kann.

Eine Frage dennoch: Warum ist der Weizenhandel quasi ganz zum Erliegen gekommen?
In 2007 sah das noch ganz anders aus.

Dazu noch folgendes: http://www.raiffeisen.com/news/artikel/30211941

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#25]

Warum sollten Sie denn weiterhin nicht auch ihre "Persönliche Meinung" im Schweinemarkt kund tun?

Zum Beispiel weil ich immer wieder offen, versteckt oder per Mail angegriffen werde

- den Markt falsch zu sehen (ohne dass die entsprechend andere Meinung im Forum begründet wird)

- die Marktlage wider besseres Wissen falsch zu schreiben oder sogar

- einseitig die Interessen der Roten Seite zu vertreten.

Statt täglicher Recherche ist es für mich doch einfacher zu schreiben 'Schweine werden heute händeringend gesucht' und ähnliche abgedroschene Floskeln zu verwenden, statt dass ich mir stundenlang Gedanken mache.

Muss ich mir das wirklich jeden Tag antun ?

Eine Frage dennoch: Warum ist der Weizenhandel quasi ganz zum Erliegen gekommen?

Der Weizenterminhandel ist zum Erliegen gekommen, weil zu wenig Aufträge zu realistischen Kursen an die RMX gingen. Es wird lieber auf hohe Preise "spekuliert" als den Terminmarkt für eine seriöse Kalkulation zu nutzen.

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