Schweine: Fleischgeschäfte und Export können sich beleben
Kanadas Schweinebestände erreichen Tiefststand
Agrarheute.com / aiz, Washington (11.03.10) - Kanadas Schweinebestände haben im Januar 2010 mit 11,6 Millionen Tieren ihren tiefsten Stand seit zwölf Jahren erreicht.
Gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres war die Anzahl erneut um 4,5 Prozent gesunken und soll bis Ende 2010 noch weiter zurückgehen, prognostiziert ein Attache-Bericht des US-Agrarministeriums. Auch der Zuchttierbestand ist im gleichen Zeitraum um 4,3 Prozent zurückgegangen. Kanadas Regierung hatte angesichts der schlechten Schweinepreise ein Übergangsprogramm für Produzenten aufgelegt, das in vier Zügen den Zuchtsauenbestand um insgesamt 250.000 Tiere verringern sollte. Es umfasst Mittel von 75 Millionen Kanadische Dollar (52 Millionen Euro) und fordert im Gegenzug für die Beihilfen keine Wiederaufstallung für den Zeitraum von drei Jahren. Der letzte Programmabschnitt soll im März umgesetzt werden.
Immer weniger Schweinebetriebe
Die Anzahl der Schweine haltenden Betriebe ist Ende 2009 auf 7.360 gesunken, während gleichzeitig die Zahl der Schweine je Farm um 6,7 Prozent stieg. Dies deute auf ein zunehmendes Ausscheiden von Mischbetrieben hin, so der Bericht. Auch in der nachgelagerten Industrie mache sich eine geringere Zahl von Unternehmen bei einem gleichzeitigen Wachstum der verbliebenen Verarbeiter bemerkbar.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.agrarheute.com/schwein/schwein/kanadas_schweinebest%E4nde_erreichen_tiefststand_.html?redid=329074)
Die Kurse für Juni Schweine in Chicago notieren fast auf Jahreshoch
Kassamarkt: Fleischgeschäfte und Export können sich beleben
Gegenüber dem Wochenbeginn können sich die Fleischgeschäfte beleben. Sowohl im Inland wie auch im Exportgeschäft ist eine Belebung festzustellen. Das Lebendangebot ist noch umfangreich, wobei der Angebotsdruck nachlässt.
Die verbesserte Stimmung stärkt die Hoffnung der Erzeuger auf einen behaupteten Auszahlungspreis.
Aus der Bretagne wird heute ein gleich bleibender Schlachtschweinepreis gemeldet.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Terminmarkt: Kurse geben weiter nach
Die Kurse des Schweine Terminhandels an der Eurex waren heute bei einem Umsatz von 9 Kontrakten weiter abwärts gerichtet. Der M 12 Index gab 0,15 Cent auf 1,3768 Euro nach. Die größten Kursabschläge gab es im Mai mit minus 2 Cent auf 1,36 Euro (siehe Grafik oben) und im August mit minus 1,1 Cent auf 1,468 Euro.
Der Ferkel Index verlor 8 Cent auf 42,36 Euro. Sämtliche Kontrakte wurden auf Vortagsbasis taxiert, nur November Ferkel gaben aufgrund eines Angebots auf niedrigerer Basis um 1 auf 41 Euro nach.
V-Preis morgen: Minus 2 Cent auf 1,30 Euro
Auch wenn sich die Meldungen und Meinungen am Markt heute etwas besser wie gestern lesen und anhören, besteht eine große Wahrscheinlichkeit eines morgen um 2 Cent nachgebenden V-Preises.
Wenn man den Terminkursen glaubt, werden die Preise in den nächsten fünf Wochen nicht ansteigen. Aber man muss ja nicht alles glauben.