Schweine: Fleischvermarktung - Vion unter Verdacht
Agrarzeitung (18.01.12) - Die Vion Hilden GmbH, ein Tochterunternehmen des niederländischen Fleischvermarkters Vion, soll importiertes Rindfleisch als deutsche Ware ausgegeben haben. Diesen Verdacht der Staatsanwaltschaft weist das Unternehmen zurück. Vorgeworfen werden dem Unternehmen nach einem Bericht von LZ-Net Betrug und Verstöße gegen das Rindfleischetikettierungsgesetz sowie das Lebensmittelgesetz. Deshalb durchsuchten mehr als 150 Polizisten, Zollbeamte und Mitarbeiter der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in der Nacht zum Dienstag das Firmengelände in der Nähe von Düsseldorf. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Bei der Durchsuchung hätten sie Beweismittel sichergestellt.
Vion nennt diesen Vorwurf "nicht nachvollziehbar". Der Betrieb in Hilden beliefere zu 80 Prozent Großkunden, die von Vion ausschließlich EU-Fleisch bezögen. Diese Ware komme regelmäßig außer aus Deutschland auch aus anderen Herkunftsländern der EU. Genau wie Importe aus Südamerika und Neuseeland werde diese Ware mit dem jeweiligen Herkunftsland deklariert.
Unabhängig davon, ob das Fleisch aus Deutschland oder einem anderem EU-Land komme, werde das Fleisch zum selben Preis verkauft. Daher sei mit einer Um-Etikettierung überhaupt kein höherer Verkaufspreis zu erzielen, heißt es bei Vion. Vion unterstütze die Ermittlungen in vollem Umfang, um die Vorwürfe schnellstmöglich aufzuklären. (az)
Gewerkschaft: "Wachsames Auge" auf Vion
Hilden (RP). Die Hildener Fleischfabrik Vion am Westring ist gestern erneut durchsucht worden. Etwa 135 Beamte überprüften am Morgen die Betriebsräume und auch Kühlhäuser. Dabei wurden nach Angaben der Polizei Beweismittel sichergestellt. Bereits am Dienstag hatten 150 Beamte von Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft die Firma kontrolliert.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/hilden/nachrichten/gewerkschaft-wachsames-auge-auf-vion-1.2680650 )