Schweine: Fleischverträge auf dem Rücken der Mäster ?
Jedes Jahr das Gleiche. Der LEH wünscht schon frühzeitig im Jahr feste Regelungen für den Preis bestimmter Massenware für die Frühsommermonate.
Die Fleischindustrie geht, um den Absatz zu sichern, auf diese Wünsche ein und vereinbart feste Konditionen mit eigener Berechnung des möglichen Einkaufspreises. Und wie in jedem Jahr führt dieses Spielchen schon im Juni zu einer schiefen Marktlage.
Die Vereinbarungen passen nicht zur tatsächlichen Marktlage, Rohware wird knapper, die Einkaufspreise (müssten) steigen, der Verkauf ist an Verträge gebunden, die Spanne der Fleischindustrie wird schmaler.
Bisher holte man sich das Geld durch geschickte Einkaufspolitik mit gemeinsamen Druck auf die zersplitterte Mästerschaft, mit Hauspreisdrohungen und kurzzeitigen Schiebungen der Schlachtungen und dem dadurch entstehenden kurzzeitigen Preisdruck wieder. Jetzt boomt der Export, lebend und geschlachtet, und das Spielchen wird schwieriger.
Mein Vorschlag an die Schlachtindustrie: Nehmt die Nullrunde bis zum auslaufen der Verträge mit dem LEH auf die eigene Kappe, lernt daraus für die nächste Preisrunde. Wenn Ihr schon Langzeitverträge mit den Abnehmern machen wollt (müsst), dann nehmt die Mäster mit ins Boot.
Ihr hättet im Februar für Junischweine mit 1,67 ein gutes Angebot an die Mäster machen können. Da Ihr das nicht gemacht habt,solltet Ihr auch jetzt nicht versuchen Eure Fehlkalkulation auf dem Rücken der Mäster zu begleichen.
Überlegt Euch schon jetzt einen Preis für Okt./Nov. und macht den Mästern ein Angebot. So läßt sich dann mit dem LEH viel leichter verhandeln.
Gruß Paul
@ paul [#1]
ein durchaus logischer Vorschlag, aber warum kann die rote Seite den Preis trotz knapperem Angebot massiv unter Druck setzen? Brauchen sie jetzt die Schweine, um Kontrakte zu erfüllen, oder nicht? Wenn Sie die brauchen, müssen sie den Marktpreis, der sich durch die konkurrierende Nachfrage um ein knapperes Angebot bildet, immer bezahlen, egal was ihre Spanne macht! Ich denke nicht, daß diese Industrie sich einem derartigen Risiko aussetzt. Endweder reduzieren sie Ihre Lieferverpflichtungen (wie auch immer) oder sie machen nur einen Teil ihres Geschäfts in diesen Kontrakten.
Wie in einem anderen Beitrag bereits von jemandem erwähnt, ist schon seit langem das Phänomen der relativ starken Preissprünge nach unten und eher moderaten Anstiegskurven nach oben zu beobachten. Warum muss das so sein? Spiegelt sich hier die ungleiche Machtverteilung wieder? Ich denke, an den 4 Tagen des Herrn Mühlenbach ist einiges dran. Endweder hält die Preismeldung diese Zeit durch, oder es gibt eine Korrektur, unm dann wie o.a. zwei Wochen hinter dem Markt hinterher zu laufen....
Hallo Paul.
Gratuliere für deinen Beitrag.Das ist der Punkt wo gehandelt werden muss.
Die rote Seite hat sich verzockt,und will nun den Preis auf 1,60 halten.Warum hat man sich im Frühjahr am Terminmarkt nicht abgesichert.1,50 waren möglich.
Jetzt warte ich aber gespannt auf die Preisvorstellungen der roten Seite für
Okt./Nov.
Als Entscheidungshilfe,Wohin die neue Ernte wandert.Futtertrog Biogasanlage oder Verkauf.
Gruß
fritz
Das Problem ist; dass der Export wie blöd läuft.
Aber auch hier ist ein Problem.
Denn im Export sind Bestandteile des Schweines gefragt; die hier quasi als "Abfall" gehandelt werden.
Und so sitzen die Verarbeiter auf Unmengen von Edelteilen; die der billig Einkaufende; aber verwöhnte deutsche Verbraucher nicht in dem Masse honoriert.
Das eine will man; das andere bekommt man..
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Wir brauchen uns sicher nicht darüber zu streiten, wer eine größere Marktmacht besitzt- Schlachtindustrie oder Landwirtschaft.
Doch wie können wir unsere Verhandlungsposition verbessern? Auf die Mitglieder der Notierungskommission schimpfen hilft nicht. Ständiges bejammern der "bösen" roten Seite auch nicht. Eine freundliche Bitte der ISN (analog zum BDM im letzten Mitgliederrundbrief), die Mitglieder mögen die Produktion doch bitte nicht ausweiten, würde wohl nur Hohn und Spott ernten.
Ich habe leider auch kein Patentrepzept parat, aber vielleicht helfen uns längerfristige Liefervereinbarungen weiter?
Wie sähe es aus, wenn einige EZGs oder VVGs kooperieren würden?
Wäre es möglich, einem großen Schlachter, der durch überzogene Hauspreisandrohungen aufgefallen ist, beim nächsten Mal, wenn Schweine gesucht sind, einen "Denkzettel" zu verpassen und das Angebot zu allererst an die Schlachthöfe zu liefern, die die Hauspreispolitik nicht nötig haben?
MfG S_M
@ paul [#1]
Tut mir leid, Paul , ich habe es mir drei mal durchgelesen, und es immer noch nicht verstanden. Also so einen Käse , habe ich schon ewig nicht mehr gelesen.
Das sind für mich nur wirr aneinander gefügte Sätze, mehr kann ich damit nicht anfangen.
Ist aber nicht gegen Dich, das ist nur MEIN persönliches empfinden ( und das kann mir keiner nehmen!) Kann aber auch sein, das das meinen geistigen Horizont übersteigt.
Schönes kaltes und nasses Grillwochenende.
@ Muehlenbach [#4]
Alle Achtung, Du hast das schon ziemlich Gut getroffen. Die Lage ist fast auf den Punkt genau beschrieben. Was nützt mir Rückenspeck für 1,50, wenn die Schinken keiner haben will.
@ fritz44 [#3]
Welche Mengen kann man denn sinnvoll absichern, ohne den Börsenpreis aus allen Rahmen zu sprengen ? Bei den Mengen die dort umgesetzt werden, ist das doch höchstens ein kleines Zockerspielzeug, oder ?
So, ich denke, jetzt habe ich euch für die nächste Zeit hier genug generft, und hoffe das es nächste Woche irgend welche neuen Voraussetzungen gibt, die die Nachfrage steigen lässt.
Bis Dann Mal
@ fritz44 [#3]
"Warum hat man sich im Frühjahr am Terminmarkt nicht abgesichert. 1,50 waren möglich."
Wenn sich die Rote Seite am Terminmarkt absichert, muss sie kaufen. Bei einem kompletten Kauf über den Terminmarkt wären das rund 30.000 Kontrakte pro Terminmonat (!)
Dies würde voraussetzen, dass die Grüne Seite bereit ist, bei 1,50 rund 30.000 Kontrakte am Terminmarkt Short zu gehen.
Waren Sie bereit, Ihre Schweine über die RMX zu 1,50 Euro zu verkaufen ?
Die Zahl der offenen Kontrakte für Juni Schweine lag im Februar bei 100, das hätte einer Absicherung der Schlachtzahl für 25 Minuten im Monat (!) entsprochen. Zudem hätte die Grüne Seite nur Null Long-Positionen halten dürfen.
Die blaue Linie zeigt die offenen Kontrakte zum Ende jedes Kalendertages.
@Richard Ebert
Nein Herr Ebert
Ich habe für 1,50 gekauft,weil ich der Meinung bin für diesen Preis kann man nicht kostendeckend Mästen.Dafür habe ich meinen Schweinebestand reduziert.
Wer unter Selbstkostenpreis absichert macht meistens Verlust.
Warum muss denn die rote Seite ihren gesamten Bedarf absichern,es reicht doch
die Mengen wo sie Lieferverträge macht.
Gruß fritz
@ fritz44 [#10]
Das was Sie schreiben, IST das Problem. Sie haben am Terminmarkt GEKAUFT. Die Rote Seite müsste, um sich gegen steigende Preise abzusichern, auch KAUFEN.
Gesucht werden die VERKÄUFER am Terminmarkt.
@Richard Ebert
Frage:Warum kauft die rote Seite nicht?
Es werden Okt-Dez.Schweine unter 1,65 angeboten.Sind diese immer noch zu teuer.
Können sie nicht,wollen sie nicht oder brauchen sie nicht.
Viele meiner Berufskollegen warten auf eine Antwort.
@ ina [#6]
Alles was du nicht verstehen willst, was Dir nicht passt, versuchst Du durch platte Sprüche niederzumachen.
Der von Dir bezeichnete "Käse" ist in mehreren großen Schlachtunternehmen z.Z. ein aktuelles Thema.
Da wird an "realistischen 4 -Monatspreisen" für Schlachtschweine gebastelt um eine sicherere Verhandlungsbasis für die Preisgespräche mit dem LEH zu bekommen.
Wenn Dein "geistiger Horizont" daß nicht aufnehmen kann, hast Du ein echtes Problem.
Ein freundlicher Tip : Leg doch einfach das gewohnte Machtgefühl Deiner Branche ab und versuch den Tunnelblick durch Partnerschaft zu ersetzen.
Deine Antwort an Mühlenbach finde ich als echte Provokation.
Da bekommt Ihr für den Speck endlich mal wieder 1,50 bezahlt, und Du stellst das als negativ hin, nur weil Ihr die Schinken einige Tage länger abhängen müsst.
Als Mäster wird uns für jedes Gramm Speck zuviel am Schwein richtig Geld abgezogen.
Nee,nee Ina, Deine Argumente sind ganz einfach durchschaubar.
Gruß Paul
@ Richard Ebert [#11]
Die Verkäufer kommen dann auf den Markt, wenn sie zu attraktiven Preisen absichern können. Das war beim Juni Kontrakt nie der Fall, wenn man bedenkt, dass die meisten Marktteilnehmer mit einer Preiserholung auf dem Kassamarkt für diesen Zeitraum gerechnet haben. Würde sich die rote Seite mehr auf das Börsengeschäft einlassen und in größeren Menge Kontrakte kaufen, würde durch diese Nachfrage das Kursniveau steigen und es würden sich dann auch die Mäster finden lassen, die zu solchen Preisen wiederum absichern würden.
Aber diese Entwicklung beginnt einfach nicht. Warum das so ist würde ich gerne einmal wissen. Irgendetwas muss doch an dieser Börse unatraktiv sein, dass sie so schlecht angenommen wird. Ich bin mir sicher, wir könnten alle davon profitieren, wenn die Umsätze mal richtig in Schwung kommen würden.
Gruß,
wollewatz.
@ Richard Ebert [#11]
wenn zu den niedrigen Kursen die Verkäufer zurückhaltend sind (z.B. aus dem Grunde wie fritz44 ihn beschreibt), dann muss doch die Konsequenz sein, dass die interessierten Käufer ihre Offerten anheben müssen, um die Verkäufer zu motivieren, oder nicht. Folglich ist die Frage, warum ist das nicht der Fall? Es treten nicht genügend Käufer auf, die sich mit großen Mengen in den Bereich + 10 Cent gegenseitig überbieten! Angebot & Nachfrage!! Theoretisch müssten die Verkäufer mit Absicherungsgedanken nun also Ihre Limit orders bei ca. 1,80+ fixieren. Zu diesem Kurs lohnt sich eine Absicherung des dann positiven Ergebnisses, leider sind diese Limits sehr weit weg vom derzeitigen Kurs! Ein Verlustgeschäft brauch man nicht absichern! Zurzeit ist das Niveau der Kurse alles andere als gesund für das kommende Jahr! Kann nur besser werden, ist dementsprechend das Motto, also Kaufen!!
Die rote Seite hat an dem Instrument sicher kein Interesse. Bevor für sie ein relevanter Mengeneffekt der Absicherung eintritt, treiben sie den Kurs selbst in die Höhe (sie beschrieben das bereits!).....Andererseits fragt man sich, welches Niveau im kommenden Jahr wirklich erreicht wird und wie die rote Seite den Strukturbruch einschätzt! Würde die RMX wesentlich mehr Volumen haben, dann bräuchten sich die Herren der roten Seite nicht der schleichenden Einführung von 4 Monatspreisen Gedanken machen! Ich denke, mit steigender Volatilität müsste das Volumen der Börse steigerungsfähig sein. Das wäre wirklich gut für alle Beteiligten! Der Versuch einer Glättung über andere Preisfindungen hat bisher immer das Gegenteil bewirkt und Mißtrauen erzeugt!
@ Ina
...es ist doch beunruhigend, dass die rote Seite auch durchaus menschlichen Fehleinschätzungen unterliegen kann, es wirkt sonst alles immer so professionell. Eine Fehleinschätzung mit Margenabschmelzung zeigt einem doch die eigenen Grenzen. Es gibt Zeiten, da muss jeder in der Kette einmal bluten, außer einer natürlich! Es ist rühmlich, das Herr C.T. sich solange einer negativen Zahl aussetzt, aber in der Mischkalkulation des letzten Jahres sieht es ja noch ganz gut aus! Von der Substanz lebt dort noch niemand...
Gruß M.L.
Die Schlachtbetriebe haben kein Interesse an dem Einkauf an der RMX, da sie hier die Marktverläufe weniger beeinflussen können und auch auf kurzfristige Einflüsse schlechter reagieren können.
MfG
agriculus
Schweine sind momentan verdammt knapp, agriculus hat dieses in einem anderen artikel schon beschrieben. Die Börse spiegelt momentan den Markt nicht wieder und ist deshalb völlig unattraktiv.
JBH
Nachschlag: Normal müsste nach diesem Marktgeschehen Freitag der Preis steigen,
egal ob die rote Seite Verluste macht. Sie haben sich eben verkalkuliert. Da können wir auch nichts dran machen...
JBH
@ agriculus [#16]
".., da sie hier die Marktverläufe weniger beeinflussen können.. "
können Sie schon durch massives Auftreten mit entsprechenden Volumen bzw. Liquidität. Aber Sie können es im derzeitigen Gebaren ohne Börse eben viel besser und einseitiger.... meiner Meinung nach kurzsichtiger...
"..und auch auf kurzfristige Einflüsse schlechter reagieren können."
Deshalb soll die Preisgestaltung auch zeitlich unflexibler werden (Quartalspreise!), da die kurzfristigen Einflüsse zunehmen werden?! Wie geht das zusammen?! Ist das gut oder schlecht für die grüne Seite?! Was wäre eigentlich schlecht an der völlig freien Preisentwicklung an einer potenteren Börse, an der auch Spekulanten attraktive Geschäfte vermuten?
Was den derzeitigen Kurs angeht, da fragt man sich eigentlich nur, wer verkauft da eigentlich die paar Kontrakte jeden Tag und verschenkt sein Geld an andere? ...vielleicht jemand, der ein Interesse an dem niedrigen Kurs als Signalwirkung hat??? Kann man diese eher impotente Börse wohlmöglich als manipulierbar bezeichnen?!
M.L.
@ monalisa
Ich denke man kann eventuell manipolieren, aber was würde dem Schlachthof ein manipulierte März09 nutzen, wo auch er noch nicht absehen kann wie das Geschäft dort laufen wird.
MfG
agriculus
@ agriculus [#20]
... sicher ist der Anreiz nur für die vorderen Termine gegeben, die ja auch immer das größte Volumen haben. Jul./Aug. ist sicher interessant, um Einfluss zu nehmen...
Aus den Antworteten dieses Beitrags aber auch früherer Beiträge entnehme ich, dass die Grüne Seite den Terminmarkt für Verkäufe nicht nutzt, weil die Kurse dort zu niedrig notieren.
Die Rote Seite nutzt den Terminmarkt für Käufe nicht, weil die Kurse am Terminmarkt zu hoch notieren.
Sehen wir mal nach Chicago: 40.000 Kontrakte Schweine im Tagesdurchschnitt, vielfach 50.000, 60.000 oder noch mehr.
Warum wird auf dem mit Europa in etwa vergleichbaren US Markt der Schweine Future bis zu 1.000 mal mehr genutzt ?
Eine wirklich gute Frage, Herr Ebert! Wo sind die Unterschiede? Sicher steckt dort viel mehr spekulatives Kapital drin. Das System benötigt selbstverständlich auch ein umfangreiches Volumen, um seine Vorzüge für alle Beteiligten zeigen zu können. Die Frage schließt sich an, wie bekommt man mehr Volumen an die RMX? Nicht neu, aber immer noch ungelöst bzw. ungeachtet...
Ich meine, es spricht nichts gegen eine vergleichbare Entwicklung zu anderen erfolgreichen Börsen!
Ich frage jetzt mal zurück
Wofür soll die rote Seite die Börse gebrauchen ?
Was soll die denn für uns bezwecken ?
Schweine absichern ? wofür ? warum ?
Um sie billiger zu kaufen als am Kassamarkt ?
Damit die Landwirte ihre Schweine (short) unter Kassapreis abgeben müssen ?
Ist die Börse eine Geldvermehrungsmaschine, und dann auch noch für die Long und Shortis, gleichzeitig ?
Ich denke, die meisten die an (jeder) Börse handeln, sind doch nur reine Spekulanten, oder ?
Erwarte Ihre Antworten
Viele Grüsse
Keine Antwort, ist auch eine Antwort.
Schönen Abend
@ ina [#25]
Gemach, gemach! Immer ruhig mit den jungen Pferden!
Anliegend einige grundlegende Vorzüge zum Wert von Warenterminbörsen:
Heute die Preise von morgen:
Die Informationsverbesserung ist die Basis weiterer Nutzwerte und nimmt eine herausgehobene Stellung im Leistungsangebot von RMX Commodities ein. Sie fußt auf einem einfachen Prinzip: Zahlreiche Markteinschätzungen fließen auf der öffentlich-kontrollierten Börsenplattform zusammen und bilden Preise mit hoher Prognosegüte für die Zukunft. Diese Terminpreise werden zusammen mit bedeutenden Kassapreis-Indizes veröffentlicht und können von jedermann über Datenanbieter und andere Informationsangebote (Broker, Kursseiten) eingesehen werden.
Was, wann, wie, wie viel:
Die Preise, Umsätze und Kassa-Indizes der RMX nutzen den Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft bei ihren Produktions- und Vermarktungsentscheidungen: Sie geben ihnen solide Anhaltspunkte, welches Produkt sie künftig in welchen Mengen produzieren/handeln und wann sie es vermarkten/beziehen sollten. Dies bewirkt einen effizienten Ressourceneinsatz in den einzelnen Märkten. RMX Commodities erfüllt somit auch eine bedeutende volkswirtschaftliche Aufgabe.
Im Voraus wissen, was wird:
Die Risikosteuerung ist die Kernfunktion von RMX Commodities: Marktteilnehmer nutzen den Handel der Warenterminkontrakte, um sich gegen Preisveränderungen der Ware abzusichern, die sie künftig kaufen oder verkaufen möchten. Dazu ersetzen sie den künftigen Kauf/Verkauf der Ware vorübergehend durch den Kauf/Verkauf des entsprechenden Kontraktes. So fixieren Sie sich im Voraus den künftigen Preis und profitieren von frühzeitiger Kalkulationssicherheit.
Erhalten und erweitern:
Preisabsicherungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, aufgenommenes Kapital vollständig und fristgerecht zurückzahlen zu können. Daher wirken sie sich positiv auf die Ratingnote des Kreditnehmers aus – die Folge: Banken senken die Kreditkonditionen des absichernden Kunden und/oder erweitern dessen Kreditrahmen. Ihre Flexibilität wächst und sie gewinnen an Wettbewerbsfähigkeit.
Für jeden den passenden Weg:
RMX Commodities eröffnet den Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft zeitgemäße Vermarktungsoptionen: Sie können die Datenveröffentlichungen der RMX als Preisreferenz für ihre Lieferverträge nutzen, ohne an der Börse zu handeln;
an der Börse Terminverträge abschließen und diese bei Bedarf kurzfristig durch ein Gegengeschäft auflösen. So erlangen sie frühzeitig Preissicherheit, ohne ihre Vermarktungsflexibilität aufzugeben; betriebsspezifische Lieferverträge gewährleisten die Absatz-/Bezugssicherheit mit einer Preisabsicherung zu kombinieren.
Starke Schwankungen, große Hebel:
Neben den Funktionen aus dem Bereich der Unternehmenssteuerung bietet RMX Commodities vielfältige Tradingchancen. Sie reichen von nahezu risikoloser Arbitrage bis zu risikofreudigen Formen der Anlage. Dabei sind für sämtliche Anlageformen folgende Aspekte kennzeichnend:
setzen auf steigende oder fallende Kurse möglich,
geringe bis negative Korrelation mit klassischen Anlagewerten,
keine Währungssicherung nötig,
100%ige Partizipation an der Wertentwicklung der Ware und
großer Hebel, da nur eine Grundsicherheit zu hinterlegen ist.
(Quelle: http://www.rmx.eu)
Soweit erstmal eine Informationsbasis zur Vorzüglichkeit dieses Instruments, damit wir wissen, wovon wir hier reden. Für mich stellt sich der größte Nutzen in der breiten Informationssammlung da. An einer Börse treffen zahlreiche Leute Markteinschätzungen für morgen und bringen Ihre Informationen ein, das kommt allen zu Gute! An einer Börse mit großem Volumen kann jeder selbstverständlich z.B. Schweine günstiger kaufen, als am Kassamarkt, wenn er die richtige Einschätzung trifft!Es ist nur für den erfolgreichen (risikobewußten) Nutzer eine Geldvermehrung. Bei Verlusten ist das Geld aber nie weg, es hat dann nur ein anderer!
Jeder, der ein vertragliche Beziehung, die in Zukunft orientiert ist, eingeht, ist ein Spekulant! Das gilt auch für Lieferverträge, da niemand seine Kalkulation garantieren kann. Ohne Teilnehmer, die aufgrund von Annahmen und Prognosen Geschäfte abschließen, wird kein dynamischer Markt mit einem Nutzen für alle Beteiligten entstehen. Das ist im ordinären Tagesgeschäft auch so, es müssen laufend Entscheidungen getroffen werden. Nix anderes passiert an Börsen, nur treffen hier (möglichst) viele Entscheidungen und Einschätzungen aufeinander! Die Spekulanten bringen dann noch die nötige Liquidität mit. Treffen Sie dann bessere Markteinschätzungen als die, so wandert deren Geld mal zu Ihnen und umgekehrt!
Soweit erstmal, hoffe zur Aufklärung beitragen zu können!
Gruß M.L.
P.S.: Und wie bekommt man nun mehr Teilnehmer an die RMX?
@ ina [#25]
Ich enthalte mich fast immer einer Stellungnahme innerhalb von 24 Stunden.
Der Anteil der Spekulanten liegt im Durchschnitt der Börsen bei etwa 30 %. In den USA werden diese Zahlen regelmässig von der CFTC ermittelt und im COT Report veröffentlicht. Sie können diese Daten im Internet einsehen. In den USA wird jeder Terminkontrakt von der Börsenaufsicht erst dann genehmigt, wenn er die Funktion der Preisabsicherunge gewährleistet.
Vielleicht sollten Sie mal ein Grundlagenseminar für den Terminhandel mitmachen, ich halte Ihre Meinung für äusserst erschreckend ! Ihre Fragen zeugen von absoluter Unkenntnis.
@ Mona Lisa [#26]
Leider zockt die Fleischindustrie in allen Stufen lieber, statt sich der seit dem vorletzten Jahrhundert bekannten Techniken des Termin- und Optionshandels zu bedienen. Aus den USA ist mir dieses nicht bekannt.
Ihre Frage stellen Sie am besten der RMX, Tel. 0511-301590.