Schweine: Frankreichs Mäster begrüßen Marktentlastung
Frankreichs Schweinemäster begrüßen Marktentlastung
Agrarheute.com, AgE, Paris (26.03.08) - Mit Erleichterung haben die Schweineproduzenten in Frankreich auf die sich abzeichnende Marktentlastung und einen Anstieg der Erzeugerpreise reagiert.
"Es ist beruhigend festzustellen, dass der Markt wieder ins Gleichgewicht kommt" erklärte der Präsident des Schweineerzeugerverbandes (FNP), Jean-Michel Serres, in Paris. Er verwies darauf, dass die Notierungen am bretonischen Versteigerungsmarkt Marché du Porc Breton (MPB) seit Mitte Februar wieder nach oben zeigten und zwischen dem 21. Februar und 6. März bereits um 5 Cent/kg gestiegen seien. Dank eines neuerlichen Aufwärtstrends hätten sich die Notierungen bis zum 13. März auf 1,27 Euro/kg verbessert, nachdem sie seit sechs Monaten auf nur knapp 1 Euro/kg gedümpelt hätten. In den Monaten Januar und Februar sei der durchschnittliche Schweinepreis im Vergleich zur Vorjahreszeit um 5,9 Prozent auf 1,08 Euro/kg gestiegen. "Damit haben wir ein kleines Stück des Weges zurückgelegt, doch bleibt noch viel zu tun", meinte Serres.
Bei einer Notierung von 1,27 Euro/kg am bretonischen Versteigerungsmarkt erhielten die Schweinproduzenten von ihren Schlachtereien zwar einen Hauspreis von rund 1,39 Euro/kg, doch lägen die Produktionskosten nach wie vor bei 1,60 bis 1,65 Euro/kg, gab der FNP-Präsident zu bedenken. Deshalb müssten sich die Produzenten darauf einstellen, dass die Krise noch einige Monate andauern werde, zumal die Futtermittelpreise bislang noch nicht nach unten tendierten. Den derzeit zu beobachtenden Anstieg der Erzeugerpreise führte Serres auf mehrere Faktoren zurück. Unter anderem sei es den Schweinemästern auf verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Landwirtschaftsausstellung (SIA) in Paris offensichtlich gelungen, die gesamte Branche zu überzeugen, dass die Produzenten nicht in der Lage seien, den Anstieg der Produktionskosten über den Erzeugerpreis aufzufangen.
Wie Jean-Pierre Joly vom bretonischen Versteigerungsmarkt berichtete, war auch in Frankreich, wie schon zuvor in Deutschland und Spanien, eine homogene Rückführung des Angebots zu beobachten. Seit Januar setzten die Mäster ihre Schweine deutlich schneller ab, indem sie die Tiere zwei Tage früher anlieferten und damit automatisch das Durchschnittsgewicht sinke. Dieses liegt Joly zufolge inzwischen bei 91,4 kg, verglichen mit 92,04 kg in den ersten neun Wochen dieses Jahres. Ebenfalls mit ausschlaggebend für die höheren Notierungen sei der Wiederanstieg der Ausfuhren. Aufgrund der in Spanien und Deutschland deutlich höheren Notierungen und geringerer Bestände als in Frankreich bestehe in den Nachbarländern für Lebendschweine eine "Rekordnachfrage". Zuversichtlich äußerte sich auch die Schweineinterprofession Inaporc; eine Anpassung des europäischen Angebots an eine geringere Nachfrage werde sich bereits im zweiten Halbjahr 2008 bemerkbar machen. Das französische Produktamt für Tierhaltung geht ebenfalls davon aus, dass die Schweinenotierungen in Europa in der zweiten Jahreshälfte gegenüber der Vergleichszahl von 2007 um 10 Prozent bis 15 Prozent ansteigen werden.
(Quelle: http://agrarheute.com/index.php?redid=210278)
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An der RMX kam es zur Wochenmitte bei deutlich lebhafteren Umsätzen zu einer breit angelegten Aufwärtsbewegung alle Laufzeiten von durchschnittlich 1,5 bis 2 Cent. Besonders fest notierte der Juni mit plus 2,8 Cent auf 1,68 Euro.