Schweine: Freitag nochmals 4 Cent schwächer ?
Die heutige Internet Schweinebörse handelte minus 8 Cent auf 1,33 Euro, bei einer Spanne von 1,32 bis 1,33 Euro und einem Umsatz von 667 Schweinen.
Ich wiederhole meine Aussage vor zwei Wochen; immer wenn die rote Linie, der Preis der Interent Schweinebörse, unter der schwarzen Linie, dem V-Preis, notierte kam es zu einem Preiseinbruch von durchschnittlich etwa 6 Cent.
An der RMX Hannover kam es heute, wie an beinahme jedem zweiten Tag, zu einem erneuten Kurseinbruch. Die Monaten November und Mai notierten zeitweise minus 3 Cent, der März minus 3,8 Cent auf zeitweise 1,405 Euro (siehe Grafik) und der Juli sogar minus 5 Cent auf zuletzt 1,55 Euro.
Bei den Ferkel Terminpreisen wurde der Februar mit minus 1,80 auf 43,20 Euro zum Tagestief gehandelt.
Handelskreise melden einen zunehmenden Druck auf die Preise, bei einer Auslastung der Schlachtbetriebe von 100 Prozent. Durch die enorm hohen angebotenen Mengen ist zunächst kein Ende des Preisrückgangs abzusehen.
Anscheinend rächt sich langsam, dass auf Seiten der Mäster weiter in neue Ställe
investiert wurde und die zwischenzeitlich viel höheren Preise nicht zu Absicherung gegen Preisrückgänge genutzt wurden.
Hätte ich meine Juli Schweine im März zu 1,35 € für einen Juli Kontrakt absichern sollen ? Das hätte mir Verluste inkl. Gebühren von ca. 18,00 € je Schwein eingebracht !
Hätte ich meine Oktober Schweine im März zu 1,36 € abgesichert würde ich jetzt eine Nullrunde drehen und meinen persönlichen Aufwand für die Absicherung auch nicht entlohnt bekommen !
Hätte, könnte, wenn, und aber die beste Absicherung für den Schweinemäster ist immer noch der kontinuierliche wöchentliche Schweineverkauf in vollen Zügen.
Runde Summe; so lautet der Tenor: Und das sind 1,30 Euro.
Auf auf die Gefahr hin; dass ich mich wiederhole; das ist der Schweinezyklus. Es kann sein; dass Ende nächsten Jahres die Mastkapazitäten trotz der Erhöhungen nicht ausreichen; um genug Schweine zu produzieren.
Das Schlimme ist nur das unsere Preismelder nicht Manns genug sind; höhere Preise einzufordern; sobald der Markt es zulässt. Desweiteren werden für abgepackte Ware (und da dessen Konsum nicht weniger wird; im Gegenteil) an den Handel Halbjahrespreise ausgehandelt; was die Situation nicht besser macht.
Es gibt aber Lichtblicke:
Polen weniger Schweine
Ungarn weniger Schweine
Neuanmeldungen von Ferkeln; auf die der Handel eh schon festsitzt nehmen aber ab.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ p. [#2]
Hinterher sind wir alle schlauer. Eine Absicherung lohnt nur dann, wenn die Terminkurse relativ hoch sind und nach IHRER Meinung am Liefertag unter dem abgesicherten Kurs liegen.
Wer sagt Ihnen denn, ob die Schweinepreise bei Fälligkeit nicht 1,20 oder 1,10 Euro notieren oder noch niedriger ? Eine Absicherung mit 18 Euro Verlust je Schwein ist jedenfalls besser als keine Absicherung und 28 Euro Verlust. Wie gesagt, hinterher wissen wir es alle besser.
Heute sind die Terminkurse bis zu 5 % höher und der V-Preis 5 Cent schwächer auf 1,31 Euro.
@ Herr Ebert
Zitat "Hinterher sind wir alle schlauer"
Genau deswegen halte ich den kontinuierlichen Schweineverkauf in vollen Zügen als die beste Absicherung für den Schweinemäster! Ständige Marktpräsenz!!
Absicherung des Schweinbebestandes an der RMX bedeutet auch ganzjährliche Kontrakte über alle Monate!!
Alles andere ist SPEKULATION!
Und das sehen die Banken bei Ihren zum Teil stark fremdfinanzierten Betrieben garnicht gerne!!