Schweine: Hat die Griechenland Krise Einfluss auf die Landwirtschaft ?
Griechenland-Krise und die Folgen für die Landwirtschaft
Agrarheute.com, München/Brüssel/Frankfurt/Athen (24.04.10) – Griechenland hat mehr als 300 Milliarden Euro Schulden. Die Finanzmärkte wetten bereits gegen das Land. Sowie gegen Portugal, Spanien und Italien. Das bedeutet die Krise für die Landwirtschaft.
Der Finanzbedarf der griechischen Staates liegt in 2010 bei mehr als 39 Milliarden Euro. Bis 2013 soll es noch wesentlich mehr werden. Das europäische Finanzpaket soll rund 30 Milliarden Euro in das südeuropäische Land pumpen.
Doch Experten gehen davon aus, dass dies nicht ausreichen wird. Weder um den griechischen Haushalt zu sanieren, noch um der griechischen Wirtschaft zu helfen international konkurrenzfähige Produkte zu etablieren.
Eine ähnliche Situation zeichnet sich bereits für die Länder Portugal, Spanien und Italien ab. Mittlerweile haben die Finanzmärkte begonnen, bereits gegen Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Geldmarkt, sondern auch für die Landwirtschaft.
Das bedeutet die Krise für die Landwirtschaft:
Euro-Wechselkurs
Der Euro bleibt weiter schwach. Das stärkt zwar die Exportfähigkeit der Euro-Zone, wird aber durch einen steigenden Ölpreis zumindest teilweise wieder aufgefressen. Energie- und importintensive Bereiche profitieren eher wenig von dieser Entwicklung.
Auswirkungen auf die Landwirtschaft: Exportintensive Segmente, die wenig von Importe abhängen, profitieren. Hohe Abhängigkeit von ausländischen Futtermitteln wirkt sich kaum aus. Sojapreis künftig niedrig und rückläufig, da Rekordernte in Südamerika bei Soja eingefahren.
Zinsentwicklung
Durch die Griechenlandkrise sinkt die Bonität der Euro-Zone. Damit steigen die Kosten für Fremdkapital und damit die Zinsen. Ohnehin kann der Zins kaum niedriger sinken. Anleger werden aufgrund von Inflationsrisiken zu Sachwerten tendieren.
Auswirkung auf die Landwirtschaft: Fremdes Geld wird langsam wieder teurer. Deshalb niedriges Zinsniveau jetzt sichern und anstehende Finanzierungen nun unter Dach und Fach bringen.
Inflation
Die Politik wird versuchen die steigenden Staatsschulden zu inflationieren, d.h. durch Inflation zu reduzieren. Experten gehen zwar davon aus, dass keine harte Inflation einsetzt, rechnen aber mit einer "schleichenden Entwertung". Anleger zieht es im Augenblick aus diesem Grund - trotz steigender Zinsen - in rohstoffreiche Länder wie etwa Australien.
Auswirkung auf die Landwirtschaft: Wer sich Fremdkapital leisten kann, sollte über die Finanzierung von Immobilien und Anlagen nachdenken.
Öl-Preis
Für die Euro-Zone muss man mit einem weiterhin sehr hohen Preis-Niveau für Benzin und Diesel rechnen. Zwar werden die Regierungen sich für eine Steigerung der Ölmenge im Markt zu engagieren, um der weiter steigenden Entwicklung entgegenzuwirken. Doch das wird sich nicht kurzfristig auswirken.
Auswirkung auf die Landwirtschaft: Neue Energien werden immer attraktiver.
(Quelle: http://www.agrarheute.com/index.php?redid=335796)
Kassamarkt: Schweine werden rege gesucht
Nach dem spürbaren Preisanstieg vom vergangenen Freitag zeigt sich der Schlachtschweinemarkt auch in diesen Tagen weiter freundlich. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen bleibt hinter den Anmeldungen der Vorwochen zurück und wird von den Schlachtbetrieben rege umworben.
Für das kommende Wochenende mit dem Feiertag am 1. Mai wird wieder eine rege Grillfleischnachfrage erwartet. Die heutigen Auktionsergebnisse der Internet Schweinebörse lassen auch für die kommende Schlachtwoche steigende Preise erwarten.
Die Zahl der Schweineschlachtungen in Deutschland ist in der vergangenen Kalenderwoche zwar deutlich zurückgegangen, die Millionengrenze wurde jedoch weiterhin überschritten. Mit 1,008 Millionen Schweinen wurden ca. 28.000 Tiere weniger als in der Vorwoche geschlachtet.
(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)
Terminarkt: Lustloser Handel
Wie schon gestern kam es am Kartoffel Terminmarkt mit 318 Kontrakten bei fast unveränderten Kursen zu den höchsten Umsätzen der Eurex Agrarfutures. Dies dürfte sich auch morgen, am letzten Handelstag für April Futures, weiter fortsetzen.
Am Schweinemarkt wurden die 8 gehandelten Kontrakte alle bis 11:06 Uhr gehandelt, danach war für die Händler 'Feierabend'. Die Kurse schwankten zwischen plus 0,2 und minus 0,3 Cent, nur der August gab um 1 Cent auf 1,468 Euro zurück. Index minus 0,06 Cent auf 1,3968 Euro.
Ferkel: Index plus 8 Cent auf 42,76 Euro, August ungehandelt plus 1 auf 42 Euro, Rest unverändert.
Aussichten für Freitag: Plus 2 Cent auf 1,38 Euro
Die Hoffnungen der Mäster, auch für diese Woche 'sicher' 4 Cent mehr in die Kasse zu bekommen, sind noch nicht sehr wahrscheinlich. Die Internet Schweinebörse mit ihrem Anstieg um 2 Cent dürfte den Trend vorgeben.