Ottonrw
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate
Schweine: Hauspreis bei Westfleisch
Westfleisch hat seinen Wochenpreis um 4 cent auf 1,50 Eu für die nächste Woche gesenkt.
Macht jetzt jeder was er will ?
Gruss Otto
Geschrieben von Ottonrw
am
Westfleisch deckt seinen Bedarf an Schweinen mit mehr als 70% über Verträge mit den Erzeugern, denen dann je nach wirtschaftlicher Lage Boni und bei gutem wirtschaftlichen Ergebnis Sonderboni gezahlt werden.
Ziehen die Hauspreise überhaupt bei den Verträgen, oder geht es hier nur noch um 25% Wochenschlachtung die im Augenblick wegen fehlender Margen keiner haben will. Wird dann der Bonus über die Überhangschweine gemacht?
MfG
Schneemann
@ Ottonrw [#1]
Was Sie schreiben, bedeutet einen bisherigen Hauspreis von minus 2 Cent und einen neuen von minus 6 Cent. Korrekt ?
Aus anderen Beiträgen hier im Forum habe ich gelesen, dass zum Preis in den meisten Fällen noch Zuschläge gezahlt werden.
Zahlt Westfleisch neben die von Schneemann genannten Boni weitere Zuschläge oder sind damit die Boni und Sonderboni gemeint ? Wie hoch liegen in guten und sehr guten Zeiten die Boni und Sonderboni ? Oder ist das ein Geheimnis ?
Zahlen andere, wie Tönnies, auch Zuschläge als Boni ?
Das ist schon alles recht kompliziert mit den Schweinepreisen.
@ Richard Ebert [#3]
"Das ist schon alles recht kompliziert mit den Schweinepreisen"
Ja das ist so. Und es wird nicht besser! Der V-Preis verkommt so langsam immer mehr zum Mindestpreis.
Wenn man sich umhört, wie man seine Scheine etwas besser vermarkten kann, dann gibt es Mengenzuschläge, Rückvergütungen, niedrigere Vorkosten etc. die geboten werden. Ausschlachtungen werden nicht explizid beworben. Die Zahl der Masken wird auch nicht weniger. Vergleichbarkeit der Schwenepreise war früher mal, aber heute leider nicht mehr...
Hallo Herr Ebert !
Ich dachte das meiste was Wesfleisch angeht sei bekannt.
Ich habe von einem Vertragsmäster gehört das Westfleisch eigentlich immer 2Cent unter dem V-Preis als Basispreis zahlt. Allerdings hat Westfleisch in diesem Jahr schon mehrmals dieses unterschritten was mein Bekannte für absolut nicht i.O. hält.
Der 4 Wochenpreis setzt sich aus den gemittelten Preisen der 2 Vor-Lieferwochen und der 1 Nachlieferwoche zusammen. Es spielt also doch eine Rolle für den Vertragsmäster ob der Wochenpreis sich ändert !
Am Ende des Jahres gibt es einen Boni pro Schwein der einig Euro beträgt und zudem verzinst wird. Es liegt an der Menge der gelieferten Schweine wie hoch er ist.
Wenn es gut gelaufen hat gibt es noch einen Sonderbonus.
Der Vorwochenbasispreis bei Westfleisch war letzte Woche 1,54 Eu und ist diese Woche 1.50 Eu.
Gruss Otto
Sind Unterschreitungen des VP´s immer vorher bekannt und wäre es möglich die Wochenpreise 09 hier mal einzustellen?
Gruß
Böle
@ Ottonrw [#5]
Danke für Ihre Informationen, die mir bisher nicht bekannt waren.
Der 4 Wochenpreis setzt sich aus den gemittelten Preisen der 2 Vor-Lieferwochen und der 1 Nachlieferwoche zusammen.
Das sind aber nur 3 Wochen.
Rein rechnerisch dürfte weder der Mäster noch Westfleisch einen Vorteil haben, weil ja jede Woche ein neuer Preis festgelegt. Es fehlen dann nur die absoluten Spitzen und Tiefstpreise.
@ Richard Ebert [#7]
Ja die Mathematik....
2 Vorlieferwoche + Lieferwoche + Nachlieferwoche = 4 Wochen
Richtig, Vorteil für beide Seiten ist in der etwas planbareren Liquidität zu sehen, Höhen und Tiefen werden ausgeglichen, ein etwas stabilerer Preis entsteht, bei dem es sich weniger rechnet mit dem Liefertag zu "spekulieren". Somit fliessen die Schweine reibungsloser ab und werden regelmäßiger angedient.
MfG
Speedy
Hallo Zusammen,
ein System Westfleisch macht einfach Sinn, weil es Ruhe in den Markt bringt, nicht nur für Erzeuger, Schlachtunternehmen / Zerleger, sondern auch für den Handel und das über einen gleitenden Zeitraum von 4 Wochen.
Eine detaillierte Aufrechnung können sicherlich andere Forumteilnehmer hier sinnig darstellen: unter dem Strich nach 12 Monaten muss es für alle passen, für Erzeuger, Schlachter / Zerleger und Handel.
Das sollte das Ziel sein.
MfG
Berrendorf05
Genau; erst vier Wochen; dann drei Monate; und ruck zuck sind wir beim Dänischen System; wo das Jahresende entscheidet; wieviel Verlust man gemacht hat...
Das ist das blödeste; was ich je gehört habe...
Der Roten Seite sind doch Stundenpreise das liebste...
Ich kenne noch das System einer Erzeugergemeinschaft mit Schlachtbetrieb hier aus der Gegend; Zuschläge für Verladerampe; QS; Kennzeichnung der Tiere weit vor dem Schlachttermin; usw usv.
Am Jahresende dann die Rechnung; bitte x Euro für jedes im Vergangenen Jahr abgelieferte Schwein nachzahlen...
Nein danke; das reichte mir...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Hallo Zusammen,
es wird nie für beide Seiten einen fairen Preis geben. Schon jetzt ist oder fühlt sich eine Partei benachteiligt. Wie soll das denn über einen längeren Zeitraum funktionieren?
Richtig Mühlenbach. Erst verdient der Schlachthof und am Ende des Jahres wird geschaut was für den Landwirt noch übrig ist. Das nennt man dann Bonus oder Treueprämie!
Die Westfleisch ist oft einer der ersten die Hauspreise veranlasst. Aber die meisten interessiert es nicht, weil man eh wenig Alternativen hat.
Wo ist eigentlich Paul?
Gruß Hogstrader
Ups, jetzt verstehe ich in welcher engen Denke man hier ist.
Da sollte man erst einmal nachdenken, bevor man schreibt: Aldi + Lidl machen es auf der Handelsstufe auf Discountstufe vor.
Die bekannten Vorlieferanten auf Erzeugerseite und die Schlachter + Zerleger prügeln sich, um Lieferant bei den Discountern zu werden.
Warum ist das so? Preisschwankungen sind über das Jahr minimiert.
Noch immer wird hier über 2 Seiten gesprochen, es gibt aber mindestens 3 Seiten in D und dann noch EU- Ware, die auch nicht zu unterschätzen ist, alles mit QS, IFS und HACCP.
MfG
Berrendorf05
Hallo !
Schweine sind wohl doch knapp da Westfleisch ihren Hauspreis heute um 4 Cent auf 1,54 EU angehoben hat und den üblichen Abstand von 2 Cent zum V-Preis damit wieder
hergestellt hat.
Gruss Otto