Schweine: Hauspreise bei 1,44 - V-Preis erreicht welches Niveau ?
Die rote Seite setzt heute noch einen drauf. Aufgrund weiterer Spannenverluste im Teilstückbereich korrigieren sie Ihren Hauspreis der letzten Woche um weitere 2 Cent nach unten. Somit besteht eine Differenz von 6 Cent zum V-Preis.
Am Wochenende sind ausreichend Schweine zu bekommen. In der kommenden Woche sehen sogar namhafte Schlachtbetriebe einem knapperen Angebot entgegen. Weiterhin stark steigende Preise bei den Futterrohstoffen stellen fallende Schlachtschweinepreise schon längst in Frage!
Aber wie kann dieses Problem für beide Seiten gelöst werden? Meiner Meinung nach werden sich die Verluste in der Schweinemast in den kommnedne Monaten weiter maximieren, die Einstallbereitschaft wird nicht mehr vorhanden sein oder sich stark begrenzen - Ferkelnotierungen geraten noch weiter unter Druck. Es werden sehr viele Ferkelerzeuger ihre Produktion einstellen - frühestens im 4 Quartal 2008 / 1 Quartal 2009 sind wieder gute Gewinne in der Schweineproduktion zu erwirtschaften! Wenn es früher eintreten würde wäre dieses ein Wunder, was nicht mit dem Schweinezyklus übereinstimmen würde. Wir haben dieses Zenario ja schon einige Male erlebt.
Schweinemäster die sich angesprochen fühlen, sollten sich aber einmal mit der Thematik Dänenferkel, NL- Ferkel auseinandersetzen. Das einstallen dieser Ferkelherkünfte liegt bei einigen Mästern voll im Trend. Nicht zuletzt mit besonderer Empfehlung einiger Erzeugergemeinschaften der Landwirtschaftskammer!!! Obwohl nachhaltig schlechtere Ergebnisse bei den Auswertungen erzielt werden. Hier sollte einmal für die Zukunft über den Ferkelbezug nachgedacht werden!!! Ferkelerzeuger vor Ort stellen Ihre Produktion ein - ausländische Ferkellieferanten diktieren dann ebenfalls den Preis. Und wie die Gehälter der Kammerbediensteten über die Kammerumlage noch finanziert werden soll, stellt wohl ein Rätsel dar. Aber vielleicht stehen die Arbeitsplätze wegen Arbeitsmangel schon nicht mehr zur Verfügung?!
In Hoffnung einer fairen Notierung
M.f.G.
Bernd D.
Die Notierungsmeldung wird zwischen 1,44 und 1,46 lauten. Von einem knappen Angebot kann im Moment wirklich keine Rede sein. Alle Schlachthöfe, die sich am Notierungspreis gehalten haben, sind bis zur Wochenmitte mehr als voll mit Schweinen.
mfg
Schweinedealer
"Mehr als voll" ? aber dann wirklich nur die, die ausschließlich V-Preis gezahlt haben.
Mittwoch sagten eingie Einkäufer schon, dass sie Freitag viele Schweine hätten. Deshalb sollte ich meine am besten bereits am Donnerstag bringen.
Komisch, oder? Einen Tag früher weil man zu viele Schweine hat, habe ich bis lang auch noch nicht erlebt.
Am Lebendmarkt hat sich immer noch nichts wesentlich verändert. Auch wenn einige Schlachthöfe es uns glaubend machen wollen, wir haben kein drängendes Angebot, oder wem sind Schweine geschoben worden?
Es ist sehr mutig, dass Hauspreise ausgerufen werden zur einer Jahreszeit, in der das Angebot an Schlachtschweinen sich tatsächlich plötzlich verknappen kann. Ich bin gespannt wer dann die Hauspreis Schlachthöfe beliefert.
MfG
agriculus
Meine Empfehlung an die Hauspreis - Herausgeber: Gebt doch gleich einen vernünftigen Preis von 1,10 Euro heraus und haltet euch da auch bitte 2 Wochen dran, aber geschlossen. Dann können wir von der Basis ausgehend in eine neue Runde gehen! Nebeneffekt, der Schweinezyklus würde gestaucht werden, da jetzt noch mehr Betriebe ihren neuen Platz im Strukturwandel noch schneller einnehmen werden.
MfG
agriculus
@ Bernd D
deine Meinung bezgl. der Ferkel kann ich verstehen; teilen kann ich diese aber ganz und garnicht.
Wir haben hier alles ausprobiert; und trotzdessen die Ferkel aus DK teurer sind als hiesige Herkünfte habe ich einen höheren DkfL je Mastplatz und Jahr.
Und das zählt.
Nur; und da hast du recht; vertragen sich Herkünfte aus DK nicht mit den in Süd-Oldenburg so beliebten Breiautomaten; daher die schlechteren Schlachtkörperbewertungen.
Man kann nicht alles so über einen Kamm scheren; die Ferkel müssen zum Betrieb passen.
Wie sagte ein Tierarzt so passend:Man kann keine Top-Ferkel zu schlechten Betrieben bringen; die werden da nicht mit fertig.
Andersherum ist dem genauso.
Desweiteren hast du Recht mit der Aussage dass Landwirte nur das glauben; was deren "Berater"empfehlen.
Wirklich fortschrittliche Landwirte brauchen keine externen Berater; die wissen selber genau was sie machen wollen.
Nur gibt es davon zuwenige.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ all
ZMP soll gleich angeblich auf 1,44 notieren
Rheda hat heut morgen bei einigen Händlern die Schweine auf Mittwoch geschoben.
mfg
@agriculus
dass am Mittwoch Schweine von Freitag auf Donnerstag vorgezogen worden sind, will ich Dir gerne glauben. Da sah die Marktlage auch noch etwas anders aus. Was seid gestern an Schweinen für Anfang und Ende nächster Woche angemeldet wird, ist beim besten Willen nicht mehr normal. Wir kommen auch nicht darum herum zum Wochenanfang an Vion und Tönnies Übermengen zu liefern, weil wir sonst Stückzahlen vor uns herschieben, die wir bis zum Wochenende nicht mehr verkauft bekommen. Ausserdem haben die Holländer die ganze Woche reichlich Schweine an Tönnies und Vion geliefert, weil dort wegen der unsicheren MKS-Situation vorerst alles abgeliefert wird, was einigermassen Gewicht hat.
mfg
schweinedealer
Zur Zeit fallen drei wichtige Faktoren aufeinander:
Zuerstmal der fallende Preis.Das alleine löst schon Panik aus.
Zum zweiten haben alle Mischfutterhersteller die Preise mächtig angeboben; ein Endmastfutter kostet um die zw. 21 bis 22 Euro zzgl. Warum dann also die Schweine mit teurem Futter in einen fallenden Markt schieben?
Zum dritten wie gesagt die Kollegen aus NL.
Das Problem für die Landwirte ist, dass das Schieben nach hinten zur Zeit alleine je Tag 0,62 Euro an Futtergeld kostet; für den man dann 0,8 kg Fleischzuwachs geschlachtet hat. Dann kann sich jeder selber ausrechnen ob es sich lohnt.
Also liebe Kollegen der Abnehmenden Hand; das ist ein absolutes Geschenk an euch.
Wir hoffen mal bei Zeiten auf Wiedergutmachung.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Notierung lautet 1,44.
mfg
schweinedealer