Richard Ebert
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Schweine: Hilfe für Frankreichs Mäster in Sicht

Hilfen für Frankreichs Schweinemäster in Sicht

Agrarheute / AgE, Paris (23.03.08) - In Frankreich sollen aus dem Solidaritätsfonds Stabiporcs in Kürze Darlehen in Höhe von 100 Mio. Euro an notleidende Schweinemäster verteilt werden.

Auf diese private Initiative haben sich die französische Agrarbank Crédit Agricole, die mit 60 Mio. Euro den Löwenanteil beisteuert, die Banques Populaires und der Crédit Mutuel sowie die jeweilige Finanzierungsgesellschaft der Getreidewirtschaft (Unigrains) und der Ölsaaten- und Einweißpflanzenbranche (Sofriprotéol) Ende Februar verständigt. Gleichfalls unterzeichnet haben die neue Kreditlinie die Schweineinterprofession Inaporc und die Dachorganisation der Agrargenossenschaften Coop de France als durchführende Organe.

Über die Erzeugergemeinschaften sollen die Konsolidierungsdarlehen den Betrieben Mitte März zur Verfügung stehen. Pro Schwein werde ein Betrag von 4,60 Euro gezahlt, wobei die Überbrückungshilfe pro Betrieb auf 6.000 Tiere begrenzt ist. Schätzungen aus Paris zufolge reicht die jetzt beschlossene Kreditlinie aus, um ein Drittel des Fremdfinanzierungsbedarfs der notleidenden Schweinemastbetriebe abzudecken. Die Geldgeber der reaktivierten Solidaritätskasse Stabiporcs, an dessen Finanzierung der Staat aus Wettbewerbsgründen nicht mehr beteiligt ist, setzten im Übrigen auf einen Anstieg der Schweinepreise in der zweiten Jahreshälfte.

Der Präsident des Schweineerzeugerverbandes (FNP), Jean Michel Serres, bezeichnete die beschlossene Kreditlinie als eine entscheidende und von den Produzenten seit langem erwartete Maßnahme. Ebenfalls zuversichtlich zeigte sich Inaporc-Präsident Guillaume Roué, der anlässlich der internationalen Landwirtschaftsausstellung (SIA) in Paris keinen Zweifel daran ließ, dass "alle Voraussetzungen für einen Preisanstieg vorhanden sind". Eine Anpassung des europäischen Angebots an eine geringere Nachfrage werde sich bereits im zweiten Halbjahr 2008 bemerkbar machen, unterstrich Roué. Auch das französische Produktamt für Tierhaltung geht davon aus, dass die Schweinenotierungen in Europa in der zweiten Jahreshälfte gegenüber der Vergleichszeit von 2007 um zehn bis 15 Prozent ansteigen werden.

Roué zufolge hat eine Entlastung des europäischen Überangebots bereits eingesetzt, insbesondere in Osteuropa, wo zahlreiche Produzenten aus finanziellen Gründen die Produktion eingestellt hätten. Im Einzelnen sei die Besamung von Muttersauen in Ungarn um 13 Prozent, in Polen um elf Prozent, in Dänemark um vier Prozent und in Deutschland um zwei Prozent reduziert worden. In Frankreich sei indes derzeit noch keine Veränderung festzustellen.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/index.php?redid=209495)

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Gast

Nur eine Subvention. Wem hilft es wirklich und wer bezahlt die Zeche?

mfg Berrendorf05

Muehlenbach
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Das ist wie alles andere auch: Bezahlen muss es der Verbraucher; helfen wird es dem am meisten; der am wenigsten mit Schweinen zu tun hat.

Frag mal bei Kollegen aus der Brauereibranche nach; Berrendorf05.

Die werden dir sicherlich nun schmerzlich sagen können was kommen kann; wenn man die Erzeuger von Rohwaren jahrelang an der kurzen Leine hält.

Deshalb sind diese und andere kurzfristige Aktionen nichts anderes als etwas die Leinenlänge zu verändern; der Hund gibt sich damit zufrieden; der Schweineerzeuger auch.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Bauer Leo
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Ich denke, daß eine andere Meldung unsere Kollegen in Frankreich mehr freut:

In den letzten 15 Tagen ist die Notierung in der Bretagne um 17 cent gestiegen, vor allem weil -laut Marktbericht- die angebotenen Stückzahlen merklich sinken.

Das sind doch direkt 15 Euro pro Schwein - und nicht als Darlehn, sondern als gerechter Lohn.

In diesem Sinne
bauerleo

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