Richard Ebert
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Schweine: Hoffnung auf einsetzende Ost-Exporte

USA: Schweineschlachtungen liegen hinter Erwartungen

Schweine.net (18.02.10) - In den USA liegen die Schlachtzahlen weiterhin unter den Erwartungen, die das US-Agrarministerium USDA im Dezember im Rahmen seiner Berichte zum Schlachtschweinemarkt erstellt hatte, berichtet Dow Jones.

Jedoch ist es nicht ungewöhnlich wenn die tatsächlichen Zahlen einige Wochen lang von den Prognosen abweichen, so Marktbeobachter. Im Anschluss würden sie dann meist in die entgegengesetzte Richtung tendieren und die Differenz wieder ausgleichen. Ursache für die Abweichungen seien oft unerwartete Faktoren, die das Wachstum der Schlachtschweine beeinträchtigen würden. Beispielsweise die derzeitigen Schneestürme sowie die Hitzeperioden im Sommer. Dadurch erreichen die Schweine ihr Schlachtgewicht später als geplant.

Die aktuellen Schlachtzahlen des USDA zeigten für die vergangene Woche geschätzte 2,16 Mio Tiere. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht das einem Rückgang von 3,1%. In den vergangenen vier Wochen sind die Schlachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5% gesunken. Nach Angaben von Ron Plain, Agrarökonom an der University of Missouri, hat das USDA im Dezember einen Rückgang der Schlachtzahlen von 1,9% prognostiziert, der sich tatsächlich aber auf 4,2% belaufe. „Das USDA muss seine Dezemberzahlen korrigieren“, sagte Plain.

Der Absatz von Fleisch hat sich im Vorfeld der angekündigten heftigen Winterstürme in den USA spürbar erhöht. Nach Ansicht von Marktbeobachtern hat dies aber kaum Einfluss auf die Großhandelspreise der meisten Fleischteile, so Dow Jones.

(Quelle: http://www.schweine.net/usschweineschlachtung_liegt_unter_erwartungen.html)

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Kassamarkt: Hoffnung auf einsetzende Ost-Exporte

Am Schlachtschweinemarkt trifft ein normales Lebendangebot auf eine gute Nachfrage der Schlachtbetriebe. Die inländischen Fleischgeschäfte konnten sich heute zwar leicht verbessern, erfüllen aber bisher nicht die Erwartungen. Gut laufen dagegen die Exportgeschäfte, zumindest für die Schlachtbetriebe, die nicht für den Russlandexport gesperrt sind.

Der prognostizierte Temperaturanstieg und der weiter schwache Euro lassen in den kommenden Wochen einen wieder einsetzenden Lebendexport erwarten. Für die nächste Zeit deuten sich zumindest stabile Schlachtschweinepreise an.

(Quelle: VR Agrarberatung)

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Terminmarkt: Grosses Angebot von März Futures kurz vor Börsenschluss.

Am Terminmarkt der Eurex Frankfurt wurden am letzten Tag der Börsenwoche 24 Schweine Kontrakte gehandelt. Der M 12 Index schloss 0,30 Cent höher bei 1,4242 Euro.

Der Terminhandel beginn erst richtig nach Bekanntgabe des mit 1,38 Euro unveränderten V-Preises. Zunächst wurden je 2 Kontrakte der Monate Juni bis September gekauft, wobei die Kurse bis zu 1,5 Cent anzogen. Jeweils kurz danach kamen Verkaufsaufträge auf höherem Niveau in den Markt, möglicherweise sollen die heute gekauften Futures mit einem Gewinn von einigen Cent wieder aufgelöst werden.

Nur 6 Minuten vor Börsenschluss begann der Handel mit März Futures, in 7 Einzelgeschäften wurden 16 Kontrakte gegen bestehende Kaufaufträge zu 1,38 Euro ausgeführt. Um 16 Uhr wurden nur noch 1,361 Euro geboten.

Fraglich ist, ob es sich um Hedgegeschäfte zu 1,38 Euro gehandelt hat, mit der sich (gut informierte ?) Mäster gegen fallende Schweinepreise absichern wollten. Mehr könnte aus der Zahl der offenen Kontrakte zu erkennen sich, die am kommenden Montag um 13:30 Uhr von der Eurex veröffentlicht wird.

Am Ferkel Terminmarkt wurden heute der Termine Juni bis Oktober aufgrund eines größeren Angebots um 50 Cent bis 2 Euro umsatzlos herunter getaxt. Der Ferkel Index schloss minus 43 Cent auf 44,42 Euro.

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Aussichten für kommenden Freitag: Unverändert 1,38 Euro

Die Stimmung hat sich zum Wochenschluss nach Meinung von Marktkennern verschlechtert. Die nach Karneval erhoffte Belebung der Nachfrage blieb aus, die Fleischpreise waren teilweise nicht mehr zu halten und die ersten Schlachhöfe drosseln bereits die Produktion.

Es ist daher zwar noch unwahrscheinlich, aber nicht mehr auszuschliessen, das beim V-Preis die nächste Preisänderung nach unten erfolgen wird.

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Saisonale Aussichten: März Schweine mit 6 Cent Kurspotential

In der vergangenen Woche hatten wir als Kaufempfehlung März Schweine genannt, die jedoch um 1,7 Cent auf 1,38 Euro nachgaben. Unsere Verkaufsempfehlung "Auf der Verkaufseite steht dagegen nur noch klar der Terminmonat Januar 2011 mit einem heutigen Kurs von 1,37 Euro und einem Abwärtspotential von 7 Cent auf 1,30 Euro." wurde umsatzlos um 6 Cent auf 1,31 Euro zurückgenommen.

In den letzten Wochen haben sich die Terminkurse der von uns vorgestellten roten saisonalen Kurve weitgehend angepasst (siehe Grafik oben), die Kaufempfehlung der vergangenen Woche bleibt gültig:

In dieser Woche bieten sich saisonale Kurs-Chancen nur für den Terminmonat März 2010, der heute mit 1,30 Euro schloss und jetzt ein noch höheres Potential von 6 Cent auf 1,44 Euro aufweist.

Empfehlung unter saisonalen Aspekten: Hedger (Scheinemastbetriebe) sollten Shortpositionen Schweine März 2010 eindecken, Schlachtbetriebe sollten die niedrigen Kurse für Terminkäufe nutzen.

Haben Sie es gemerkt ? Der Kassamarkt schwächelt, am Terminmarkt werden März Schweine auf den Tief seit fast drei Wochen gehandelt. Der saisonale Trend jedoch sagt "kaufen - die Kurse werden steigen".

Geschrieben von Richard Ebert am
Muehlenbach
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Russland hat im vergangenen Monat 26% weniger Schweinefleisch "produziert" gegenüber dem Dezember.
Wie kann es einen so dermassenen Absturz geben?
Alle die hier aufgepasst haben kennen die Antwort.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

PorkyPig
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Die Lebendexporte laufen bei wärmeren Temperaturen ja wieder an...dann passen die Zahlen wieder.

Richard Ebert
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Am Terminmarkt wird aktuell ein Kontrakt März Schweine zu 1,378 Euro angeboten.

Ein Schnäppchen oder der böse Vorbote eines Preiseinbruchs am Kassamarkt ?

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Muehlenbach
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Aus einer Meldung vom vergangenen Freitag:
"Wenig Umsatz an der Eurex-Fleischvermarkter halten sich zurück"
...Reserviertheit der Branche macht den Futures für Schlachtschweine zu schaffen...Im Februar sind täglich 11 schweinekontrakte im Durchschnitt gehandelt worden; was ein Volumen von 0,5% vom Gesamtmarkt entspricht..
Der Terminhandel sei dann interessant; wenn es am Kassamarkt Volatilität gibt; was bedeutet Preisbewegungen nach unten und oben; allerdings würden sich die Preise nur in eine Richtung bewegen; nach unten oder wenn es gut läuft seitwärts.
Die Marktteilnehmer aus der Fleischbranche zeigen sich eher reserviert.
Man agiert lieber direkt am Markt.
O-Ton eines Schlachters:" Bei der Börse wisse man nie so genau; wie der Preis zustande kommt; und welche Kenntnisse die Teilnehmer der Börse von dem Gut; dem Markt und den aktuellen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft haben."

Für mich ist das wie eine "Kapitulation".
Diese Meinung der Abnehmenden Seite ist fast überall in der Branche vorhanden.
Es gibt einige Betriebe; die Insiderinformationen gezielt zu einigen Kontrakten nutzen; die aber nur von sehr kurzer Dauer sind.
Heute gibt es einige Schlachtbetriebe; die gezielt auf den Kassamarkt Druck ausüben wollen weil die Spanne nicht passt.
Und ebendso gibt es dann Teilnehmer; die dieses direkt an die Börse weitergeben.
Was kommt; weiss keiner.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Es ist jetzt ziemlich exakt 1 Jahr her, dass versucht wurde durch gezielte Verkäufe an der Börse Druck auf den Kassamarkt auszuüben, damals ohne Erfolg. Ein "Schnäppchen" wird es dann,wenn diese Anbieter bereit sind erheblich unter Kassapreis anzubieten.

Gruß Paul

Lukas
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O-Ton eines Schlachters:" Bei der Börse wisse man nie so genau; wie der Preis zustande kommt; und welche Kenntnisse die Teilnehmer der Börse von dem Gut; dem Markt und den aktuellen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft haben."

Dann muss es doch ein leichtes sein für den Schlachter, an der Börse zu handeln, denn der hat ja die Top Kentnisse vom Markt.

Denkt dran Schlachter: Wer Ahnung hat, kann an der Börse ein schönes Zubrot verdienen.

Gruß
Lukas

Richard Ebert
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@ paul [#6]

Es ist jetzt ziemlich exakt 1 Jahr her, dass versucht wurde durch gezielte Verkäufe an der Börse Druck auf den Kassamarkt auszuüben, damals ohne Erfolg. Ein "Schnäppchen" wird es dann,wenn diese Anbieter bereit sind erheblich unter Kassapreis anzubieten.

Ich vertrete nicht die Meinung einer gezielten Manipulation über die Börse. Falls aber doch, wären es für die Grüne Seite ein leichtes mit dem Kauf von vielleicht 10 Kontrakten (weniger als 0,3 % der Monatsproduktion) den Kurs des nahen Termins um mehrere Cent nach oben zu treiben. Wenn der Kassamarkt = V-Preis danach auch nur einen Cent höher notiert, zahlt sich diese Beeinflussung des Marktes überreichlich aus. Auch durch die Glattstellung der Kontrakte zu höheren Kursen in den letzten Handelstagen des Fälligkeitsmonats.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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