Schweine: Informationen zu Osteuropas Währungen und Konjunktur
Osteuropas Währungen starten schlecht ins Jahr 2009 - Rubel und Forint auf Rekordtiefs
Von Hanno Mußler und Gerald Hosp
Frankfurter Allgemeine Zeitung / FAZ (03.02.09) - Auf dem Devisenmarkt sind die osteuropäischen Währungen bislang die größten Verlierer des Jahres. Am stärksten zum Euro verloren hat der russische Rubel, aber auch der ungarische Forint hat seit Jahresbeginn schon 11 Prozent abgewertet. Mit zeitweilig fast 300 Forint je Euro hat die ungarische Währung ein Rekordtief erreicht. Noch nie in einem Monat hat der Forint zum Euro so viel verloren.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E3652F68A435746EA934552832B5FDC0D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)
Der Forint hält Experten in Atem
Von Stefan Menzel
Handelsblatt, Wien (08.02.09) - Ungarn gehört zu den Ländern in Mittel- und Osteuropa, die am stärksten unter der Finanz- und Wirtschaftskrise leiden. Bestens ablesbar ist das an der Wertentwicklung der Landeswährung. Der Forint ist darum zur Zeit nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Nicht wenige Experten gehen davon aus, dass sein Wert noch weiter fallen wird.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlegerakademie/der-forint-haelt-experten-in-atem;2142714)
---
Den Wert des Forint gegenüber dem Euro sehen Sie auf der linken Seite der Grafik. Von Juli bis Februar hat er gegenüber dem Euro rund 30 % an Wert verloren, was die deutschen Agrarexporte in dieses Land um diesen Prozentsatz verteuert.
Der Rubel auf Talfahrt
Die russische Zentralbank hat die Leitzinsen erhöht, um den schwachen Rubel zu stärken, der die Inflation und damit die Preise für die Bürger in die Höhe treibt.
Die russische Währung hat ein Rekordtief erreicht. Nach einem kurzzeitigen Anstieg der Kurse waren zuvor Hoffnungen aufgekeimt, dass ein Ende des drastischen Währungsverfalls möglich sei. Doch weil der Rubel weiter nach unten rollte, zog Notenbank nun die Reißleine. Sie hat den Leitzins um ein Prozent auf jetzt zehn Prozent erhöht, um der Abwertung zu begegnen.
Die russische Währung ist an einen Korb gekoppelt, der zu 55 Prozent aus Dollar und zu 45 Prozent aus Euro besteht. Bei 41 Rubel zum Währungskorb wollten die Zentralbanker die geduldete Abwertung beenden. Doch in der vergangenen Woche riss der Kurs diese Schranke bereits. Allein im Januar verlor der Rubel erneut 18 Prozent seines Außenwerts, seit August 2008 sind es sogar 35 Prozent. Die Zentralbank hofft, dass sich langsam ein Gleichgewichtskurs einstellt: "Wir werden nicht viel Blut verspritzen müssen", um den Rubel gegen Spekulanten zu verteidigen, geben sich Notenbanksprecher optimistisch. Experten schließen aber eine Abwertung bis auf 49 Rubel nicht aus. Einflussreiche Hedge-Fonds spekulieren auf einen weiter fallenden Rubel. Jim Rogers warnt sogar davor, Russland drohe zu zerbrechen. Daher erwäge er, auf einen Rubelcrash zu spekulieren. So versucht er andere finanzstarke Fonds ins Boot zu ziehen, um einen für ihn profitablen Crash zu inszenieren.
Dagegen versucht sich die russische Regierung zu stemmen. Einen Kollaps des Rubels wie vor zehn Jahren werde es nicht geben, versprach Präsident Dmitri Medwedew. Der Wert der russischen Währung müsse "effektiv und dem realen Zustand unserer Wirtschaft angemessen" sein, versuchte Medwedew seine Landsleute zu beruhigen. Doch trotz aller Beruhigungen tauschen viele Russen ihre Ersparnisse in Euro und Dollar ein.
Um den Wertverlust zu stoppen, hat die Notenbank hohe Summen an Devisen für Stützungskäufe eingesetzt. Die Währungsreserven der Zentralbank haben sich von etwa 600 Milliarden US-Dollar auf 387 Milliarden (Stand 1. Februar) fast halbiert. Die Konsequenzen für die Bevölkerung sind zum Teil dramatisch. Eine hohe Inflation von 13 Prozent frisst die Einkommen auf und treibt die Preise für Waren aus dem Inland in die Höhe. Die Preise für Importprodukte, darunter auch viele Lebensmittel, stiegen wegen dem Rubelverfall stark an. Nach einer Schätzung der Tageszeitung "Nowyje Iswestija" werden Nahrungsmittel bis zum Jahresende um 45 Prozent teurer.
(Quelle: http://www.heise.de)
Schöne Aussichten für unsere Exporte.
Gruss Kotti
Osteuropa: Währungen verlieren immer mehr an Wert
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ / ham (17.02.09) - Die Kurse osteuropäischer Währungen fallen immer tiefer. Zu Wochenbeginn mussten für die tschechische Krone so wenig Euro gezahlt werden wie im Jahr 2005, und der polnische Zloty fiel zum Euro sogar auf den tiefsten Kurs seit Juni 2004. Der ungarische Forint sank gar auf den tiefsten Stand seit der Euro-Einführung. In der Spitze mussten Anleger am Montag für einen Euro 304,50 Forint bezahlen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E7CDCC3F7DB03407BA6821E19A658A161~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)
Na,na..
Nicht alles schlecht machen.
Der "Euro" leidet genauso.
Und verbessert unsere Position in den o.g. Ländern.
Siehe auch hier:http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/:W%E4hrung-auf-Abw%E4rtskurs-Stresstest-f%FCr-die-Euro-Zone/475954.html
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#5]
Klar, der Euro schwächt sich gegenüber US Dollar und Japanischen Yen ab, was sich vorteilhaft am asiatischen Markt auswirken könnte (nach Japan dürfen wir nicht mehr liefern). Aber doch nicht gegen o.g. Ländern. In den Bericht sind die osteuropäischen Länder erwähnt, und da ist die Währungsentwicklung aus Sicht eines Exporteurs mehr als katastrophal, ebenso wie in Russland.
Gruss MissPiggy
Osteuropäische Sorgen belasten den Euro
Von Judith Lembke
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (18.02.09) - Der Euro ist am Dienstag auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten gefallen. Am Morgen kostete ein Euro nicht viel mehr als 1,26 Dollar, nachdem er am Vortag noch zwei Cent höher notiert hatte. Selbst die unerwartet positiv ausgefallenen Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die am Dienstag veröffentlicht wurden, konnten im Verhältnis vom Euro zum Dollar keine neuen Akzente setzen.
„Die Daten des ZEW haben den Euro zwar nicht gestärkt, aber immerhin seinen weiteren Verfall aufhalten können“, sagt Dorothea Huttanus, Devisenanalystin der DZ Bank.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E3C1ABBDCF8A8442D9409C7CA4AEA6AA3~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)
@Miss Piggy
Das ist mir schon klar; aber es schwächt vor allen Dingen auch die Amerikaner und Brasilianer.
Und diese beiden Länder sind doch immer als Schrittmacher hochgelobt worden.
Dazu passt auch die Meldung des USDA; welche ein Jährliches Exportwachstum beim Fleisch um 1,3 % vorraussagt; und im Sektor Schwein wird dem zu folge eindeutig die EU als Sieger hervor gehen; beim Bereich Rind und v.a. Geflügel dagegen Brasilien.
Deshalb; wenn es knallt; dann gemeinsam. Dazu ist alles zu dermassen verflechtet in der EU; gemeinsame Währung oder nicht.
Und wenn das demnächst so weitergeht; gibt es wirklich Tauschgeschäfte; Gas gegen Schweine.
Dazu auch die Meldung; dass der Russische Agrarminister "wegbeordert" wurde auf einen Gouveneurposten in der Russischen Provinz.
Deshalb: Es bleibt spannend.
Und wer klagt; hat viel zu verlieren.
Schon mal aufgefallen: Die Landwirte klagen auch hier im Forum nicht mehr...
Insofern ist die Luft mehr als raus...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#8]
So schlecht sah es für Brasilien am russischen Markt im Januar wohl nicht aus, wenn man der Meldung der brasilianischen Exportvereinigung Glauben schenkt.
Der Rubel hat übrigens gegenüber dem US Dollar und dem brasilianischen Real kaum abgewertet, wenn ich die jetzigen Kurse mit denen vor einem Jahr vergleiche.
Pork exports in January were up year on year, according to the association of exporters (Abipecs), reaching 37,800 tonnes, 30.4% up on January 2008's 28,900 tonnes. Revenue last month was up 12%, from US$67.2 million in January last year to US$75.3 million this year. January's exports were also up 21.6% in volume and 0.5% in revenue on December.
In the case of Russia, Brazil's largest customer and chiefly responsible for the falls seen at the end of last year, exports in January rose steeply. Last month 14,600 tonnes were sold to Russia, 62.2% up on January 2008. Revenue from Russia was up 9.6%, from US$27.2 million to US$29.8 million last month. (Quelle Abipecs)
Gruss
MissPiggy
@ Miss Piggy
Vielleicht sind die einfach nur Risikofreudiger?
Hier wartet alles nur auf Hermes-Bürgschaften; oder Exporterstattungen. Nur am Rande sei mal angemerkt; dass der Preis seit dem Auslaufen der Exporterstattungen und dem Abarbeiten der genehmigten Mengen ins Bodenlose gefallen ist; und sich seitdem quasi nicht mehr bewegt hat.
Und dieser wird sich wahrscheinlich bis zum 19.3 nicht mehr bewegen.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Studie: „Banken im Osten brauchen 120 Mrd. Dollar“
Von Matthias Auer
Die Presse, Wien (23.02.09) - Weltbank-Chef Robert Zoellick drängt die EU zu einem Hilfspaket für Osteuropas Bankensystem. 120 Mrd. Dollar seien nötig, um die Banken wieder ausreichend mit Kapital zu versorgen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://diepresse.com/home/wirtschaft/eastconomist/455125/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/eastconomist/451792/index.do&direct=451792)
Rubelschwäche wird gefährlichSpekulanten lauern
n-tv (24.02.09) - Die Schwäche des russischen Rubel könnte Devisenexperten zufolge Spekulanten anlocken, die auf einen weiteren Absturz der russischen Währung wetten. Damit droht der ohnehin angeschlagenen russische Wirtschaft weiteres Ungemach. Zwar hat die Zentralbank in Moskau den Kurssturz des Rubel fürs Erste abgefedert. Doch dies könnte für die russische Währung Experten zufolge nur die Ruhe vor einem noch schwereren Sturm sein.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.n-tv.de/1109061.html)
Währungen verlieren an Wert
Von Hanno Mußler
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (03.03.09) - Analysten mit Fokus auf Osteuropa haben am Montag enttäuscht auf den Ausgang des Gipfeltreffens am Wochenende in Brüssel reagiert. „Es hat sich gezeigt: Jedes Land ist auf sich allein gestellt, solange nicht der Notfall eintritt“, sagte Lutz Karpowitz, Währungsanalyst der Commerzbank. David Lubin von der Citigroup vermisste von den Politikern „frische Ideen“ zur Lösung der Schwierigkeiten in Osteuropa. „Auch die Anleger können nun weitermachen wie bisher“, meint Lubin.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E8C9BA8A5DF794F60B8DD1E85177FE5A4~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Ungarische Landeswährung fällt auf neues Allzeittief - Der Forint rutscht in die Isolation
Von Stefan Menzel
Handelsblatt, Wien (04.03.09) - Die Sorgen über den Zustand der ungarischen Wirtschaft wachsen. Die Landeswährung Forint notierte am Mittwoch gegenüber dem Euro auf einem neuen Allzeittief. Am Vormittag kostete ein Euro in Budapest 312 Forint. [u]Damit hat die ungarische Währung seit Mitte vergangenen Jahres etwa 30 Prozent ihres Wertes verloren.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/der-forint-rutscht-in-die-isolation;2188344;0)
Rumänien drohen harte Einschnitte
Von Christine Mai und Tobias Bayer
Financial Times Deutschland, FTD, Frankfurt (11.03.09) - Nach dem größtenteils schuldenfinanzierten Boom muss das Land nun kürzer treten. Ihm wurde die Abhängigkeit von ausländischem Kapital zum Verhängnis. Die gute Nachricht: Für westeuropäische Banken birgt Rumäniens Krise vergleichsweise geringe Risiken.
Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben am Mittwoch Verhandlungen mit der Regierung Rumäniens über ein Rettungspaket für das angeschlagene osteuropäische Land gestartet. Bukarest hatte am Dienstag IWF und EU dringend um Hilfe gebeten. Der Prozess droht allerdings schmerzhaft zu werden. Die EU machte am Mittwoch klar, dass sie Hilfe für Rumänien an ein Reformprogramm knüpft, das unter anderem strikte Haushaltsdisziplin vorsieht.
Experten befürchten zudem, dass sich die Gespräche hinziehen - und die Stützungsaktion am Ende zu klein ausfallen könnte. "Die Hilfe des IWF könnte sich auf Sicht von zwei Jahre als nicht ausreichend erweisen, um den Finanzierungsbedarf zu decken", sagt Svitlana Maslova, Osteuropaexpertin bei Barclays Capital. Sie schätzt die nötige Summe auf 22 Mrd. Euro. Die Financial Times hatte zuvor berichtet, dass 20 Mrd. Euro an Hilfen im Gespräch sein. Das Geld soll vom IWF, der EU, der Weltbank und anderen Finanzinstituten kommen.
Nach Ungarn und Lettland ist Rumänien bereits das dritte EU-Mitglied, das auf internationale Hilfen angewiesen ist. Für Bukarest geht damit ein kleines Wachstumswunder zu Ende. Im Jahr 2008 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 7,3 Prozent. Doch die hohen Zuwachsraten waren zu einem großen Teil schuldenfinanziert.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.ftd.de/politik/international/:Nach-Hilferuf-in-Richtung-EU-Rum%E4nien-drohen-harte-Einschnitte/485874.html)
Hilfszahlungen: Teure Unterlassung
Von Nadine Oberhuber
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (16.03.09) - Mit drei Worten ist für Günther Wotsch alles gesagt: „Krise, Rezession - Katastrophe.“ Mehr braucht er nicht, um die Lage in seiner Heimat Siebenbürgen in Rumänien zu beschreiben. Der Vorsitzende des dortigen Wirtschaftsclubs ist entsetzt über das, was sich in seiner Gegend gerade abspielt.
Bis vor kurzem wollte die Region noch einer der aufstrebenden Industriestandorte Osteuropas werden.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/RubC98402BCC5D44EAB925FE13321328FA1/Doc~EB290EEDC2B9C4BCEBB2E44D1F9F9DBE0~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Kasachstan: Deutliche Abwertung der Währung
Von Gerald Hosp
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (17.03.09) - Die Ernennung von Grigori Martschenko zum Notenbankchef Kasachstans im Januar ließ aufhorchen: Martschenko gilt als einer der renommiertesten Finanzexperten des zentralasiatischen Staates und kennt sich mit Krisenzeiten aus. Er war bereits in den Jahren von 1999 bis 2004 oberster Währungshüter im Nachgang der Finanzkrise im Jahr 1998 gewesen und hatte damals einiges Lob für die Modernisierung der kasachischen Wirtschaft erhalten.
Martschenko hat auch das Vertrauen des autoritär regierenden Präsidenten Nasarbajew. Der Finanzmann diente ihm früher als Berater und leitete zuletzt die Großbank Halyk, an der Nasarbajews Clan Anteile hält.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~EC7835570D072459685886BDD1D2862B9~ATpl~Ecommon~Scontent.html)