Richard Ebert
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Schweine: Inlandsmarkt schwierig / Export sorgt für Entlastung

Rumänien: Chaotische Zustände am Wurst-Markt

Topagrar.com (05.10.09) - Das Wurstwarensegment der rumänischen Fleischwirtschaft steckt momentan in einer schwierigen Lage. Der Präsident der Unternehmensgruppe Angst Romania SR, Sorin Minea, sprach sogar von einem „allgemeinen Chaos“. Er befürchtet, dass Rumänien auf dem Weg ist, ein Markt für minderwertige Lebensmittel zu Niedrigpreisen zu werden.

Der Grund dafür ist, dass der Schwarzmarkt mittlerweile einen Umsatzanteil von mehr als 50 % einnimmt, flankiert von kleinen Nachbarschaftsläden, die ihre Waren von Verarbeitern und Händlern bezögen, die niemand kennt.
Die amtlich registrierten Betriebe, soweit sie noch nicht auf den Schwarzmarkt abgewandert seien, orientierten sich mit ihrem Angebot an den Qualitätsvorgaben der Europäischen Union. Sie müssen sich staatlichen Kontrollen unterziehen und bei Nicht-Einhaltung der Kriterien teilweise unverhältnismäßig hohe Geldstrafen zahlen. Der Handel auf dem Schwarzmarkt wird hingegen kaum kontrolliert. Deshalb rechnet Minea auf dem legalen Markt mit Umsatzeinbußen von 5 % bis 15 % und einer wachsenden Zahl an Betriebsaufgaben.

Kassamarkt: Schwieriger Inlandsverkauf wird durch Export entlastet

In der aktuellen Schlachtwoche zeigt sich der europäische Markt mit einer fallenden Tendenz. Die gestiegenen Schlachtschweinezahlen werden für den Preisrückgang in Europa verantwortlich gemacht.

Allen voran bei den Rückgängen der Preise ist Deutschland mit einem Minus von drei Cent, ebenso wie Großbritannien und Österreich.

In den Niederlanden werden der schwierige Abverkauf von Teilstücken wie Schinken und die gestiegenen Schlachtschweine Zahlen für den niedrigen Auszahlungspreis verantwortlich gemacht.

Tendenz: Die anhaltend gut verlaufenden Exportgeschäfte von lebenden Schweinen nach Osteuropa tragen zur Entlastung des eher schwierigen Inlandsmarktes bei. Ob sich der inländische Markt in der laufenden Woche stabilisieren wird hängt davon ab wie sich der Abverkauf der Teilstücke entwickelt.

(Quelle: ISN Damme, auszugsweise)

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Terminmarkt: Unverändert

Die Schweine Terminkurse und der M 12 Index für Schweine wurden gegenüber Freitag unsatzlos unverändert notiert.

Auch für Ferkel Futures und den Index gab es keine Änderungen. Drei Oktober Kontrakte wurden zu unverändert 33 Euro umgesetzt.

Ferkel: Abwärtstrend setzt sich fort

Am Ferkelmarkt ist das Angebot groß und die Nachfrage schwach. In dieser Woche werden Preisrückgänge von bis zu 5 Prozent erwartet.

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Aussichten für Freitag: Minus 2 Cent

Die aktuelle Lage am Fleischmarkt lässt keinen Preisanstieg erwarten, im Gegenteil ist ein erneuter Abwärtstrend zwar nicht sicher, aber auch nicht auszuschliessen. Noch nicht einmal die sonst in Berichten erwähnten Käufe der Privathaushalten zum Monatsbeginn haben sich auf den Fleischabsatz ausgewirkt.

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Geschrieben von Richard Ebert am
Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Es ist so merkwürdig ruhig hier im Forum. Gleichzeitig werden Eurex Schweine zu immer niedrigeren Kursen gehandelt, heute bereits minus 2,5 Cent.

Wie ist die Lage und die Stimmung am Kassamarkt ?

MissPiggy
Mitglied seit
12 Jahre 2 Monate

Die Stimmung scheint sich einzutrüben. Anscheinend läuft der Export von Lebendschweinen in Richtung Polen nicht mehr so rund, die Preise am dortigen Markt stehen unter Druck.

Gruss
MissPiggy

henrydunnink
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Slecht.
Hier aufs Forum redet mann Jede Woche noch uber Unveranderd.
Aber die markt ist slechter als die - 3 cent von Freitag.
Deutsche und Holländische Slachthofen bestellen Schweine ab und gehen weniger slachten und verarbeiten.

Henry

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Naja, von Stimmung kann man leider gar nicht mehr reden. Es macht sich bei den Ferkelerzeugern Angst breit, dass sich diese bevorstehende Durststrecke wieder lange hinziehen wird auch den Mästern bereiten die Aussichten Kopfzerbrechen.

Das einzige, was positiv stimmt, sind die niedrigen Futter- und Energiekosten. Auch der Tierarzt bekommt nicht mehr so viel Geld, nachdem das Circovirus durch die Impfung im Griff ist.

Der Unmut ist vor allem wegen der "ungerechten" Verteilung der Margen groß. Anscheinend wird im Handel sehr gut mit Schweinefleisch verdient. Was machen wir nur, wenn sich Deutschland nicht für die Fussball-WM qualifizieren sollte? Ich glaub´ dann stirbt jede Hoffnung.

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