Richard Ebert
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Schweine: ISN fordert Mindestpreis von 1,75 Euro im Sommer

Preispolitik der Discounter macht der Fleischwirtschaft zu schaffen

ISN, Damme (31.03.11) - Die Preispolitik der Discounter macht der Fleischwirtschaft zu schaffen. Die ISN fordert in diesem Sommer einen Mindestpreis von 1,75 Euro je Kilo Schlachtgewicht.

Für großes Unverständnis in der Landwirtschaft sorgen derzeit die Sorgen der Fleischwirtschaft. Steigende Schweinepreise und explodierende Energiekosten bereiten den Fleischerfachgeschäften nach einer Umfrage der afz – allgemeinen fleischer zeitung Unbehagen und Kopfzerbrechen. Unumstritten ist dabei die aggressive Preispolitik der Discounter.

Nach Analyse der Agrarmarkt Informations GmbH (AMI) gaben die privaten Haushalte in Deutschland im vergangenem Jahr rund 9,4 Milliarden Euro für Wurst und sonstige Fleischwaren aus. Die Discounter schöpften davon rund 40 Prozent ab. Bezogen auf die Einkaufsmenge der Privathaushalte in Deutschland erreichte ihr Anteil sogar 47,5 Prozent. Dagegen gab das Fleischerhandwerk weitere Marktanteile ab. Nur noch gut gedes achte Kilogramm Wurst wurde im Fachgeschäft gekauft.

Hohe Energiekosten für Erzeuger

Die Erzeugerseite befindet sich schon seit langem in einer finanziell angespannten Situation. Nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung der Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) unter Berücksichtigung der Vollkosten ist in der Schweinemast aktuell ein Erlös von 1,65 Euro je Kilo SG zwingend zur kostendeckenden Produktion erforderlich.

Für jetzt eingestallte Ferkel ist unter der Annahme einer gleichbleibenden Kostenstruktur in den Sommermonaten ein Basispreis von mindestens 1,71 Euro je Kilo SG nötig. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nach jüngsten Prognosen wieder eine eher unterdurchschnittliche Ernte zu erwarten sei. Und auch die landwirtschaftlichen Erzeuger werden mit steigenden Energiekosten konfrontiert. Darüber hinaus müssen die Betriebe endlich wieder Rücklagen für Investitionen bilden, um auch zukünftig am Markt agieren und produzieren zu können. Außerdem sind die Verluste aus den Vormonaten auszugleichen.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/hoehere-kosten)

Bild entfernt.

Am Terminmarkt werden derzeit maximal 1,62 Euro für die Grillfest-Sommerkontrakte bezahlt (blaue Kästchen und Pfeile). Daran ist die große Skepsis der Agrar-Börsianer zu erkennen.

Saisonal (rote Linie) kann mit einem Anstieg auf rund 1,70 Euro gerechnet werden. Die rote Linie wird jeden Freitag nach Eingabe des V-Preises neu berechnet.

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Immerhin, die Vertretung der Schweinemäster fordert kampfbereit 1,75 Euro und erfüllt damit die Wünsche ihrer Mitglieder.

Nur: Kann man sich für Forderungen und Wünsche etwas kaufen ?

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Geschrieben von Richard Ebert am
Muehlenbach
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Zitat C.T in der Bild-Zeitung zum Thema E10 macht Lebensmittel teurer:

"Noch vor kurzem kosteten Schweine 1,40 Euro; bald werden es 1,65 Euro sein".

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
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Zitat aus Bild vom 01.04.11:

Clemens Tönnies, Chef des größten Fleischwarenherstellers Deutschlands, zu BILD: „E10 verschärft den Preisdruck dramatisch, weil viel Futtermittel in die Biogas- und Bioethanolgewinnung verschwindet. Das lebende Schwein kostete vor Kurzem noch 1,40 Euro pro Kilo, bald sind es 1,65 Euro – bei Rind sind es 3,80 Euro statt 3 Euro. Das müssen wir an die Verbraucher weitergeben.“

Ein Kilo Schweineschnitzel koste dann 6,90 Euro statt 6 Euro, 100 Gramm Wurstaufschnitt 1,40 statt 1,20 Euro.

(Quelle und Beitrag komplett lesen: -> http://www.bild.de/geld/wirtschaft/benzin-e10/so-macht-der-oeko-sprit-unsere-lebensmittel-teurer-17196172.bild.html )

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Nur, was hat er voraus gesagt: Daß im Sommer, wie in jedem Sommer, die Schweinepreise steigen. Das ist absolut nichts neues. Siehe Grafik in Beitrag [#1]. Ab September gehts dann wieder bergab, wie in jedem Herbst.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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