Schweine: Ist das die Bodenbildung ? Was ist mit den Vion-Hauspreisen?
China sorgt sich um seine Schweinefleischversorgung
schweine.net (12.03.10) - Flagge China Die chinesische Regierung fürchtet um die Schweinefleischversorgung am Binnenmarkt, berichtet Dow Jones. Wie der stellvertretende Agrarminister Wei Chao’an mitteilte, sind die Schweinefleischpreise in China derzeit so niedrig, dass eine stabile Schweineerzeugung möglicherweise gefährdet ist. In vielen Regionen seien die Preise so tief gefallen, dass sie die Produktionskosten nicht mehr decken, fügte Wei hinzu.
Um die Preise zu stabilisieren, hat das Agrarministerium gemeinsam mit der Kommission für Entwicklung und Reform im vergangenen Jahr einen Plan entwickelt, wie es weiter hieß. Diesem Plan zufolge greift die Regierung in den Markt ein, sobald das Preisverhältnis von Getreide zu Schweinefleisch Werte zwischen 5,5 zu 1 und 6 zu 1 erreicht. Preis stärkende Maßnahmen könnten etwa in Aufkäufen von gefrorenem Schweinefleisch durch die Regierung bestehen.
Momentan nähert sich das Verhältnis der Getreide- zu den Schweinefleischpreisen der Marke von 5,5 zu 1. Daher gehen Branchenvertreter davon aus, dass die Regierung bald Schweinefleisch aufkaufen wird, so Dow Jones.
(Quelle: http://www.schweine.net/china_sorgt_sich_um_die_schweinefleischversorgung.html)
Kassamarkt: Bodenbildung am Schlachtschweinemarkt
Mit einem Vereinigungspreis von 1,32 Euro konnte sich der Schlachtschweinemarkt behaupten. Zur Stunde steht allerdings noch nicht fest, ob die Hauspreis-Schlachthöfe ihren Auszahlungspreis anheben.
Das rückläufige aber noch immer große Lebendangebot stabilisiert den Markt. Auch die verbesserten Fleischgeschäfte ins In- und Ausland tragen zur Stimmungsbesserung bei.
Am Ferkelmarkt werden in der kommenden Woche gleich bleibende Preise erwartet.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Terminmarkt: März Schweine steigen auf 1,322 Euro
Das Interesse der Agrarhändler an der Eurex stand ganz im Zeichen des Kartoffel Terminmarkts mit einem Umsatz von 270 Kontrakten und einem zwischenzeitlichen Kursanstieg von 14 Prozent am heutigen Tag.
Gehandelt wurden 3 Kontrakte Schweine März, die um 2,1 Cent auf 1,322 Euro anzogen und 1 Kontrakt der Mai Fälligkeit, die 1 Cent auf 1,33 Euro zulegten. Der M 12 Index für Schweine stieg um 0,29 Cent auf 1,3797 Euro.
Ferkel wurden auf Vortagsbasis taxiert, Index 42,36 Euro.
Saisonale Empfehlungen: Herbst Schweine weiter mit erheblichem Abwärtspotential
Die Einschätzung vom Freitag vergangener Woche "Winterschweine können bis zu 10 Cent fallen" erwies sich als zutreffend. Schon nach einer Woche ist ein Kursrückgang von 3,5 Cent per Oktober 2010, 4 Cent per November 2010 und 3,5 Cent per Februar 2011 zu melden.
Die alten Empfehlungen sind auch die neuen Empfehlungen: Schweine der Monate Juli 2010, Dezember 2010 und Januar 2011 haben auch ab der kommenden Woche unter saisonalen Aspekten ein Abwärtspotential von 8 bis 9 Cent (siehe Grafik, blaue Linie oben).
Verkaufen Sie als Mäster weiterhin auf Basis der aktuellen Schlusspreise Schweine der Monate November bis Januar mit einem Kurspotential von 8 bis 11 Cent um sich gegen deutlich fallende Schweinepreise gegen Ende dieses Jahres abzusichern. Auch der Verkauf von Juli Schweinen mit einem Kurspotential von 8 Cent sollte erwogen werden.
Schlachtbetriebe sollten auf derzeitiger Basis ihren Bedarf nicht kaufen, sondern am Terminmarkt den nächsten starken Kursrutsch von 5 bis 10 Cent abwarten.
Sollte sich der Schweinepreis so entwickeln wie im Durchschnitt der letzten 10 Jahre, werden die tiefsten V-Preise im Januar 2011 bei 1,18 Euro erreicht.
Die wöchentliche saisonale Empfehlung basiert auf rein statistisch ermittelten Durchschnittswerten und hat weder mit der Fundamentalanalyse, noch mit der Charttechnik oder der Psychologie im Terminhandel zu tun. Die Empfehlung ist ohne Gewähr.
Hat sich der V-Preis von 1,32 durchgesetzt, auch bei der Vion, oder wird zunehmend die 1,30 Euro bezahlt ?
@ Richard Ebert [#2]
Vion zahlt weiterhin 1,30. Keine weiteren Schlachthöfe bekannt.
MfG
Speedy