Schweine: ISW rechnet mit zumindest unveränderten Schweinepreisen
Europa: Aktuelle Schweinepest-Situation - Deutschland hat die Beendigung der Impfung von Wildschweinen beantragt
Topagrar.com (22.02.10) - Mit Hilfe intensiver Impfprogramme konnte die Klassische Schweinepest (KSP) in Bulgarien und Rumänien in den letzten Jahren sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen eingedämmt werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit der EU Anfang Februar. Seit 2008 traten in Rumänien bei Hausschweinen keine Fälle von KSP mehr auf.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=blogcategory&id=25&Itemid=520)
Kassamarkt: Reduzierte Schlachtzahlen bei einigen Betrieben
Der Schlachtschweine Markt präsentiert sich zu Wochenbeginn gut behauptet. Die nicht zu reichlichen Stückzahlen finden überwiegend problemlos ihre Abnehmer und das obwohl einige Betriebe die Schlachtungen reduziert haben.
Die Exporte nach Osteuropa tragen auch in dieser Woche zu einem erheblichen Mengenabfluss bei.
Nach dem mehrwöchigen Preisanstieg dürfte der Ferkelmarkt in dieser Woche überwiegend stabil notieren. Die Seitwärtsbewegung am Schlachtschweine Markt lässt trotz des großen Kaufinteresses der Mäster derzeit keinen weiteren Preisanstieg zu.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Kartoffeln: Jahrestief fast erreicht
Das Interesse am Agrarterminmarkt der Börse Frankfurt hat sich heute auf den Kartoffel Terminhandel verlagert. Am Rotterdamer Kassamarkt wurden die Preise für alle Kartoffelsorten um Durchschnitt um 4 % zurück genommen mit dem Ziel einer deutlichen Absatzbelebung. Gehandelt wurden 165 Kontrakte. Die Notierungen per April geben um 30 Cent auf 9 Euro nach.
Nach allgemeiner Erwartung ist für die neue Ernte 2010/11 mit einer Erweiterung der Anbaufläche zu rechnen, was die Kurse für den Terminmonat April 2011 um 20 Cent auf 13,20 Euro nachgeben liess. Nach Meinung von Marktteilnehmern ist dieses Niveau noch attraktiv um zumindest einen Teil der kommenden Ernte abzusichern.
Terminmarkt: März Schweine jetzt 1 Cent unter aktuellem V-Preis
Am Schweine Terminmarkt wurden 4 Kontrakte der Monate Juni bis August gehandelt, wobei die Kurse um jeweils 0,5 Cent nachgaben. Der M 12 Index für Schweine schloss mit minus 0,25 Cent bei 1,4217 Euro.
Der für die Ermittlung des V-Preises der dritten März Woche massgebliche Terminkontakt März gab um 1 Cent au 1,37 Euro nach und schliesst damit entgegen den Hoffnungen der Mäster unterhalb des aktuellen V-Preises (siehe Grafik oben).
Am Terminmarkt für Ferkel wurden die Kurse auf Vortagsbasis getaxt, nur der Februar gab um 10 Cent auf 49,60 Euro nach. Index: Minus 1 Cent auf 44,42 Euro.
Aussichten für Freitag: Unverändert 1,38 Euro
Die Warnsignale vom Terminmarkt werden immer deutlicher, auch wenn sie ohne die Untermauerung durch ausreichende Umsätze gesendet werden. Die ISW Damme sieht sogar 'zumindest unveränderte Schlachtschweinepreise'
Den Optimismus der ISN von gestern in allen Ehren, aber am Terminmarkt wurden März Schweine gerade noch mit 1,361 Euro umgesetzt, 4 Cent weniger als vor zwei Wochen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der V-Preis in dieser Woche gehalten werden kann, nimmt ab.
Ich würde gerne wissen wie es am Kassamarkt wirklich aussieht, fern von allem Schlachtgeschrei, in dem die einen von riesiger Nachfrage sprechen und die anderen das exakte Gegenteil behaupten.
@ Richard Ebert [#2]
Sie können mir glauben, das Fleischgeschäft ist quasi zum Erliegen gekommen. Es gibt noch einige wenige, die ich namentlich nicht erwähnen
möchte, die die Auslastung in den Vordergrund schieben. Das Groh tritt
auf die Bremse, weil Geld im großen Stil vernichtet wird. Das Angebot an Schweinen isz täglich größer als vorher angemeldet! Jeder bringt mehr.
Das wird in dieser Form nicht länger tragbar sein, leider brauchen einige immer etwas länger um daruf zu reagieren. Mein Fazit:
Wir kommen um eine Reduzierung des Auszahlungspreises nicht herum und ich sage Ihnen jetzt schon, das dann eine Panik auf der grünen Seite ausbricht!
Gruß Bronto
Was für eine Panik? Solange die Roten keine künstliche Panik verbreiten und "Androhungen" vertreiben läuft alles seine normalen Wege! Das mag sein, dass Schweine nicht mehr so knapp sind wie die letzten 2 Wochen, aber von Notierungsanstiege spricht hier doch auch niemand.
MfG
Jo Bronto; wir haben Dienstag morgen und der Basar ist eröffnet.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Richard Ebert [#2]
Diese Woche sind tatsächlich Schweine genug vorhanden, komischerweise trift das für die nächste Woche aber schon nicht mehr zu. Verbreitet sich tatsächlich jetzt schon Panik um möglichst noch alle Schweine in dieser Woche unterzubringen? Aktive Nachfrage der Händler für Kw 9. Oder weiß Bronto und Co. das man nächste Woche günstig einkaufen kann?
Gruß
Schneemann
Schneemann; du hast es erfasst.
Die Abschlagsforderungen sind so hoch; da kommt was.
Ansonsten wird gestreikt; die Lufthansa Piloten haben das ja erfolgreich vorgemacht; Klagen auf höchstem Niveau.
Die einzige Frage ist; wieviel aus der Preisfindungskommission lassen sich einlullen?
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#5]Jo, Mühlenbach, ich trommel Dienstags und ihr die ganze Woche!
Gruß Bronto
Nein Bronto; ich trommele garnicht.
Ich spar mir das auf für die WM und die Zeit danach.
Dann ist deine schon verschlissen; und meine brandneu!
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ schneemann111 [#6]
Glaubst Du ernsthaft, das bei einem Preisrückgang am Freitag, die Schweine nächste Woche knapp werden? Die Landwirte haben sich bei ihren Ablieferungen in den letzten Wochen sehr diszipliniert verhalten,
das wird spätestens nächste Woche nicht mehr so sein. Die ersten
Anzeichen mehren sich schon diese Woche. Meiner Meinung nach läßt sich der Crash nicht mehr vermeiden, dafür ist der Bogen zu sehr überspannt worden. Es zeigt sich immer wieder, das sowas nicht lange gut geht und der Markt, sprich die Nachfrage (Marktmacht LEH,Discounter) letztendlich die Oberhand behält. Die Zeche haben in der Zwischenzeit die Schlachter/
Zerleger bezahlt und in Zukunft werden wieder die Landwirte bluten müssen,
weil die das schwächste Glied in der Kette sind!
Gruß Bronto
@ schneemann111 [#6]
P.S.: siehe Thread von BB: Ungleichgewicht Handel-Lieferanten!
Gruß Bronto
Nana Bronto; nun enttäuschst du mich aber.
Du musst doch nicht auf das Bauernniveau absinken; indem du die Schuld jemand anderen gibst.
Aber egal; wenn ich jetzt erzählen würde; was mir heute alles an Preisen um die Ohren gehauen wurde..; da kommt mir der Verdacht nahe; dass einige deiner Kollegen wirklich auf das falsche Pferd; sprich Preisniveau gesetzt haben.
Wie hoch ist denn deine Ehrliche Einschätzung: Runde Summe?
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Brontosaurus [#11]
nee, das glaub ich nicht, das weiß ich. Wenn mich mein Vermarkter heute schon 2 mal anruft und nach Schweinen für nächste Woche sucht, weil er seinerseits vom Schlachthof aufgefordert ist 110% zu bringen, dann ist was im Busche. Das kann nicht nur ein regionales Problem sein.
Und warum müssen hier die Schwächsten bluten; weil Ihr im Preiskampf mit dem LEH immer den Schwanz einzieht? Glaub mir, ich hätte auch gern für Alle auskömmliche Preise, aber im Forum nach Abschlägen schreien und hintenrum Ware suchen, das passt nicht. Dann lasst die Schweine im Stall und schiebt bis in den Mai hinein.
Schönen Abend
Schneemann
@ Muehlenbach [#12]
Meine Einschätzung: -3 bis -4 Cent.
@ schneemann111 [#13]
Der LEH hat eine andere Ausgangsposition als die Schlachthöfe, denn die Kapazitäten "verlangen" nach gewissen Mengen an lebenden Schweinen.
Beim LEH sieht das anders aus, die können sich ihre Lieferanten nach Belieben aussuchen, weil es Fleisch mehr als genug gibt!
Das ist der kleine Unterschied und genau aus diesem Grunde ziehen einige immer wieder den Schwanz ein.
Gruß Bronto
Danke für deine realistische Einschätzung; Bronto.
Nur sei eine weitere Frage erlaubt:
Wem nützen diese 3-4 ct Abschlag?
Schiesst man sich damit nicht selber eine Loch ins Bein; weil wenn der LEH so ist wie er ist wird dieser sicher darüber lächeln; weil wenn schon 3; warum nicht 10?
Aber egal; das was wir brauchen sind endlich mal nicht nachvollziehbare; volatile Preise.
Denn dann ist es mit der Jahresplanung vorbei; die Börse macht Spass; meine und deine Arbeit ebendso.
Dazu gehört neben rauf auch runter; ist ja klar.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#15]
Das Problem ist, das die Schlachter/Zerleger unverändert verkaufen
müssen, trotz Preisrückgang! Die Spanne muss auf Biegen und Brechen gerade gerückt werden, weil es einfach nicht mehr anders geht!
@Topschwein
Wie ist Deine Einschätzung zur aktuellen Situation?
Gruß an beide, Bronto
Hallo zusammen, hallo Bronto,
Internetbörse minus 1 cent ( 1,40 € ) bei 640 !! Tieren.
Wenn runter dann richtig, 2 - 3 cent nützen keinem was, aber zur Zeit schaut alles nach Rheda und das ist der, was ich schon oft geschrieben habe, der den Preis macht und der ist noch bei unverändert.
M f G
@ Topschwein [#17]
das ist richtig, wenn´s nach der Internetschweinebörse geht, dürfte der Schweinepreis am Freitag unverändert bleiben!
Runter geht´s ja meistens in größeren Schritten, selten um 2 bis 3 Cent.
Also könnte das Szenario für die nächsten beiden Freitage so lauten: zunächst noch unverändert und dann bei anhaltend schlechter Stimmung minus 5-10 ct. mit der Hoffnung, das neue Nachfrageimpulse kommen und der Preis nicht zurückgenommen werden muss.
Nun denn, ich höre jedenfalls auch von einem steigenden Druck, es sind einfach mehr Schweine da zur Zeit. Wäre doch schön, wenn wir die 1,50 möglichst schnell ohne Rücksetzer erreichen.
@ Topschwein [#17]
Genau so habe ich das vor einer halben Stunde auch gehört! Soll man so von besagter Fa. gerade gestern abend auf einer "Veranstaltung" gehört haben, das kein Interesse daran besteht den Preis zu senken.
Na, wenn man 50.000 to. auf Eis liegen hat ... entspricht im Übrigen ca. 600.000 ausgebeinten Schweinen (!), dann besteht wohl kein Interesse den Preis nach unten zu korrigieren.
Fazit: An den kommt keiner mehr vorbei!
Gruß Bronto
Nach meinen Informationen will man in Rheda den Preis unverändert lassen,
die Mengen aber um 20 - 25 % kürzen. Und nicht nur in Rheda wird weniger geschlachtet.
MfG