Schweine: Kassamonat Januar steigt auf zeitweise 1,26 Euro
Niederländisches Parlament unterstützt Anti-Fleisch-Kampagne
Schweine.net (28.12.09) - Das niederländische Parlament hat mehrheitlich einen Vorschlag der grünen Partei Groen Links und der sozialdemokratischen PvdA unterstützt, wonach eine groß angelegte multimediale Werbekampagne zur Verringerung des Konsums von Fleisch, Fisch und Milch lanciert werden soll.
Über eine Verringerung des Verbrauchs tierischer Erzeugnisse soll die Klimabelastung durch die mit der Tierhaltung einhergehenden Treibhausgasemissionen gesenkt werden.
Diese Entscheidung löst bei uns ziemliche Verwunderung aus.
Da werden nicht belegbare Parolen von Umweltschützern einfach aufgegriffen und der Landwirtschaft die Absatzchancen für ihre Produkte erheblich erschwert. Für uns wieder mal ein Beispiel für die Verschwendung von Steuergeldern für eine unsinnige und contraproduktive Kampagne.
(Quelle: http://www.schweine.net/niederlaendisches_parlament_unterstuetzt_antifleis.html)
Tönnies macht mit der Ebermast weiter - Erhöhung der aktuellen Schlachtzahlen geplant
Agrarheute.com / AgE, Berlin (28.12.09) - Der Fleischkonzern Tönnies hält an dem eingeschlagenen Kurs der Schlachtung von Ebern fest. Damit wandert eine größer werdende Zahl nicht kastrierter männlicher Tiere Woche für Woche an die Schlachthaken in Rheda-Wiedenbrück.
Wie der Abteilungsleiter Landwirtschaft von Tönnies, Dr. Wilhelm Jaeger, vergangene Woche erklärte, ist der Fleischverarbeiter aufnahmebereit für weitere Landwirte, die in die Ebermast einsteigen wollen. Bislang beteiligten sich "einige Hundert" Schweinemäster, davon viele aus Westfalen, aber auch einige große Betriebe aus den Niederlanden. Eine Ausweitung der Eberschlachtungen von derzeit rund 700 pro Tag sei geplant.
Hintergrund der Aktivitäten von Tönnies ist das seit diesem Jahr geltende Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration in den Niederlanden, auf das die Ebermast eine Antwort ist. Deutschland ist aufgrund der engen Handelsverflechtung mit Holland von den Tierschutzregelungen im Nachbarland betroffen. Tönnies war vor rund zwei Jahren in die Eberschlachtung eingestiegen und weitete das Pilotprojekt in diesem Jahr auf das aktuelle Niveau aus.
Abzug von vier Cent/Kilogramm auf den Nordwestpreis
An der Preisgestaltung habe sich in diesem Jahr nichts verändert, erläuterte Jaeger. Auf den Nordwestpreis werde bei den Ebern ein Abzug von vier Cent/Kilogramm fällig. Im Durchschnitt entspreche dies dem Preisniveau für Kastraten, das bei Abrechnung über die Preismaske erreicht würde, betonte der Abteilungsleiter Landwirtschaft bei Deutschlands größtem Schweinefleischverarbeiter. Er verwies zudem auf die Vorteile in der Futterverwertung, die die Landwirte bei den Ebern hätten.
Elektronische Nase in der Entwicklung
Die Abnehmer des Eberfleisches stammen Jaeger zufolge sowohl aus dem Frischfleischbereich wie auch aus der Fleischwarenwirtschaft und kommen aus Deutschland ebenso wie aus anderen Ländern. Was die langfristigen Perspektiven der Branche angeht, sieht der Tönnies-Abteilungsleiter den Weg zum kompletten Ausstieg aus der Ferkelkastration vorgezeichnet. Die Aufgabe, möglicherweise geruchsbelastetes Fleisch bestimmter Eber aus der Lieferkette herauszubekommen, hält er durch verschiedene Forschungsaktivitäten für in Angriff genommen. Sein eigenes Projekt einer "elektronischen Nase" zum Aufspüren von problematischen Fleischpartien hat Tönnies mittlerweile an den Verband der Fleischwirtschaft (VDF) abgegeben und damit auf eine breite Basis gestellt.
Neues Projekt geplant
Eine Koordinierungsstelle zu Fragen der Ebermast sei bei der Qualität und Sicherheit GmbH (QS) eingerichtet, erläuterte Jaeger. Bei QS ist seit April dieses Jahres der Einsatz von Schmerzmitteln verpflichtend. QS wird sich auch finanziell an dem VDF-Projekt zur elektronischen Nase beteiligen, das in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut durchgeführt wird. Ergänzend dazu sollen in einem zweiten Projekt der Universität Göttingen mit Hilfe eines Experten- und Verbraucherpanels grundlegende Erkenntnisse zur sensorischen Bewertung von Fleisch gewonnen werden.
(Quelle: http://www.agrarheute.com/schwein/schwein/t%F6nnies_macht_mit_der_ebermast_weiter_.html?redid=325199)
Kassamarkt: Rekordschlachtungen - dennoch kein Überangebot
Der Schlachtschweinemarkt in Europa zeigt sich in der aktuellen Schlachtwoche mit stabilen Preisen. Zwischen den Feiertagen blieben die Preise mit Ausnahme der französischen und britischen Notierung unverändert.
Die großen Schlachtmengen aus der Vorweihnachtszeit konnten zügig an den Lebensmittel Einzelhandel vermarktet werden, Verarbeitungsware wurde teilweise ins Gefrierhaus gepackt.
Einen neuen Rekord haben die deuschen Schlachtunternehmen aufgestellt. Mit 1,11 Millionen Schweinen wurden so viele Tiere wie noch nie in Deutschland innerhalb einer Kalenderwoche geschlachtet.
In der aktuellen Schlachtwoche wird aufgrund der Feiertage mit einem deutlich geringeren Angebot an schlachtreifen Schweinen gerechnet. Das reduzierte Angebot und die gesunkene Nachfrage haben sich im Wesentlichen aneinander angepasst. Daher wird auch in den nächsten Tagen mit unveränderten Schweinepreisen gerechnet.
(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)
Terminmarkt: Januar Schweine zeitweise bis 1,26 Euro gehandelt
Die Schweine Terminhänder an der Eurex konnten heute weiter steigende Kurse melden. Bei einem Umsatz von 19 Kontrakten zogen die Monate Januar bis April zwischen 0,5 und 1,3 Cent an. Die 14 gehandelten Januar Futures erreichten in der Spitze einen Anstieg von 2 Cent auf 1,26 Euro, der Schlusspreis wurde von der Eurex mit 1,253 Euro berechnet.
Der M 12 Index für Schweine erreichte heute mit einem Anstieg um 0,29 Cent auf 1,3577 Euro den höchsten Stand seit 14 Wochen. Die Aufwärtsbewegung am Terminmarkt hält weiter an !
Am Ferkel Terminmarkt wurde das Angebot von 5 Kontrakten April Ferkel kurz vor 15 Euro zu 45 Euro gekauft. Nur fünf Minuten später wurden weitere 5 Kontrakte zu gleichen Konditionen angeboten.
Der Ferkel Index stieg um 4 Cent auf 43,68 Euro.
Aussichten für den 08.01.10: Minus 5 Cent auf 1,25 Euro
Die Fakten haben sich gegenüber der Vorweihnachtswoche kaum geändert, der Terminmarkt signalisiert jedoch jetzt einen weniger deutlichen Preisabschlag wie in der Vorwoche.
Die entscheidende Frage könnte sein, ob Schweine Verkäufe in größerem Umfang vorgezogen wurden und die 'Verkaufswelle' zu Beginn des kommenden Jahres ausbleiben wird.
Wer auf unveränderte Preise spekuliert, kann weiterhin Januar Schweine am Terminmarkt zu etwa 1,25 Euro kaufen oder seine Shortgeschäfte am Terminmarkt gewinnbringend eindecken (leerverkaufte Kontrakte zurückkaufen), viel günstiger wird das kaum noch möglich sein.