Richard Ebert
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Schweine: Kommen jetzt die Exporterstattungen ?

Europa: Copa-Cogeca fordert Exporterstattungen für Schweinefleisch

Topagrar.com (20.10.09) - Die Copa-Cogeca rief die EU-Kommission in der vergangenen Woche in Brüssel zur umgehenden Einführung von Exporterstattungen für Schweinefleisch auf. Sie wies warnend darauf hin, dass die Schweinefleischkrise viele Erzeuger aus dem Sektor verdrängen wird, wenn nichts geschieht.

Auf einer Tagung der Arbeitsgruppe „Schweinefleisch“ der Copa-Cogeca (europäische Dachverband der Bauern- und Genossenschaftsverbände) in Brüssel, sagte der Vorsitzende Tavares: „Der Schweinefleischsektor macht nun im dritten aufeinander folgenden Jahr eine Krise durch und für 2010 zeichnen sich keine besseren Perspektiven ab.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=blogcategory&id=25&Itemid=520)

Bild entfernt.Kassamarkt: Schlachtungen bleiben auf hohem Niveau

Die Schlachtungen im Nordwestraum gingen in der vergangenen Woche um etwa 7.000 Stück zurück und errichten einen Wert von 718.000 Stück. Der Vergleichswert des Vorjahres lag bei 712.000 Stück.

Aufgrund des hohen Aufkommens an Schlachtschweinen dürfte sich der Trend rekordverdächtiger Wochenschlachtungen in der nächsten Zeit fortsetzen, zumal die Lebendexporte an Fahrt verloren haben und diese Schlachtschweine den hiesigen Schlachtbetrieben zur Verfügung stehen.

Das ausreichende Lebendangebot führt dazu, dass die meisten Schlachtbetriebe an ihren Hauspreisen festhalten.

(Quelle: VR Agrarberatung)

Bild entfernt.Terminmarkt: Dezember Schweine minus 2,7 Cent

Am Terminmarkt der Eurex Frankfurt gab es heute für die vorderen Termine eine Reihe von neuen und wechselnden Aufträgen, die zur Verringerung der Spanne zwischen Kaufwünschen und Verkaufwünschen führte, aber noch immer ein sehr geringes Geschäft.

Gehandelt wurden 3 Kontrakte Dezember 2009, die Kurse gaben dabei um 2,7 Cent auf 1,261 Euro nach. Der M 12 Index für Schweine wurde zum Börsenschluß mit 1,3230 Euro berechnet, dies sind 0,43 Cent weniger als am Montag.

Ferkel wurden erneut unverändert auf Vortagsbasis taxiert, der Oktober wurde um 10 Cent auf 35.40 Euro zurück taxiert. M 12 Indes für Ferkel minus 1 Cent 39,90 Euro.

Aussichten für Freitag: Minus 3 Cent auf 1,32 Euro

Nach hier eingehenden Meldungen scheinen überwiegend Hauspreise von 1,32 Euro gezahlt zu werden. Der Export nach Osteuropa bricht ein, Russland hat die Einfuhrbeschränkungen für US Schweine aufgehoben die dank des schwachen Dollars günstig angeboten werden können und die Stimmung am Markt verschlechtert sich weiter.

Es sieht ganz danach aus, dass der Jahrestiefstpreis schon in dieser Woche unterboten werden könnte.

Morgen werden die Preise der Internet Schweine Börse ermittelt, die durchschnittlich erzielten 1,38 Euro der Vorwoche dürfen nur schwer zu halten sein.

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Benno Baumann
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"Die Copa-Cogeca rief die EU-Kommission in der vergangenen Woche in Brüssel zur umgehenden Einführung von Exporterstattungen für Schweinefleisch auf. Sie wies warnend darauf hin, dass die Schweinefleischkrise viele Erzeuger aus dem Sektor verdrängen wird, wenn nichts geschieht."

Ich sehe das so:
Wenn die Exporterstattungen für Schweinefleisch kommen, dann geschieht nichts!
Denn mit der Exporterstattung werden viele Betriebe künstlich am Leben erhalten, die eigentlich viel zu hohe Produktionskosten haben.
Daraus folgt, eine Marktbereinigung wird unterbunden, das Angebot bleibt weiterhin zu groß, kostendeckende Preise rücken in weite Ferne.
Die Politik und Verbraucher wird es freuen, Schweinefleisch bleibt auf Dauer preiswert.

Unsere Interessen-Verbände sollten sich demnach eigentlich gegen Exporterstattungen einsetzen, statt dessen für die Öffnung weiterer Märkte mit entsprechenden Handelsabkommen und für den Abbau von Bürokratie bzw. überzogenen Auflagen, damit wir unsere Produktionskosten langfristig senken können und international wettbewerbsfähig bleiben.
Dies würde nebenbei Bemerkt noch nicht einmal den Staatshaushalt belasten.

Muehlenbach
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Wieso sollte Europa keine Chancen haben in Russland gegenüber den USA?

Dort werden die Schweine in Chicago für Februar doch fast genauso hoch gehandelt wie hier; trotz des schwachen Dollars; die weiterführenden Monate sogar höher?
Komisch?

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Bauer Bernie
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12 Jahre 6 Monate

@ Benno Baumann [#2]

100 % Ihrer Meinung.

Nur darf nach erfolgter schmerzhafter Marktbereinigung bei wünschenswerten 98 % Angebot nicht der gleiche Fehler wie immer gemacht werden, daß man staatliche Gelder in den Schweinebereich steckt um die Produktion wieder anzukurbeln.

Leider sind die Amtszeiten der Verantwortlichen zu kurz und die neuen Köpfe machen die alten Fehler immer und immer wieder.

Ob die Erzeuger es gern hören oder nicht: Nahrungsmittel müssen billig sein.

Mfg
BB

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Benno Baumann [#2]

Einer der besten Beiträge hier im Forum. Wenn sich solche Meinungen irgendwann einmal durchsetzen, gibt es zwar weniger Mäster, aber die verbleibenden könnte ohne Subventionen zu Lasten aller Steuerzahler mit vernünftigen Erlösen und Betriebsgewinnen arbeiten.

Benno for (DBV) President !

MissPiggy
Mitglied seit
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Die Kommission hat gestern einer Einführung von Exporterstattungen für Schweinefleisch erwartungsgemäß nicht zugestimmt. Im Milchbereich wurden Erstattungssätze sogar deutlich gekürzt.

Gruß

MissPiggy

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