Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

Schweine: Kommt es zu einem weiteren Preisanstieg ?

Der Markt ist nach wie vor sehr aufnahmefähig und da spielt es keine Rolle, dass die angebotenen Stückzahlen in den letzten Tagen etwas reichlicher ausfallen.

Auch die Schlachtbranche geht nicht von einer negativen Preisentwicklung aus, hatte man doch mit der letzten Preiserhöhung durchaus etwas Spanne gutmachen können.

Der Markt rätselt nun ob es nochmals zu einem Anstieg des V-Preises kommen kann. Die Prognosen gehen von unverändert 1,50 Euro bis zu einem Anstieg von 3 Cent auf 1,53 Euro.

(Quelle: Hansa Terminhandel)

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

@ Brontosaurus
Für uns sind aber im Moment die 90 kg Schweine am Wirtschaftlichsten !!!
Sagte schon mal Futter teuer, Ferkel günstig.
Wir können es uns nicht erlauben die Schweine zu schwer zu füttern da Ihr ja die Maskenbegrenzung da bei gut 100 kg habt. Zieht sie wie von dir vorgschlagen um mind. 5 kg hoch und du wirst sehen wie schnell du die passenden Schweine bekommst. Mach es doch einfach vor, ohne Absprache mit andern Schlachthöfen ( es gibt schon ne Menge die hochgezogen sind ).
Und es trotzdem so, Ihr versucht den Landwirten immer bei jeder änderung von Maske, Schnitten, Lebern , Untersuchngen ein paar cent abzuknöpfen.
Sei ehrlich nenn mir eine Änderung die dem Landwirt mehr Geld gebracht hat ?
gruss

paul
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

@ Brontosaurus [#31]

Zu Ihrer Kritik an den niedrigen Schlachtgewichten:

Schweine sind nicht nur Rohware sondern auch lebende Wesen, die auf Extreme Witterungsverhältnisse reagieren.

5 Tage heiße Witterung bedeuten auch 5 Tage kaum Zunahmen. Statt 94 plötzlich nur noch 91 Kg Schlachtgewicht bei der nächsten frühzeitig angemeldeten Lieferung.
Es wird bei dem Erntestress nicht immer eine vorherige Kontrollwiegung durchgeführt.
Was soll der Mäster machen, die Lieferung abmelden? Ist das in Ihrem Interesse?

Dem Markt wird es gut tun.
Jedes 91 Kg Schwein entlastet den Markt um 3 Kg.

Gruß Paul

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

Ich als Landwirt mache mir durchaus Gedanken, wie es in 5 Jahren aussehen könnte (Märkte, Strukturen, Gesetzgebung).

Ich bin echt erstaunt, dass in der Schlachtbranche nur das Tagesgeschäft interessiert! Hey, wir erleben doch schon seit Jahren eine wahnsinnige Rohstoffhausse! Angefangen mit Gold, Öl, Gas, Metallen und mit etwas Verzögerung dann auch bei Getreide, Pflanzenöl, Milchprodukte und mittlerweile auch Stroh! Und das ist doch keine regionale Erscheiung, sondern ein globales Phänomen.

Da frage ich mich, wie man diesen Trend denn so ausblenden kann?
Die Schlachtbranche hat doch nun die realistische Chance, ein deutlich höheres Preisniveau anzustreben. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich unser Schweinezyklus auf einem erhöhten Preisniveau wiederfinden wird.

ina & bronto:
seien sie darauf vorbereitet.
Betrachten sie vielleicht noch einmal in einer ruhigen Minute den Braugerstenmarkt in der Vergangenheit und heute- ich sehe da durchaus Parallelen...

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

Wenn alle Welt nach den schweren Schweinen schreit; dann ist das ganz bestimmt nicht das Problem des Landwirtes.
Ist ist für die abnehmende Hand kein Problem; eine Maske einzuführen; bei der Schweine ab 96 kg SG bis zu 105 kg 2-3 ct mehr über Notierung bekommen; denn diesen Ausgleich brauchen wir um die verschlechterte Futterverwerttung gegenüber einem 90 kg SG-Schwein auszugleichen; ohne was daran zu verdienen!

Vor gut einem Jahr hatte ich das Problem, dass wegen eines Krankheiteinbruches die Schweine 14 Tage länger im Stall bleiben mussten und somit das Gewicht über 105 kg SG lag.
Im groben waren das rund 150 Tiere.
Die wollte ich schlachten lassen und selber verkaufen; das entsetzen der Abnehmenden Hand war gross; und somit haben wir uns auf Basispreis ohne Abzüge geeinigt; weil das die richtigen Schweine waren für den zu der Zeitpunkt ebendfalls florierenden Export.
Soetwas nennt man Win-Win -Situation.
Wie gesagt; solange man aber 20 % einer Schweinelieferung im Schnitt 14 ct unter Notierung bekommen kann ergibt die Geschichte doch ein ganz anderes Bild.

Also; nicht laut schreien und dem Erzeuger Vorwürfe machen; sondern handeln.
Ansonsten bekommt ihr Ende des Jahres nur noch 86 kg Schweine; und alle Bauern stehen mit tausenden Autoanhängern auf dem Hof um punktgenaue Schweine abzugeben.

In dem Sinne
Nichts für ungut
MFG
Mühlenbach

paul
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

@ Spekulatius_Maximus [#34]

Du hast es treffend formuliert.
Für die Zukunft ist das längerfristige Marktdenken der Mäster entscheidender als das Tagesgeschäft der Vermarkter.

Gruß Paul

ina
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

Also mir fehlt die nötige Intiligenz um das zu verstehen, was ihr hier schreibt.
Wenn ich das richtig lese, dann mästet ihr nur Schweine
1.aus Gründen der Tierliebe
2.weil Ihr langfristig vielleicht mal etwas Geld verdienen möchtet, aber euch es nicht stört, das Ihr zur Zeit Geld in der Mast verliert.( Ihr denkt ja nur langfristig )
3. wir sollen den Abnehmer heute schon sagen ,zahlt schon jetzt(auf Verdacht) freiwillig mehr für die Schweine. weil mittelfristig die Produktionskosten in der Mast so stark steigen , und das Fleisch dann deutlich teurer wird.
Wenn wir mit dieser sozialen Einstellung zu unserer Hausbank gehen würden, dann glaube ich würde man uns sofort die Kredite kündigen. Und bei unseren Abnehmern ist das genauso. Weil auch Banken und alle anderen Abnehmern wollen Provit sehen, und sonst gehen die Lampen aus. Und auf Hoffnung der Dinge , die vielleicht mal kommen könnten, da gibt keiner auch nur einen Cent für .
In diesem Sinne

paul
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

@ ina [#37]

Ich weiß, Du willst es nicht verstehen .Trotzdem noch ein Beispiel aus einem anderen Bereich:
Als Ackerbauer muss ich alle 3 bis 5 Jahre meinen Boden mit Kalk versorgen. Mache ich das nicht versauert der Boden und die Ertragsleistung sinkt in den Folgejahren rapide ab.
Ich tue dem Boden mit Kalk immer dann besonders etwas Gutes, wenn es mit finanziell leicht fällt, eben in ertragreichen Jahren. Der Boden dankt es mir mit beständig guten Erträgen.

Umgemünzt auf die Beziehung Schlachtbetrieb - Rohstofflieferant heißt das:
Wenn der Schlachtbetrieb ordentlich Kohle macht, sollte er davon einen Teil zur Pflege der guten Lieferbeziehung zum Produzenten einsetzen. Der Mäster wird es anerkennen und auch in Folgejahren ein zuverlässiger Lieferant sein.

Gruß Paul

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

Hallo Paul!
Glaubst Du das wirklich?
Gruß Brontosaurus

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

Paul; lass mal gut sein.
Die von der Roten Seite wollen das garnicht verstehen.
Unsere Vertreter auch nicht.
Ihr wollt auch Tagesgeschäfte seitens der Rohstofflieferanten?
Kein Problem; Lebendgewichtspreise ab Waage ohne Einschränkungen.
Dann habt ihr was ihr wollt und wir Landwirte würden uns nicht beklagen.
Nur eines ist sicher; dass ihr keine sichere Planung bekommt...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

@ Ina & Bronto
Ihr versteht es wirklich nicht, besser ihr wollt es wirklich nicht, wie Paul
schon sagt.
Wo redet einer von Tierschutz, wo erliest Du das ?
" Produktionskosten steigen mittelfristig ", hallo wo lebst Du denn.
Die Mast verschlingt nu 70 € fürs Futter , das ist aktuell, nicht mittelfristig.
Man merkt das einige gleub ich mal ein halbes Jahr auf nen Hof müssen um wirklich einblick in Materie zu bekommen, weils bei uns Zahlen gibt die man auch verwenden kann.
Und Bronto wir warten immer noch auf die beantwortung von Fragen im vorherigen Beitrag von mir.
BITTE MAL KONKRET BEANTWORTEN, und nicht um heissen Brei rumreden wie die Politiker.

in dem sinne

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

@ ina [#37]

Zitat:"Wenn ich das richtig lese, dann mästet ihr nur Schweine
1.aus Gründen der Tierliebe
2.weil Ihr langfristig vielleicht mal etwas Geld verdienen möchtet, aber euch es nicht stört, das Ihr zur Zeit Geld in der Mast verliert.( Ihr denkt ja nur langfristig )
3. wir sollen den Abnehmer heute schon sagen ,zahlt schon jetzt(auf Verdacht) freiwillig mehr für die Schweine. [...]"

---

zu 1) Ich bin Landwirt und Schweinemäster geworden, weil mir dieser Beruf insgesamt sehr viel Freude bereitet und dabei ...

zu 2) ... verdiente im Schnitt der letzten Jahre genügend Geld, um mit meiner Familie vernünftig über die Runden zu kommen.
Für mich persönlich kommt ein Leerstand meiner Mastplätze derzeit trotz wolkiger Aussichten nicht in Frage. Ich beziehe nämlich regelmäßig Ferkel von einem wenige Kilometer entfernten Ferkelerzeuger. Diese Beziehung möchte ich nicht unnötig aufs Spiel setzen.
Gründe? In Zeiten, wo Ferkel knapp sind, kann ich darauf vertrauen, dass ich als erstes mit Ferkeln bedient werde; guter Gesundheitsstatus; sehr gute Kommunikation; sehr gute Leistugen.

zu 3) überlegen Sie doch einfach mal, wie Sie mit Ihren Lieferenten umgehen bzw. wie Sie deren Arbeit einschätzen, wie die Veröffentlichung von Hauspreisen auf die Landwirte wirkt- Vertrauen aufbauen bei den Erzeugern dürfte sich mittel-/langfristig lohnen.

Ich lebe in einer Marktwirtschaft, habe mein soziales Gewissen aber nicht verloren!

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 10 Monate

Meine Frage aus [#18] wurde noch nicht beantwortet:

@ agriculus [#7]
@ alle, die geschrieben haben

Zitat vom 19.07.07: 'Wenn morgen kein + 7 Cent kommt gibt es nächste Woche keine Schweine.'

Es gab noch nicht mal 1 Cent mehr. War das eine leere Drohung oder gibt es wirklich die ganze Woche keine Schweine ?

Und was passiert, wenn es am Freitag wieder 'unverändert' heisst ? Wird dann wieder gedroht oder geschoben ?

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?

Sie haben Fragen zu ZMP Live? Unser Team steht gerne hilfsbereit zu Ihrer Verfügung. Senden Sie uns gerne eine Nachricht:

Es gilt unsere Datenschutzerklärung