Schweine: Kommt Licht ins Dunkel der Sauen Notierungen ?
Vereinigungen der Erzeugergemeinschaften ändert Sauennotierung - Endlich Licht ins Dunkel ?
Topagrar.com / Bauernblatt Schleswig-Holstein (18.08.10) - Mitte des Vergangenen Jahres hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch die Notierung von Schlachtsauen geändert. In der Hoffnung auf eine höhere Transparenz wurde seitdem nicht mehr „frei Eingang Schlachtstätte“, sondern „ab Hof“ notiert. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hat die Vereinigung sich darauf geeinigt, diese Regelung ab September 2010 wieder rückgängig zu machen und Schlachtsauen wieder „frei Eingang Schlachtstätte“ zu notieren.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=view&id=20127&Itemid=520)
Terminmarkt: September Schweine minus 1,7 Cent
An der Eurex Frankfurt wurden heute 20 Schweine Kontrakte gehandelt. Der M 12 Index gab dabei um 0,32 Cent auf 1,4011 Euro nach. September Schweine gaben bei 15 gehandelten Kontrakten von zunächst 1,45 auf 1,44 Euro nach und wurden zum Börsenschluss von der Eurex mit 1,438 Euro um 1,7 Cent unter Vortag festgestellt (siehe Grafik).
Als erste Fälligkeit unterschritten heute Januar 2011 Schweine die 1,30 Euro Marke und gaben um 1,5 Cent auf 1,295 Euro nach.
Ferkel: Umsatzlos auf Vortagsbasis, lediglich die entfernten Kontrakte September und Dezember 2011 wurden um einen Euro niedriger getaxt.
VEZG ändert den Sauenpreis - mehr Transparenz bei der Schlachtsauenvermarktung
Schweine.net (02.09.10) - Im Gegensatz zum Markt für Schlachtschweine ist die Markt- und Preistransparenz am Sauenmarkt durch vielschichtige Vermarktungswege unbefriedigend. Dies hat mehrere Ursachen.
Weil bislang in der Sauenvermarktung in den meisten Fällen die tatsächlichen Vorkosten nicht offen und transparent ausgewiesen wurden, stellt die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ab heute, Donnerstag, den 2. September 2010 ihre Preisempfehlung auf eine neue Basis.
Wurde bislang von der VEZG der Ab-Hofpreis für Sauen ermittelt, wird ab Mitte August ein Preis frei Eingang Schlachtstätte festgestellt, der in Abhängigkeit der Vermarktungssituation des einzelnen Viehhandelsunternehmens die tatsächlich anfallenden Vorkosten zudem realistisch ausweist.
Der Landwirt erhält ab diesem Zeitpunkt auch einen wesentlich höheren Auszahlungspreis je kg Schlachtgewicht, muss aber dafür höhere Vorkosten in Kauf nehmen. Im Endeffekt werden hierdurch in der Sauenvermarktung weder höhere noch niedrigere Gesamterlöse erzielt. Durch die Umstellung soll vor allem die Verbesserung der Markt- und Kostentransparenz erreicht werden.
Neu ist auch, dass die VEZG die Schlachtschweinepreisfindung von der Schlachtsauennotierung zeitlich entkoppelt. Bereits am Donnerstagnachmittag erhalten die Sauenvermarkter Hinweise über die Marktlage und den Sauenpreis der Folgewoche. Die jeweils am Donnerstag herausgegebene Sauennotierung gilt wie bei den Schlachtschweinen für die Schlachtwoche von Freitag bis Donnerstag.
Meiner Meinung nach sollte man sich mal Gedanken über genauere Handelsklassen bei Sauen machen.
Mein Vorschlag: wie beim Rind
M - E 2
M: für Sau
E: für Fleischfülle (z.B. ausgedrehter Schinken, voller Rücken)
2: steht für Fettansatz
Durch mehrere Faktoren sind die Sauen nicht so gleichmäßig wie gewünscht.
Hier wird zur Zeit alles über einen Kamm geschert, ob fett - ob mager, ob älter oder jünger, leicht oder schwer, usw. usw.
denkt mal drüber nach
SD
@ schinkendieb [#3]
Wenn ich mich recht erinnere wurden die Klassen M1/M2 vor nicht ganz einem Jahr aufgehoben von Seiten des
Lanuvs .... Nicht mehr Marktgerecht oder so was in der Art, war die Begründung.
Die Schlachthöfe fänden diese Klassifizierung sicherlich Vorteilhaft,
allerdings vergisst man da, dass die Sau nur ein Nebenprodukt (wenn man so will) der Ferkelerzeugung ist,
und je nach Genetik, Haltung, Anzahl Würfe, Alter ........ komplett unterschiedlich ausfällt.
Schwankungen von 80 - 250 kg Schlachtgewicht sind da locker drin. Auch in einer Gruppe von 3 - 5 Sauen bei
einem Landwirt. Die Sau muss dann weg wenn sie nicht mehr die Leistung hat, die der Landwirt von Ihr erwartet.
Einen Tag zu lang im Stall kostet nur unnötig, Wasser, Futter, Platz.... (Liebe Ferkelerezuger korrigiert
mich wenn ich falsch liege)
Ein weiteres runterbrechen der Klassen währe somit erst recht nicht Marktgerecht. Niemand wird anfangen Sauen
nach zu mästen.
sapa
@ sapa
...dasselbe gilt dann auch für Kühe - "Nebenprodukt" der Milcherzeuger?
Es geht doch um Markttransparenz und faire Bezahlung.
Spielt denn der Erlös für die Sauen beim Ferkelerzeuger keine Rolle ?
mfg
SD
an schinkendieb und sapa: ich glaube, die wahrheit liegt dazwischen. Kommt doch darauf an, wie weiterverarbeitet wird. Zwei Klassen würden ja vielleicht auch reichen. Premium und Standard oder so, und beides einfach definieren, ich kanns es nicht leiden, wenn alles mit Formeln zu kompliziert wird. Aber ich denke, das Sauen schon jetzt eigentlich kein wirkliches Nebenprodukt mehr sind, es hat sich ja inzwischen ein eigener Markt aufgebaut.
@ schawe [#6]
"Inzwischen schon" ... ist gut !
Wirklich interessant geworden ist Saufleisch zu Zeiten der BSE Krise, da es der Industrie geholfen hat Rind zu substituieren ...
Ach ja ...
neuer Sauen V-Preis 1,25€ in einer Spanne von 1,23€ - 1,33€
(noch eine Woche bis zum Schweinepreis...)
(gleiches Produkt, innerhalb von 2 Wochen 0,24€ mehr, bei unverändertem Markt und Verkauf) (ein schlechter Witz)
Und was macht der große? Wieder draufzahlen? (!) Dann geht das sterben etwas schneller, und man ist schneller alleine.
Wer kann sich denn das ganze lange leisten? (bis auf 2-3 vllt.)Was soll hier im Süden passieren wo die Transportwege mehr als ungünstig liegen?
sapa
Ganz einfach; sapa.
Den Schweinepreis von 1,43 auf 1,67 anheben; Problem gelöst.
Nichts für ungut
MFG
Mühlenbach
Nachdem Jürgen Klopp es geschafft hat, das die BVB Fans dem Spiel Schalke - Dortmund fernbleiben, wird C.T. seinen holländischen Star Stürmer Klaas Jan Huntelaar von seinen Konkurrenten aus der deutschen Schlachtindustrie finanzieren !
Rechnung: 14 Mio € Ablöse
Wochenschlachtung R***a ca. 15 Tsd Sauen x 168 Kg x 0,12€ =
302.400 €
14.000.000 / 302.400 = 46,29 Wochen
Liebe W*********h, V**n u.a. - Kloppo und der BVB treiben Euch in den Ruin!!
Liebe Erzeugergemeinschaften, dankt es dem BVB mit Spanferkel für die 90.000 Fans !
S.D.
@ schinkendieb [#9]
diese Rechnung kann ich nicht nachvollziehen! Sollte wohl auch eher witzig sein, oder?
...sarkastisch
Witzig ist das nicht, je nach dem ob grün oder rot.
Wenn Du Sauenfleisch für die Industrie kaufst ist das kein Spass !
Sieh mal: Notierung + 0,12€
= +0,30 € durchschnittlich für Magerfleisch zum Einsatz Rohwurst
- davon sind rd. 75% in einer Dauerwurst normale Qualität (restl. 25% Speck)
- ~Magerfleisch 2,30€/Kg; Speck ~0,70€/Kg
das bedeutet eine Preissteigerung von knapp 0,76€ / Kg Dauerwurst !
Jetzt zur Satire Teil 2:
Der Alte hat noch nicht mitgekriegt das seine Top Verkäufer eine Halbwertszeit von max. 2 Jahren haben, der Einkäufer sowieso immer zu teuer einkauft, Bauern sind generell blöd, mit Lieferanten (Schlachtbetriebe) muss strategisch zusammengearbeitet werden....
nun die Realität:
bohr ääh...
Kollege verkauft 70 to. Saufleisch unverändert !!
Bin ich gut Chef, oder ?
Hej - löst C.T. Klaus Franck bei den Linken ab, ist er an sich sozial, weil er den Discount so unterstützt und wir dadurch alle profitieren?
Nee - wer wird denn dann gef***t ?
S.D
Ich komme mir vor, wie in einem Irrenhaus! *peng*
@ schinkendieb [#9]
Deine Rechnung geht nur für die Erste Woche auf.
1. Woche VPreis 1,13 11000*168*0,12€ (extra) = 222.000€
2. Woche VPreis 1,25 12000*168*(0,12€+0,12) (extra) = 484.000€
+ EU Hälftenverkäufer ziehen nach und wollen auch 0,12€ mehr haben Menge ??? * 0,12€ = 500.000€ (Reine Spekulation)
3. Woche VPreis 1,37 13000*168*(0,12€+0,12€+0,12€) (extra) = 786.000€
+ Hälfteneinkäufe .... 750.000€ ????
4. Woche VPreis 1,49 14000*168*(0,12+0,12+0,12+0,12) (extra) = 1.129.000€
+ Hälfteneinkäufe .... 1.000.000€ ????
Alles auf Basis der unveränderten Marktlage auf VPreis 1,01 gerechnet.
Das Spielchen kostet mal eben rund 4,8 Millionen (zusätzlich) bei unverändertem Markt.
Lt. Meinen Informationen haben die Zerleger von Sauenfleisch bisher nichts wiederbekommen.
So viel Rücklagen haben die wenigsten dafür waren die Geschäfte im
Sauenfleischbereich die letzten 1,5 Jahre nicht profitabel genug.
sapa
Ja und; sapa?
Wo ist das Problem?
Mein nachbar mit seinen abbezahlten Klitschen verdient auch mehr Geld an der Schweinemast wie ich.
Entweder ich kompensiere das durch Leistungen/ sowie bessere Einkauf/Verkaufsbedingungen (=sprich niedrigere Produktionskosten); und zwar solange; bis meine Klitschen auch min halb mir gehört und Nachbars Stall so Stallmüde ist bis er die Bude einreissen kann und auf mein
Niveau kommt; oder bei mir ist der Ofen aus.
Dumm für euch ( für mich allerdings auch) ist der Umstand; das besagter Schlachter das mit seinen Wahnsinns Schweineschlachtungen teilweise kompensieren kann; sprich deine Rechnung hat er doch in Zwei Wochen "verdient"; indem den Schlachtschweinen 1ct "geklaut" wird...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ sapa
Abschließend und kurz:
Bei den Einkaufspreisen zur Zeit und den Verkaufspreisen zur Zeit ist eine Sauenzerlegung dann nicht lohnend, wenn die Kosten zu hoch sind.
wenn man sich die Schlachtzahlen aus Deutschland anschaut, kennt Schlacht- und Zukaufsmengen vom Kollegen, kann ich mir auch nicht vorstellen, wie man von Sauen alleine überleben will.
S D
Hier die Differenz von Schweinepreis zu Schlachtsauenpreis: