Schweine: Markt unter Druck / Angebot 12% über Vj / ISN minus 3-5 C ?
EU-Schweinepreise: Markt unter Druck
schweine.net (21.09.10) - Passend zum regnerischen Herbstwetter präsentiert sich die Stimmung am europäischen Schlachtschweinemarkt in der neuen Schlachtwoche eingetrübt. Die Notierungen gaben auf breiter Linie in unterschiedlicher Höhe nach. Besonders starken Druck übten deutsche Schlachtunternehmen auf den Preis aus und die hiesige Notierung verbuchte infolgedessen mit minus 4 Cent den höchsten Preisabschlag in der wöchentlichen Auswertung auf europäischer Ebene. So liegt Deutschland im europäischen Preisgefüge nun hinter Frankreich, wo am Montag keine Notierung zustande kam, weil sich Anbieter und Abnehmer nicht einig wurden. Bezogen auf die fünf schweinereichsten Mitgliedsstaaten werden aktuell nur in den Niederlanden noch geringere Preise ausgezahlt als in Deutschland.
Die Niederlande, Österreich und Belgien liegen im deutschen Fahrwasser und verzeichnen ebenfalls spürbar rückläufige Notierungen. Der Preisrückgang in Spanien hat sich mit minus 1 cts gegenüber den Vorwochen deutlich verlangsamt. In Frankreich gab der Preis für schlachtreife Schweine ebenfalls nur leicht nach. Behaupten konnten sich die Notierungen, abgesehen von geringfügigen Wechselkursschwankungen, in Schweden und Irland. Steigende Bestandszahlen werden aktuell aus Polen gemeldet. Nach dem Tiefststand von 13,3 Mio. Tieren im März 2009 werden nun wieder 14,9 Mio. Schweine in Polen gehalten. Nun stellt sich die Frage, wie sich dort die Nachfrage nach Schweinefleisch und lebenden Schweinen aus Deutschland als wichtigem Lieferland entwickelt.
Tendenz für den deutschen Markt: Die Aussichten für die weitere Marktentwicklung sind unsicher. Der jüngste Preisrückgang führte kurzfristig zu einer Angebotserweiterung, die vom Markt vollständig aufgenommen wird. Ein anhaltender Druck der Schlachtunternehmen auf den Schweinepreis ist nicht auszuschließen.
(Quelle: http://www.schweine.net/euschweinepreise_markt_unter_druck.html)
Kassamarkt: Wochenschlachtungen auf Jahreshoch / 12 % mehr als vor einem Jahr
In der vergangenen Woche wurden so viele Schweine geschlachtet wie das ganz Jahr noch nicht. Insgesamt lagen die Wochenschlachtungen bei 768.000 und damit fast 12 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Betrachtet man den saisonalen Trend und das aktuelle Aufkommen an Schlachtschweinen ist mit neuen Rekordwerten in den nächsten Wochen zu rechnen.
Das den Schlachtbetrieben ein sehr großes Angebot zur Verfügung steht, ist ein Ausblick über die künftige Preisentwicklung nur schwer möglich.
(Quelle: VR Agrarberatung)
[/b]Terminmarkt: Kurse fallen[/b]
An der Eurex wurden heute 4 Kontrakte Oktober Schweine zu 1,351 Euro gehandelt (minus 0,5 Cent) und 7 Kontrakte September Schweine zu 35,10 Euro, minus 40 Cent gegen den Vortag.
Januar Schweine wurden minus 2 Cent auf 1,28 Euro und Januar Ferkel minus 1,80 Euro auf 36,50 Euro herabgetaxt.
Morgen werden die Preise der Internet Schweinebörse veröffentlicht. Die 1,46 Euro der Vorwoche könnten um 3 bis 4 Cent unterschritten werden.