Richard Ebert
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Schweine: Massiver Anstieg der Mastplätze / Börse: Seitwärtsbewegung

Zahl neuer Mastplätze steigt massiv

Von Rainer Menebröcker

Westfälische Nachrichten, Steinfurt (21.10.10) - Nach den Masthähnchen jetzt die Mastschweine? Die Zahl neuer Ställe und weiterer Plätze soll im Kreis Steinfurt massiv steigen. Waren es im gesamten Jahr 2010 noch 60 Anträge für solche Bauvorhaben, so sind es bis Ende September dieses Jahres bereits 70, die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigt werden sollen, weil jeweils mehr als 1500 Plätze geplant sind. Diese Zahlen bestätigte Dr. Horst Kiepe, Geschäftsführer der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer. Die Bestandsgröße bei Schweinen sei in den letzten Jahren von durchschnittlich 400 auf über 600 Plätze gestiegen.

Als möglichen Grund für die aktuellen Aufstockungen nennt Kiepe den geringen Zinssatz bei Investitionen und auch, dass es derzeit keine zusätzlichen politischen Restriktionen gebe. Manche Mäster versuchten auch, ihre geplanten Vorhaben zügig durchzubringen aus Sorge vor stärkeren Einschränkungen durch die neue Landesregierung in Düsseldorf.

Kiepe betont auch, dass nicht die Landwirtschaftskammer die Ställe genehmigt, sondern der Kreis. Die Kammer gebe lediglich eine fachliche Stellungnahme ab und prüfe, ob die Futtergrundlage ausreichend ist und wie belastend sich das Vorhaben auf die Umgebung auswirke.

„Die hohe Viehdichte in dieser Region interessiert im Rest der Republik kaum jemanden“, ist der Geschäftsführer weiter überzeugt und verweist darauf, dass das Baugesetz ein Bundesgesetz ist. „Wir müssen unsere Probleme selber lösen“, ist Kiepe überzeugt und betont, dass die Bauern sich gesetzeskonform verhalten.

„Der Trend geht zu deutlich größeren Einheiten“, bestätigt auch Dr. Rolf Winters vom Umweltamt des Kreises. Ställe mit 3000 Plätzen seien inzwischen normal, mit über 5000 Plätzen auch keine Seltenheit mehr.

Welche Zuwächse sich ergeben, ist beim Kreis kaum festzustellen, denn wenn kleinere Mäster aufgeben, müssen sie dies dem Kreis nicht mitteilen. Genehmigungsbedürftig nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImsch) waren im Kreis bisher 112 Anlagen mit insgesamt 205 000 Mastplätzen. Statistisch werden pro Mastplatz und Jahr 2,3 Schweine schlachtreif.

Die aktuellsten Zahlen beim Kreisverband Steinfurt des WLV stammen aus dem Jahr 2007. Danach gab es damals 570 000 Mastplätze im Kreis. Wie Kreisgeschäftsführer Arnold Staggenborg mitteilt, „sind sicherlich Plätze in den letzten zweieinhalb Jahren dazugekommen.“ Das sei auch vorher schon der Fall gewesen. So lag die Zahl der Mastplätze im Jahr 1975 noch bei 208 000, stieg 1989 auf 380 000 und 1999 auf 470 000. Die 500 000er-Marke wurde 2003 überschritten. „Dabei gibt es zunehmend größere Einheiten, bestätigt auch Staggenborg, gibt aber zu bedenken, dass von solchen Betrieben oft auch zwei Familien leben müssen.

In der Entwicklung sieht Staggenborg ein organisches Wachstum der Familienbetriebe, die auch investieren müssten, da die Überschüsse aus der Tierhaltung gegenüber früher geschrumpft seien. Von einer Agrarindustrie wie in ehemaligen Kolchosen oder auch Cloppenburger Verhältnissen sei man im Kreis weit entfernt. Dennoch müssten moderne Mastställe hoch professionell geführt werden.

(Quelle: http://www.wn.de/lokales/kreis_steinfurt/kreis_steinfurt/1424884_Zahl_neuer_Mastplaetze_steigt_massiv.html)

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Um gut 5 % hat die Zahl der Schlachtungen im Nordwestraum in den vergangenen 12 Monaten zugenommen.

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Kassamarkt: Seitwärtstrend erwartet

Zu Beginn dieser Woche zeigt sich der Schlachtschweinemarkt in Europa gut ausgeglichen. In den vergangenen Tagen gab es in allen wichtigen Produktionsländern behauptete Auszahlungspreise.

Auch in dieser Woche deutet sich eine Fortsetzung des Seitwärtstrends an. Ein unvermindert großes Lebendangebot trifft auf ein reges Interesse der Schlachtbetriebe. Negative Auswirkungen durch das anstehende Monatsende sind bisher nicht zu erkennen.

Am Ferkelmarkt trifft ein umfangreiches Angebot auf ausreichend freie Mastkapazitäten. Für diese Woche sind in Süddeutschland erneut leicht steigende Ferkelpreise zu erwarten.

(Quelle: VR Agrarberatung)

Bild entfernt.Terminmarkt: Zufallsbedingte kleine Schwankungen

Der Schweineterminhandel in Frankfurt beschränkte sich heute auf 5 Dezember Kontrakte zu unverändert 1,33 Euro. März Schweine wurden um 1,5 Cent auf 1,35 Euro herabgetaxt.

Gehandelt wurden 2 Kontrakte Ferkel Januar zu unverändert 40,50 Euro und 2 Kontrakte März mit einem Anstieg um 50 Cent auf 43,50 Euro.

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Geschrieben von Richard Ebert am
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