Richard Ebert
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Schweine: Mäster in prekärer Lage

Schweinehalter in prekärer Lage / Präsidium: Zukunft für heimische Erzeugung von Schweinefleisch sichern

Bayerischer Bauern Verband, München (22.09.11) - Die heimische Erzeugung von Schweinefleisch steht auf dem Spiel: Schweinehaltern, insbesondere Ferkelerzeugern droht unter dem Druck hoher Kosten für Betriebsmittel und zu niedrigen Schweinepreisen die Luft auszugehen. Das BBV-Präsidium sieht Wirtschaft, Politik und Verbraucher gefordert.

„Unter diesen Marktbedingungen ist es nicht möglich, kostendeckend zu wirtschaften, geschweige denn Zukunftsinvestitionen zu planen“, sagte Bauernpräsident Sonnleitner im BBV-Präsidium am vergangenen Montag. Der Bayerische Bauernverband habe sich dafür eingesetzt, dass die Betriebe das Programm der Landwirtschaftlichen Rentenbank zur Liquiditätssicherung in Anspruch nehmen können.

Das Präsidium bekräftigte die Forderungen nach steuerlichen Erleichterungen und einer vorgezogenen Auszahlung der Betriebsprämie zum 1. Dezember sowie der vom Deutschen Bauernverband vorgetragenen, bisher aber abgelehnten Forderung nach einer Härtefallregelung für über 60-jährige Ferkelerzeuger für die Umsetzung der ab 1.1.2013 geltenden Gruppenhaltung für Sauen..
Aus Sicht des BBV-Präsidiums seien darüber hinaus sowohl die Akteure der Wertschöpfungskette als auch die Verbraucher und die politisch Verantwortlichen gefordert.

Insbesondere auf der Ebene der Schlachtunternehmen und des Lebensmitteleinzelhandels müssten Wertschöpfungspotenziale gesucht werden. Völlig inakzeptabel und im höchsten Maße kritikwürdig sei die so genannte „Hauspreispolitik“ großer Schlachtunternehmen, die reale Marktpreise unterlaufe und damit dringend nötig höhere Erzeugerpreise unterbinde. Und auch der Lebensmitteleinzelhandel trage Verantwortung, Fleischerzeugnisse nicht zu verramschen. Schweinemäster sollten gewachsene, vertrauensvolle Beziehungen zu Ferkelerzeugern nicht für einen kurzfristigen Preisvorteil aufs Spiel setzen. Das Präsidium fordert die Erzeuger- und Vermarktungsorganisationen auf, der Verantwortung für bayerische Ferkelerzeuger und Schweinemäster von der Züchtung bis zur Vermarktung gerecht zu werden.

Auch die Verbraucher könnten mit ihrem Einkaufsverhalten Akzente setzen. Eine Möglichkeit, heimische Erzeugung zu erkennen, bietet das Herkunfts- und Qualitätssicherungsprogramm „ Geprüfte Qualität Bayern“. Bislang werden 28 verschiedene Produktbereiche unter diesem Siegel angeboten. Aktuell ist geplant, diese Produktpalette noch in diesem Jahr auch um Schweinefleisch zu erweitern.

Neben der prekären Marktlage verunsicherten die Schweinehalter auch die gesetzlichen Vorgaben zur Gruppenhaltung für tragende Sauen, die ab 1.1.2013 EU-weit verpflichtend gelten, als auch aktuelle Diskussionen um weitere Vorgaben zum Tierschutz. „Verantwortungsvoller Umgang mit Tieren ist fester Bestandteil bäuerlichen Denkens und Arbeitens. Die Medien sind gefordert, dies zu würdigen. Die Politik ist gefordert, Entscheidungen mit Augenmaß und mehr Kalkulierbarkeit für die Tierhalter zu treffen. Die Bauernfamilien vermissen in vielen politischen wie öffentlichen Diskussionen jedoch eine sachliche, ernst gemeinte Suche nach praktikablen Weiterentwicklungen sowie die Ehrlichkeit, die Konsequenzen in einem freien europäischen Binnenmarkt und dem damit verbundenen Wettbewerb mit einzubeziehen. Und nicht zuletzt gilt es zu berücksichtigen, dass gerade in der aktuellen Preislage den Betrieben die finanzielle Basis für weitere Investitionen fehlt“, betonte das BBV-Präsidium.

(Quelle: http://www.bayerischerbauernverband.de/sro.php?redid=346#452750 )

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Am Terminmarkt werden in diesem Jahr durchschnittliche Schweinepreise von 1,47 Euro erwartet und für 2012 ein Rückgang um 3 Cent auf 1,44 Euro.

Geschrieben von Richard Ebert am
Lukas
Mitglied seit
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Wieso 1,44 Euro?

Nach einem normalen Verlauf ja, aber der M12 von 2012 liegt jetzt bei 1,502 Euro!

Oder liege ich falsch?

Gruß
Lukas

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