Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Schweine: Mäster verlangen ihre eigenen Hauspreise

Kassamarkt: Mäster verlangen ihre eigenen Hauspreise

Die Situation am Schlachtschweine Markt hat sich in den vergangenen Tagen spürbar verbessert. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen hat weiter abgenommen und die Nachfrage der Schlachtunternehmen kann vielfach nicht in ausreichenden Mengen bedient werden. Angesichts des derzeitigen Marktgeschehens, der schlachten Tageszunahmen sowie der ausstehenden Erntearbeiten haben viele Landwirte keine Eile bei der Vermarktung ihrer Schweine.

Während in der vergangenen Schlachtwoche verschiedene große Schlachtunternehmen nur zu Hauspreisen Schlachtschweine kaufen wollten, hat sich das Blatt jetzt gewendet. So zahlt die Vion seit Montag bereits einen Basispreis von 1,45 Euro - anscheinend sind nach zwei Wochen die Auftragsbücher ziemlich leer und man benötigt dringend Schweine.

Als Reaktion auf das Hauspreis-Gebaren der Schlachtunternehmen steigen jetzt zunehmend auch Landwirte in die Hauspreis Politik ein, indem sie für die in diesen Tagen zu vermarktenden Partien höhere Preise als sonst üblich von denjenigen Schlachtbetrieben fordern, von denen sie in der letzten Woche mit Hauspreisen abgespeist wurden.

(Quelle: ISW Damme, auszugsweise)

Bild entfernt.

Internet Schweinebörse steigt um 4 Cent

Bei einem Umsatz von 545 Schweine und einer Spanne von 1,50 bis 1,51 Euro wurde der Durchschnittspreis der Internet Schweinebörse 4 Cent höher als in der Vorwoche mit 1,51 Euro ermittelt. Dieser Wert liegt jedoch noch immer um 7 Cent unter dem der Vorjahreswoche.

Bild entfernt.

Terminmarkt: Starke Kaufgesuche für November- und Dezember Schweine

Am Terminmarkt in Frankfurt wurden heute 14 Schweine Kontrakte gehandelt. Der M 12 Index stieg dabei um 0,43 Cent auf 1,4002 Euro. Der Frontmonat schloss 0,6 Cent höher bei 1,521 Euro und damit 8,1 Cent über den aktuellen V-Preis. Allerdings wurden beide Termine am Vortag noch auf Jahrestiefstkurs notiert.

Am Ferkelmarkt wurde einer der noch offenen 6 Juli Kontrakte am heutigen letzten Handelstag zu 43 Euro geschlossen. Die übrigen Kontrakte wurden auf Vortagsbasis taxiert, der Index bei unverändert 45,12 Euro.

Besonders gesucht waren November- und Dezember Schweine, bei denen Kaufwünsche von 5 Cent über den Vortagskursen noch immer nicht auf Abgabebereitschaft der Hedger oder Risiko-orientierten Anleger traf.

Geschrieben von Richard Ebert am
Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#1]

Na das wäre doch mal eine Maßnahme, die Mäster fordern - sonst bleibt die Stalltür zu!!! Und die Vion mit Ihrem "Schmusekurs" die müßten schon mal vorweg 2 - 3 cent mehr bezahlen - Hauspreis der Mäster - sonst gibt es nichts. Gleiches Recht für alle!

Aber jetzt sind mal wieder unsere "Preismelder" gefragt - aber auch hier ein leidiges Thema - schon zu oft beschrieben - Hauptsache die LKW s laufen. Was der Landwirt bekommt? ist denen doch egal. Die haben Ihre Spanne, egal ob 1,44 € oder 1,55 €.

Ich bin auf Freitag gespannt !

M f G
-Topschwein -

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Das sind natürlich markige Worte, die die ISN da benutzt und sicher auch nicht (inhaltlich) falsch, sind aber auch Töne, die viele enttäuschte Mäster gerne hören- aber nicht unbedingt weiterhelfen!

Denn wir sollten bitte auch immer im Hinterkopf behalten, dass die Verhandlungsposition auch wieder deutlich schwieriger wird und die Kräfteverhältnisse im Lebendschweinemarkt nicht ausgewogen sind.
In diesen Wochen muss das Ziel mMn sein, die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit (Partnerschaft) für den Rest des Jahres zu legen.

@ Topschwein [#2]

Das Unternehmen der Genossenschaft (EZG) muss Gewinne machen und das Ziel der Genossenschaft ist die Förderung der Mitglieder. Deshalb kann es sich keine EZG erlauben, den Preis auf Kosten des Geschäfts künstlich hoch zu halten.

Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Spekulatius_Maximus [#3]

In was für einer Welt lebst du den ?

"Zusammenarbeit" (Partnerschaft) das hast du doch dieses und auch die zurückliegenden Jahre gesehen, es gibt keine (!) Partnerschaft.

M f G

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Topschwein [#4]

Naja, es gibt aber sicherlich (oft kleinere) Schlachtstätten, die nicht Mengen kürzen, keine Hauspreise zahlen bzw. damit drohen und auch mal mehr Schweine aufnehmen, wenn es eng wird.

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?

Sie haben Fragen zu ZMP Live? Unser Team steht gerne hilfsbereit zu Ihrer Verfügung. Senden Sie uns gerne eine Nachricht:

Es gilt unsere Datenschutzerklärung