Schweine: Mäster in wirtschaftlicher Bedrängnis
Schweinehalter in wirtschaftlicher Bedrängnis - Ferkelerzeuger und Schweinemäster schreiben rote Zahlen
WLV Münster (03.06.11) - Ferkelerzeuger und Schweinemäster schreiben rote Zahlen. Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz-Josef Möllers, sagt, dass hohe Energie- und Futtermittelpreise und die vergleichsweise niedrigen Schweinepreis dazu führen, dass Schweine haltende Betriebe derzeit kein Geld verdienen. Sollte diese Phase länger anhalten, sei mit einem spürbaren Rückgang der Schweinefleischerzeugung zu rechnen, zumal in der Ferkelerzeugung aufgrund neuer Vorschriften zur Tierhaltung, insbesondere die Gruppenhaltung von Sauen, Investitionen in neue Stallanlagen nicht realisiert würden.
Mitverantwortlich für die in wirtschaftliche Bedrängnis geratenen Schweinehalter seien Schlachtunternehmen und die Weiterverarbeiter, so der WLV-Präsident. Er sieht sie als Profiteure, die während der Dioxinkrise zu Beginn des Jahres bei Preisen von 1,12 € je Kilogramm für Schlachtschweine alle verfügbaren Lagerkapazitäten genutzt hätten. Darüber hinaus habe die EU-Kommission im Februar und März Beihilfen für die private Lagerhaltung gewährt, allein in Deutschland in Höhe von 19 Mio. Euro. "Nach unseren Berechnungen sind in der Wertschöpfungskette bis zu 40 Mio. Euro "versickert" und ich frage mich: Wo und bei wem ist das Geld geblieben? ", so Franz-Josef Möllers.
(Quelle: http://www.wlv.de/presse/2011/06/15443.php )
Mit Beihilfen und Subventionen wird und wurde der Markt auf Dauer meistens negativ beeinflusst und die Profiteure der Fördermittel sitzen meisten am falschen Ende. Wenn schon staatliche Lenkung, dann bei der Verhinderung von Oligopoolen bzw. von Preisabsprachen. (Schlachtunternehmen; LEH) Aber da ist es auch schon viel zu spät
... und das nachträgliche lamentieren der landwirtschaftlichen Funktionäre verkommen zu lächerlichen Worthülsen
@ breader [#2]
Recht hast Du, mit staatlichen Beihilfen unterstützt man immer die Falschen. Auch mit der Bemerkung zu den Verflechtungen/Beziehungen zwischen LEH und Schlachtereien solltest Du richtig liegen. Aber ist doch gewollt oder ? Sö kkann die Politik behaupten, alles für billige Lebensmittel getan zu haben. Bringt mehr Stimmen. Subventionen für die Landwirtschaft ist eh ein Dorn im Auge der Bevölkerung und bringt keine Stimmen.
Wie Ziel los die Politik agiert sehen wir aktuell. EHEC ist schlimm, wird aber aus meiner Sicht nicht zu keinem Ergebnis führen. Lediglich einige hundert Gemüsebauern und Landwirte verschwinden vom Markt. Und die Preise sind für die nächsten Monate auch erst einmal im Eimer. Vorteil für Verbraucher, denn kaufen kann er diese Produkte ja, sind nicht verboten und somit handelbar. Wenn es so gefährlich wäre, hätte ein Handelsverbot erlassen werden müssen.
Hallo,
einige Landwirte können z. Zt. nur noch die Beihilfen als Gewinn verbuchen !
mfg
Bigpig
@ BIGPIG [#4]
Beihilfen sind kein "Gewinn"; verhindern lediglich den sofortigen Tod.
@ BIGPIG [#4]
Leider "wandern" viele Beihilfen zu der Grundstückseigentümern und sind beim Pächter nur ein durchlaufender Posten den man vorfinanziert!
Noch vor Jahren wurde in Bayern von einer Spezialisierung auf einen Betriebszweig gesprochen und empfohlen um Größentechnisch an andere BL anzuschließen.
Heute wird ein 2. Standbein empfohlen um in schwierigen Situationen etwas ausgleichen zu können.
So ist Bayern !
MfG
Saubauer
@ BIGPIG [#4]
Beihilfen sind für mich nur ein durchlaufender Posten und sonst nichts! Hat längerfristig fast nichts mit dem Gewinn zu tun.
Gruß
Lukas