Schweine / Milch: Milliardenzahlung an die Milchbauern ?
Nach massiven Protesten: Merkel verspricht Milchbauern Finanzhilfen
Von Maike Rademaker (Berlin)
Financial Times Deutschland, FTD, Berlin (21.05.09) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die von Pleiten bedrohten Milchbauern mit schnellen finanziellen Hilfen unterstützen. Die Große Koalition arbeite an niedrigeren Steuern für Agrardiesel und vorgezogenen EU-Zahlungen, sagte sie bei einem Treffen mit Bauern und Vertretern der Milchwirtschaft auf einem Hof nahe Bremen.
Sie warnte die Landwirte allerdings vor überzogenen Erwartungen. Langfristig könne nur ein verändertes Verhalten der Verbraucher höhere Milchpreise gewährleisten, sagte sie.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Nach-massiven-Protesten-Merkel-verspricht-Milchbauern-Finanzhilfen/517002.html)
@ Richard Ebert [#1]
Merkel lehnt Senkung der Milchpreise Ab!? Ist das wirklich so gemeint oder ein Schreibfehler?
Auserdem eine Auszahlung der EU Gelder kostet nichts zusätzlich.
Es gehen lediglich die Zinsen verloren die sonst durch eine 2-3 Monatige
Geldanlage der Staat uns LW unterschägt ( da die EU Gelder meist im Oktober an die Staaten ausbezahlt werden!) Ungarn im Juli!
MfG
Wie so haben die Milchbauern Sonderrechte?
Die Schweine, Kartoffeln und Getreidebauern werden auch nicht vom Staat unterstützt. In diesem Jahr müssen die letzten Kartoffeln verschenkt werden, um sie nicht auf der Mülldeponie zu Entsorgen.
Die Milchbauern kennen den Schweinezyklus noch nicht.
@ Bauer [#3]
Weil die in der Mehrzahl sind und am besten jammern können!!
MfG Saubauer
Saubauer2
Ob Ungarn oder andere Länder die Agrarzahlungen 2009 schon vor dem Ende des Jahres von Brüssel überwiesen bekommenn, weis ich nicht. Deutschland hat das Geld in der Vergangenheit erst immer nach dem 31.12. ausgezahlt bekommen, es wurde immer von der Landw. Rentbank zwischenfinanziert und so schon vor dem 31.12 ausgezahlt.
Der deutsche Staat müßte bei der EU um eine vorzeitige Auszahlung bitten (macht man als armes "reiches" Land nicht gern) oder länger bei der Rentenbank zwischenfinanzieren (wer zahlt die Zinsen?).
MfG
OS
Auch wenn es etwas vom Thema abweicht; und mich einige dafür zum Mond schiessen würden:
Siehe:http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar-Warum-ich-kein-Bio-kaufe/517297.html
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Bauer [#3]
Die Schweine, Kartoffeln und Getreidebauern werden auch nicht vom Staat unterstützt. In diesem Jahr müssen die letzten Kartoffeln verschenkt werden, um sie nicht auf der Mülldeponie zu Entsorgen.
Wenn ich das richtig verfolgt habe, haben zu viele Kartoffelbauern auf höhere Preise im zweiten Quartal spekuliert und diese Spekulation ist nicht aufgegangen.
Es ist aber nicht Aufgabe des Staats die Spekulanten zu unterstützen.
Kartoffeln guter Qualität und in Mengen ab 25 Tonnen konnten per April am Terminmarkt zu hohen Preisen bis 190 Euro je Tonne verkauft werden.
@ Richard Ebert [#7]
" Es ist aber nicht Aufgabe des Staats die Spekulanten zu unterstützen."
Das hab ich bis zur Bankenkrise auch geglaubt.
Im übrigen hat keiner der Forumsteilnehmer eine Unterstützung für Kartoffelbauern oder Getreidebauern gefordert. Die lernen derzeit sehr gut mit unterschiedlichen Marktverhältnissen umzugehen.
Gruß Paul
Herr Ebert
Dieses habe ich so auch nicht geschrieben. Die drei erwähnten Sparten kennen nur Freie Marktwirtschaft.
@ Bauer [#9]
Die drei erwähnten Sparten kennen nur Freie Marktwirtschaft.
Wird nicht für Schweine in jedem Winter nach Exporterstattungen = Exportsubventionen für Schweine gerufen ?
@ paul [#8]
Im übrigen hat keiner der Forumsteilnehmer eine Unterstützung für Kartoffelbauern oder Getreidebauern gefordert. Die lernen derzeit sehr gut mit unterschiedlichen Marktverhältnissen umzugehen.
Ja, gerufen hat schon lange keiner mehr. Ich meine aber vor einigen Monaten wäre noch Getreide in die Intervention gegangen. Oder täusche ich mich ? Ist Intervention keine Subvention ?
Ansonsten wünsche ich jedem auskömmliche Preiserlöse, aber auch eine Teilnahme an der Marktwirtschaft. In der Presse war zu lesen, dass die Milchquoten gar nicht genutzt werden und nur 95 % der Quote produziert wird.
Ein Problem ist das was mit 'Gerechtigkeit' umschrieben wird. Kommt es bei Opel zu staatlichen Zuschüssen, wird Daimler, VW und Porsche diese ebenfalls fordern. Wird in Deutschland geholfen, fordern unsere Nachbarländer die gleichen Hilfen. Die Folge davon, auch von den Milliarden an die Milchbauern, sind langfristig gigantische Staatsverschuldungen und irgendwann eine Entwertung unserer Guthaben.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Hallo an alle,
jetzt mal wieder zurück zur Sache.
Neben der Tatsache, dass die Milchbauern zunehmend lernen müssen mit dem Markt umzugehen, haben sie aber einen entscheidenden Nachteil. Sie haben nur einen einzelnen Abnehmer ihrer Milch, nämlich die Molkerei mit der sie einen Vertrag über die Ablieferung der gesamten Milch haben. Dieser Vertrag ist aber so gestaltet, dass die Bauern erst wissen was sie für die Milch bekommen, wenn sie schon längst abgeliefert ist. Der Preis wird nämlich erst zu Monatsende festgezurrt. Festpreisverträge, die die Kalkulation für den Landwirt vereinfachen würden, existieren meines Wissens so gut wie gar nicht. Somit haben es die Molkerei leicht Preiszugeständnisse, die sie dem Handel gemacht haben sofort an den Landwirt durch zu reichen.
Molkereiwechsel sind nicht so gut wie gar nicht möglich, da sich keine Molkerei findet, die die Milch dann abnimmt. Von der Molkereiwirtschaft wird zur Zeit sehr gemauert.
Darüber hinaus gilt noch folgendes: Der Schweinebauer kann ca dreimal jährlich neu entscheiden ob und wie viele Sauen, Ferkel oder Mastschweine er produziert. Der Ackerbauer hat einmal jährlich alles richtig oder alles falsch machen, nach dem Motto neues Spiel neues Glück. Mal von den Wetterkapriolen abgesehen. Außerdem kann er seine Abnehmer auswählen. Wenn ihm der Preis nicht passt, verkauft er sein Getreide eben über die Börse (wird noch zu wenig genutzt).
Was ist denn nur bei den Milchbauern ?
Eine Arbeitsteilung gibt es nur ganz selten, will sagen, der Milchbauer zieht seine Nachzucht selber groß um damit seinen Milchkuhbestand zu ersetzen. Die Reproduktionsrate liegt zwischen 25 und 50 %, d.h der Kuhbestand wird alle 2 bis 4 Jahre einmal komplett erneuert. Vom Kalb bis zur Kuh dauert es zwischen 23 und 27 Monate. Da h. auch, ich kann den Schalter nicht mal eben an oder aus stellen. Der Viehbestand ist durch Verkäufe schnelle abgebaut, aber nicht ebenso schnell wieder aufgebaut.
In der jetzige Krise ist leider Gottes der Landwirt im Vorteil, der in alten, abgeschiebenen, unmodernen mit wenig Kuhkomfort ausgestatteten Ställen wirtschaftet. Die Betriebe, die den besten Komfort bieten, und dieses über Kredite finanziert haben, und vielleicht noch auf leichten Standorten wirtschaften, wo nur die Milch noch Einkommenmöglichkeiten bietet, stehen jetzt vor dem Aus. Im Prinzip werden die Mutigen jetzt bestraft.
Man könnte noch ewig so weiter machen.
Aber ich denke dass reicht für´s erste.
Gruß
Geno-Bauer
@ Geno-Bauer [#11]
Danke für Ihre sehr gute Darstellung. Zwei Fragen dazu:
Wem gehören die Molkereien ? Sind das nicht überwiegend Genossenschaften, die den Milchbauern gehören ? Oder war das nur früher so ?
Wäre ein Milch Terminmarkt von Vorteil an dem sich beide Seiten gegen Preisschwankungen absichern könnten ? Dabei möchte ich nicht zum tausendsten mal lesen, dass man keine Verluste absichern wird, sondern konstruktive Vorschläge wie langlaufende Milch Futures mit Maximallaufzeiten von 2 bis 4 Jahren.
Damit könnte der Kuhbauer beim Kauf der Kühe bzw. bei der Nachzucht der Kälber bereits die zu erzeugende Milch am Terminmarkt verkaufen und so zu einer besseren Planungssicherheit kommen.
Wenn er sieht, dass am Terminmarkt keine ausreichenden Gewinne für seine Milch zu erlösen sind, verzichtet er auf die Ausdehnung seines Milchkuhbestandes. Oder sehe ich das zu blauäugig ?
Hier ein Beispiel aus den USA:
Juni-Milch hätte am Terminmarkt zu 20 Cent verkauft werden können (Achtung: Keine Euro-Cent, keine Liter !).
Wer das nicht gemacht hat, erzielt jetzt am Kassamarkt nur 10 Cent:
Milch wird am Terminmarkt in den USA zwei Jahre im Voraus gehandelt. Für Juni 2010 Milch sind derzeit knapp 16 Cent zu erlösen, 60 % über dem aktuellen Kassapreis:
Schöne Grüsse, Richard Ebert
@ Richard Ebert [#12]
Ich meine, hier schon einmal das Kernproblem des Hedgings dargestellt zu haben: Die Marginzahlungen. Erklären Sie mal Ihrer Hausbank, dass sie Ihren ausgeschöpften Kreditrahmen "eventuell" noch mal sehr stark ausweiten müssen, nur aufgrund täglicher Nachschusspflichten. Ich habe dieses Spiel selber schon zwei mal erlebt, da hat die Bank mir dann einfach blind vertraut, ohne wirklich zu wissen, was da abgeht.
Sie haben hundertprozent Recht mit der Möglichkeit der Preisabsicherung, aber leider sind (allein schon wegen der Bewertung des Altenteils) wir finanziell oft sehr eingeschränkt. Wenn es hier Erleichterungen für reine Hedger geben würde, wäre die Akzeptanz wesentlich höher.
Lese gerne andere Meinungen.
Allen ein gesegnetes Pfingstwochenende
@ Ackerspezi [#13]
Genau das ist das Problem (erklären Sie mal Ihrer Hausbank, dass sie Ihren ausgeschöpften Kreditrahmen "eventuell" noch mal sehr stark ausweiten müssen, nur aufgrund täglicher Nachschusspflichten).
Das habe ich auch schon machen müssen. Dann redet man sich fusselig den Mund bis der einfache Banker das versteht. Die wissen nur, das Warentermingeschäfte sehr gefährlich sind,(was sie wahrscheinlich während ihrer Laufbahn nur so am Rande gelernt haben).
Die kennen wahrscheinlich nur das Spekulationsgeschäft und nicht das Hedging was die Landwirte wollen. (Man sieht ja wie die sich verzockt haben). Nur Spekulieren und Hedgen sind etwas Grund verschiedenes.
Daher müssen viele Geld vorhalten. Dieses arbeitet dann nicht und somit wirft das Hedging damit auch noch einen Verlust ab. (Geld was auf dem Konto liegt und sich nicht vermehrt ist nichts wert. Gut, etwas Tagesgeld wirft es auch ab. Abz. Steuern incl. Inflation praktisch dann einen Verlust.)
Also insgesamt habe ich somit nicht unbedingt einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber meinen Berufskollegen. Daher muss der Kreditrahmen zusätzlich von der Bank erhöht werden um einen wirtschaftlichen Vorteil über die Absicherung zu erlangen. Leider sind die letzten Kreditrahmen auch noch die teuersten. Daher beißt sich die Katze im Schwanz.
Und ich sage, die Bauern sind nicht dumm, denn so etwas haben die sehr schnell raus ob es einen Vorteil bringt oder nicht.
Daher dümpelt die RMX auch so rum. Leider
Gruß Lukas
@ Ackerspezi [#13]
@ Lukas [#14]
In rund zwei Monaten werden die RMX-Futures an der Eurex gehandelt. Nehmen Sie das doch bitte zum Anlass, schon jetzt mit Ihrem Broker zu sprechen, ob es künftig noch notwendig ist, die Margins 'bar' zu hinterlegen.
Vielleicht ist es möglich, dass eine Bankbürgschaft hinterlegt wird, so dass nur geringste Kosten von weniger als 0,5 % pro Jahr entstehen (Vergleich: Juni Schweine minus 5 % in wenigen Tagen, wenn nicht abgesichert).
Dann gäbe es vielleicht die Alternative, erstklassige Wertpapiere zu hinterlegen, einfach mal anfragen.
Es muss im Sinn aller Marktbeteiligten liegen, der Endkunden, der Brokerfirmen und der Börse, gemeinsam niedrigere Endkosten zu verursachen. Dann wird mehr gehandelt, damit verengen sich die Geld/Brief-Spreads und der Handel wird noch lohnender.
Ich frage mich immer wieder, warum nicht mehr Schweinekontrakte Sommer 2009 zu Kursen über 1,80 abgesichert wurden ? Lag das wirklich nur an den fehlenden Margins ? Was jetzt in der Kasse fehlt, hat bestimmt noch viel mehr gekostet.
In den USA, so habe ich vielfach erfahren, gibt es in der Landwirtschaft keine Kredite mehr, ohne dass nicht gleichzeitig Sicherungsgeschäfte mehr eingegangen werden. Bei uns gibt es nach 10 Jahren Terminhandel noch Tage, an deren weniger als 10 Schweine Kontrakte gehandelt werden.
@ Herr Ebert
Dann sprechen Sie doch mal mit den Banken; ich meine nicht die "Global Player"; sondern den Örtlichen Sparkassen; Volksbanken; und wer sonst wirklich mit Landwirtschaft zu tun hat.
Die sagen eines: Lass die Finger davon.
Man kann die USA nicht mit hier vergleichen; dort sind andere Interessensgruppen im Spiel.
Erstens: 70% der Mastschweine werden im Lohnmastverfahren gemästet; von Landwirten; Schlachtbetrieben; Landhandelskonzernen.
Die haben einen ganz anderen Einfluss auf den Markt; wie Bauer Meyer mit 20 Kontrakten; oder Schulze mit 30 Kontrakten.
Zweitens: Die Verarbeiter agieren in einem anderen Marktumfeld; es gibt nicht den geballten LEH wie hier.
Hier werden 60% der Schweinefleischmengen über Kontrakte mit den Verarbeitern/LEH gemacht; warum Absichern; wenn ich den Verkaufspreis kenne...
Drittens haben wir in den USA andere Abrechnungbedingungen; dort wird lebend verkauft; nicht wie hier 200000 verschiedene Masken.
Heisst ich kann mit dem gehandeten Preis wirklich rechnen; und nicht wie hier den event. Börsenkurs minus 2-10ct ( jenachdem wie gut man das Absortieren und den Fütterungstechnik im Griff hat..)
Deshalb ist es auch einfacher mit Getreide/ Kartoffeln zu handeln; weil es wenige festgesetzte Parameter gibt; die man zudem vorher untersuchen kann; zudem wird Getreide nicht "schlecht".
Wie gesagt; das hat nicht viel mit den Bürgschaften zu tun; sondern ganz einfach mit ganz verschiedenen Parametern.
Und viele unabhängige Untersuchungen haben ergeben; dass das Absichern hier definitiv zu Mindererträgen führt.
Denn Ihre angesprochenen 1,80 gab es nicht mehr im Januar ( Start der Mast; also der Absicherung); sondern im September 08.
Und damit war es Spekulation.
Und damit kann man Geld verdienen.
Versuchen Sie das aber mal der Bank zu erklären....
Und soweit ich mich erinnern kann; waren die Aktivitäten zur Zeiten der Andienungspflicht wesentlich höher. Und spannender.
Erst wenn wir auf beiden Märkten reale Bedingungen haben; sei es in der Bewertung des Schweinepreises wie z.B. den Lebendpreis als auch in der Bewertung des Ferkelpreises; der an der Börse genauso viel Gemeinsamkeiten Real hat wie die Erde und der Mond ; dann könnte es was werden.
Hier in Deutschland hat sich aber eine Mentalität festgesetzt; bestehend aus lauter Zuschläge/ Abschläge; Qualitätsparametern usw. usv.
So wurde den jeweiligen Marktteilnehmern immer irgend ein Vorteil versprochen; den aber nur einige wenige bekommen. Die Mehrheit zahlt drauf; das kann man gut sehen bei dem Schweinepreisvergleich der ISN; wo Länder mit eigentlich wesentlich niedrigerem Preisniveau trotz dessen besser dastehen wie wir hier.
(Glaubt aber nicht; dass die Schlachtbetriebe die Dänischen Schweine genauso bewerten wie unsere; denn dann würden keine kommen; 80% fallen doch dann in der Gewichtsmaske durch..)
So aber nie und nimmer. Da wette ich sogar drauf.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Richard Ebert [#15]
Danke für den Hinweis;
mit Bankbürgschaften handle ich von Anfang an, für den Grundeinschuß.
Sollte das für den tagtäglichen Gewinn-und Verlustausgleich auch möglich sein?? Dann habe ich tatsächlich geschlafen, wäre aber mehr als froh, wenn ich das hier positiv bestätigt bekomme.
@ Muehlenbach [#16]
Denn Ihre angesprochenen 1,80 gab es nicht mehr im Januar ( Start der Mast; also der Absicherung); sondern im September 08. Und damit war es Spekulation.
Falsch: Schweine Futures werden 12 bis 18 Monate im Voraus gehandelt und ermöglichen frühzeitig dann die Produktion zu verkaufen, wenn die Kurse hoch sind. Das nennt sich Absicherung.
Wenn Sie nicht am Terminmarkt handeln, spekulieren Sie auf für Sie günstige Preise. Das nennt sich Spekulation.
Und soweit ich mich erinnern kann; waren die Aktivitäten zur Zeiten der Andienungspflicht wesentlich höher. Und spannender.
Was wollen Sie mit diesem Satz aussagen ?
Hier in Deutschland hat sich aber eine Mentalität festgesetzt; bestehend aus lauter Zuschläge / Abschläge; Qualitätsparametern usw. usv.
Ist wie im Steuerrecht, so kompliziert dass niemand mehr durchblickt. Ich frage mich schon lange, warum für Mäster der V-Preis so wichtig ist, wenn doch viele schreiben, dass sie automatisch jede Woche Zuschläge vereinbart haben ?
So wurde den jeweiligen Marktteilnehmern immer irgend ein Vorteil versprochen; den aber nur einige wenige bekommen.
Es liegt an den jeweiligen Marktteilnehmern, nicht auf Änderungen durch Dritte zu warten, sondern selbst für Änderungen zu sorgen. Wofür gibt es denn die Mitglieder-starken landwirtschaftlichen Verbände ?
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@ Ackerspezi [#17]
Mit Bankbürgschaften handle ich von Anfang an, für den Grundeinschuß
Schön, dass Sie bestätigen, dass es in der Praxis funktioniert. Die Antworten kann ich Ihnen nicht geben, das ist eine Verhandlungssache mit den Bürgschaftsgebern.
Wenn am Terminmarkt im Gewinn liegen, stellt sich die Frage nicht. Wenn Sie im Verlust liegen durch eine Shortposition bei steigenden Preisen, wird diese durch die später steigenden Verkaufspreise ausgeglichen. Es handelt sich somit nur um eine Zwischenfinanzierung der 'sicher' höheren Verkaufserlöse, da sollte eine Lösung mit Ihrer Bank machbar sein.
@Herr Ebert
Teilweise haben Sie recht.
Was die Absicherung betrifft; hat es Kollege Paul in einem anderen Beitrag ausdrücklich erklärt.
Mit den Gegebenheiten hätte/ währe das ganze auch anders gelaufen... Und da hätten 1,80 auch mal so grade ausgereicht...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Richard Ebert [#18]
Ihre Wortwahl ist genau richtig: "Sollte"
Zeigen Sie mir die Bank, die das so praktiziert, ich wäre sofort bereit, dort handelnder Kunde zu werden.
@ alle
Ich hoffe, dass die Finanzierung der zu hinterlegenden Margin leichter wird, wenn die Kontrakte ab dem kommenden Monat an der Eurex gehandelt werden. Für das derzeitige Verhalten, ich setze voraus es stimmt was Sie geschrieben haben, kommt von mir keinerlei Verständnis.
@ Muehlenbach [#19]
Und da hätten 1,80 auch mal so grade ausgereicht
Aha, 1,80 Euro wären dann mehr oder weniger kostendeckend. Das bedeutet aber, dass bei Kursen um 1,52 Euro, die am Terminmarkt per Sommer 2010 gehandelt werden, überhaupt kein Ferkel mehr eingestallt werden darf.
Wer so produziert, dass 1,80 Euro gerade mal ausreichen, muss nach meiner Meinung die Produktion sofort einstellen.
Oder glaubt dieser Mäster noch an den Höhenflug der Preise auf 2 Euro, so wie sie in diesem Jahr bereits von den meisten Mästern erwartet wurden ? Wenn er daran glaubt, kann er ja Kontrakte an der Börse kaufen. Die machen keine Arbeit im Stall.
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Mal was grundsätzliches: Mir geht es in meinen Beiträgen weder um Streit noch Belehrung, sondern um Ideen, die anregen sollten, sich mehr mit Markt- und Preisfindungsmechanismen zu beschäftigen.
Fünf Minuten über intelligentere Strategien nachzudenken bringt manchmal mehr als 5 Stunden im Stall zu stehen. Jedenfalls bei mir, allerdings nicht im Stall sondern im Büro.