Schweine: Morgen beginnt der saisonale Preisanstieg auf 1,49 Euro
Brasilien und China verhandeln über Schweinefleischexport
Schweine.net (19.04.10) - Brasilien und China wollen ihre Verhandlungen über brasilianische Schweinefleischexporte nach China intensivieren, meldet Dow Jones. Es fänden gerade Gespräche zwischen Delegationen beider Staaten statt, teilte das brasilianische Agrarministerium jetzt mit. Zudem sei eine Übereinkunft über eine Importzulassung für verarbeitetes Rindfleisch aus Brasilien unterzeichnet worden.
Die brasilianische Nachrichtenagentur Estado hatte darüber hinaus mitgeteilt, dass im September eine chinesische Delegation in Brasilien erwartet werde, um dortige Fleischverarbeiter zu inspizieren, die sich für den Export nach China interessieren. „Sollte dieses Datum bestätigt werden, erfolgt der Besuch später als erwartet“, sagte Pedro de Camargo Neto, Präsident der brasilianischen Vereinigung der Schweinefleisch-Exporteure (Abipecs) im Gespräch mit Dow Jones Newswires. Denn nach einem Treffen in Peking in Februar hätte China angekündigt, dass ein weiterer Besuch im Mai stattfinden sollte. Der nun im Raum stehende spätere Termin sei „eine schlechte Nachricht hinsichtlich des Marktzugangs in China“, so Dow Jones.
(Quelle: http://www.schweine.net/brasilien_und_china_verhandeln_ueber_schweinefleis.html)
Kassamarkt: Seitwärtsbewegung in ganz Europa
Der Schlachtschweinemarkt in Europa zeigt sich in der aktuellen Woche erneut von einer Seitwärtsbewegung gekennzeichnet. Die Notierungen in allen Ländern blieben unverändert. Die Preise in den Niederlanden und Deutschland blieben zum siebten Mal in Folge auf einem unveränderten Niveau. Überall in Europa wird auf eine Belebung des Fleischabsatzes gewartet.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen ist weiterhin umfangreich und deckt den Bedarf der Schlachtunternehmen problemlos. In der laufenden Woche wird mit einer freundlichen Marktsituation gerechnet. Insbesondere das sonnige Frühlingswetter könnte zur Eröffnung der Grillsaison führen und damit zu einer Belebung des Schlachtscheinemarktes beitragen.
(Quelle: ISW Damme, auszugsweise)
Terminmarkt: Zufallsbedingte Kursschwankungen
Am Schweine Terminmarkt der Frankfurter Börse schwankten die Kurse zufallsbedingt zwischen einem plus von 0,8 Cent auf 1,462 Euro per August und einem minus von 0,7 Cent auf 1,448 Euro per August 2010 (siehe Grafik oben). Der M 12 Index für Schweine schloss plus 0,03 Cent bei 1,3842 Euro.
Von der noch 35 offenen Kontraken wurden heute vermutlich 12 zu einheitlichen Kursen von unverändert 1,323 Euro geschlossen. Zu diesem Kurs dürfte die Endabrechnung der am Mittwoch noch offenen Kontrakte durch die Eurex erfolgen.
Der Ferkel Terminmarkt blieb zwar umsatzlos, doch gab es für die Herbstmonate eine deutliche Nachfrage mit höheren Geboten. Der M 12 Index schloss mit einem Anstieg von 23 Cent auf 43,51 Euro. Oktober Ferkel schlossen mit einem Anstieg um 1,50 auf 39 Euro, nachdem sie am Freitag der vergangenen Woche den gleichen Kurssprung nach unten vollzogen hatten (siehe Grafik unten).
Aussichten für Freitag: Unverändert 1,32 Euro
Das Angebot an Schlachtschweinen bleibt weiter hoch. Vermutlich zu hoch, um die Preisgebote der Roten Seite nach oben zu treiben, zumal noch immer mit niedrigen Preisen angelegte Kühlhausbestände auf die Vermarktung warten könnten.
Saisonal gesehen werden die Schweinekurse ab morgen den Anstieg auf das Jahreshoch von 1,49 Euro bis Ende August beginnen