Kaack-Terminhandel
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12 Jahre 9 Monate

Schweine: Nachfragebelebung fehlt noch

Um am kommenden Wochenende einen Anstieg des Schweinepreises in Deutschland zu erreichen, müsste sich die Nachfrage beleben oder das Angebot weiter abnehmen.

Unterstützt wird dies durch positive Vorgaben aus Belgien und Österreich, wo der Preis schon um 2 bzw. 3 cent gestiegen ist.

Das Erzeugerangebot ist weiter leicht rückläufig. Die Nachfrage der Schlachthöfe nach lebenden Schweinen ist trotz ruhigen Inlands- und Exportgeschäfts stetig.

Die Ferkelpreise bleiben zum Monatsende stabil.

Geschrieben von Kaack-Terminhandel am
Spekulatius_Maximus
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12 Jahre 9 Monate

Die Nachfrage der Schlachthöfe nach lebenden Schweinen ist trotz ruhigen Inlands- und Exportgeschäfts stetig.

Und aus diesem Grund muss der Preis zum Wochenende deutlich angehoben werden! Ganz unabhängig von der Rentabilität auf Erzeuger- und Verarbeiterseite: die Nachfrage ist doch groß!

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Spekulatius_Maximus [#2]
Die Nachfrage ist groß? Am frühen morgen trinken ist ungesund!
Mehr ist dazu nicht zu sagen!
Gruß

Spekulatius_Maximus
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12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#3]

Ich trinke gerne Kaffee, vielleicht etwas zuviel-fühle mich aber ansonsten sehr gesund.... aber ich muss feststellen, dass lebende Schweine in der letzten Woche sehr stark nachgefragt wurden und in dieser Woche habe ich bisher noch nichts Gegenteiliges gehört.
Sind Eure Froster eigentlich schon alle voll?

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Spekulatius_Maximus [#4]
Wenn Du wüßtest, was am Markt los ist! Ich sag Dir was; der Preis wird am Freitag nicht rauf sondern runtergehen. Euer angeblich kleineres Angebot trifft immer mehr auf eine nicht vorhandene, zum Stillstand kommende Nachfrage. Inlandsgeschäft tot, Export tot, Geschäft tot!
So sieht es im Moment aus!
Gruß Brontosaurus

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#5]

Wenn Du wüßtest, was am Markt los ist! Ich sag Dir was; der Preis wird am Freitag nicht rauf sondern runtergehen.

Wer hier wohl trinkt...
Zum Stillstand kommende Nachfrage, dass ich nicht lache.
Inland tot, Export tot, das mag ja noch stimmen. Aber die Nachfrage ist mehr als genug vorhanden.

MfG
Speedy

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Speedy [#6]
Wenn Du mir bestätigst, das die Inlandsnachfrage bzw. der Export tot ist, wie kann dann die Nachfrage gut sein. Da bleibt doch nur noch der Froster! Und hierzu hatte Ina doch schon ausreichend Stellung bezogen.
Gruß Brontosaurus

Heizer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Guten Tag!

Ich habe seit Monaten keinen derartigen Einbruch im Verkauf erlebt.

Kunden, die sonst 3-5to pro Tag bekommen, werden morgen mit 1to angefahren. Und aus den Gesprächen dieser Woche ist auch noch kein Optimismus herauszuhören. Der winzige Strohhalm, an den man sich klammert, ist der bevorstehende Monatsanfang. Aber ob diesmal eine wirkliche Geschäftsbelebung kommt, wage ich nicht vorherzusagen.

Da Lieblingswort der Kunden zum Verkaufspreis ist derzeit "runter"! Und da sind sich alle einig.

Brontosaurus hat den Markt treffend beschrieben.

Heizer

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Brontosaurus
Schön; dass es dich noch gibt...
Ich dachte; du hättest am Freitag einen Herzanfall bekommen...
Aber die Medizin ( keine Preissteigerung) hat wohl geholfen.
Bist halt Privatpatient (Vorsicht; Ironie)
Also bislang hat mir noch keiner Schlachtschweine abgesagt; zudem fahren immernoch genauso viele Kühlzüge vom Hof wie sonst auch...
Wo bleiben die denn alle?
Hab noch nichts in der Zeitung gelesen; von wegen illegale Abfallbeseitigung im Wald oder an der Autobahn...Komisch.
Das Problem seit ihr alle selber.
Auch dass hat Ina (indirekt) gesagt.
"Wenn der Preis fällt; wird der Effekt gleich weitergegeben; es bleibt nichts hängen".
Denn irgendwer liefert immer.
Keiner will der erste sein; der die Bänder lahmlegt.
Und so kommt, was kommen muss; irgendwann ist bei der Rohware kein Spielraum mehr vorhanden; und trotzdem lasst ihr euch von den Einkäufern wie Vieh an den Abgrund treiben.
Das ganze Thema hatten wir im vergangenen Juni schonmal.
Auch das hast du überlebt.
Denn man sieht sich immer zweimal.
Und das ist; wie alle Jahre; der Spätherbst und die Jahreswende.
Dann hört man nichts mehr von dir...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich habe wenig Ahnung davon, wie es mit dem Geschäftsverlauf der Schlachtbetriebe aussieht, aber mein Vermarkter sagte mir am Wochenende, dass er locker 30 bis 40% Lebendschweine hätte vermarkten können! Und es war nicht nur ein Schlachthof, der Bedarf angemeldet hat.
Wir befinden uns am Jahresanfang traditionell in einem Tief und es dürfte vor diesem Hintergrund quasi turnusgemäß nach oben gehen.
Das Geschäft mit den Frostern kann doch gar nicht so unsicher sein, wie vieleicht behauptet wird. Alle Terminkurse deuten doch auf steigende Preise hin und versprechen so eine prima Rendite.

MfG S_M

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Januar 2008,
gleiche Themen, gleiches Klagen über schlechten Absatz, zeitweilge fielen die Börsenkurse innerhalb von Minuten um 3-5 Cent über alle Monate. Klare Fakten lieferte keiner.
Dann ,Anfang Februar stieg der Preis in 2 Wochen um 9 Cent.

Es scheint in diesem Jahr alles genau so abzulaufen.

Gruß Paul

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#9]
Einiges von dem was Du schreibst ist sicherlich richtig, aber jetzt tue
mir mal einen Gefallen, lese Dir Dein Statement selbst noch mal durch und halte es Dir wie einen Spiegel vor die eigene Nase. Na, was fällr Dir
auf? Macht die grüne Seite nicht genau das Gleiche? Ihr müßtet, sobald der Preis fällt, die Türen zumachen (Schlachtbänder stilllegen!) Das Gegenteil wird gemacht, alles raus was geht, bevor der Preis weiter
fällt!Und was Du uns mit dem "an den Abgrund treiben" vorwerfen willst,
ich glaube da schlägst Du Dich mit den eigenen Waffen. Ich glaube es wäre produktiver ,wenn man versuchen würde gemeinsam gegen den LEH Front
zu machen, aber so viele Parteien bekommt man warscheinlich nicht unter
einen Hut, weil es immer Leute gibt, die noch ein bißchen schlauer sein
wollen.
Gruß Brontosaurus

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ey Leute,
heute ist Dienstag, soviel ich weiß wird am Freitag erst ein neuer Preis kommen. Ihr haut auch heute schon wieder hier den Schädel ein, dann kann das ja bis Freitag hier noch viele Postings geben.

@ paul [#11]

Vom Grundsatz her hast Du recht. Im Grunde , verläuft der Preisverlauf in der Skala jedes Jahr gleich. Die Rahmenbedingungen, sind aber dieses Jahr schon etwas anders, als 2008. ( Finanzkrise etc.), man muss eben abwarten , mit Export usw..

@ Brontosaurus [#12]
Das Geschäft ist schon so richtig beschrieben. keine Frage. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Und trotzdem sollten wir jetzt über den "Tellerrand" schauen. Wenn nämlich das Schweineangebot in nächster Zeit sicher ???! signifikant zurück gehen sollte, dann sehe ich jetzt bald " strategische" Entscheidungen vor der Tür stehen, und ob die schon in der KW 5,6 oder 7 eintreten werden, kann ich auch (noch) nicht sagen. Aber in diesem Zeitraum werden die jetzt kommen ( müssen ). Weil wir ganz genau aufpassen müssen, uns für die nächsten Monate nicht die Weichen falsch zu stellen, weil die lassen sich dann immer sehr schwer wieder zurück biegen. Hier jetzt richtig zu entscheiden, ist verdammt schwer. Weil keiner weiß, wie die nächsten Monate im Verkauf wirklich laufen werden. Ein weiterer Preisverfall, würde aber sicherlich dazu führen, das uns der LEH für die nächste Zeit regelrecht abschlachten würde. Und irgendwann muss auch mal Schluss sein. Desto mehr wir nachgeben, desto schlechter wird die Spanne. Ist so ein Rad ohne Ende.
Wir sind oder kommen jetzt in eine sehr kritische Phase. Und dürfen auch unsere Schweineproduzenten nicht ganz vergessen. Wir wollen auch in den nächsten Jahren, noch Schweine mästen und schlachten.

Mehr kann ich auch heute noch nicht dazu sagen.

Schönen Abend

Gast

Hallo zusammen,

strategische Entscheidungen im Binnenmarkt können getroffen werden, wir befinden uns aber in Europa: hier versucht jeder zu verkaufen. Frische Lachse zu 2,85, Nacken TK 2,20 € / kg. Wer achtet bei solchen Angeboten noch auf Strategie?

Erfahre gern Ihre Meinung.

MfG

Berrendorf05

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ berrendorf05 [#14]

Meine Meinung ist:

Wenn wir nicht aufpassen, dann wird diese Inflation nicht mehr aufhören. Und dann können wir die Lachse demnächst verschenken, das wird aber immer noch nicht reichen, weil dann wollen die Kunden noch Geld raus haben wenn sie welche kaufen.

Natürlich können wir dieses "Spiel" immer weiter mitmachen. Stellt sich nur dann die frage, wer am längsten Luft hat.

Das ist die große Gefahr, die jetzt besteht. Und jetzt sollten wir genau überlegen, wie wir uns weiter aufstellen und uns verhalten. Im In teresse aller Produzenten. Aber richtig ist auch, in welche Richtung der Zug fährt, steht noch nicht fest. Eine Abwrackprämie für die Schlachtindustrie brauchen wir nicht.

Gute Nacht

Caesar
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ ina [#15]

Ha, ha Inflation. Wäre ja schön wenn wir eine Inflation hätten und wir alle von den Preissteigerngen profitieren könnten.
Wir befinden uns zur Zeit aber in einer mehr oder minder heftigen Deflation, denn die Preise für die meisten Rohstoffe und mittlerweile auch für Investitions- und Verbrauchsgüter sind seit einiger Zeit im starken Verfall. Vielleicht hast du das im Kern auch so gemeint.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Brontosaurus
Dein Statement wirft folgende Frage auf:
Wozu brauchen wir euch eigentlich noch; wenn alle so argumentieren; wie du?
Dann können wir Landwirte ja gleich mit dem LEH zusammenarbeiten; und ihr macht nur noch Lohnschlachtung/Verarbeitung.( Gut; dass klappt genauso wenig; aber hier in der Gegend gibt es einige; die schon erfolgreich in der Geflügelbranche sind mit verarbeitenden Betrieben; warum nicht auch in der Schweinebranche; dort kommt es auch; es haben hier schon einige Genossenschaften aus dem Futtermittelbereich; oder aus dem privaten Landhandel als Teilhaber die Finger mit im Spiel; was manchen "Grossen" ziemlich in Verlegenheit bringen kann;wenn man Neuerungen zugunsten derenseits durchsetzten will; Foristen aus dieser Ecke wissen sicherlich; was ich meine...)
Warum sicherst du dich denn nicht ab an dieser WTB; anstatt nur zu meckern?
Der August wird meines Erachtens viel zu niedrig bewertet....
Ich kann mich noch an ein Zitat von dir erinnern:
"Wenn der Preis hoch soll; müsst ihr weniger mästen".

Was ist; wenn das tatsächlich mal so kommen wird?

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Caesar [#16]
Ganz sicher hat Ina das so gemeint, war nur ein Schreib/Gedankenfehler!
Ist ja auch logisch.

@ Muehlenbach [#17]

Wo ist das Problem? Ihr mästet weniger, der Preis geht rauf, unsere
Verhandlungsbasis gegenüber den Kunden wird besser, die Spannen werden besser, alle verdienen Geld! Schöne Welt oder? Nur dann kommt die
Marktwirtschaft ins Spiel. Der Landwirt hat 20€ am Schwein über und die Mastställe schiessen wie Pilze aus dem Boden..... das Spiel beginnt von vorne...
Was die Absicherung betrifft, meiner Meinung nach viel zu spekulativ,
die Schlachthöfe reagieren eher zeitnah, weil sie ja im Verkauf auch nicht absichern (können).
Gruß Brontosaurus

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Brontosaurus
Dann mal ein Tipp von mir:
Leg dir als Sekritärin eine Krankenschwester zu....
Kann ein lustiges Jahr werden..
Heute ist Schweinemesse in CLP; mal sehen; was die dort wieder sagen....
Wahrscheinlich den selben Mist wie immer...pro Landwirte...
Währe doch mal lustiger; wenn z.B. der Vertreter von Tönnies mal die Wahrheit sagen würde; was die wirklich von den Landwirten halten....

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#19]
Also, ich weiß nicht ob es mangelnde Intelligenz meinerseits, oder
die Ironie deinerseits ist, aber ich kann Dir manchmal ehrlich gesagt nicht ganz folgen. Wofür brauchst Du noch mehr Vertreter von Tönnies?
Reicht Dir einer nicht aus?
Gruß Brontosaurus

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Bronto

Nicht noch ein Vertreter, das hast Du falsch verstanden!
Heute kommt Dr.Wilhelm Jaeger von der Firma Tönnies auf das "Fachforum Schwein" nach CLP.
Und dieser soll seine wahre Meinung sagen und nicht den Erzeugern nur Honig um den Mund schmieren. Er berichtet über das Thema „Schweinefleischerzeugung im Jahr 2020 – Perspektiven und Visionen aus dänischer, niederländischer sowie nordwestdeutscher Sicht“

MfG

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

Hallo zusammen,

mal ne Frage zur gern bewerteten Nachfrage und dem stützenden Export:

Wie stark schätzen die Forumsteilnehmer die Einflüße jeweils ein. Welche Überschüsse drücken bei einer fehlenden Wiederbelebung des Exports auf den Markt und v.a.: Wie verhält sich das entsprechende Preisszenario. Kommen dann krisenhafte Erscheinungen zutage mit starken Preiseinbrüchen? Wie man hört sind kleinere Märkte wie Japan u. evtl. Südafrika bereits abgeschrieben, da in NRW bei einem Wildschwein die Schweinepest nachgewiesen wurde! Ich denke, hier liegt ein erhebliches Risiko, dass zuzeit gänzlich unterschätzt wird! Aufgrund unserer stark gestiegenen Eigenereugung wären wir doch heute viel anfälliger als bei historisch vergleichbaren Ereignissen, oder! Gibt es für die Erzeuger eigentlich eine Art Mehrgefahrenversicherung für die Schweineproduktion, die im Fall der Fälle eine Absicherung gegen den Marktverfall bietet ohne das der eigene Betrieb direkt vom Seuchenfall betroffen ist? Ansonsten wäre wohl die RMX die einzige Chance, eine Absicherung zu gewähren!

Gruß

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#20]
Also nach dieser rassisitischen Äusserung hier, pfui deibel.
Aber egal.

Wenn Du für Freitag einen Wunsch frei hättest, wieviel müssten die Schweine dann fallen, damit die Spanne wieder passt ? Deiner Meinung nach ?

Gruss

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Caesar [#16]
Wir sprechen in der Branche von Inflation, wenn der Einkaufspreis stehen bleibt, der Verkaufspreis aber weiter fällt. Meistens ist das eine sog." schleichende "Inflation, wo man jeden Tag schleichend über fast alle Teilstücke immer weitere kleine Preisrückgänge hinnehmen muss.
In dieser Marktlage befinden wir uns zur Zeit. Trotz aller Massnahmen kriegen wir diese Entwicklung nicht gestoppt. Die Erklärung liegt meistens in einem nicht übermässigen Schweineangebot, und einer gleichzeitig sich einfach nicht belebendere Nachfrage.
Und das halten sie nur eine begrenzte Zeit aus, und dann muss sich was verändern.

Hat aber nichts mit der Wirtschaftsinflation zu tun.

Gruss

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Also, irgendwie mache ich was falsch....
Alle sind sich sicher; diesen Sommer kosten Schweine richtig verdammt viel Geld....
Von den bisherigen Vorträgen ( ich konnte es mir nicht mehr anhören) eine Lobhuddelei nach der anderen; bzw. nichts; was man eh nicht schon weiss.
Alles toll; alles klar; Kosten zwar zu hoch; aber was solls....
Das beste; eine Bank stellt eine Finanzierung vor; und rechnet mit zukünftigen Erträgen....Hab dann gefragt; warum man in dem Beispiel nur einen 960er Maststall beschreibt; besser währen doch 10000....
Verdient man doch noch mehr...; und die Bude ist in fünf Jahren abbezahlt.

Fakt ist; der Schweinepreis bleibt am Wochenende so wie er ist; alle haben gewartet; und alle Abnehmer sind Donnerstag; Freitag und Samstag bis über den Ohren voll mit Schweinen.
Schieben nach hinten geht nicht; weil die sonst zu schwer werden...
Und alle wollen Ferkel verkaufen; ist wohl irgendwie der Wurm drin.
Selbst schuld; denn seit der Preis nicht mehr steigt; wurde an der "Aufschlagsschraube" kräftig gededreht; Deutsche Herkünfte kosten zw.12 bis 15 Euro ( incl. Circo) über Notierung!
Vielleicht ein klein wenig zuviel gedreht....

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ ina [#23]
Entschuldigung!,ich wollte nicht rassistisch sein! Manchmal würde ich auch gerne in "Deiner" Firma arbeiten.(Einfach mal so aus Neugier!)Wäre bestimmt mal interessant zu sehen, was da so abgeht. Um Deine Frage bezüglich des Preises zu beantworten, es ist so wie Du schon sagtest,
es bringt eigentlich nichts mehr, den Preis weiter nach unten zu korrigieren, weil uns das Geld sowieso wieder "weggenommen" wird.
Dazu kommt das mit dem beginnenden neuen Monat immer ein bißchen "Hoffnung" auf eine Nachfragebelebung verbunden ist, die ich im Moment allerdings noch sehr skeptisch betrachte.
Aber wenn ich einen Wunsch frei hätte,würde ich den Preis gerne bei
1,30€ sehen, in der Hoffnung,??? damit im Export wieder etwas bewegen zu können. Denn genau hier sehe ich das größte Problem!
Wir haben uns mittlerweile alle auf den Export "eingeschossen" und die
entsprechenden Kapazitäten dafür geschaffen. Sollte sich dieser aufgrund von Finanzkrise,Wechselkursen usw. dieses Jahr anders abspielen als im letzten Jahr, dann können, (egal was sich die grüne Seite wünscht und verständlicherweise erhofft) die Schweine so "knapp", (gemessen an den Schlachtkapazitäten), werden wie sie wollen, für die Nachfrage werden sie immer ausreichen!
Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen und ich bin mit Sicherheit auch kein Hellseher, aber ich sehe das Jahr 2009 für die rote,
wie für die grüne Seite, nicht so rosig.
Ich hoffe ich irre mich! Wäre aber interessant von Dir, Ina, zu wissen, ob Du das ähnlich siehst.
Gruß Brontosaurus

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#26]
Ich wüsste auch in 28 Jahren Berufserfahrung noch nicht einmal so eine bekackte Situation wie zur Zeit. Und wie das nächste Zeit weiter gehen wird, weiss ich auch nicht.
Vom Tagesgeschäft her müssten die Schweine runter. Ganz Klar. Nur der LEH hat die Messer so dermassen scharf, die bügeln uns immer noch weiter ab. Habe heute in der Fleischwirtschaft gelesen, das in den Läden die Tendenz klar weg von den Höherwertigen Teilen zu den billig Artikeln geht. Bestätigt auch das Bestellverhalten meiner Kunden. Die Industrie ist nur noch mit den Abnehmern über weitere Preissenkungen am verhandeln. Und die warten alle auf Carl und Theo, das die jetzt den Anfang machen, dann müssen alle hinterher.

Wir fangen jetzt an die Grillartikel zu Kontraktieren, dafür müssten die Schweine jetzt eigentlich hoch (ausser natürlich für unsere eigenen Einlagerung und Fabriken )da spart es unser Geld erstmal, dafür bekommen wir für die fertige Ware anschliessend auch weniger, hilft dann auch nicht viel.

Export wird immer schlechter, die versuchen immer mehr die Zahlungsziele zu strecken, dadurch wird natürlich automatisch der Umsatz gedrückt, weil die Limits nicht schnell genug wieder sinken. Ein Teufelskreis. Die ersten wollen schon 60 Tage Ziel haben, weil denen die Liquidität fehlt. Nur wer soll das denn finanzieren ? Die Versicherungen listen auch immer mehr ( zumeist kleinere Betriebe ) aus. Ausserdem werden die Währungsrisiken immer grösser. Die sind nur noch am abwerten. Ausserdem reklamieren die fast jeden Zug, nur um Geld abzuziehen, weil sie die Ware kaum noch bezahlen können.

Und dann sind da auch noch die Landwirte, die sollen und müssen auch Geld verdienen, soll man auch nicht vergessen.

Ich glaube auch, das viele hier im Forum sich der Risiken und Herausforderungen die in 2009 noch kommen könnten, sich nicht richtig bewusst sind.

Aber wir werden sehen

Gruss

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Mona Lisa [#22]
Wie stark schätzen die Forumsteilnehmer die Einflüße jeweils ein. Welche Überschüsse drücken bei einer fehlenden Wiederbelebung des Exports auf den Markt und v.a.: Wie verhält sich das entsprechende Preisszenario. Kommen dann krisenhafte Erscheinungen zutage mit starken Preiseinbrüchen?
Wäre Absolute katastrophe Weltuntergang in West-Europa. bei dem Schweineangebot. auf dem Weltmarkt fallen die Preise immer weiter. Sollten die Differenzen zu den USA immer grösser werden, hat sich das mit Japan und China bald von selber erledigt, auch ohne Pest.
Wie man hört sind kleinere Märkte wie Japan u. evtl. Südafrika bereits abgeschrieben, da in NRW bei einem Wildschwein die Schweinepest nachgewiesen wurde! Ich denke, hier liegt ein erhebliches Risiko, dass zuzeit gänzlich unterschätzt wird!
Weniger ein Problem, Japan sind die Mengen zu klein, Südafrika ??
So lange "nur " Pest bei Wildschweinen ( nur Asien ), Pest bei Hausschweinen, Sperre ja nach schwere der Fälle massiv. Haben wir ja in 2006 alles erlebt. Kostet Millionen. Noch mit einem blauen Auge davon gekommen.
Gibt es für die Erzeuger eigentlich eine Art Mehrgefahrenversicherung für die Schweineproduktion, die im Fall der Fälle eine Absicherung gegen den Marktverfall bietet ohne das der eigene Betrieb direkt vom Seuchenfall betroffen ist?
Habe ich noch nie von gehört, das es sowas gibt.
Ansonsten wäre wohl die RMX die einzige Chance, eine Absicherung zu gewähren!
Umsätze viel zu gering. Würden wohl nur short-positionen, die long-positionen durch niedrige Kurse locken. Wäre für mich nicht realistisch. Wunschdenken.

Gruss

Timo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Oh man, wenn man die letzten Artikel hier liest wird man ja noch depressiv. Läuft denn wirklich alles so schlecht? Im Export geht nichts mehr, weil die Währungsrisiken immer größer werden. Kann das jemand mal mit Zahlen belegen, wie haben sich die Konditionen aufgrund von abgewerteten Währungen verschlechtert?
Letztes Jahr hieß es immer, dass wir im Export nicht wettbewerbsfähig sind, weil der Euro so teuer ist und die USA viel billiger anbieten können. Trotzdem haben wir Absatzrekorde beim Export erziehlt. Und nun wo der Euro wieder günstiger ist, soll alles schlechter laufen...?
Ok, das mit den 60 Tagen Zahlungsziel und den nicht mehr ausreichenden Limits kann ich nachvollziehen. Ich würde auch keine 60 Tage akzeptieren, schon gar nicht bei so unsicheren Abnehmern. Aber irgendeiner macht es anscheinend doch, sonst würden die ja gar kein Fleisch mehr bekommen und igendwann müssten die dann enormen Nachholbedarf haben. Denn gegessen wird immer, und selbst in der Krise wird Fleisch gegessen!

Die einzige Hoffnung ist doch, dass sich eine aktuelle Entwicklung auch schnell umkehren kann ohne dass da jemand vorher mit rechnet. Das hat uns die Vergangenheit immer wieder gezeigt. Das Öl hat nie 200 Dollar gekostet und Getreide ist auch wieder zu alten Preisen zu haben. Wer hätte das vor einem halben Jahr gedacht?

Wer weiß schon wie es in einem halben Jahr aussieht...?
Meistens kommt es anders als man denkt.

Gruß
Timo

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Leute bleibt mal gelassen,

die Stimmung hier im Forum scheint schlechter zu sein als die Stimmung am tatsächlichen Markt.
Früher las man hier nur die Unzufriedenheit der grünen Seite,
heute wird die Diskussion zu über 50 % von der roten Seite geführt (sehe ich positiv).
Da gehört es halt dazu, daß man die Wertung der Beiträge entsprechend gestaltet.
Früher haben wir uns selbst gegenseitig auf die Schulter geklopft, heute machen das Heizer, Brontosaurus,Berendorf,und Cäsar in Verbindung mit den informativen Beiträgen von Ina.
Also, locker bleiben. Die schlechten Exportprognosen gab es auch im letzten Jahr ,doch plötzlich lief wieder alles, und dabei besser als je zuvor.
Panikmachen hilft nur dem LEH.

Sorge machen sollten wir uns etwas über die anstehende Vertrags,Auftragseinlagerung von Grillartikeln. Da werden die Preise der Grillartikel der nächsten Saison,und somit die Mai und Junipreise teils vorbestimmt.
Wenn die Produktionszahlen, die uns Henrydunnink letztens hier bekanntgab stimmen, sollte sich schon bald auch der Preistrend nach oben einstellen.

Gruß Paul

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo, heute wurde uns auf der Schweinefachtagung in CLP von dem Tönnies Vertreter erzählt wir müssten noch kräftig wachsen, der Export wäre unsere Chance!

Desweiteren sehe er, das bei uns nur noch gemästet und die Ferkel in den Niederlanden und DK produziert würden.

Er meinte auch das es keinerlei Absprachen gäbe, wenn Tönnies und Vion gleichzeitig Hauspreise androhten, man würde sich kennen und die Hand reichen, mehr nicht, worauf das einzige mal großes Gelächter in der Halle aufkam.

Er und seine Kollegen konnten aber keine Antwort geben wo denn das Geld und die Liquidität für die enormen Aufstockungen herkommen sollte.

mfg picprofi

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