Richard Ebert
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Schweine: Nervosität am Markt nimmt zu / morgen erster Rückgang ?

Strafprozess: Viehhändler soll Kunden bedroht haben

Mit einer Urteilsverkündung rechnet man Mitte Oktober

Topagrar.com (03.09.09) - Der Strafprozess um den Mordanschlag auf den 44-jährigen Viehhändler Albert V. aus Südkirchen, der am 19. August 2009 begonnen hat, geht weiter.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=blogcategory&id=25&Itemid=520)

Schweinebestand in NRW nimmt weiter zu

Agrarheute.com / pd, Bonn (03.09.09) - Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW) nach einer Auswertung der Viehzählung vom dritten Mai dieses Jahres feststellt, gab es zum Stichtag in NRW Ställen rund 6,48 Millionen Schweine, 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Schweine in Nordrhein-Westfalen hat wieder leicht zugenommen. Gegenüber der letzten Viehzählung im November 2008 stieg der Schweinebestand um 2,4 Prozent.

Die Zahl der Schweinehalter hat innerhalb eines Jahres um 3,4 Prozent auf jetzt 11.428 abgenommen. Gegenüber dem November vergangenen Jahres. Als viele Mastställe aufgrund der schlechten Erzeugerpreise leer standen, hat die Zahl der Schweinehalter in Nordrhein-Westfalen wiederum 3,4 Prozent zugenommen.

Zahl der Sauenhalter rückläufig

Weiter rückläufig ist die Zahl der Sauenhalter, die in ihren Ställen Ferkel für die Schweinmast produzieren.117 Sauenhalter gaben innerhalb eines Jahres auf. Mit jetzt noch 4.310 lag ihre Zahl im Mai dieses Jahres um 2,7 Prozent unter dem Vorjahr. Damit setzt sich ein langwieriger Trend fort, der Rückgang ist jedoch nicht mehr so dramatisch wie in den Jahren 2007 und 2008, als innerhalb von nur 18 Monaten 721 Ferkelerzeuger in Nordrhein-Westfalen die Produktion einstellten. Weil wieder mehr Landwirte Schweine mästen, ging die durchschnittliche Bestandsgröße leicht zurück auf jetzt rund 567 Schweine je Halter.

Trend zu größeren Beständen

In der Ferkelproduktion setzte sich dagegen der Trend zu größeren Beständen weiter fort. Im Durchschnitt stehen bei den Ferkelerzeugern in NRW jetzt rund 119 Sauen im Stall. Ein Grund für den leichten Anstieg des Schweinebestandes und den Wiedereinstieg einiger Schweinemäster ist nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen der Anstieg der Erzeugerpreise für Schweinefleisch Mitte letzten Jahres. Inzwischen liegen die Preise jedoch wieder unter Vorjahresniveau, so dass sich der Trend zu einer rückläufigen Zahl der Erzeuger und bei gleichzeitig wachsenden Bestandsgrößen fortsetzen wird. (pd)

(Quelle: http://www.agrarheute.com/schwein/schwein/wieder_mehr_schweine_in_nrw_.html?redid=310747)

Kassamarkt: Probleme im Fleischverkauf nehmen weiter zu

Am Schlachtschweine Markt können sich die Preise weiterhin behaupten und der saisonal übliche Preisverfall bleibt bisher aus. Die Lebendvermarktung bereitet keine größeren Schwierigkeiten und rechtfertigt keine Preisabschlag.

Dagegen werden die Probleme im Fleischverkauf von Woche zu Woche größer. Insbesondere Schinken und Kotelett finden oft nur zu niedrigeren Preisen ihre Abnehmer.

Daher gestaltet sich die Preiseinschätzung für die morgige Notierung recht schwierig.

(Quelle: VR Agrarberatung)

Bild entfernt.Terminmarkt: Index für Schweine und Ferkel mit neuem Jahrestief

Am Terminmarkt in Frankfurt wurden 20 Kontrakte Schweine gehandelt, davon 16 im Frontmonat September bei unverändert 1,51 Euro, also 5 Cent unter dem aktuellen V-Preis. Fünf weitere Terminmonate gaben um 1 bis 1,5 Cent nach.

Der M 12 Index für Schweine gab um 0,38 Cent auf 1,3921 Euro nach, ein neues Jahrestief.

Ferkel gingen umsatzlos zu Vortagskursen aus dem Markt, nur der Januar wurde aufgrund niedrigerer Verkaufsangebote um 50 Cent auf 45 Euro zurückgenommen werden.

M 12 Ferkel Index minus 4 Cent auf 44,04 Euro, ein neues Jahrestief.

Bild entfernt.Aussicht für morgen: Minus 2 Cent auf 1,54 Euro

Auch wenn die Grüne Seite weiterhin auf Optimismus spielt und auf die guten Exportgeschäfte verweist, sind mittlerweile im Markt deutliche Vermarktungsprobleme zu spüren. Das Angebot nimmt täglich weiter zu und die Rote Seite dürfte morgen einen deutlichen Preisabschlag fordern.

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ Muehlenbach [#30]
Hab noch was vergessen: 4 Cent weniger im Verkauf und 12 Cent weniger im Einkauf, glaub mir bitte, so einfach ist die Sache nicht! Und wenn die Stückzahlen jetzt gekürzt werden , dann liegt das nicht daran, das der Schlachthof nicht schlachten will, sondern seine "Klamotten" selbst nicht mehr los wird, weil dessen Abnehmer nur auf weiter fallende Preise schielen! Du bekommst doch jetzt schon das Fell über die Ohren gezogen, als wenn die Schweine 1,42 kosten!
Gruß Bronto

Spekulatius_Maximus
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@ Brontosaurus [#32]

Du bekommst doch jetzt schon das Fell über die Ohren gezogen, als wenn die Schweine 1,42 kosten!

Das ist das, was ich meinte! Das Niveau ist insgesamt weiter unten, aber letztlich wird nicht mehr verdient! Wäre schön, man bekäme den Rückzug etwas geordneter hin...

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ Spekulatius_Maximus [#33]
Festhalten, füttern uns sind die schweren Schweine nur Recht!!
Gruß Bronto

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

Hallo Brontosaurus,

wenn ihr jetzt sagen würdet, dass die schweren Schweine in zwei Wochen mit 1,50 € bezahlt werden, würden wir das Ende der Spirale schnell erreichen! Das was wir zur Zeit offenbar erleben ist doch nur ein künstlicher hoher Druck!

Wie sind eigentlich die Exportmodaltäten und Mengen bei lebenden Schweinen und bei den Hälften?

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

Na endlich; Bronto; jetzt sind wir wieder auf einer Linie.
Es ist ebend doch alles Psychologie.
Bei euch; und bei uns.
Du hast ebendso keinen Denkfehler mit "deinen" Ferkeln; der Verlierer ist wieder der Sauenhalter.

Bei den Landwirten ist es nun mal so:
Es geht Liquidität vor Ertrag.
Und damit nicht anders als bei euch.
Was nützt mir ein "ruhiger" Markt; wenn ich zwei Wochen später weniger Geld habe; zu höheren Kosten; und "sonstigen" Ausgaben (30.09 ist immer ein Tilgungsstichtag für Rentenbankkredite; Pachten usw.)?
Nichts.
Und für Preissteigerungen sind die "Zeiträume" zu lang.
Das ist der einzige Spielraum; den die Landwirte noch haben.
Ich habe Jahrelang dann immer auf die "Abwarten-Karte" gesetzt; und es hat mich mehr Geld gekostet als der erste Schaden ist der beste Schaden.
Gut; wir haben z.Zt. den Export.
Nur wollen die auch nicht die dicken Wupper-Schweine mehr haben; sondern achten auch vermehrt auf Qualität.

Glaub mir; hättet ihr vergangenen Freitag nur die Hälfte gemacht und gesagt; mal sehen was kommt; dann wär das anders verlaufen.
Stattdessen aber sofort 6ct und keine Preiszusage für Schweine ab vergangenen Montag.
Weil ihr genau wusstet; was kommt.
Und das war es; was ihr wollt.
Alle "Beschwichtigungen" nützen nichts.

Und genau das sagst du mit deinem letzten Zitat:" Die Abnehmer warten doch nur auf fallende Preise".
Also war die Aktion doch voll für den A...
Anscheinend.
Wo wären denn dann die Gewinner?
Es gibt keinen?
Und genau deshalb glaube ich euch kein Wort.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

Meines Erachtens hat der überzogene Preisrückgang von -6 Cent diese Panik bei einigen Mästern ausgelöst. Eine geringere Abstufung hätte es auch getan!
Um dem entgegenzusetzen sollte bald möglichst wieder Ruhe und Stabilität in den Markt zurückkehren, der einzige der von der jetzigen Situation profitiert ist doch wieder einmal der LEH!
Die jetzt viel zu leicht abgelieferten Schweine fehlen natürlich dann in der nächsten Woche, logisch.

Ich frage jetzt mal fleischprofi, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir den Preis auf dem jetzigen Niveau am Freitag halten können?

MfG

sapa
Mitglied seit
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@ PorkyPig [#37]

Wenn ich auch mal antworten darf, aus meiner Sicht.

Antwort: sehr gering

Wie Mühlenbach schon sagte "Hausgemachte Probleme", die zu frühe Abgabe der Schweine tun ihr übriges dazu.

sapa

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

Na klar sapa, jeder darf natürlich darauf antworten! Ich hätte gerne noch eine Meinung von jemandem von der Roten Seite.

Die Panikverkäufe dürften ja jetzt vorbei oder zumindest überschaulicher sein, jetzt wo es ab heute an vielen Schlachthöfen den neuen Preis vom kommenden Freitag gibt.

MfG

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ Fleischprofi

Mensch...so schlecht kann der Abverkauf ja gar nicht laufen, da Du dich hier zur aktuellen Marktsituation gar nicht mehr meldest. Das war ja schon mal anders, da gabs ja fast im Stundentakt Kommentare. ;-)

Wenn viel zu tun ist, ist es immer ein gutes Zeichen.

MfG

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ PorkyPig [#40]

Ich erinnere mich da an so einen Satz von letzter Woche der da lautete: "Erst mal den Gegner in Sicherheit wiegen und dann urplötzlich zuschlagen."

Also sei Dir nicht zu sicher, das könnte auch die Ruhe vor dem Sturm sein!

Ich denke unser Fleischprofi macht das schon ganz bewußt.

Gruß Bronto

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