Schweine: Neuer Dioxin-Fall - Behörden schließen 934 weitere Höfe

Quelle: Spiegel Online

Neuer Dioxin-Fall - Behörden schließen fast tausend weitere Höfe

Der Dioxin-Skandal weitet sich aus: In Niedersachsen steht ein weiterer Futterhersteller unter Dioxin-Verdacht. Er belieferte offenbar Mastbetriebe in ganz Deutschland - 934 weitere Höfe müssen nun gesperrt werden.

Berlin - Agrarministerin Ilse Aigner spricht von einem "Skandal im Skandal": Erst jetzt ist entdeckt worden, dass ein Tierfutterhersteller in Niedersachsen, der unter Dioxin-Verdacht steht, 934 Betriebe belieferte. Diese Höfe müssen nun zusätzlich gesperrt werden.

Betroffen sind laut Aigner:

* 110 Legehennenbetriebe,
* 403 Schweinemastbetriebe und
* 248 Ferkelmastbetriebe.

Das Land Niedersachsen hat den Angaben zufolge die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, da von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit ausgegangen wird. Das Futter sei unter anderem nach Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Bayern gegangen.

Aigner forderte die Ablösung der politisch Verantwortlichen. Dies sind derzeit Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) in Vertretung eines fehlenden Agrarministers sowie Agrarstaatssekretär Friedrich-Otto Ripke. Der Bund sei erst am Samstagmorgen von Niedersachsen informiert worden.

"Mir wurde von niedersächsischer Seite wiederholt und auch gestern erneut mit Nachdruck versichert, dass die für die Futter- und Lebensmittelüberwachung zuständigen Landesbehörden alle erforderlichen Maßnahmen zur Aufklärung des Dioxin-Falls in die Wege geleitet hätten", sagte Aigner.

Kanzlerin kritisierte Krisen-Kommunikation

Auch die Ministerin selbst ist allerdings unter Druck geraten in diesem Dioxin-Skandal, der Deutschland seit Wochen beschäftigt. Aigner hat sich in der Krise bislang nicht profilieren können, ihr wird Unentschlossenheit vorgeworfen. Gegenüber den Ministern von CDU und CSU - also auch in Gegenwart Aigners - soll Kanzlerin Angela Merkel einem Bericht zufolge deutlich gemacht haben, dass die Kommunikation der Krise nach außen nicht gut gelaufen sei.

Aigner reagierte am Freitag mit einem Aktionsplan gegen Futtermittelskandale . Dieser sieht unter anderem schärfere Kontrollen und härtere Strafen vor. Auch bei Fällen grober Fahrlässigkeit müssten laut Aigner künftig Gefängnisstrafen drohen. Bisher können Haftstrafen nur bei Vorsätzlichkeit einer Tat verhängt werden. In anderen Fällen drohen bislang lediglich Bußgelder.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zeigte sich gegenüber Forderungen nach höheren Strafen jedoch skeptisch. "Wer die Lebensmittelsicherheit gefährdet, kann in schweren Fällen jetzt schon mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden", sagte sie der "Passauer Neuen Presse" vom Samstag. Die Justiz werde die strafrechtlichen Sanktionen "mit Sicherheit voll ausschöpfen".

Laut einer Umfrage wollen die meisten Bürger angesichts des Dioxin-Skandals strengere Gesetze und Kontrollen bei Lebensmitteln. Wie das ZDF-"Politbarometer" ergab, sind 84 Prozent der Bundesbürger für mehr Strenge. Lediglich 15 Prozent meinten, dies sei nicht nötig. Doch dem Tatendrang der Politiker misstrauen offenbar viele Befragte. Nur 43 Prozent glauben, dass es tatsächlich zu einer Verschärfung der Regelungen kommen wird. Eine Mehrheit von 55 Prozent bezweifelt dies.

kgp/dpa/AFP

Geschrieben von SSiegel am
Benno Baumann
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Wie konnte so etwas passieren, ist doch alles QS zertifiziert!?
Also jetzt mal ehrlich, QS hat meiner Meinung nach völlig versagt, und bewiesen, wie überflüssig das ganze System ist.
Wir brauchen so ein System, versteht mich bitte nicht falsch, wenn aber nach 2 Wochen immer noch neue Futtermittellieferanten auftauchen, die die Sch..... untergemischt haben, hat das mit Qualität, Sicherheit und Rückverfolgbarkeit gar nichts mehr auf sich.
Es wurden anscheinend immer nur bei denen die Standards höher gelegt, die sich am wenigsten wehren (Landwirtschaft).
Dort wo Widerstand zu erwarten war, zeigte sich das System offensichtlich großzügig. Ich könnte mir sonst nicht erklären, warum man es nach 2 Wochen noch nicht geschafft hat die Wege des verunreinigten Futters aufzudecken bzw. warum ein QS-Betrieb in Deutschland Lebensmittelfette und Technischefette verarbeiten darf, wo es in Holland z.B. schon seit Jahren verboten ist und bisher alle Dioxin-Skandale genau diesen Ausgangspunkt hatten.
Ich Frage mich wann bei QS endlich die Köpfe rollen!
Man sollte Prüfen, ob man QS nicht auf Schadensersatz verklagen kann.
Sie garantieren schließlich Qualität und Sicherheit und stehen meiner Meinung mehr in der Verantwortung als Polik und Behörden.
QS aber hat nichts zu befürchten, in den Medien wird es nur sehr selten erwähnt, denn dieses Label kennt fast Niemand.
Wir sehen jetzt auch das kein Verbraucher QS vertraut hat, sonst müssten diese jetzt sehr enttäuscht sein.
Ich hab aber noch keinen gesprochen der gesagt hat:"Wie konnte so etwas passieren, ist doch alles QS zertifiziert!?"

Schönes Wochenende

Benno

p.
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Sollte in diesem Fall Vorsatz vorliegen so könnte es unter Umständen für Vorstand und Aufsichtsrat
trotz vorhandener D&O Versicherung heikel werden, dann könnte es unter Umständen in die personelle
Haftung gehen.

Ich denke das viele versuchen werden hier einen Anspruch geltend zu machen, und sehe in diesem Fall
vielleicht sogar Chancen (Haftung der Genossenschaft oder D&O Versicherung oder Haftung von Vorstand
und Aufsichtsrat).

topigs
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Frage:

Wenn von der Genossenschaft Schadensersatz gefordert wird, können diese im schlimmsten Fall bis zu den Genossen (Landwirte) durchgereicht werden??

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Wer bitte kauft noch "Fertigfutter" ????
Ist euer Vertrauen immer noch Grenzenlos ? Was und vieviele Dioxin - Mischer kommen noch ???

Die Futtermittelverbände ( laut Presse " mächtige Milliardenschwere Futter und Agrarlobby") haben sich immer noch nicht zur Situation geäusert.
Die Landwirte saufen ab auf hoher See und anstatt eines Rettungsringes werden noch Steine nachgeworfen!

Kauft nur noch Futter mit Vollanalyse oder stellt die Zahlungen ein.
Kauft billiger oder mischt wieder selbst es ist gar nicht so schwer !

Soya + Getreide +Mais und Minneralfutter + Rapsöl mahlen lassen von der Fahrbaren Mischanlage und ins Futtersilo blasen Aus die Maus!!!

Schönen Sonntag
Saubauer

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Also es ist nunmal ein starkes Stück; natürlich.
Entweder haben die Behörden irgendwas verschlampt; was auch durchaus im Bereich des Machbaren ist; oder irgendwer hat irgendwen mächtig unter Druck gesetzt.
Mann muss es mal von der Seite sehen: Im Schweinereichen Oldenburger-Münsterland ist das die Schweineregion überhaupt; der Durchschnittsbetrieb hat dort min 5000 Mastplätze; wohl gemerkt mindestens.
Also; wenn es vorsätzlich war; dann haftet die Genossenschaft weil ihre Versicherung mit Sicherheit Vorsatz nicht übernimmt.
Dann kann die Genossenschaft zahlungsünfähig werden; in dem Falle haften Mitglieder in Höhe ihrer Einlagen; wie hoch die sind; ist Gegenstand der Genossenschaftsversammlung; geht meist nach dem Umsatz bis zu einer höchstgrenze.
Dass können durchaus 20000 bis 50000 Euro sein.

Die Frage wird nun sein; hat diese Genossenschaft vergangene Woche fleissig Unbedenklichkeitsbescheinigungen ausgestellt; dann sehe ich morgen schon ein Chaos für alle Landwirte Deutschlands; die Schweine verkaufen wollen; denn was nützt einen Schlachtbetrieb die Bescheinigung; wenn es das Papier nicht wert ist?

Nun denn; die Biobranche hatte in den vergangenen Monaten auch so ihre Probleme:http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1359558/

Aber wir sind die bösen...

Asta la vista; Freunde; i´ll be back
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#5]

Tut mir leid Saubauer. Bisher waren deine Berichte immer noch o.k.
Aber was möchtest du mit deiner Äusserung sagen. Alle Mischerfutterhersteller sind "Panscher", nur du und andere "Selbstmischer" im Lande nicht ? Wieviel fliegende Händler kommen auf den Höfen und verkaufen mal Dies mal Das (Wundermittel, Mineralfuterr usw.), was ihr einmischt? Kontrolle - Null !
Auch in deinem Soja könnte Dioxin oder ä. Stoffe sein. Also sei vorsichtig, auch vom Getreide deines Ackers könnten Probleme auf dich zukommen, was dann ? Hast Du deine Eigenmischung schon einmal auf Schadstoffe untersuchen lassen ? Ich behaupte, kaum ein Selbstmischer/Hofmischer macht das! Wenn ich Unrecht habe, bitte Beweise.
Als Kunde meines Futtermittelieferanten kann und darf ich davon ausgehen, dass ich Futtermittel geliefert bekomme, dioe dem Gesetz entsprechen. Vor Verbrechern kann man sich kaum nicht schützen.
Wie hälts Du es denn mit dem Einkauf deiner Lebensmittel? Kaufst doch sicher auch nicht nur beim Dorfmetzger/Bioladen und bei Tante Emma oder auch mal bei Aldi, Lidl und Co. ?
Ich hoffe im Sinne aller Betroffenen, das bald ein Ende in Sicht ist und vielleicht endlich ein kompotenter Politiker der Regierung bereit ist, in der Sache kein klärendes Wort zu sprechen. Vielleicht ist es die Kanzlerin ?

JBH
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

saubauer,
das schafft doch nichts, da kann ich mir ja gleich nen mann und ne fahrbare mühle kaufen und nichts anderes mehr machen, und wo soll das ganze getreide herkommen.. die futtermühlen sind da wesentlich effizienter.. schon mal was arbeitsteiliger wirtschaft gehört... und du kannst nicht alle über einen kamm scheren.

jbh

JBH
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

saubauer,

und ausserdem das getreide hat nicht nur erzeugungskosten, es gibt da auch noch die opportunitätskosten..

jbh

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ papuawenzel [#7]

Soll im letzten Absatz natürlich "ein klärendes Wort" heissen.

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ papuawenzel [#7]

Ich habe schon lange auf Reaktionen gewartet!!
In meiner Mischung sind Komponenten aus der Lebensmittelproduktion wie Kartoffel und Brot und vor allen für die Kartoffel gibt es alle 3 Monate neue Analysenwerte!!

Nicht alle bauen Mist aber die " Guten " sollten sich endlich von den " Bösen Verbrechern " distanzieren!!
Wenn die Futterverbraucher nicht genügend Druck machen wird abgewartet, vertuscht und wir haben halt dann 2013 oder 14 den nächsten Skandal im Skandal ODER!

Nun endlich hat der DVT reagiert und veröffentlicht ,daß die " Panscher" ausgeschlossen werden!
Bericht ISN 16.1.2011

Schönen Abend
Saubauer

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Saubauer2; wo sitzen die schädlichen Zusätze drin?
Na; brauchst du keinen Ergänzer?
Oder Mineralfutter?
Und schon kannst du auch dran sein.
Hier verarbeiten die meisten guten Futtermischer auch zw.70-80% Getreide; also sind die genauso gut wie die Selbstmischer.
Ich würde mit meinem Ackerertrag meine Schweine ganze vier Wochen füttern können..
Und dann?
Die Kanzlerin wird garnichts machen.
Warum auch?
Jeder; der gesunden Menschenverstand hat; was auch nicht wenige sind; weiss doch was los ist.
Die; die momentan Stimmung machen sind doch die sog. "Gutmenschen"; die Geld genug haben; weil diese häufig auf "Staatskosten" leben ( nein; nicht Hartz4; sondern Stufe A oder B; ihr wisst was ich meine).
Aber es ist wie so häufig im Leben:Einige wenige machen Stimmung.
Das passiert uns doch auch so; warten wir mal die Neuausrichtung der neuen Agrarordnung ab; hier gibt es sehr viele; die eine Deckelung wünschen; und dass Agrarferne Betriebe keine Ackerprämien mehr bekommen wie Industrie u.a.
Aber dennoch wird sich eine Minderheit durchsetzen; die Frage ist; wer genug Fett mitbringt.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Anscheinend haben die Behörden gepennt...
Ist ja auch Urlaub; und Winterferien usw.usv....
Der eine weiss vom nächsten nichts.
Ich erinnere mich da immernoch gerne an die dämlichen Geschichten mit dem Grünlandabgleich.
Jedes Jahr dasselbe; immer neuer Sachbearbeiter; immer in der Ernte mit einer Frist von 14 Tagen und dem ausdrücklichen Hinweis; dass ohne Klärung die Prämie in dem Jahr nicht ausgezahlt wird; mit Telefonnummer für Rückfragen; leider war der zuständige Sachbearbeiter in Urlaub; ( für drei Wochen); der Kollege konnte auch nicht helfen...
Viel Theater um nichts.
Auch gut letzte Woche; neuer Stall; wollte bei der Tierseuchenkasse anrufen; steht gross HOTLINE drauf; am Dienstag um 10.30 hiess es nur am anderen Ende " Sie rufen ausserhalb der Geschäftszeiten an"..

Das ist Deutschland.
Ein Hoch auf das Preussentum.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Muehlenbach [#12]

Das mit den Beamten nur zu Gewissen Zeiten gearbeitet werden kann ist auch in Bayern streng geregelt!!

8.00 - 9.30 (
10.30 - 12.00
13.30 - 15.00 nur Di - Do

Spass beiseite

Es fehlen immer noch deutliche Worte in der Öffentlichkeit.
Die Futterherstellen haben doch auch Öffentlichkeits--Beauftragte oder sind die alle im Urlaub?
Dioxin im Fisch ist gesund im Ei und Fleisch macht der selbe Wert krank!?

mfg
saubauer

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#14]

So ist das. Hier die Höchstwerte in Nahrungsmittel gem. EG-VO:

Milch,Butter, Eier: 3 pg/g Fett
Schwein: 1 pg/g Fett
Rind: 3 pg/g Fett
Geflügel: 2 pg/g Fett
Fisch: 4 pg/g Muskelfleisch

Mfg

Franz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Mal den Stand aus Damme.

Die Genossen haben nichts verschwiegen, oder vorsätzlich zurückgehalten. Vielmehr haben sie in Absprache mit den Sachbearbeitern die Lieferlisten gemäß dem Gefährdungspotential zusammengestellt, um die Bearbeitung durch die Behörden zu erleichtern. Auf Grund der Situation hier vor Ort (Betriebsteilung, Silo Opa, Mama, Bernd und Pachtstall 1 usw., dann noch Bezug von beiden Mühlenstandorten) ist die Behörde dann wohl trotz der Zuarbeitung durch die Genossenschaft nicht mehr durchgesiegen, und hat die Gesammtlieferlisten angefordert. Das sollte bis Freitag den 8.1. geschehen. Konnte aber erst am Dienstag den 11.1. Erfolgen. Das muß sich die Geschäftsführung ans Bein binden. Die Geschäftsführer sind nicht in Haft. Die Staatsawaltschaft sieht auch keinen Grund zur Strafanzeige.

Resüme: Gut gemeint, aber sehr dumm gelaufen.

Weißt bitte eure Futterlieferanten darauf hin, das durch solche Mißverständnisse nicht noch einmal Schlagzeilen Entstehen.

Gruß

fritz44
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Es werden immer Werte in pg/g Fett angegeben .Enthält Fleisch kein
oder weniger Dioxin.

Gruß fritz

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Dioxin lagert sich im Fettgewebe ein; deshalb ist es dort messbar.
Die Betonung liegt auf "lagert sich ein".
Sonst würde es ja ausgeschieden; und währe nicht so ein Problem.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Franz [#16]

ganz ehrlich: Ich habe weiter kein Verständnis für den Mist, den die da in Damme angerichtet haben!

Ich bin nicht Mitglied dieser Genossenschaft, aber ich hoffe, dass die Generalversammlung gegen eine Entlastung von Vorstand stimmt. Der AR muss nun auch handeln...

Und dann die nicht vorhandene Informationspolitik... ich kann es nicht fassen!

Trust
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Das Schlimme ist, das aus Damme nichts an Informationen kommt.
Eine Erklärung, die Klarheit in der Branche schafft, fehlt noch.
Nur mit klaren Informationen kann Vertrauen geschaffen werden. Angeblich waren die Schlachter gestern kurz davor, zunächst keine Schweine aus Südoldenburg mehr zu nehmen. Kaum auszudenken !
Wenn die in Damme mauern, wird es nur noch schlimmer. Schlechtes Krisenmanagement.

@ Franz: Wenn es so wäre, kommt dann die Staatsanwaltschaft mit einem Durchsuchungsbefehl ins Haus ? Glaube ich (noch) nicht.

Gruss Trust

Franz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Trust

Die Dammer wollen wohl erzählen, sind aber auf Grund schlechter Erfahrungen vorsichtig gegenüber der Presse (05491 6640 und Dr.Brak verlangen). Die gefährdeten Schweine-Betriebe waren ja schon gesperrt und am Proben nehmen. Die Legehennenbetriebe der LBD hatten sich auch schon frei geprobt. Es lief doch, es wurde doch konkret gehandelt, die LBD hat bewußt keine Unbedenklichkeitsbescheinigungen ausgestellt bis nicht die letzten Proben zurück sind.
Ich bin seit Sa 19:30 gesperrt, die Formulare kammen So. 14:30, die amtlichen Proben haben wir So 17:00 genommen. Natürlich ist das unangenehm und in meinem Fall höchst warscheinlich unnütz. Ein Nachbar hat sich schon eigenhändig freigekeult (Sperrung wegen 1 Sack Hühnerfutter für den Eigenbedarf). Im Nachbarkreis hat ein Kollege nach 10 Tagen Sperre noch nicht mal die Formulare von Veterinäramt. Effizientes Handeln sieht anders aus.

Gruß

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Der Kreisveterinär hat mir gesagt; währen die Feiertage nicht gewesen ( ist ja schon drei Wochen her); dann währe das ganze schon vom Tisch.
Mann muss sich das so vorstellen:
Eine Futtermittelfirma macht Eigenkontrolle; und stell was fest.
Dann meldet es der LAVES diesen Sachverhalt.
Das LAVES meldet dem VEt-Amt und dem Ministerium.
Bislang weiss aber keiner was überhaupt ist.
Nun melden die Futtermittelunternehmer dem LAVES Listen; wer was wann bekommen hat; wo die Probleme liegen.
Das LAVES sucht die Betriebe; die rein rechnerisch kontaminiert sind aus; und gibt diese dann als Listen an die zuständigen Vet-Ämter weiter.
Diese Informieren die Betriebe.
Zwischenzeitlich kann sich die Futterliste aber einengen oder erweitern.
Erweitern beispielsweise; wenn der Rechnungsempfänger viele Betriebe und damit Betriebsnummern hat.
Oder wenn der Betrieb grade Ferkel eingestallt hat; dann ist es blödsinn; diesen zu sperren.
Jeder; der Behörden kennt; weiss; wieviel Papier von links nach rechts geschoben wird.
Die Vet-Ämter bekommen fast stündlich aktualisierte Listen.
Dann braucht ja nur ein PC abstürzen; oder kein Papier im FAx Gerät; oder alle in der Pause; und schon ist Schicht im Schacht.

All sowas hat es auch als Grund gehabt; die sog. GESEVO ( Geflügel Seuchen Vorsorge) zu gründen; die dann Privatwirtschaftlich die Koordination; Sperrung und Tötung der betroffenen Tiere incl Equidment bereit zu stellen und durch zu führen.
Mittlerweile ist diese GmbH auch auf den Schweinebereich ausgeweitet worden; Träger sind die Tierseuchenkassen von NDS; die Landkreise; der Landvolk und die Nachgelagerten Stufen.
In Emstek wird dafür gross gebaut ( sind fast fertig).

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Schweineturbo
Mitglied seit
12 Jahre 2 Monate

@ Franz [#21]

Kenne einen Fall wo ein Mäster versucht seit 1o Tagen eine Bescheinigung zu bekommen.Er bekommt sein Futter von der Raiffeisen An..., die wollte keine Bescheinigung ausstellen.Der Mäster hat richtig Druck gemacht.Gestern nachmittag hat die Raiffeisen An...,dem Mäster mitgeteilt das sein Futter auf Grund technischer Probleme nicht von ..... gekommen ist sondern von der LBG aus Damme,und das sein Betrieb aktuell zum Laves gemeldet wurde.
Warum hat man das nicht schon vor 10 Tagen gesagt ??????????

Einfach ein Witz
mfg

Franz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Versteh ich auch nicht.

Wen´s den die Richtung NL ist, dem Kollegen von oben haben sie es gesagt.

Gruß

Schweineturbo
Mitglied seit
12 Jahre 2 Monate

ne ist Altkreis Bersenbrück

mfg

Franz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Wir meinen wohl die Gleiche. Von mir aus liegt Bersenbrück in Richtung Niederlande.

Gruß

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

hm ist ja gut zu wissen. Bekomme auch alles Futter aus An...
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung war aber kein Problem. Dass die Genossen aber Futter woanders her beziehen, ohne es dem Kunden zu sagen ist ja suspekt. Gut zu wissen, dass man auf sowas auch schon achten muss. Bin ja ein bisschen baff.

Gruß Pigeldy

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ topigs [#4]

Die Eigentümer der Genossenschaft haften schlimmstenfalls mit ihrem gesamten Privatvermögen, was jedoch in der Praxis nur selten vertraglich vereinbart sein dürfte. Ich würde es nicht unterschreiben. Normalerweisen ist jedoch eine Haftung über die Einlage hinaus vorgesehen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

---

Haftung

Bei einer eingetragenen Genossenschaft gibt es drei unterschiedliche Haftungsformen, die jedoch nach außen hin nicht weiter gekennzeichnet sind.

* Die Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht: Die Genossen haften im Insolvenzfall für die Schulden der Genossenschaft mit ihrem ganzen Vermögen.

* Die Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht: Die Genossen haften im Insolvenzfall mit der im Statut festgesetzten Haftpflichtsumme (entweder ein bestimmter Betrag, der nicht unter einen Geschäftsanteil beträgt, oder einen oder mehrere Geschäftsanteil)

* Genossenschaft ohne Haftpflicht: Die Genossen haften im Insolvenzfall nur mit ihrer geleisteten Einlage. Darüber hinaus haften nur die Genossenschaft als Körperschaft.

(Quelle: http://www.genossenschaftsgruendung.de/rechtliche-struktur.html)

Franz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Grade Anruf vom Veterinäramt.

Alle Futterlieferungen welche ich vom LBD-Mühle Steinfeld bekommen habe sind von Orange auf Grün herabgestuft (Steinfeld wird wahrscheinlich komplett Grün). Sperrung für die Entsprechenden Tiere aufgehoben. In der Kundschaft meines Händlers 6 Schlachtproben zurück, keine Auffälligkeiten.

Gruß

Caesar
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Franz [#29]

Stimmt es, dass der LBD die QS-Zertifizierung entzogen wurde, und alle gesperrten Landwirte bis auf weiteres auch im QS-System gesperrt sind?

Franz
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Habe gestern von Steinfeld Futter bekommen. Büro Steinfeld sagte ist QS

Gruß

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?

Sie haben Fragen zu ZMP Live? Unser Team steht gerne hilfsbereit zu Ihrer Verfügung. Senden Sie uns gerne eine Nachricht:

Es gilt unsere Datenschutzerklärung