Schweine: Neues Jahrestief beim Preis in dieser Woche ?
Fleischer mit leichtem Ertragsplus
afz / schweine.net (10.03.10) - Uneinheitlich sind im Fleischerhandwerk 2009 die Geschäfte gelaufen. Während kleinere Betriebe zumeist Einbußen hinnehmen mussten, erzielten die größeren mehrheitlich leichte Zuwächse, berichtet fleischwirtschaft.de
Über alle Betriebstypen und -größenklassen hinweg ergibt sich ein leichter Umsatzrückgang von etwa einem Prozent. Dabei wirkte sich vor allem das letzte Quartal 2009, nach teilweise sogar positiven Umsatzzahlen zu Jahresbeginn, mit etwas über zwei Prozent Rückgang negativ auf das Gesamtergebnis aus.
Ertrag leicht verbessert
Nach vorläufigen Erhebungen des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV) hat sich die Ertragssituation der Fleischer-Fachgeschäfte dank deutlich niedrigerer Schlachtvieh- und Rohstoffpreise und annähernd stabilen Personalkosten leicht verbessert. Insgesamt sank der Materialeinsatz 2009 von 45,8 auf 43,4 Prozentpunkte. In der Umsatzgröße zwischen 500.000 und 750.000 Euro lag das Betriebsergebnis mit 13,7 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.
Trend zu größeren Betrieben
Ein Trend, der sich weiter fortsetzt, ist der zu größeren und leistungsfähigeren Betrieben. Im Jahresdurchschnitt waren im Fleischerhandwerk nach Schätzungen des DFV etwa 151.000 Personen beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 1.500 Beschäftigte beziehungsweise ein Prozent weniger als 2008. Mit 26.523 Verkaufsstellen bleibt das Fleischerhandwerk die zahlenmäßig stärkste Anbietergruppe von Fleisch und selbst produzierten Fleischerzeugnissen.
(Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 10/2010)
Internet Schweinebörse fällt auf Jahrestief zurück
Die heutige Internet Schweinebörse meldet bei einem Umsatz von 720 Schweinen einen Preisrückgang um 2 Cent auf 1,33 Euro. Die Spanne wurde mit 1,33 bis 1,34 Euro ermittelt. Mit dem heutigen Ergebnis wurde das Jahrestief vom Dezember 2009 und Januar 2010 wieder erreicht.
Kassamarkt: Deutschlandweite Schlachtungen steigen auf 4 % über Vorjahr
Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich zur Wochenmitte weiterhin ausgeglichen. Das umfangreiche Angebot an schlachtreifen Schweinen lässt sich zeitnah auf dem Markt unterbringen. Die Nachfrage nach Schweinefleisch konnte sich etwas erholen.
Die Zahl der Schweineschlachtungen ist in der vergangenen Kalenderwoche um ca. 18.000 nochmals angestiegen und liegt mit 993.498 Tieren knapp unterhalb der Millionengrenze.
Tendenz: Unverändert
(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)
Terminmarkt: Extreme Unsicherheit über die Preiserwartungen der nächsten drei Monate
Am Schweine Terminmarkt wurden heute 9 Kontrakte gehandelt. Der März Termin gab 0,3 Cent und erreichte 1,30 Euro, der April gab um 1 Cent auf 1,318 Euro nach. Der M 12 Index für Schweine schloss minus 0,10 Cent bei 1,3782 Euro.
Auffällig war die weite Spanne zwischen Nachfrage (Geldkurs) und Angebot (Briefkurs), die in den nahmen Monaten meistens zwischen 0,5 und 1,5 Cent zu finden war. Zum Ende der Handelszeit lagen diese heute bei 4 Cent im März, 5,5 Cent im April und sogar 8 Cent im Mai Kontrakt. Dies deutet auf eine extrem hohe Unsicherheit in den Preiserwartungen für die kommenden drei Monate.
Ferkel: Von Optimismus nur noch wenig zu spüren
Die sich täglich verschlechternde Stimmung am Kassamarkt könnte auf das Einstellverhalten der Mäster und auf die gezahlten Preise Einfluß nehmen. Während die regionalen Preisermittler seit zwei Wochen noch immer nahezu ausgeglichene Tendenzen melden, kam es am Terminmarkt heute zu einem Rückgang für April Ferkel um 2 auf 45 Euro.
Mai Ferkel wurden minus 60 Cent bei 43,40 Euro gehandelt. Auch hier stieg die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs auf verdächtig hohe 6 Euro (39 zu 45 Euro), ebenfalls ein Zeichen von Unsicherheit.
Der M 12 Index für Ferkel gab bei einem Umsatz von 2 Kontrakte um 21 Cent auf 42,44 Euro nach.
Aussichten für Freitag: Minus 2 Cent auf 1,30 Euro
Wie aus den Schlachtzahlen, die in den beiden letzten Wochen um 4 bis 5 Prozent über denen des Vorjahres lagen, zu entnehmen ist, werden schlachtreife Schweine in so großen Mengen angeboten, dass eine zeitnahe Vermarktung nicht immer erreicht werden kann.
Auch die Nachfrage im Lebensmittel Einzelhandel bleibt schwach, so dass eine permanente Gefahr von Preisabschlägen im Stückebereich gegeben ist.
Ab die Konsequenz eines Preisabschlags bis zu 6 Cent tatsächlich für die Rote Seite zu einer Verbesserung der Sitation führt und für die Grüne Seite zu einem Abbau der zu schiebenden Schweine, ist fraglich. Daher ist auch in dieser Woche, wie zwei Wochen zuvor, alles möglich von einem unverändert 1,32 Euro bis zu einem minus 6 Cent auf 1,26 Euro, das wären 4 Cent unter dem bisherigen Jahrestief.
@ Topschwein
Kann man morgen von 1,30 Euro ausgehen, oder geht es noch weiter runter?
Ich glaube, der momentane Schweineberg wird ab Mitte nächster Woche kleiner.
MfG Dorf
@ Dorf
stand jetzt bleibt der Preis bei 1,32 € ( Vion ist bei 1,30 € ). Aber bis morgen kann sich noch alles ändern, wie letzte Woche ......... .
Gruß
Topschwein
@ Topschwein [#3]
Die unveränderten Preise sehe ich auch in meiner Glaskugel....
Die fleischgeschäften fur nächste Woche sind wieder 3 bis 4 cent niedriger.
Also nach meiner meinung hat ein Unveranderd fur Morgen nur politischen grunden.
Ist naturlich gut fur die Produzent.
Aber im Sommer, wenn die Schweinepreisen vielleicht hoch können, wird es auch ein politischen unveranderd geben.
Henry