Schweine: Nicht genügend Schweine zu beschaffen
Studie zur Zukunft der niederländischen Schweinehaltung: Zahl der Schweinehalter könnte stark sinken
Agrarheute.com / isn (10.11.09) - Eine Studie der niederländischen Rabobank hat sich mit der Zukunft der holländischen Schweinehaltung befasst. Sie wirft die Frage auf, ob nach 2013 die Zahl der niederländischen Schweinehalter schnell zurückgeht.
Im Wesentlichen kommt die Studie zu dem Schluss, dass die Niederlande und Dänemark in Europa die Kostenführerschaft haben, was es der Branche dort ermöglicht, weiter zu investieren.
Die niederländischen Vorgaben bezüglich der Ammoniak-Reduzierung werden künftig jedoch stark über die EU-Vorgaben hinaus gehen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der niederländischen Wertschöpfungskette Schwein verschlechtern.
Bestandsvergrößerung: Zahl der Betriebe sinkt
In Abhängigkeit von der Verschärfung der nationalen Gesetzgebung bezüglich der Ammoniakreduzierung im Jahr 2013, geht man in der Studie davon aus, dass die Bestandsvergrößerungen zu einem schnellen Rückgang der Zahl der Betriebe führen könnte.
Insbesondere im Bereich der Mastschweinehaltung geht man davon aus, dass die durchschnittliche Betriebsgröße deutlich zunehmen wird. Marktpotenzial für die niederländische Schweinehaltung sieht die Studie insbesondere in Nord- und Nordwesteuropa. Wichtige Aspekte sieht man dabei im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Bestandsvergrößerung.
Nachhaltigkeit umfasst:
* artgerechte Stallungen
* Verringerung des Medikamentenverbrauchs
* emissionsarme Stallbauten, die in die Umgebung passen
* Gülleabsatz und
* regional geschlossene Kreisläufe.
Bestandsvergrößerung wird auch weiterhin eine Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Kostenführerschaft sein und macht Investitionen der Nachhaltigkeit erst möglich. Um die Chancen zu nutzen, müssen zusätzlich laut der Rabobank-Studie drei Voraussetzungen erfüllt sein: die Verbesserung des Images, die Lösung von Problemen in Fragen der Düngung und die Raumordnungspolitik für die betriebliche Entwicklung.
(Quelle: http://www.agrarheute.com/?redid=322541)
Kassamarkt: Nicht genügend Schweine zu beschaffen
Die Schlachtungen im Nordwestraum fielen in der vergangenen Woche um mehr als 16.000 und erreichten 703.000 Stück, den tiefsten Stand der letzten fünf Wochen. Dieser Rückgang ist vollständig auf die gesunkenen Schlachtmengen in Niedersachsen zurück zu führen. In NRW und Bayern lagen die Wochenschlachtungen dagegen an den Höchstständen.
Aufgrund des geringen Aufkommens an Schlachtschweinen waren und sind insbesondere in Niedersachsen Schlachtschweine gesucht und nicht in den gewünschten Mengen zu beschaffen. Einige Schlachtbetriebe haben daraufhin einzelne Schichten gestrichen.
In dieser Woche deutet sich ein Seitwärtstrend an.
Terminmarkt: Fast umsatzlos
Am Terminmarkt der Eurex Frankfurt wurden zwei Dezember Kontrakte zu 1,3150 Euro (minus 0,5 Cent) und ein Juni Kontrakt zu 1,43 Euro (ebenfalls minus 0,5 Cent) umgesetzt. Der M 12 Index für Schweine gab um 0,22 Cent auf 1,3504 Euro nach.
Ferkel wurden auf Vortagsbasis taxiert. Index unverändert 43,67 Euro.
V-Preis am Freitag: Unverändert 1,35 Euro
Derzeit sieht es nach einer unveränderten Notierung aus, doch es gibt auch Stimmen die für einen leichten Preisanstieg tendieren (siehe oben: Nicht genügend Schweine zu beschaffen).
Morgen wird der Preis der Internet Schweinebörse veröffentlicht. Gegenüber den 1,38 Euro der Vorwoche dürfte sich nicht viel ändern.
Stückzahlen etwas fallend aber mir wurde von sehr hohen Schlachtgewichten in Crailsheim berichtet (Vion).
MfG
Schlachtgewichte 35. Woche (per 06.11.09):