Schweine: Notierung 1,50 € schon jetzt erreichbar!
Die Schlachtbetriebe beklagen schlechtes Anlieferungsverhalten und schlechten Fleischverkauf, müssen aber unbedingt jedes Schwein haben, koste es was es wolle.
Die Mäster halten ihre Schweine nicht, sie sind schlicht und einfach nicht vorhanden, deswegen fallen die Schlachtgewichte von Woche zu Woche.
Durch diese Umstände müssen nun die Preismelder dafür sorgen, dass ein Marktpreis abgebildet wird, der Angebot und Nachfrage wiederspiegelt und sie dürfen sich nicht einlullen lassen von ihren Abnehmern.
Ich sehe große Chancen dass die Notierung bereits am Ende dieser Woche auf 1,50 € ansteigt.
MfG
agriculus
Schweine: Weiter fest
Auch nach den Pfingstenfeiertagen ist die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen weiter rege.
Vor allem der Fleischexport wie auch die Ausfuhr lebender Schweine entlastet den Markt spürbar.
Deshalb sind auch zum Monatsende trotz nicht optimalen Grillwetters weitere Preiserhöhungen am Markt möglich.
Die Ferkelnotierungen können sich weiter behaupten.
Hallo zusammen,
zum jetzigen Zeitpunkt spricht man für Freitag von 1,50 €. Das Wetter trägt seines dazu bei. Bleibt es so "schön" wie am letzten Wochenende? werden die Leute weiter Grillen und die Industrie wird weiter produzieren. Der Export in Richtung PL / RUS läuft auch sehr gut. Lebende Schweine sind für einige Schlachthöfe nicht zu reichlich da - und bei über 1 Mill. Schweineschlachtungen jede Woche könnten wir zur WM schnell bei 1,60 € sein ! ? ! Abzuwarten bleibt das Geschäft mit dem Kochschinken. Ist die Spargelzeit vorbei, werden wie sehen wie der Kochschinken weiter läuft. Bis da ist noch etwas Zeit ......... .
M f G
-Topschwein-
Warum stellt ihr Bauern Euch denn eigentlich so an!?
Wenn doch alles so super läuft und keine Schweine da sind, dann macht doch am Freitag gleich die Notierung auf 1,60 € und alles wird gut...
@Bagira #4
Wir stellen uns so an weil wir um unser Einkommen kämpfen müssen. In der Schweinemast haben wir seit Oktober letzten Jahres nur Verluste erreichen können. Wenn unser Berufsstand nicht mit so reichlich Eigenkapitalreserven ausgestattet wäre, die in den letzten Jahrhunderten angespart worden sind, dann wären bei 90 % der Familienbetriebe schon jetzt das Licht aus, der Stall leer und Clemens und Herbert und die Vion könnten ihre Schweine selber mästen und sich den Westfleischladen aufteilen!
Wer hat die Schweinemäster in diese Lage gebracht? Meiner Meinung nach Leute die in den letzten 10 Jahren in der Geschäftsführung von unseren Erzeugergemeinschaften und Viehverwertungen sitzen und nur noch ihren eigenen Arbeitsplatz erhalten wollen und sich reichlich von ihren abnehmenden Schlachthöfen erst drücken und dann hoffieren und verwöhnen lassen, damit sie auf der nächsten Grünen Woche oder sonstigen Veranstaltung beim großen Clemens oder Herbert oder Uwe oder sonstwo mit am Tisch sitzen dürfen und zu den großen dazugehören. Dieses oberflächliche Programm für unserer Meinungsvertreter und Vermarkter zahlen die Landwirte, die diese Leute in ihrer Viehverwertung oder EZG eingestellt haben, mit niedrigeren Auszahlungspreisen für ihre Schweine.
Bei Albert dem Viehhändler habe ich schon fast das gleiche Gefühl, aber der ist nach außen jedenfalls selbstständig.
MfG
agriculus
Aber all die genannten von dir können nicht anders; als die weiter von dir genannten zu beliefern.
Denn die Restlichen 97% der Abnehmer; die nur 20% der Gesamtmenge schlachten können die Mengen garnicht aufnehmen.
Was also tun?
Also schön Wetter spielen; und so planen; dass 70% der Schweinemenge feste Abnehmer hat.
Den Rest kann man mal schieben oder anderswo hinfahren.
Im Endeffekt ist das doch eh egal; denn die Landwirte haben doch mehr als genug Geld verdient ( siehe auch anderen Artikel der LWK hier über den Stallbau; ich frag mich ernsthaft; wo ich die vergangenen zwei Jahre war?)
Deshalb; hört auf zu klagen.
Es läuft doch super.
Momentan 30 Euro je Schwein Reingewinn....
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ agriculus [#5]
Wer hat die Schweinemäster in diese Lage gebracht? Meiner Meinung nach Leute die in den letzten 10 Jahren in der Geschäftsführung von unseren Erzeugergemeinschaften und Viehverwertungen sitzen und nur noch ihren eigenen Arbeitsplatz erhalten wollen und sich reichlich von ihren abnehmenden Schlachthöfen erst drücken und dann hoffieren und verwöhnen lassen
Soweit mir bekannt ist, gehören die EZGs den Schweinemästern. Warum räumen Sie in diesem "Schweinestall" nicht gründlich auf und setzten die Geschäftsführer ein, die im Sinn der Mäster arbeiten ?
Schöne Grüsse, Richard Ebert
@ agriculus [#5]
Wer hat die Schweinemäster in diese Lage gebracht? Meiner Meinung nach Leute die in den letzten 10 Jahren in der Geschäftsführung von unseren Erzeugergemeinschaften und Viehverwertungen sitzen und nur noch ihren eigenen Arbeitsplatz erhalten wollen und sich reichlich von ihren abnehmenden Schlachthöfen erst drücken und dann hoffieren und verwöhnen lassen
Ich schlage vor, das Sie sich aufstellen lassen bei der nächsten Wahl. Ich denke dann wird der Schweinepreis mindestens 10 Cent steigen.
Gruß
Lukas
@ Lukas #8
Man kann sich nicht als Geschäftsführer aufstellen lassen, dort wird man angestellt. Meistens vom alten Geschäftsführer erst mal als sein Stellvertreter. Der Alte stellt mit Sicherheit niemanden ein, der so fähig ist, dass er dem alten ans Bein pinkeln kann und so schneller auf seinem Platz sitzt als er es möchte.
Vorstand und Aufsichtsrat werden ebenfalls meistens von der Geschäftsführung und aktuellem Vorstand ausgesucht und im Vorfeld angesprochen um dann auf der GV einstimmig abgenickt zu werden. Die nehmen auch niemanden freiwillig auf der diese Leute in Frage stellt.
Oder ist es bei Ihrer EZG anders?
MfG
agriculus
@ agriculus [#9]
In der Regel gibt es einen Vorstand und Aufsichtsrat. Die Zusammensetzung wird auf General- bzw. Mitgliederversammlungen (das höchste Organ einer Genossenschaft) von den anwesenden Mitgliedern gewählt.
Der Geschäftsführer wird vom Vorstand bestellt und ist gelegentlich dann auch geschäftsführendes Vorstandsmitglied.
Ich vermute jetzt mal, dass Du bisher noch nicht einen Verein oder eine Organisation geführt hast, ansonsten lassen sich Deine Halbwahrheiten nicht erklären.
Wenn bei mir eine Generalversammlung ansteht, dann habe ich vorher schon alles geregelt, damit die Positionen mit geeigneten Personen besetzt werden und die Versammlung in Erwartung an das anschließende Essen dieses "abnickt".
Ein Einzelner hat auf einer Generalversammlung kaum Chancen die Entlastung des Vorstandes und des AR zu Verhindern oder gewünschte Personalentscheidungen zu kippen, weil die meisten Mitglieder nicht lange kontrovers Streiten wollen (das gibt es i.d.R. nur auf Grünen-Parteitagen). Wenn Du etwas ändern möchtest, dann musst Du ein paar (einflussreiche) Leute um Dich herum scharen und lange vorher Deine Unzufriedenheit mit dem und jenem gegenüber dem Vorstand, AR oder Geschäftsführer äußern. Dann sind Deine Chancen durchaus gut, etwas zu erreichen.
Im Grunde ist es wie in der Politik- mit dem Kopf durch die Wand kommt man da nicht weit- mit Besonnenheit und Ausdauer und leider auch Kompromissbereitschaft aber schon.
Es gibt ja nicht wenige Vermarktungsorganisationen, die alle meist den V-Preis auszahlen, aber es gibt genügend andere Faktoren, die diese EZGs deutlich unterscheiden lassen. Bei Unzufriedenheit einfach wechseln und austreten, das wäre dann die letzte Option der Mitwirkung.