Richard Ebert
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Schweine: Notierungen weiter im Aufwind

Kassamarkt: Schlachtschweinenotierungen weiter im Aufwind

Agrarheute.com / AgE, Brüssel/Damme (31.05.10) - Die Aufwärtstendenz an den repräsentativen Schlachtschweinemärkten der Europäischen Union hat sich in der Woche zum 23. Mai 2010 fortgesetzt.

Das von der EU-Kommission ermittelte durchschnittliche Preisniveau je 100 Kilo Schlachtgewicht (SG) erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 2,00 Euro oder 1,4 Prozent auf 140,35 Euro je 100 Kilo SG (siehe Grafik unten). Das entsprechende Vorjahresniveau wurde damit um 2,9 Prozent verfehlt.

Größter Preisanstieg in Polen

Weiter steil bergauf ging es mit den Notierungen in Spanien mit einem saisonalen Plus von 2,7 Prozent. In Polen kletterten die Schlachtschweinepreise in der Landeswährung Zloty um 4,6 Prozent sowie umgerechnet in Euro um 2,9 Prozent in Euro. Ebenfalls um mehr als zwei Prozent stiegen die Preise in Slowenien, Dänemark und den Niederlanden. Deutschland und Österreich meldeten Aufschläge von jeweils 2,0 Prozent.

Andererseits gaben die Schlachtschweinepreise in Schweden und Großbritannien jeweils um 0,5 Prozent nach. Bulgarien meldete ein Minus von 0,9 Prozent.

Schweinepreise in Dänemark erstmals über deutschem Niveau

Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) berichtete, lag der korrigierte dänische Schweinepreis in der zweiten vollen Maiwoche erstmals über dem Niveau der deutschen Notierung, und zwar um einen Cent je Kilo Schlachtgewicht (SG). In der Woche darauf vergrößerte sich der Abstand auf zwei Cent.

Lebendexporte nach Deutschland gestiegen

Diese Entwicklung ist laut Angaben der ISN unter anderem auf die verbesserten Exportbedingungen für dänisches Schweinefleisch zurückzuführen. Des Weiteren hätten die dänischen Landwirte den Druck auf ihre Schlachtindustrie erhöht, indem sie die Lebendexporte von Schweinen insbesondere in das benachbarte Deutschland aufgrund des bis dato höheren Preises gesteigert hätten. Dadurch seien die dänischen Schlachtunternehmen gezwungen gewesen, höhere Preise zu zahlen, um ihre Schlachthaken auszulasten.

Höhere Preise auch in Deutschland nötig

Auch in Deutschland hält die Interessengemeinschaft höhere Schweinepreise für dringend nötig. Das rege Interesse der Schlachtunternehmen an schlachtreifen Schweinen müsse sich endlich auch in einem deutlichen Preisanstieg niederschlagen, so die ISN. Die Schlachtunternehmen müssten einsehen, dass die heimischen Schweinehalter bei dem derzeitigen Erlösniveau langfristig nicht existieren könnten. Nicht nur in Dänemark hätten die Schlachtunternehmen zuletzt von den guten Exportgeschäften profitieren können; auch die Bundesregierung habe viele Veterinärabkommen mit diversen Drittländern auf den Weg gebracht, von denen die hiesigen Schlachtunternehmen nicht nur mengenmäßig, sondern auch finanziell profitieren könnten.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/schlachtschweinenotierungen-weiter-aufwind)

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Terminmarkt: Geringe Veränderungen

Am Terminmarkt in Frankfurt wurden heute 10 Kontrakte Schweine der Monate Juli und August zu geringfügig höheren Kursen gehandelt. Der M 12 Index für Schweine schloss plus 0,10 Cent auf 1,4241 Euro.

Am Ferkelmarkt fand 1 Juli Kontrakt mit einem Rückgang von 70 Cent auf 44,30 Euro einen neuen Besitzer. Der Ferkelmarkt bleibt zwar auch in dieser Woche unverändert, doch mit Sicht auf den übernächsten Monat könnte sich die Lage ändern. Der M 12 Index für Ferkel gab um 6 Cent auf 45,46 Euro nach.

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Geschrieben von Richard Ebert am
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