Richard Ebert
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Schweine: Preise in Spanien und den USA brechen ein

Verschiebungen beim EU-Schweinefleischexport - Insgesamt weniger ausgeführt

Agrarheute.com / AgE, Brüssel (10.08.09) - Im Schweinefleischexport der Europäischen Union haben sich in diesem Jahr erhebliche Verschiebungen vollzogen. Während die Ausfuhren nach Russland sanken, verdoppelten sich die Lieferungen in die Ukraine nahezu.

Laut Angaben der EU-Kommission sanken die Ausfuhren nach Russland von Januar bis Mai 2008 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 265.440 Tonnen. Wertmäßig wurde sogar ein Minus von 22 Prozent auf knapp 343 Millionen Euro registriert.

Andererseits verdoppelten sich die Lieferungen in die Ukraine nahezu, und zwar auf immerhin fast 70.000 Tonnen. Zugewinne konnten die EU-Lieferanten auch beim Handel mit Kroatien bei einem Plus von 14 Prozent auf Ausfuhren von mehr als 25.000 Tonnen Schweinefleisch verzeichnen.

Lieferungungen nach Asien rückläufig

Insgesamt rückläufig waren die Lieferungen auf die wichtigsten Absatzmärkte in Asien. So nahm Hongkong nur noch gut 155.000 Tonnen Schweinefleisch aus der Europäischen Union ab, das waren 26 Prozent weniger als von Januar bis Mai 2008. Die Lieferungen nach Japan schrumpften um 18 Prozent auf knapp 83.000 Tonnen. Zweistellige Einbußen wurden auch im Südkorea-Export mit einem Minus von zwölf Prozent auf 46.277 Tonnen verbucht. Andererseits stiegen die Ausfuhren nach China leicht um vier Prozent auf mehr als 65.000 Tonnen.

Ausfuhren sinken um gut zehn Prozent

Insgesamt fielen die EU-Ausfuhren an Schweinefleisch von Januar bis Mai 2009 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode mengenmäßig um gut zehn Prozent auf 934.000 Tonnen und dem Wert nach um knapp sechs Prozent auf 1,51 Milliarden Euro. Die ohnehin kaum bedeutenden Schweinefleischimporte in die Europäische Union gingen von Januar bis Mai 2009 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum weiter zurück, und zwar insgesamt der Menge nach um 4,6 Prozent auf knapp 23.000 Tonnen sowie wertmäßig um 10,5 Prozent auf 39,3 Millionen Euro.

Jähes Ende: Import-Boom aus USA

Überdurchschnittlich sanken dabei die Einfuhren aus den USA. Der Boom der US-Einfuhren nach Europa, der 2008 zu beobachten gewesen war, fand damit ein jähes Ende. Gegen den rückläufigen Gesamttrend wuchsen hingegen die EU-Schweinefleischimporte aus Chile, und zwar mengenmäßig um knapp ein Drittel auf gut 8.300 Tonnen sowie dem Wert nach um mehr als ein Viertel auf rund 18 Millionen Euro.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/schwein/schwein/insgesamt_weniger_ausgef%FChrt.html?redid=309133)

Bild entfernt.
US-Schweine werden täglich billiger

Kassamarkt: Spanien minus 8 Cent

Der europäische Schlachtschweine Markt zeigt sich in der aktuellen Schlachtwoche nochmals zumeist unverändert. In Frankreich und Großbritannien steht der Markt unter Druck, wodurch der Preis um korrigierte 2 Cents nachgeben mußte.

Die Notierung in Spanien gab wesentlich deutlicher nach, und zwar um korrigierte 8 Cents. Begründet wird dieser Preiseinbruch mit dem geringeren Absatz beim Sommertourismus, der zusammen mit anderen Faktoren zu einer schwierigen Situation am spanischen Markt führt.

Die Preise in Dänemark, Österreich, den Niederlanden, Belgien und Deutschland konnten sich auf dem Niveau der Vorwoche stabiliseren. Der schwedische Preis konnte um korrigierte 2 Cent anziehen. In Deutschland werden die angebotenen Stückzahlen an Schlachtschweinen im Süden und Osten eher als gering bezeichnet. Im Norden und Westen sind die Stückzahlen eher etwas größer, dennoch können die angebotenen Mengen schnell und reibungslos vermarktet werden.

Das weiterhin nicht übermäßige Angebot an schlachtreifen Schweinen und das bedingt durch den Monatsanfang leicht besser verlaufende Fleischgeschäft sowie der verbesserte Absatz von Grillartikeln dürften zu mndestens stabilen Preisen betragen.

(Quelle: ISW Damme)

Terminmarkt: Leicht nachgebende Schweinekurse

Im Terminhandel der Eurex notierten die Schweine Kurse in den gehandelten Monaten August bis Oktober bei einem Umsatz von nur 8 Kontrakten zwischen unverändert und minus 1 Cent. Bei den nicht gehandelten Monaten gabe aufgrund niedrigerer Verkaufsaufträge der Februar um 1,5 Cent auf 1,395 Euro nach.

Der M 12 Index gab um 0,14 Cent auf 1,4411 Euro nach.

Ferkel wurden ungehandelt auf Vortagsbasis taxiert. November Ferkel minus 1 auf 44 Euro durch niedrigere Verkaufsangebote. Index minus 8 Cent auf 46,31 Euro.

Aussicht: plus 1 Cent auf 1,57 Euro

Trotz des Einbruchs der Schweinepreise in Spanien und dem Weltmarktkonkurrenten USA ist der Druck am Markt weniger hoch als befürchtet. Ein leichter Anstieg scheint für Freitag denkbar.

Bild entfernt.
Oktober-Schweine mit neuem Jahrestief

Geschrieben von Richard Ebert am
PorkyPig
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@ Richard Ebert

"Trotz des Einbruchs der Schweinepreise in Spanien und dem Weltmarktkonkurrenten USA ist der Druck am Markt weniger hoch als befürchtet. Ein leichter Anstieg scheint für Freitag denkbar."

Ist das nicht jedes Jahr so!? Irgendwann sind die Ferien nun mal zu Ende und die Touristen verlassen das Urlaubsland Spanien und kehren zurück nach Deutschland.

Demzufolge geht in den Urlaubsländer die Nachfrage auch zurück und in der Heimat werden Jahreshöchstpreise erzielt.

Vielleicht kann mal jemand eine Grafik erstellen, August und September sind in den letzten Jahren immer die höchstnotierten Monate gewesen.

MfG

Richard Ebert
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@ PorkyPig [#2]

Im vergangenen Jahr 2008 waren die Höchstpreise Ende August / Anfang September zu erhalten und diese lagen 20 bis 25 % über den Preisen vom 2007.

Bild entfernt.

Ob die aus Spanien zurückkehrenden Touristen sich wirklich auf deutsches Schweinefleisch stürzen werden ?

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