Schweine: Preiseinbruch / Wachsende Angst vor Verbraucherverhalten
Am Terminmarkt in Hannover kam es heute bei steigenden Umsätzen zu Preiseinbrüchen auf breiter Front. Die Laufzeiten Dezember bis März gaben zwischen 2 Cent und 3,6 Cent nach und blieben auf Basis des Schlusspreises weiter angeboten.
Als Grund wurde im Markt die Meldung bekannt, dass Dioxin belastetes Sauenfleisch aus Irland schon seit langem im Deutschen Lebensmittelhandel angeboten wurde.
Es steht zu befürchten dass sich nicht nur die Käufer in Deutschland beim Fleischeinkauf zurückhaltender verhalten sondern auch Käufer aus dem Ausland bei deutschen Herkünften grössere Vorsicht walten lassen.
Hinzu kommt, dass die Industrie in der nächsten Woche grösstenteils die Produktion einschränken wird, der Export sich verlangsamt und der Januar der Monat mit dem niedrigsten Verbrauch des Jahres sein wird.
Der mit Spannung erwartete Preis der Internet Schweinebörse Nordwest wurde nicht veröffentlicht, da der Handel aus 'technischen Gründen' auf Donnerstag 14 Uhr verschoben wurde.
Ob der V-Preis vom Freitag dieser Woche noch zu halten ist wird unter anderem von der Einschätzung des Verbraucherverhaltens abhängen und ist höchst unsicher.
Ich befürchte, dass in diesem Jahr der historische Preisverfall für den Januar schon im Dezember eintreten wird, massiv!
Seit gestern geistern Größen umher, die uns Mästern das Fürchten lehren sollen.
MfG
agriculus