Schweine: Preisrückgang am Freitag wird immer wahrscheinlicher
Kassamarkt: Schlachtungen über 1 Million Schweine
Das ausgeglichene Verhältnis am Schlachtschweine Markt setzt sich auch zur Wochenmitte weiter fort. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen wird nach wie vor als umfangreich beschrieben.
Diese Mengen lassen sich aber durch die gute Nachfrage von Seiten der Vermarkter weiterhin auf dem Schlachtschweine Markt platzieren. Für die kommende Woche wird daher mit einem unveränderten Preis gerechnet.
Die Zahl der Schweineschlachtungen ist in der vergangenen Woche noch einmal angestiegen und hat damit erneut die Millionengrenze übersprungen. Mit 1.009.000 Schweinen wurden in der zurückliegenden Kalenderwoche ca. 2.000 Tiere mehr geschlachtet als noch in der Vorwoche.
(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)
Terminmarkt: Viele Verkaufaaufträge am Ferkel Terminmarkt
An der Eurex Frankfurt wurden heute 4 Kontrakte Februar Schweine zu 1,251 und später 1,26 Euro gehandelt, so dass der Markt gegen Vortag unverändert schloss.
Im März Terminmonat wurden 2 Kontrakte zu 1,305 und 1,30 Euro umgesetzt, zu diesem Kurs blieben Schweine weiterhin angeboten. April Schweine wurden um 1,5 Cent niedriger bei 1,315 Euro getaxt.
Der M 12 Index für Schweine gab um 0,23 Cent auf 1,3457 Euro nach.
Ferkel wurden nicht gehandelt und unverändert notiert. Index unverändert 44,42 Euro. Auffällig waren jedoch Kurz vor 11 Uhr zahlreiche größere Verkaufsaufträge für Ferkel zum einheitlichen Preis von 48 Euro für die Monate März bis Dezember 2010, in der Regel 5 bis 6 Kontrakte pro Monat.
Aussichten für Freitag: Minus 3 Cent auf 1,32 Euro
Auch wenn manche die Internet Schweinebörse als nicht richtung-weisend ansehen, da die Umsätze noch nicht einmal 0,1 % der deutschen Schlachtzahlen erreichen, so wird doch jeden Mittwoch darauf geachtet. Heute gab es bei einem Umsatz von nur 540 Schweinen einen Preisrückgang um 4 Cent auf 1,36 Euro bei einer Preisspanne von 1,35 bis 1,36 Euro.
Die Stimmung am Termin- und Kassamarkt ist nicht mehr so positiv wie noch vor einigen Tagen. Für Dezember Schweine Futures ist weiterhin niemand bereit mehr als 1,25 Euro zu zahlen und das nur für einen Kontrakt. Es sieht ganz nach einem Rückgang von mehreren Cent aus, auch wenn die ISW heute noch von einem 'unverändert' schreibt.
@ Richard Ebert [#1]
Es heißt schon etwas, wenn es den Erzeugern sogar das Weihnachtsgeschäft verhagelt.
Es lässt tief blicken was uns Anfang 10 bevorsteht.
Aber anstatt Lehren daraus zu ziehen, produzieren wir auf Teufel komm raus und denken über Kapazitätserweiterungen nach.
Es glauben doch etliche, daß wir im Industrie- und Hochlohnland Deutschland für den Rest der Welt Fleisch produzieren können.
Wir haben zwar einen freien Markt, es geht uns aber keinen Deut anders als den Milcherzeugern.
Ich glaube dieses Vorweihnachtsszenario wird es in Zukunft noch oft geben.
Deshalb habe ich bei einem Selbstversorgungsgrad von 90 % einen Stall gebaut.
Bei über 100 % zünde ich lieber mein Geld an bevor ich auch nur einen Euro in Schweine investiere.
Was ist eigentlich mit der Alternative Eier?? hier liegen wir bei 50 %.
Mfg
BB
@ Bauer Bernie [#2]
Die Lage daß wir 108 % Selbstversorgung haben gibt mir auch täglich zu denken! Wir werden voraussichtlich den Bau eines neuen Stalles etwas schieben und uns lieber auf eine Optimierung des bestehenden konzentrieren!
In den schlechten Zeiten ist man ohne große Neuverschuldungen weit aus lockerer auf dieser Welt!
Geflügel hat sicher seinen Reiz aber auch seine Tücken, ich werde lieber Agrarökologie, PV und Wind bevorzugen und erst mal den Jagdschein machen!
Schönen Tag allen
Saubauer
@ all
Hab gehört Rheda gibt minus 8 cent raus
mfg
@ Saubauer2 [#3]
Bei mir hat einer mit Asche angefragt ob ich keine Biogasanlage bauen möchte, er wolle sich daran beteiligen.
Wie sieht es bei Dir damit aus. Gülle wäre ja schon mal da.
Ich habe Zweifel ob es bei mir funktioniert, da ich nicht kontinuierlich Gülle aus dem Stall lassen kann.
Frage an alle
Kann jemand Zahlen liefern, wieviel Kw liefert ein Mastschwein, stimmt es, daß man mit einer Mastsau mehr DB aus dem Mist machen kann als aus dem Fleisch?
Mfg
BB
Das Experiment mit einem Investor haben wir hinter uns. Nicht jeder der Dir sagt er habe Kohle, hat auch welche. Außerdem gibt es nur sehr wenige verläßliche Partner auf der Welt. Bei uns ist es gründlich in die Hose gegangen.Es hat uns einen guten sechsstelligen betrag gekostet. Die Anlage ist wg. einer katastrophalen Bauausführung seit 2 Jahren stillgelegt und steht immer noch auf meinem Grundstück. Wir bauen nur noch das, was wir selber finanziert bekommen ohne Investoren.
M.F.G.
ML