Richard Ebert
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Schweine: Pruduktionsdrosselung und leichte Zunahme des Angebots

Kassamarkt: Problemlose Vermarktung schlachtreifer Schweine

Die weiterhin umfangreichen Exporte von lebenden Schlachtschweinen i die osteuropäischen Staaten tragen weiterhin zu einer entscheidenden Entlastung des deutschen und europäischen Schweinemarktes bei. Die angebotenen Partien an schlachtreifen Schweinen lassen sich daher nach wie vor problemlos an die Schlachtbetriebe vermarkten.

(Quelle: ISW, Damme)

Terminmarkt: Stabilisierung auf niedrigem Niveau

Am Terminmarkt der Eurex wurden heute 6 Kontrakte Schweine gehandelt. Der August stieg um 1 Cent auf 1,55 Euro während der September unverändert zu 1,53 Euro umgesetzt wurde.

Der M 12 Index für Schweine stieg um 0,1 Cent auf 1,445 Euro.

Ferkel wurden umsatzlos auf Basis der Vortagskurse taxiert. Index unverändert 46,29 Euro.

Bild entfernt.

Internet Schweinebörse unverändert

Bei nur 465 angebotenen und verkauften Schweinen wurde der heutige Preis mit 1,59 Euro in einer Spanne von 1,59 bis 1,60 Euro festgestellt, unverändert gegenüber den beiden Vorwochen.

Produktionsdrosselung und zunehmende Stückzahlen

Am Markt machen Informationen die Runde, dass einige Betriebe ihre Produktion drosseln, um so Druck auf die Preise zu erzielen. Auch sollen in einigen Regionen die Stückzahlen reichlicher ausfallen. Beides reicht derzeit jedoch kaum aus, einen Druck auf die noch immer durch gute Exportgeschäfte beeinflussten Preise zu erzielen.

Prognose für Freitag: Minus 1 Cent auf 1,55 Euro.

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Speedy
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@ Richard Ebert [#1]

Hallo Herr Ebert!
Einige Mitglieder der sogenannten "Preisrunde" am wöchentlichen Freitag sagten mir mal: 1 Cent Preisänderung macht man nicht."
Wenn man das nun berücksichtigt (ich weiß gar nicht wann wir zuletzt eine Veränderung des Preises um lediglich 1 Cent gesehen haben, egal ob nach oben oder unten) würde ich Sie bitten Ihre Prognose dahingehend zu verstärken. Mit 1,55 werden Sie denke ich kaum richtig liegen, und da Ihre Erfolgsquote in letzter Zeit ja so bemerkenswert war: Ihre Meinung: 1,56 oder 1,54?

MfG
Speedy

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Speedy [#2]

Mit dem was Sie schreiben haben Sie völlig Recht. Mir ist auch bekannt dass es seit mindestens 1 1/2 Jahren keine Änderung von einem Cent gegeben hat.

Die 1,55 als Erwartung kommen so zustande, dass ich alle Faktoren gewichte, die ich in Erfahrung bringen kann, z.B. Kassapreise In- und Ausland, Internet Schweinebörse oder die Terminkurse einschliesslich M 12 Index.

Dazu kommen fundamentale Meldungen aller Art, die ich lese oder telefonisch erfahre, mit dem Versuch einer Gewichtung, was in den nächsten Tagen für den V-Preis ausschlaggebend sein könnte.

Schliesslich kommen Meinungen aus dem Forum dazu, manche werden von mir als wichtig angesehen, manche glatt überlesen weil in der Vergangenheit wenig aussagekräftig und zutreffend.

Zum Schluss kommt noch etwas Erfahrung aus 40 Jahren Börsenhandel inclusive Agrarhandel in New York und Chicago dazu (von Deutschland aus) und eine Prise Psychologie und Massenverhalten.

Daraus entsteht eine Preiserwartung, zu welcher ich tatsächlich kaufen und verkaufen würde, gestern 1,54 und heute 1,55 Euro, also heute Kauf zu 1,54 und Verkauf zu 1,56 Euro, was natürlich so nicht geht.

Diese nicht den Regeln der wöchentlichen Preisermittlung entsprechende Erwartung kann ich beim besten Willen nicht auf- oder abrunden, weil dieses dann nicht mehr meiner Meinung entspricht, die ich mir gebildet habe.

Höchstens bei "Androhung der Todesstrafe" könnte ich mich zu einem 1,56 durchringen, aber von einem 'unverändert' bin ich nicht überzeugt aus den von mir genannten Gründen von einzelenen Produktionsdrosselungen der Roten Seite, von reichlicheren Stückzahlen in einzelnen Regionen oder vom Terminkurs per dritte Woche August von 1,55 Euro.

Also: Es bleibt bei einem 1,55 Euro im 'sicheren' Wissen, dass dieser Preis nicht kommen wird. Es bleibt wie immer spannend.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Herr Ebert

"Am Markt machen Informationen die Runde, dass einige Betriebe ihre Produktion drosseln, um so Druck auf die Preise zu erzielen. Auch sollen in einigen Regionen die Stückzahlen reichlicher ausfallen. Beides reicht derzeit jedoch kaum aus, einen Druck auf die noch immer durch gute Exportgeschäfte beeinflussten Preise zu erzielen."

Die Schlachtereien sagen doch schon seit Wochen, sie reduzieren ihre Schlachtmengen. Schweine sind ja auch nicht reichlich vorhanden!

Reduzierte Schlachtmenegen seitens der Roten Seite - ist das nichts anderes, als wenn der Mäster seine Schweine zurück hält in der Hoffnung auf steigende Preise!?

Und was hat man als Erzeuger dann immer für eine passende Antwort bekommen? Marktverzerrung - der Bummerang kommt zurück und holt dich irgendwann ein, dann doppelt und dreifach!

MfG

Kaack-Terminhandel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo zusammen,

am 5. Juni 2009 hatten wir 1,46 € minus 1 cent, es gab es doch vor kurzem

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Kaack-Terminhandel [#5]

Und davor? November 2007....

Wollte lediglich damit sagen, dass es, besonders bei so unterschiedlichen Marktansichten von rot und grün wie in dieser Woche, sehr selten ist eine um 1 Cent veränderte Notierung vorzufinden.

MfG
Speedy

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Speedy [#6]

Woher bezieht denn die grüne Seite eigentlich ihre Marktansichten?

Vom angeblich kleinen Angebot? Und warum bekommt man dann am Wochenanfang
so leochte Schweine? Weil die Schweine so knapp sind oder weil einige Leute die Hose voll haben, das die Schweine billiger werden? Ich zumindest kenne niemanden, der diese Woche zu wenig Schweine hatte!

schöne Grüße vom lieben Bronto

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Brontosaurus [#7]

Kann ich auch nicht sagen lieber Bronto, woher die grüne Seite ihre Marktansichten herbekommt.
Wahrscheinlich hier aus dem Forum. Die denken sich gewiss, "wenn die rote Seite Dienstag schon mit dem Trommeln anfängt haben die echt Angst um ihre Marge, aber sehen keinerlei Erfolgsaussichten dass der Markt den Preis nach unten bewegt."

Ich kenne einige, die diese Woche nicht genug Schweine hatten. Aber das hört man nur in vertraulichen Gesprächen, also werde ich hier keinesfalls offenlegen wer das gesagt hat. Aber in einer Sache waren sich alle Schlachter bzw. Einkäufer einig: Umgelaufen werden wir diese Woche nicht von den Schweinen, die sind nicht zu reichlich.

Wie der liebe Bronto in einem anderen Beitrag geschrieben hat: Wir werdens ja morgen sehen.

Mein Tipp steht weiterhin bei unverändert, zumindest für Nordwestnotierung.

MfG
Speedy

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